2. Fastensonntag

Gen 12,1-4a; Ps 33,4-5.18-19.20 u. 22; 2 Tim 1,8b-10; Mt 17,1-9

Gen 12
1 Der HERR sprach zu Abram: Geh fort aus deinem Land, aus deiner Verwandtschaft und aus deinem Vaterhaus in das Land, das ich dir zeigen werde! 

2 Ich werde dich zu einem großen Volk machen, dich segnen und deinen Namen groß machen. Ein Segen sollst du sein. 
3 Ich werde segnen, die dich segnen; wer dich verwünscht, den werde ich verfluchen. Durch dich sollen alle Sippen der Erde Segen erlangen. 
4 Da ging Abram, wie der HERR ihm gesagt hatte, und mit ihm ging auch Lot.

Wir hören am zweiten Fastensonntag wieder aus dem Buch Genesis. Dabei machen wir von Adam und Eva der letzten Woche einen großen Sprung nach vorne bis zu Abraham. Er hat seinen neuen Namen Abraham noch nicht erhalten, sondern heißt noch Abram.
Er wird von Gott dazu aufgefordert, sein Leben in Haran aufzugeben, wo er sich niedergelassen hatte. Er soll aus den gewohnten Bahnen seines bisherigen Lebens aufbrechen in eine Ungewissheit, die aber von Gott mit ganz viel Segen verbunden ist. Er soll in ein fernes Land ziehen und seine Verwandtschaft sowie sein Vaterhaus verlassen. Gott erwartet das nicht einfach nur, um ihm wegzunehmen, was er hat, sondern er möchte ihm stattdessen noch viel mehr schenken: Obwohl Abram und seine Frau keine Kinder haben können (so wird es im Kapitel zuvor gesagt), verheißt Gott Abram ein großes Volk. Er kündigt ihm an, dass sein Name groß gemacht und er sein Segen sein werde. An ihm werden sich die Geister scheiden: Wer ihn segnet, der wird von Gott gesegnet, wer ihn verwünscht, der wird von Gott verflucht. Alle Menschen aber werden durch ihn zum Segen berufen. Er wird also unter Gottes besonderem Schutz stehen.
Abram hat einen starken Glauben. Dies zeigt sich in seinem absoluten Gehorsam. Er zieht tatsächlich von Haran weg, obwohl er nicht weiß, was ihn erwartet. Dabei nimmt er auch seinen Neffen Lot mit dessen Familie mit.
So ist Gott. Mit ihm ist es nie langweilig. Er ist immer wieder für Überraschungen gut, die uns aus der Komfortzone locken. Dabei müssen wir uns oft überwinden und blind nach hinten fallen lassen. Dabei können wir aber gewiss sein, dass er uns auffängt und die ganze Aktion unserem Heil dient. Es gibt ein schönes Bild im Internet von einem kleinen Mädchen mit einem Teddy in der Hand, dem Jesus gegenüber steht und den Teddy von ihr verlangt, nur um ihr einen noch viel größeren Teddy zu schenken. Es trifft die Sache auf den Punkt. Abram hat wohl ein gutes Leben in Haran, aber das Leben, das Gott für ihn in Kanaan bereithält, wird unendlich besser sein. Er wird fruchtbar sein und von ihm wird ein ganzes Volk abstammen! Dafür verlangt Gott, dass er sich von der bequemen Lebenssituation absagt, so wie das kleine Mädchen Jesus den Teddy überreichen muss, um beide Hände für ein riesiges Kuscheltier freizuhaben!
Auch uns möchte Gott überreich beschenken, nur müssen auch wir ihm vertrauen und manchmal aus uns herauskommen. Der Geist Gottes kann an uns erst wirken, wenn wir uns für ihn öffnen. Er kann uns den Weg nur dann weisen, wenn wir erst einmal losgehen. Ein Navigationsgerät berechnet die Route auch, wenn wir uns in Bewegung setzen. Tun wir es dann Abram gleich und verfolgen Gottes Plan mit Glaubensgehorsam!

Ps 33
4 Denn das Wort des HERRN ist redlich, all sein Tun ist verlässlich. 

5 Er liebt Gerechtigkeit und Recht, erfüllt von der Huld des HERRN ist die Erde. 
18 Siehe, das Auge des HERRN ruht auf denen, die ihn fürchten, die seine Huld erwarten, 
19 dass er ihre Seele dem Tod entreiße und, wenn sie hungern, sie am Leben erhalte. 
20 Unsre Seele hofft auf den HERRN; er ist unsere Hilfe und unser Schild.
22 Lass deine Huld über uns walten, HERR, wie wir auf dich hofften!

Der Psalm reflektiert Gottes Heilsplan, von dem wir in der Genesis gehört haben. Das Wort und die Tat Gottes sind verlässlich. Gott ist treu und hält sich an seine Versprechen, auch wenn wir ihm untreu werden.
Gott liebt die Gerechtigkeit und das Recht. Das ist für uns keine Drohbotschaft im Sinne eines strengen Richterbildes. Gott sorgt schon für Gerechtigkeit, wo wir Unrecht erleiden. Sein Recht setzt sich durch, auch wenn es in unserem Leben aktuell nicht so erscheinen mag. Das ist eine totale Trostbotschaft.
Auch die Rede vom „Auge des HERRN“ muss als Geborgenheitsausdruck verstanden werden. Gott sieht auf die Gottesfürchtigen, die sich um den Stand der Gnade bemühen. Die anderen verstecken sich wie Adam und Eva im Garten Eden oder meinen, Gott sehe sie nicht. Er sieht alles und jeden. Gemeint ist aber, dass die Gottesfürchtigen eine Beziehung zu Gott haben und er in ihrem Leben Gutes wirkt, denn sie heißen ihn willkommen. Gott entreißt ihre Seele dem Tod (נַפְשָׁ֑ם nafscham, also eigentlich „ihr Leben“, denn nefesch meint immer das gesamte Leben, nicht nur einen Teil). Gott entreißt auch unser Leben dem Tod – sowohl dem moralischen Tod durch die regelmäßige Sündenvergebung im Beichtsakrament als auch vom ewigen Tod am Ende des Lebens. Wenn wir uns nämlich voller Glauben immer um den Stand der Gnade, um eine gute Beziehung zu Gott bemühen und mit einem umkehrbereiten Herzen durchs Leben gehen, dann wird seine Barmherzigkeit uns auffangen, sodass wir den ewigen Tod nicht schauen müssen.
Gott erhält die Gottesfürchtigen am Leben, wenn sie hungern. Dies ist wörtlich zu verstehen im Sinne von Segen im Leben. Gott sorgt dafür, dass man genug zu essen hat, wenn man seinen Willen tut. Jesus wird es später aufgreifen, wenn er sagt: „Zuerst muss es euch um das Reich Gottes gehen. Alles Andere wird euch dazugegeben.“ Und so ist es auch mit Abram in der ersten Lesung. Er vertraut darauf, dass Gott ihn und seine Familie versorgen wird, wenn er ihm gehorsam ist. Und auch wir Christen werden am Leben erhalten, denn Gott nährt uns nicht nur leiblich, sondern auch mit seinem Wort Gottes in Schrift und Sakrament, in der Eucharistie! Beides nährt uns auf unserem Lebensweg seelisch, sodass die Seele nicht stirbt, ebenso wenig die Hoffnung!
Und diese Hoffnung ist eine Hoffnung auf Gott, der „Hilfe und Schild“ ist. Gott leitet nicht nur den Weg, er beschützt auch auf diesem Weg, er unterstützt uns mit seiner helfenden Gnade, damit wir trotz unserer Schwächen den Willen Gottes in unserem Leben umsetzen können.
Wie König David beten auch wir um Gottes Huld, möge er uns die Gnade schenken, die wir unsere ganze Hoffnung auf ihn setzen! Er kann uns nicht enttäuschen, denn er ist Gott. Abram hat dies vorbildhaft vorgelebt, indem er seine ganze Hoffnung trotz biologischer Umstände auf Gottes Versprechen gesetzt hat, aus ihm werde ein großes Volk entstehen.

2 Tim 1
8 Schäme dich also nicht des Zeugnisses für unseren Herrn und auch nicht meiner, seines Gefangenen, sondern leide mit mir für das Evangelium! Gott gibt dazu die Kraft: 

9 Er hat uns gerettet; mit einem heiligen Ruf hat er uns gerufen, nicht aufgrund unserer Taten, sondern aus eigenem Entschluss und aus Gnade, die uns schon vor ewigen Zeiten in Christus Jesus geschenkt wurde; 
10 jetzt aber wurde sie durch das Erscheinen unseres Retters Christus Jesus offenbart. Er hat den Tod vernichtet und uns das Licht des unvergänglichen Lebens gebracht durch das Evangelium.

Die heutige zweite Lesung ist einem Pastoralbrief entnommen, den Paulus am Ende seines Lebens abgefasst hat. Er schreibt ihn an seinen Mitarbeiter und „Sohn“ Timotheus, der Paulus ganz und gar ans Herz gewachsen ist. Paulus sitzt im Gefängnis und schreibt deshalb die Ermahnung: „Schäme dich also nicht des Zeugnisses für unseren Herrn und auch nicht meiner, seines Gefangenen“. Schon Jesus hat erklärt: „Wer sich meiner und meiner Worte schämt, dessen wird sich auch der Menschensohn schämen…“ (Mk 8; Lk 9). Timotheus soll mutig für das Evangelium einstehen und so wie Paulus dafür auch leiden, wenn es sein muss. Das Evangelium zu verkünden ist alles Andere als bequem. Es erfordert manchmal große Strapazen und noch viel mehr Spott und Ablehnung. Es ist nämlich keine attraktive Botschaft für den Moment, sondern Glückseligkeit auf lange Sicht. Auch wenn dieser Weg kein leichter ist, sind Paulus und Timotheus nicht allein. „Gott gibt dazu die Kraft.“ Das ist es, was wir schon beim Psalm bedacht haben. Gott gibt Kraft, er gibt alles Nötige dazu, wenn wir zuerst sein Reich suchen.
Er hat uns gerettet durch den Tod und die Auferstehung Jesu Christi. Die Erlösung und der „heilige Ruf“ ist an uns „nicht aufgrund unserer Taten“ ergangen, sondern aus eigenem Entschluss und aus Gnade. Dass wir seine geliebten Geschöpfe in die Liebesgemeinschaft Gottes hineingenommen werden, können wir zeitlebens nie verdienen. Das ist ein Geschenk Gottes. Dass er uns erlösen würde, stand auch schon vor aller Zeit fest.
Jesus hat uns durch seine Menschwerdung, seinen Tod und seine Auferstehung die Fülle der Gnade verliehen, er hat den Tod besiegt, sodass auch wir ihn besiegen. Er hat das „Licht des unvergänglichen Lebens gebracht durch sein Evangelium.“ Wir haben wieder die Chance, in den Himmel zu kommen, was das ewige Leben bedeutet.
Was Paulus Timotheus hier alles schreibt, sind mehrere Bekenntnisformeln. Er schreibt seinem Mitarbeiter ein kurzes Glaubensbekenntnis, damit er sich nochmal dessen bewusst wird, warum er sich des Evangeliums nicht zu schämen braucht und wofür er die ganzen Strapazen eigentlich auf sich nimmt.
Auch wir wissen diese ganzen Dinge und beten diese immer wieder im Glaubensbekenntnis. Und doch müssen wir ein und denselben Text, ein und dasselbe Gebet noch einmal bewusst vor Augen geführt bekommen, damit wir uns neu darauf besinnen, wofür wir leben. Es ist dasselbe mit Jesusfilmen. Wir wissen, was mit Jesus passiert ist, aber wenn wir uns sein Leiden durch einen so realistischen Film wie Mel Gibsons Passion anschauen, werden wir aufs Neue daran erinnert, was Jesus für uns getan hat. Mit dieser Betroffenheit und Dankbarkeit werden wir unsere Beziehung zu ihm erneuern und bewusster unser Leben für ihn geben.
Und was auch in unserem Leben passiert – Gott ist immer mit uns und gibt uns Kraft.

Mt 17
1 Sechs Tage danach nahm Jesus Petrus, Jakobus und dessen Bruder Johannes beiseite und führte sie auf einen hohen Berg. 

2 Und er wurde vor ihnen verwandelt; sein Gesicht leuchtete wie die Sonne und seine Kleider wurden weiß wie das Licht. 
3 Und siehe, es erschienen ihnen Mose und Elija und redeten mit Jesus. 
4 Und Petrus antwortete und sagte zu Jesus: Herr, es ist gut, dass wir hier sind. Wenn du willst, werde ich hier drei Hütten bauen, eine für dich, eine für Mose und eine für Elija. 
5 Noch während er redete, siehe, eine leuchtende Wolke überschattete sie und siehe, eine Stimme erscholl aus der Wolke: Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe; auf ihn sollt ihr hören. 
6 Als die Jünger das hörten, warfen sie sich mit dem Gesicht zu Boden und fürchteten sich sehr. 
7 Da trat Jesus zu ihnen, fasste sie an und sagte: Steht auf und fürchtet euch nicht! 
8 Und als sie aufblickten, sahen sie niemanden außer Jesus allein. 
9 Während sie den Berg hinabstiegen, gebot ihnen Jesus: Erzählt niemandem von dem, was ihr gesehen habt, bis der Menschensohn von den Toten auferweckt ist!

Heute am zweiten Fastensonntag hören wir im Evangelium von der Verklärung des Herrn. Sie trägt sich sechs Tage nach dem Aufenthalt in Cäsarea-Philippi und dem Messiasbekenntnis des Petrus zu. Dabei nimmt Jesus die drei Aposteln Jakobus, Johannes und Petrus mit. Dieses Trio begleitet Jesus immer zu Ereignissen, bei denen nur wenige Menschen Zutritt haben (z.B. im Haus des Jairus, als seine Tochter gestorben war).
Den Dreien wird heute ein unvergleichliches Privileg geschenkt: Sie erhaschen einen Blick nicht „nur“ auf den Auferstandenen, sondern sogar mehr – auf den Jesus, wie er nach der Himmelfahrt ist und den der Rest der Menschheit erst am Ende der Zeiten sehen wird. Dann wird er in seiner Herrlichkeit auf einer Wolke zu uns herabfahren.
Was dort auf dem Tabor geschehen ist, schließt einen Kreis, den Gott im Laufe der Heilsgeschichte zu zeichnen begonnen hat: Bereits im AT hat er sich in seiner Herrlichkeit gezeigt. Damals stieg Mose zusammen mit Aaron, Nadab, Abihu und den siebzig von den Ältesten Israels auf den Berg Sinai (Ex 24), um die Herrlichkeit zu schauen. Bis ganz nach oben durften sie aber nicht, sondern hielten einen Abstand ein. Nur Mose durfte ganz zu Gott vordringen, um die Gesetze des HERRN zu erhalten. Und doch konnte er Gottes Herrlichkeit nicht ganz schauen. Etwas später erfahren wir von der Gunst, die Gott dem Mose zuteil werden ließ: Er zeigte Mose beim Vorbeiziehen seinen Rücken (Ex 33).
Auch im ersten Buch der Könige war der Sinai Ort der Gottesbegegnung. Elija flüchtete dort hin, als man ihm nach dem Leben trachten wollte – zum Dank für sein Bemühen um das Gesetz Gottes. Und auch hier forderte Gott auf: „Komm heraus und stell dich auf den Berg vor den Herrn!“ Als Elija sich nach dem Vorüberziehen von Sturm, Erdbeben und Feuer beim leisen Säuseln bereit machte, verhüllte er sein Gesicht. Auch er sah Gottes Herrlichkeit nicht ganz.
Was diesen beiden Großen verwehrt blieb, dürfen nun die Apostel schauen: die Herrlichkeit Gottes. Lassen wir es uns auf der Zunge zergehen. Welche Gnade ist diesen drei einfachen Männern geschenkt worden, dass sie nicht auf der Stelle gestorben sind, als sie diese geballte Liebe schauen durften! Und das ist nicht alles. Plötzlich sehen sie zwei Gestalten bei Jesus. Und es sind ausgerechnet Mose und Elija! Die zwei, die das Gesetz und die Propheten repräsentieren, die den Messias so sehnlichst angekündigt haben, deren Lebensende so besonders war. Ausgerechnet sie beide stehen bei Jesus und unterhalten sich mit ihm. Die drei Apostel kannten die Hl. Schrift. Sie haben den Code verstanden. Der Kreis hat sich geschlossen. Oder er wird weiter gezeichnet:
Jesus zeigt jenen drei Aposteln seine Herrlichkeit, die wenig später mit ihm im Garten Getsemani ausharren würden. Er zeigt sich jenen drei Aposteln, die feste Säulen der Jerusalemer Urgemeinde und darüber hinaus werden würden. Es ist eine Stärkung vor der großen Versuchung – und ein Vorgeschmack auf das Ostergeheimnis.
Das Licht des Gesichts und der Kleider Jesu sind die Beschreibung der Gnade Gottes. Diese haftet so an ihm, dass man davon ganz geblendet wird.
Warum möchte Petrus drei Hütten bauen? Ist er so durcheinander, dass er nicht weiß, was er da von sich gibt? Im Griechischen heißt es eigentlich nicht „Hütten“, sondern „Zelte“ (σκηνάς skenas). Petrus möchte drei Zelte aufschlagen, was uns sehr an den Tempel in der Zeit der Wüstenwanderung erinnert. Petrus hat mit dieser Frage also eigentlich den Nagel auf den Kopf getroffen! Er hat den Bogen zum Sinai, zur Offenbarung Gottes und zum Offenbarungszelt geschlossen. Er hat die Typologie erkannt, die vom Wort Gottes aus Steintafeln bis zum fleischgewordenen und verklärten Wort Gottes führt. Er möchte Zelte aufschlagen, um diese Herrlichkeit festzuhalten wie das Allerheiligste in der Bundeslade einen Zeltort bekommen hat.
Auch wir haben unsere Tabormomente in unserem Leben. Auch wir möchten diese Hoch-Zeiten festhalten und am liebsten nicht zurück in den grauen Alltag. Und auch die Kirche hält diese Herrlichkeit fest, indem sie den eucharistischen Herrn im Tabernakel aufbewahrt.
Im Grunde ist jede Heilige Messe ein einziger Tabormoment, denn auch dort wird Christus in Gestalt von Brot und Wein verherrlicht.
Dann passiert etwas, das die Jünger in Angst versetzt. Eine Wolke legt sich auf sie nieder. Das ist ein weiteres typologisches Signal! Auch auf dem Sinai stieg die Wolke Gottes nieder, als seine Gegenwart den Ort aufsuchte. So ist es auch auf dem Tabor, wo eine Stimme Jesus Christus als seinen geliebten Sohn proklamiert. Auch die Israeliten hatten mächtigen Respekt, als Gottes Gegenwart den Sinai erfüllte. Im Gegensatz zu ihnen dürfen die drei Aposteln mit Jesus oben sein und seine Herrlichkeit schauen!
Sie fallen mit dem Gesicht zu Boden. So überwältigend ist dieses ganze Ereignis. Und als sie wieder aufblicken, nachdem Jesus sie angefasst hat, ist alles wieder normal.
Jesus gebietet ihnen, das Ereignis bis zu seiner Auferstehung für sich zu behalten. Die ganze Rede von seiner messianischen Identität soll erst nach seinem Tod thematisiert werden. Immer wieder verbietet Jesus den Geheilten, sogar den Dämonen, von seiner messianischen Identität zu sprechen.
Warum aber hat Jesus die Aposteln mitgenommen und warum passierte dies zu so einem scheinbar willkürlichen Moment?
Nichts bei Gott ist zufällig und es hat sein perfektes Timing. Gott stärkt die drei zentralen Aposteln vor dem Leiden, vor der großen Herausforderung. Ausgerüstet mit dieser Glaubensstärkung sollen sie in die große Katastrophe gehen, die uns im Nachhinein aber zur größten Erlösung geworden ist. So möchte Gott auch uns immer wieder mit ganz besonderen Gnaden und Hoch-Zeiten beschenken, damit wir beschwingt von diesen Dingen dann in der großen Bedrängnis, in der Versuchung, in dem schweren Leiden durchhalten.
Und wenn wir diese große Bedrängnis dann durchgehalten haben, werden wir das ewige und vollkommene Taborerlebnis haben, wenn wir auf ewig in der Anschauung Gottes sein werden. Dann wird es keine Zelte mehr brauchen und vom Berg werden wir auch nicht mehr hinuntersteigen. Denn dann werden wir für immer bei Gott sein.

Ihre Magstrauss

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