31. März: Hl. Guido von Pomposa

Heute ist der Gedenktag des hl. Guido von Pomposa, eines heiligen Benediktinerabtes. Er wurde 970 geboren und starb am 31. März 1046 im heutigen Fidenza bei Parma. Er kam in der Nähe von Ravenna in Norditalien als Sohn der Familie Strambiati zur Welt, die sehr stolz auf ihn war. Vor allem, um den Eltern Freude zu bereiten, achtete er penibel auf seine Kleidung und sein Äußeres. Als er jedoch eines Tages während eines Festes die Eitelkeit seines Lebenswandels erkannte, entledigte er sich seiner feinen Gewänder und verschenkte sie an die Armen. Zur weiteren Demütigung seiner Eltern zog ihr Sohn schäbige Gewänder an und reiste nach Rom, wo er die Tonsur empfing. In anderen Quellen heißt es, dass diese Reise nach Rom eine Flucht darstellte, denn er sollte heiraten. Nach seiner Rückkehr stellte er sich unter die Obhut eines Einsiedlers namens Martin, der allein auf einer kleinen Insel lebte. Nach drei Jahren schickte der Einsiedler Guido in die Abtei von Pomposa, um ihn in das Klosterleben einzuführen. Dort machte Guido so große Fortschritte in der Tugendhaftigkeit, dass er schnell in ein hohes Amt aufstieg und zum Abt gewählt wurde. Dieses Amt übte er 48 Jahre lang aus. Sein Ruf war so gut, dass so viele Menschen in die Abtei strömten, dass er gezwungen war, eine weitere zu errichten. Sogar sein Vater und sein Bruder traten in das Kloster ein. Zu bestimmten Zeiten des Jahres zog sich Abt Guido in die Einsamkeit einige Meilen von seinem Kloster entfernt zurück und unterzog seinen Körper dort strengen Entbehrungen. Besonders während der vierzigtägigen Fastenzeit glichen die Entbehrungen Folterungen, und doch war er außerordentlich zärtlich zu seinen ihm ergebenen Mönchen. Guido entging nicht der Verfolgung, die oft auf diejenigen zukommt, die nach Heiligkeit streben. Aus unbekannten Gründen hatte der Erzbischof von Ravenna einen Hass auf den heiligen Abt entwickelt und war entschlossen, seine Klöster zu zerstören. Als Guido von dem bevorstehenden Angriff erfuhr, fastete er drei Tage lang und die gesamte Gemeinschaft der Mönche schloss sich dieser Kasteiung an. Als der Erzbischof mit seinen Soldaten eintraf, begegnete ihm Guido mit solcher Demut und Achtung, dass er überwältigt war und den Abt um Verzeihung bat. Gegen Ende seines Lebens zog sich Guido erneut in seine einsame Einsiedelei zurück. Kaiser Heinrich III., der nach Italien gekommen war, um sich mit dem heiligen Abt zu beraten, rief ihn nach Piacenza. An anderer Stelle heißt es, dass er den Abt bat, zur Synode nach Pavia zu kommen. Obwohl er sich dagegen sträubte, gehorchte der alte Abt und nahm zärtlich Abschied von seinen Brüdern, von denen er sagte, dass er sie nicht mehr sehen würde. Von einer plötzlichen Krankheit befallen, starb er drei Tage später in Borgo San Donnino bei Parma. Sowohl Parma als auch Pomposa erhoben Anspruch auf seine Reliquien, aber der Kaiser legte den Streit bei, indem er seinen Leichnam mit nach Speyer nahm. Dort lagen die Reliquien des Heiligen im Johannesstift – der dann nach Guido benannten Kirche, die 1689 und endgültig 1830 durch Brand zerstört wurde; an deren Stelle steht heute die Synagoge. Die Reliquien kamen ins Magdalenenkloster und in den Dom. Guido ist Patron von Speyer.

Hier kommen Sie zu den Tageslesungen: https://magstrauss.com/2022/04/08/freitag-der-5-woche-der-fastenzeit-3/

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