Und sie dienten den Baalen

Liebe Freunde,

heute erlebte ich einen nicht gerade kleinen Schock auf Twitter: Da wurde mir ein Artikel (https://www.catholicregister.org/item/30057) angezeigt, der die Vorbereitungen auf die Amazoniensynode zum Thema hatte. Das dazugehörige Bild verschlug mir den Atem. Darauf zu erkennen ist ein Schamane in voller Montur, der eine Menschengruppe „segnet“, darunter katholische Geistliche.

Was ist denn da schief gelaufen? Seit wann heißt Inkulturation des Christentums, die religiösen Riten indigener Völker zu übernehmen? Ist uns Christen mittlerweile abhanden gekommen, welch immense Auswirkungen so ein „Segen“ für unsere Seele hat? Als ich das Foto heute Morgen sah, dachte ich mir: Dieses Bild fasst das instrumentum laboris zur Amazoniensynode perfekt zusammen. Um genau das geht es, wie Eduard und ich neulich in einem Podcast herausgestellt haben. DAS ist die Art von Vorbereitung, die die Zuständigen für die Amazoniensynode treffen.

Dabei ist das alles nicht neu. Just am heutigen Tag hören wir in der Lesung von genau solch einer Haltung: Der Ausschnitt aus dem Buch der Richter erzählt uns heute von dem Volk Israel, das im Heiligen Land Fuß fasst. Und was passiert? Ganz vergisst das Volk die Heilstaten Gottes und wendet sich den einheimischen Göttern zu. Es heißt wörtlich: “ Sie verließen den Herrn, den Gott ihrer Väter, der sie aus Ägypten herausgeführt hatte, und liefen anderen Göttern nach, den Göttern der Völker, die rings um sie wohnen. Sie warfen sich vor ihnen nieder und erzürnten dadurch den Herrn.“ Es könnte keinen aktuelleren Text für unsere heutige Situation geben! Das Christentum soll in die verschiedensten Kulturen hineingetragen werden laut Missionsauftrag Christi an seine Apostel in Mt 28. Natürlich soll das nicht heißen, dass man unter Zwang die Menschen zum Christentum bekehren soll. Hier erleben wir jedoch das andere Extrem. Und das wird nicht ohne Folgen bleiben. Wir lesen schon im Buch der Richter, dass durch das Verhalten des Gottesvolkes der Zorn des Herrn entbrennt und Gott zulässt, dass dem Volk dies und das zustößt, damit es wieder zur Besinnung kommt. Müssen wir es auch erst so weit kommen lassen? Können wir als Kirche wirklich für alles offen sein, bis wir nicht mehr ganz dicht sind? Was wir dringend brauchen, ist Umkehr. Umfassend.

In diesem Sinne rufe ich hiermit ein weiteres Mal zum Sturmgebet für die Amazoniensynode und den Zustand der Katholischen Kirche auf. Bekanntlich sind die Waffen, mit denen wir als Kinder Gottes kämpfen sollen, die spirituellen. Schließlich hat der Rosenkranz schon Kriege gestoppt.

Ihre Magstrauss

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