Der Abschied von der katholischen Morallehre.

Liebe Freunde,

lange ist es her seit meinem letzten Blogeintrag.

Es hat sich einiges getan im Vatikan. Schon vor zwei Jahren begann eine regelrechte Meuterei im Institut Johannes Paul II für Ehe und Familie. Nach außen hin wurde diese jedoch als „Neugründung“ bezeichnet und wir stellten uns bereits auf das ein, was jüngst dann eintrat: Neue Statuten wurden verfasst und überraschend schnell vom Vatikan approbiert. Den Säulen des Instituts, also gestandenen Persönlichkeiten wie Melina und Noriega, die Johannes Paul II selbst eingesetzt hatte, wurde gekündigt. Kath.net schreibt über den Mailänder Fundamentaltheologen Sequeri, der 2016 durch Papst Franziskus zum Präsidenten ernannt worden ist: „Der jetzige Ansatz hingegen will nach den Worten Sequeris in Avvenire ‚umfassenderen Dialog und Auseinandersetzung mit allen Denkschulen der katholischen Kirche‘. Er geht stärker von den Humanwissenschaften aus, um mehr auf die verschiedenen Lebenswirklichkeiten einzugehen.“

Diejenigen, die das instrumentum laboris zur Amazoniensynode gelesen haben, werden eine Analogie feststellen. In beiden Fällen geht es um eine häretische Vorgehensweise: Nicht mehr die Gebote Gottes sind Grundlage für Theologie und Pastoral, sondern die „Lebenswirklichkeiten“ (was auch immer damit gemeint sein soll) und menschliche Errungenschaften. Im Amazonaspapier werden vorzugsweise politische und ökologische Betrachtungen vorgenommen, in diesem Fall geht es um die Erkenntnisse der Humanwissenschaften.

Durch solche Aussagen wird einem vermittelt, dass die Kirche bisher in moralischen Fragen, in Fragen der Pastoral und welchen Bereichen auch immer den wissenschaftlichen Fortschritt ignoriert hätte. Das ist natürlich nicht wahr. Sie sieht die Wissenschaften jedoch nicht als höchstes Ideal an, sondern als bestätigende Instanz – die Wissenschaft bestätigt z.B. die Aussagen der Bibel durch die historischen Wissenschaften oder sie bestätigt, dass Gottes Gebote sich gesundheitsfördernd auf die Seele, die Psyche und den Körper auswirken.

Aber um all das geht es den Fadenziehern im Vatikan nicht. Sie wollen eine Zäsur, eine Abkehr von Gottes Geboten. Und das schlimme ist – sie nehmen Abschied von der wunderbaren Theologie des Leibes. Johannes Paul II ist einer der größten Heiligen unserer Zeit. Was er in seinen Mittwochsaudienzen damals erklärt hat, waren große Schätze, von denen wir bis heute profitieren. All das – v.a. die Schönheit und Heiligkeit der menschlichen Sexualität, all das wird in der Irrelevanz verschwinden. Letztendlich geht es hier um die Zerstörung der Familie, in der Amazoniensynode um die Abschaffung des katholischen Priestertums. Das sind ganz bewusst vorgenommene Schritte einer umfassenden Agenda. Das ist so offensichtlich, dass man sich nicht mehr wundern kann.

Was ist das denn für ein Schatz, der in Vergessenheit zu geraten droht?

In nächster Zeit werden auf Youtube Videos dazu kommen. Wir Laien sind nun gefragt, diesen Schatz weiter zu verkünden, damit er eben nicht in Vergessenheit gerät. Setzen wir gemeinsam Gegenakzente. Und vor allem – beten wir für die Braut Christi, die Jesus selbst gestiftet hat. Was auch geschieht: Die Mächte der Finsternis werden sie nicht überwältigen.

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