Freitag der 33. Woche im Jahreskreis

Offb 10,8-11; Ps 119,14 u. 24.72 u. 103.111 u. 131; Lk 19,45-48

Offb 10
8 Und die Stimme aus dem Himmel, die ich gehört hatte, sprach noch einmal zu mir und sagte: Geh, nimm das Buch, das der Engel, der auf dem Meer und auf dem Land steht, geöffnet in der Hand hält!
9 Und ich ging zu dem Engel und bat ihn, mir das kleine Buch zu geben. Er sagte zu mir: Nimm und iss es! In deinem Magen wird es bitter sein, in deinem Mund aber süß wie Honig.
10 Da nahm ich das kleine Buch aus der Hand des Engels und aß es. In meinem Mund war es süß wie Honig. Als ich es aber gegessen hatte, wurde mein Magen bitter.
11 Und sie sagten zu mir: Du musst noch einmal weissagen über viele Völker und Nationen mit ihren Sprachen und Königen.

Heute hören wir wieder einen Ausschnitt aus der Johannesoffenbarung. Diesmal geht es um eine Vision, bei der Johannes zu einer prophetischen Zeichenhandlung angehalten wird, die ein Deja vu darstellt. Denn so eine Szene begegnet bereits bei Ezechiel. Mit dem 10. Kapitel setzt ein neuer Visionszyklus ein, der globale Ausmaße annimmt. Es ist gleichsam eine neue Beauftragung zum Propheten, die nun neue Ausmaße annimmt. Johannes soll nicht mehr nur an die Christen der Städte der Sendschreiben schreiben und prophezeien, sondern seine Botschaft soll nun an alle Völker ergehen. Der Böse wird nun in noch viel schlimmerem Ausmaß geschildert, seine zerstörerische Kraft wird durch die beiden kommenden Tiere ausgedrückt. Die sich steigernden Ausmaße ab dieser zweiten Berufungsvision zeigen sich nun auch darin, dass Johannes die Offenbarung, die an ihn ergeht, nicht mehr nur aufschreiben soll, sondern essen soll. Warum aber essen? Wir merken, dass die Johannesoffenbarung mit allen Sinnen wahrgenommen wird, sogar mit dem Geschmackssinn. Wie auch bei der Eucharistie steckt dahinter das Prinzip, sich das Gegessene einzuverleiben. Johannes soll die Botschaft nicht nur distanziert als Weisheitslehrer vertreten, sondern sich mit ihr so sehr identifizieren, dass seine Person mit der Botschaft verschmilzt. Das erinnert uns an Christus, dessen Verkündigung ausschließlich auf diese Weise geschah. Johannes soll ihm in diesem Aspekt nun nachahmen. So ist es schon in Ez 3, der die Botschaft ganz in sich aufnehmen soll.
So erbittet Johannes das Büchlein aus der Hand eines starken Engels, der in den vorausgehenden Versen geschildert worden ist. Der Engel kündigt ihm bereits an, dass das Büchlein süß im Mund, aber bitter im Magen sein wird. Als Johannes dem Auftrag Folge leistet und das Büchlein verzehrt, geschieht es so, wie es ihm angekündigt worden ist. Es heißt zwar biblion im Griechischen, also wörtlich „Büchlein“, doch wir müssen es uns als kleine Schriftrolle vorstellen.
Die beschriebenen Geschmäcker beim Essvorgang haben eine tiefere Bedeutung und können nicht einfach überlesen werden. Zuerst ist es süß, doch wird es dann bitter. Zunächst zum ersten süßen Geschmack: Es gibt Überlieferungen, die diesen Hinweis auf die Torah verstanden haben, vor allem vor dem Hintergrund der Psalmentradition (Torah süß wie Honig vgl. Ps 19,11). Man hat dieses Motiv sonst auch auf das Manna bezogen, das Himmelsbrot in der Wüste. Beides führt uns typologisch zur Eucharistie – diese Szene ist durchaus als Initiationsakt gedeutet worden, bei dem der Engel dem Propheten die Eucharistie spendet. Es ist ja die Einsetzung des Propheten zu einem globalen Verkündigungsauftrag, für den er die Kraft und Gnade benötigt. Das Wort Gottes, das fleischgeworden ist und über den Essvorgang empfangen wird, ist ein höchst eucharistisches Motiv. Dass es mindestens eine Beauftragung ist in dem Sinne, dass Gott selbst dem Propheten seine Worte in den Mund legt, geht bereits aus Jer 1,9 oder Jes 51,16 hervor. Klaus Berger spricht sich für eine eucharistische Auslegung aus und bezeichnet die Szene sogar als Beitrag „zu einer Spiritualität des Kommunionempfangs“, die uns Christen heute nicht nur vermittelt, dass wir für unseren Seelenfrieden die Kommunion empfangen, „sondern für alles Zeugnisgeben (…). Denn das Wort ist in meinen Mund gelegt.“
Warum aber wird diese Süßigkeit, die Christus das fleischgewordene Wort Gottes sowie seine Botschaft ist, bei der Verdauung zur Bitternis? Wir können es so deuten, dass der Anfang zum schrecklichen Ende wird – es fing mit Jesu Verkündigung auch romantisch an und endete am Kreuz. So ist es mit dem Beginn der Christenheit auch. Viele schließen sich an, die römische Infrastruktur verhilft zu einer raschen Verbreitung. Doch sehr bald kommt die Verfolgung, die Bedrängnisse und Ausgrenzungen, das Martyrium. Es ist auch bezogen auf das Weltende, das sehr bitter enden wird. Es muss so kommen und in das Endgericht mündet, damit danach das ewige Heil sich durchsetzen kann. Das wird dann die ewige und ultimative Süßigkeit darstellen ohne einen übriggebliebenen bitteren Tropfen. Wir können es auch auf moralischer Ebene betrachten: Am Anfang ist der Christ euphorisch und er startet sein Glaubensleben beschwingt. Doch sehr bald kommen die Versuchungen, die Angriffe des Bösen, Widerstände. Sehr schnell lässt Gott die Wüste zu, damit der oberflächliche Anfangsglaube vertieft werde und reife. Wir sehen schon an Jesus selbst, wie es ist, denn er ließt sich zeichenhaft für die Menschheit taufen, um im Anschluss vom Hl. Geist in die Wüste geführt zu werden, wo er den Nachstellungen des Teufels ausgesetzt ist. Die Süßigkeit der Offenbarung „Dies ist mein geliebter Sohn“ am Jordan wird schnell abgelöst vom zweifelnden „Wenn du Gottes Sohn bist“ des Satan. Diese Bitterkeit ist also etwas Unangenehmes, aber sie muss sein. Wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und Christus nachfolgt – auf dem Kreuzweg des Lebens bis hin zur ganz individuellen Schädelhöhe – der kann nicht sein Jünger sein. Das bedeutet auf die Nachfolge und Mission bezogen (wir erinnern uns an Berger – Kommunionempfang auch als Beauftragung, Monstranz zu sein, Sendungsauftrag): Dieser Weg ist sehr oft ein Spießrutenlauf und endet eventuell tödlich, doch das heißt Zeugnisgeben in letzter Konsequenz – Martyrium. Der treue Zeuge wird aber auch sofort belohnt. Und er bekommt die Kraft, diese heroische Tat umzusetzen. Schließlich ist Christus diesem Menschen einverleibt. Wenn Christus aber ein Teil von uns ist, was haben wir dann noch zu befürchten?

Ps 119
14 Am Weg deiner Zeugnisse habe ich Freude, wie an jeglichem Reichtum.
24 Deine Zeugnisse sind mein Ergötzen, sie sind meine Berater.
72 Gut ist für mich die Weisung deines Munds, mehr als große Mengen von Gold und Silber.
103 Wie süß ist dein Spruch meinem Gaumen, meinem Mund ist er süßer als Honig.
111 Deine Zeugnisse sind auf ewig mein Erbland, denn sie sind das Entzücken meines Herzens.
131 Meinen Mund tat ich auf und lechzte, nach deinen Geboten habe ich Verlangen.

Als Antwort auf die Berufungsvision des Johannes beten wir Psalm 119, den längsten Psalm des Psalters. Dort geht es ja um den lebenslangen Wandel nach Gottes Geboten.
Der Gerechte hat Freude „am Weg deiner Zeugnisse“. Es ist der Lebensweg im Bundesverhältnis mit Gott. Er offenbart sich seinem Volk und beweist ihm anhand von vielen Heilstaten immer wieder, dass er treu ist. Er zeigt seiner geliebten Braut, dass er nur das Beste für sie will. Er tut alles für sie und zeigt seine Allmacht in den spektakulären Wundern. Der Weg der Zeugnisse ist für den Gerechten so kostbar wie jeglicher Reichtum. Gemeinschaft mit Gott zu haben, ist der größte Reichtum. Es ist die reinste Süßigkeit, ein Leib zu sein mit ihm, das können wir als Katholiken in eucharistischer Gemeinschaft mit Christus wirklich sagen.
Dann beten wir Vers 24, den wir an anderer Stelle schon einmal als eher ungünstig übersetzt thematisiert haben. Statt „Ergötzen“ sollte man mit Freude oder Wonne übersetzen. Ergötzen kommt von Götze. Man ergötzt sich an etwas Negativem, nicht an Gott. Was dadurch ausgesagt werden soll: Die Gebote (das hebräische Wort für „Zeugnisse“ kann auch mit „Gebote“ übersetzt werden, was in diesem Kontext besser passt) sind keine Bürde, sondern vielmehr eine Erleichterung. Sie verhelfen dem Menschen zu einem gelungenen und glücklichen Leben. Sie sind also erstrebenswert und keine Pflichtübung. Sie sind zudem Berater, das heißt, sie helfen, die richtigen Entscheidungen im Leben zu treffen. Das Halten der Gebote Gottes stellt nämlich stets die Entscheidung für Gott dar. Die Gebote Gottes sind süß wie Honig, die reinste Wonne.
Gottes Wille ist wertvoller als Gold und Silber. Er birgt einen Schatz, der mit nichts Irdischem zu vergleichen ist. Es ist ein Schatz, der nie vergeht und der uns zum ewigen Leben führt. Gold und Silber können wir in die Ewigkeit nicht mitnehmen.
„Wie süß ist dein Spruch meinem Gaumen, meinem Mund ist er süßer als Honig.“ Diese Aussage führt uns zurück zur Lesung, denn Gottes Wort muss auch vom Psalmenbeter und von jedem Gläubigen, auch von uns heute, verdaut werden. Wir müssen es in uns aufnehmen und seine „Nährstoffe“ in uns aufnehmen. Es muss in unser Mark und Bein übergehen, ein Teil von uns werden. In dieser Hinsicht ist es eine Vorstufe dessen, was sich mit der Hl. Eucharistie erfüllt: Das fleischgewordene Wort Gottes, Jesus Christus selbst, gibt sich uns zur Speise, damit wir ihn in uns aufnehmen, seine Gnade in unseren Leib übergeht und wir selbst immer mehr zum Leib Christi werden. Und das Wort Gottes ist süßer als Honig, weil es für uns Heil erwirkt. Es schmeckt uns vielleicht auch dann bitter oder sauer, wenn in uns etwas nicht in Ordnung ist. Dann bewirkt das Wort Gottes Heilung von unserer Krankheit, von unserer Sünde, unseren Wunden, von allem, was bei Gott keinen Bestand hat. Wenn es zu solchen Reaktionen kommt, liegt es aber nicht am Wort Gottes, sondern am Menschen. Wir sollen es aber an uns aushalten, auch wenn es schwer verdaulich ist. Denn ohne das Wort Gottes können wir nicht überleben und gesund werden. So können wir diese Deutung auch zurückbeziehen auf Johannes. Womöglich wird das Gegessene bitter, wenn es sich mit seiner schwachen Natur verbindet. Das Wort Gottes reinigt uns.
Gottes „Zeugnisse“ sind Erbland. Hier wird auf die Gabe des verheißenen Landes angespielt. Auch an dieser Stelle kann man statt „Zeugnisse“ besser „Gebote“ übersetzen. Die Gebote Gottes sind Erbland, sie sind Heimat. Bei Gott sind wir zuhause und nach unserem Tod gehen wir hoffentlich ein in die ewige himmlische Heimat, in das verheißene himmlische Jerusalem, das uns dann keiner mehr wegnehmen kann.
Jeder Mensch, ob er es realisiert oder nicht, lechzt nach Gottes Geboten. Er ist Abbild Gottes und braucht diese Nahrung. Wie sehr fixiert sich der Mensch von heute auf das Irdische, auf den Leib und die Vergänglichkeit! Während er seinem Körper nur das beste zu essen gibt, nur die beste Kleidung anzieht, nur das beste Auto fährt und sich hegt und pflegt, verhungert und verdurstet seine Seele, die ewig ist. Wenn der Mensch doch wenigstens ein Mindestmaß an Seelenhygiene besäße! Das würde viele Probleme lösen, denn was den heutigen Menschen am meisten unglücklich macht, ist genau dieser seelische Gnadenmangel – selbstverschuldet. Kommen wir zurück zu ihm und gehen wir den Weg der Gebote Gottes, dann werden wir endlich glücklich sein!

Lk 19
45 Dann ging er in den Tempel und begann, die Händler hinauszutreiben.
46 Er sagte zu ihnen: Es steht geschrieben: Mein Haus soll ein Haus des Gebetes sein. Ihr aber habt daraus eine Räuberhöhle gemacht.
47 Er lehrte täglich im Tempel. Die Hohepriester, die Schriftgelehrten und die Ersten im Volk aber suchten ihn umzubringen.
48 Sie wussten jedoch nicht, was sie machen sollten, denn das ganze Volk hing an ihm, um ihn zu hören.

Im Evangelium hören wir heute von der Tempelreinigung Jesu, diesmal in der Lukasversion. Sehr oft wird diese Episode missverstanden und Jesus eine Form von Jähzorn unterstellt. Jesus hat seine Gefühle immer unter Kontrolle gehabt. Gefühlsausbrüche sind Folge der Erbsünde. Der Mensch jenseits des inneren Bruchs ist ein in sich geordnetes Wesen, dessen unterschiedliche Bereiche wie Emotion, Impulse, Vernunft etc. optimal ausgeglichen sind. Jesus war ohne Makel der Erbsünde. Er hatte keinen Wutausbruch, als er die Händler hinausgejagt hat. Aber was ist hier passiert?
Jesus hat hier ganz bewusst und kontrolliert gehandelt. Es handelt sich um eine prophetische Zeichenhandlung. Er hat sich ganz bewusst so benommen, damit die frommen Juden, die anwesend sind, sich an ein Schriftwort erinnern. Es geht um Ps 69 Vers 10, wo es heißt: „Denn der Eifer für dein Haus hat mich verzehrt, die Verhöhnungen derer, die dich verhöhnen, sind auf mich gefallen.“ Die Jünger Jesu verstehen diese Anspielung. Jesus möchte noch ein weiteres Signal geben, das mit dem „Tag des Herrn“ erwartet wird, mit dem Ende der Zeiten: In Sacharja lesen wir zum Ende des Buches, dass wenn der Tag kommt, keine Händler mehr im Tempel sein werden. Wenn Jesus also die Händler aus dem Tempel jagt, somit das Haus seines Vaters reinigt, möchte er das Signal geben: Ich bin der Messias. Mit mir ist das Reich Gottes und das Ende der Zeiten angebrochen. Kehrt also um und glaubt an das Evangelium, denn lange Zeit bleibt euch dafür nicht mehr! Die Händler verschwinden schon aus dem Tempel, das heißt kurz vor zwölf!
Es ist zugleich über diesen Wortsinn hinaus zu verstehen:
Der Herr reinigt den Tempel seines Leibes – das ist mystisch zu verstehen als sein Leib, der die Kirche ist. Schon bevor sie geboren wird am Pfingsttag, reinigt er ihre zukünftigen Glieder, prüft sie wie im Feuer, allen voran Petrus, den Felsen, damit die Apostel wirklich rein und bereit sind. Und seit die Kirche besteht, reinigt der Herr sie immer wieder, sendet Heilige wie Franziskus oder Caterina von Siena, die den Päpsten so richtig die Leviten lesen, mit ihrer liebenden Kritik aufräumen und eine aus dem Hl. Geist ergehende Erneuerung der Kirche antreiben. So muss die Kirche zu allen Zeiten innerlich gereinigt werden von den Händlern der jeweiligen Zeit, damit ihr sichtbarer Teil wieder zur alten Reinheit zurückkehrt. Unser Hl. Vater emeritus Benedikt XVI hat in der großartigen Freiburger Rede die Notwendigkeit einer Entweltlichung der Kirche herausgestellt. Das wäre so ein Reinigungsvorgang. Was aber momentan in der Kirche geschieht, ist ein zunehmendes Hereinholen von Händlern und Geldwechslern. Es wird immer politischer und weltlicher. Und das ist nicht der Wille des Herrn. Angesichts des nahenden Weltendes muss es eine Bekehrung geben!
Christus muss auch manchmal einen Geiselstrick nehmen und im Tempel unseres Herzens die Händler vertreiben. Wie viel Anhänglichkeit an die Welt ist noch in uns vorhanden! Wie viel Gerümpel ist noch in unserer Seele, das uns daran hindert, Gott mit ungeteiltem Herzen zu dienen und ihm den ganzen Raum unseres Lebens zur Verfügung zu stellen!
Und am Ende der Zeiten wird der Menschensohn mit seinem himmlischen Heer kommen und mit dem Bösen mit seinem dämonischen Heer abrechnen. Dann wird sein Geiselstrick das zweischneidige Schwert sein, das Wort Gottes, wie es Johannes in der Johannesoffenbarung am Ende des Buches sieht. Dann wird der Böse für immer besiegt und verbannt werden aus der Schöpfung Gottes.
Christus möchte einziehen in den Tempel unseres Herzens, in die Kirche, in die Welt. Doch wenn er kommt und erst einmal anfängt, so richtig zu wirken, wird es manchmal wehtun, wo das Herz, die Kirche und die Welt noch nicht pures Gold sind. Es muss sein, dass wir Bitteres schmecken, nicht nur im Sinne des Leidens als Jünger Jesu Christi. Es muss auch sein zur Reinigung unserer unvollkommenen Natur und ist bereits ein Prozess der Heiligung.
Was Jesus getan hat, bleibt nicht ohne Folgen. Die religiöse Elite plant den Tod des Messias, denn sie wollen ihn mundtot machen. Voller Neid sehen sie den Zulauf der Volksmenge. Doch auch das muss so kommen – es zeichnet sich die Bitternis des Kreuzestodes ab.

Ahmen wir Johannes nach und empfangen wir die Eucharistie, damit Christus in unser Herz immer wieder einzieht, an uns arbeitet und wir immer mehr nach seinem Bild gestaltet werden. Vergessen wir auch den Sendungsauftrag nicht, der mit der Kommunion verbunden ist – nicht umsonst heißt die Eucharistiefeier „Messe“ von Missa, Sendung. „Ite, Missa est“ lautet der Abschluss der Liturgie – geht, es ist eine Sendung. Was uns geschenkt ist, sollen wir in die Welt hinaustragen als Monstranz, ganz wie Maria es vorgemacht hat, als sie Christus unter ihrem Herzen zu Elisabet trug.
Und an die Kirche geht heute besonders der Appell, nicht das eigene Wort zu verkünden, sondern sich die Worte von Gott in den Mund legen zu lassen wie bei Johannes. Das sind dann auch manchmal unbequeme Worte, doch die Wahrheit wird uns frei machen. Wenn dann auch mal ein Geiselstrick herauskommt, der in der Kirche die Händler vertreibt, dann halte sie es nicht zurück! Und wenn sie sich dabei auch unbeliebt macht und ihre Feinde sie mundtot machen will – verzage sie nicht. Christus hat versprochen, dass die Mächte der Finsternis sie nicht überwältigen werden.

Ihre Magstrauss

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