Donnerstag der dritten Adventswoche

Jes 54,1-10; Ps 30,2 u. 4.5-6b.6cdu. 12au. 13b; Lk 7,24-30

Jes 54
1 Freu dich, du Unfruchtbare, die nie gebar, / du, die nie in Wehen lag, brich in Jubel aus und jauchze! Denn die Einsame hat jetzt viel mehr Kinder / als die Vermählte, spricht der HERR.

2 Mach den Raum deines Zeltes weit, / spann deine Zelttücher aus, ohne zu sparen! / Mach deine Zeltseile lang und deine Zeltpflöcke fest!
3 Denn nach rechts und links breitest du dich aus. / Deine Nachkommen werden Nationen beerben / und verödete Städte besiedeln.
4 Fürchte dich nicht, du wirst nicht beschämt; / schäme dich nicht, du wirst nicht enttäuscht! Denn die Schande in deiner Jugend wirst du vergessen, / an die Schmach deiner Witwenschaft wirst du nicht mehr denken.
5 Denn dein Schöpfer ist dein Gemahl, / HERR der Heerscharen ist sein Name. Der Heilige Israels ist dein Erlöser, / Gott der ganzen Erde wird er genannt.
6 Ja, der HERR hat dich gerufen / als verlassene, bekümmerte Frau. Kann man denn die Frau seiner Jugend verstoßen?, / spricht dein Gott.
7 Nur für eine kleine Weile habe ich dich verlassen, / doch mit großem Erbarmen werde ich dich sammeln.
8 Einen Augenblick nur verbarg ich vor dir mein Gesicht / in aufwallendem Zorn; aber in ewiger Huld habe ich mich deiner erbarmt, / spricht dein Erlöser, der HERR.
9 Wie bei der Flut Noachs soll es für mich sein: / So wie ich damals schwor, dass die Flut Noachs die Erde nie mehr überschwemmen wird, / so schwöre ich jetzt, dir nie mehr zu zürnen / und dich nie mehr zu schelten.
10 Mögen auch die Berge weichen / und die Hügel wanken – meine Huld wird nicht von dir weichen / und der Bund meines Friedens nicht wanken, / spricht der HERR, der Erbarmen hat mit dir.

Heute hören wir als Lesung eine Heilsverheißung aus dem Buch Jesaja. Es wird eine große Segenszeit angekündigt, denn das Kapitel 54 ist überschrieben mit „Reiche Nachkommenschaft und dauerhafter Frieden mit Gott“. Was angekündigt wird, sind paradiesische Zustände, was uns ins 11. Kapitel zurückführt.
Das Thema Fruchtbarkeit wird in diesem Kapitel weiter gefasst als bisher. Gott spricht sein Volk direkt an als seine Braut, „die nie gebar“ und „nie in Wehen lag“. Konkret meint er damit Jerusalem als pars pro toto und als jene Schar des Gottesvolks, die in Babylonische Gefangenschaft gerät.
Es ist in die Linie der vielen vorausgegangenen Aussagen mit demselben Bildfeld einzuordnen: Bereits in den Kapiteln zuvor hat er immer wieder ausgedrückt, dass sein Gegenüber keine Nachkommenschaft hervorbringt als Zeichen des Fluchs oder die Kinder dahingerafft werden (z.B. Kapitel 51).
Wenn Gottes Gerichtshandeln an ihr beendet ist und nur noch ein Baumstumpf übriggeblieben ist, um ein vergangenes Jesajawort aufzugreifen, werden sich die Zeiten ändern. Die Braut wird gebären – und es wird eine zahlreichere Nachkommenschaft sein als bei der Vermählten.
Diesen Literalsinn dürfen wir weiter fassen und denken an die vielen Frauen der Hl. Schrift, die zuerst unfruchtbar waren – nicht als Ausdruck von Sünde und Fluch, sondern weil Gott seine Herrlichkeit an ihnen offenbaren wollte. Schließlich waren es immer besondere Kinder, die dann auf wundersame Weise empfangen wurden. Den Höhepunkt sehen wir in Maria erreicht, die als geweihte Jungfrau ein Kind vom Hl. Geist empfängt. Nicht nur das: Sie wird zur neuen Eva, zur „Mutter aller Lebenden“ im Reiche Gottes. Dies führen wir zurück auf die Szene unter dem Kreuz, als Jesus Johannes seiner Mutter als Sohn und Maria ihm als Mutter anempfiehlt (Joh 19). Wir denken dies auch ekklesiologisch weiter: Die Kirche ist die Braut, die fruchtbar ist und mit jeder Taufe ein Kind für das Reich Gottes gebiert.
Den Raum des Zeltes weit zu machen, ist kein zufällig gewähltes Bild, sondern ein Moment des Herzklopfens für die Verbannten in Babylon: Es erinnert sie an den Tempel, der zunächst als Offenbarungszelt bestand, bevor er zum festen Bau wurde. Sie werden deutliche Tempelmotivik dahinter verstanden und neue Hoffnung geschöpft haben, denn zu jener Zeit ist der Tempel zerstört. Sie werden ihr Zelt wieder aufschlagen auch als Bild für die erneute Ansiedlung im Verheißenen Land. Dieses ist Hl. Land, da es eine Gabe Gottes ist. Dass dafür also ebenfalls dieses sakrale Bild gewählt wird, ist kein Zufall.
Sein Zelt schlägt auch der Herr auf, als er Mensch wird und unter den Menschen lebt. Joh 1,14 verwendet nicht umsonst im Griechischen das Verb „zelten“: Er hat unter uns sein Zelt aufgeschlagen. Das Aufschlagen des Zelts ist auch anagogisch verstanden, wenn wir in der Johannesoffenbarung lesen, dass Gott sein Zelt über ihnen aufschlagen wird (Offb 7,15). Er wird aber nicht mehr abgeschirmt hinter dem Vorhang als Allerheiligstes unter ihnen weilen, sondern alle werden ihn unverschleiert sehen.
Die Verheißung an das Volk Israel ist groß: Sie werden nicht nur das Gelobte Land zurückerhalten, sondern Nationen beerben. Wir begreifen hinter diesen Worten bereits die Realität des neuen Gottesvolks, das aus allen Völkern, Sprachen, Stämmen und Nationen zusammengesetzt sein wird.
Judas Schande wird ein Ende finden und Gott wird seine Braut zurücknehmen. Er selbst wird ihr Gemahl sein. Er wird seinen Bund mit Israel erneuern und bekräftigen, weil er ein treuer Gott ist. Es ist die „Frau seiner Jugend“ und deshalb hat er sie nur kurzzeitig verlassen. Wir müssen sogar sagen, dass er sie nie verlassen, sondern ihr eine Lektion erteilt hat, indem er ihr zwischenzeitlich das Gesicht abgewandt hat. Es ist eine zutiefst bildhafte Sprache, die das Verhältnis Gottes zu Israel ausdrückt. Gott ist barmherzig und sammelt die Verschleppten. Dieses Motiv ist nicht nur Ausdruck des Heils und der politischen „Erlösung“. Es ist auch ein endzeitliches Motiv, denn immer wieder wird schon im Alten Testament verdeutlicht, dass auf diese Weise die Menschen zum Gottesgericht kommen – sie werden gesammelt. Gott selbst nennt sich Erlöser. Das ist für uns besonders interessant, die wir diese Verheißungen christologisch lesen und in den größeren heilsgeschichtlichen Rahmen setzen: Gott erlöst und sammelt, wendet sein Angesicht der Untreuen wieder zu, bekräftigt den Bund und ist treu der ganzen Menschheit, die nämlich durch den Sündenfall des ersten Menschenpaares zu einer gefallenen Schöpfung geworden ist. Doch es ist sein Heilsplan, diese untreue Braut zu erlösen, sie wieder zu sich zu nehmen und sich ihrer zu erbarmen, da sie die „Frau seiner Jugend“ ist – die Menschen schuf er aus Liebe, um sie in seiner Liebesgemeinschaft zu wähnen. Deshalb kommt er als Kind im Stall von Betlehem, als Lamm Gottes und guter Hirte zugleich, um die Herde zu sammeln und heimzuführen in die Gemeinschaft mit dem Vater. Er ist der Erlöser, der angekündigte Messias.
Er wird mit seinem eigenen Blut den Neuen Bund besiegeln, den Gott mit der ganzen Menschheit eingehen möchte.
Gerade diese Erlösung vom Sündenfall ist eine Linie, die uns bewusst wird durch das Beispiel Noachs, das wir bei Jesaja lesen. Die Sintflut ist Konsequenz der Bosheit der Menschen. Doch nach diesem drastischen Gerichtshandeln ist Gott bereit, seinen Bund, den er schon mit dem ersten Menschenpaar geschlossen hat, zu bekräftigen. So sieht er uns als seine Bündnispartnerin an, die den Neuen Bund annehmen in der Taufe und durch das Wasser hindurch gerettet sind wie Noach und seine Familie.
Es ist ein „Bund des Friedens“, den wir Christen identifizieren als den österlichen Frieden Christi. Diesen wünscht er als Auferstandenen seinen Aposteln. Dieser beginnt schon mit seiner Geburt, denn als er geboren wurde, verkündeten Engel den Frieden. Er ist der Friedensbringer, wie Jesaja es in den messianischen Verheißungen gesagt hat und mit der beeindruckenden Friedensvision im 11. Kapitel zuspitzt. Es ist ein Frieden, den die Welt nicht geben kann, eine umfassende Versöhnung der Lebewesen untereinander und mit Gott. Gott hat Erbarmen – nicht nur mit Israel, sondern auch mit uns. Dies kommt bald wieder intensiv zum Ausdruck, wenn wir seine Menschwerdung feiern!

Ps 30
2 Ich will dich erheben, HERR denn du zogst mich herauf und ließest nicht zu, dass meine Feinde sich über mich freuen.
4 HERR, du hast meine Seele heraufsteigen lassen aus der Totenwelt, hast mich am Leben erhalten, sodass ich nicht in die Grube hinabstieg.
5 Singt und spielt dem HERRN, ihr seine Frommen, dankt im Gedenken seiner Heiligkeit!
6 Denn sein Zorn dauert nur einen Augenblick, doch seine Güte ein Leben lang. Wenn man am Abend auch weint, am Morgen herrscht wieder Jubel.
12 Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt,
13 HERR, mein Gott, ich will dir danken in Ewigkeit.

Heute beten wir einen Lobpreispsalm, der wie so oft mit einer Selbstaufforderung zum Lob beginnt („Ich will dich erheben, HERR“). Und wie so oft wird auch der Grund für den Lobpreis genannt: „Denn du zogst mich herauf und ließest nicht zu, dass meine Feinde sich über mich freuen.“ Oft hat das Volk Israel Situationen erlebt, in denen es ganz unwahrscheinlich erschien, überhaupt jemals aus der Not herauszukommen. In Ägypten sowie Babylon werden die Israeliten diese Erfahrung besonders intensiv gemacht haben. Und doch sagt Gott den Menschen durch die Propheten zu: Nein. Die Feinde scheinen jetzt so groß, doch ich bin größer. Immer. Und so hat Gott in Ägypten sowie in Babylon das letzte Wort. Das Volk erlebt immer wieder ein gutes Ende und kehrt in das verheißene Land zurück. Gott ist immer stärker als der größte Feind. So sind die Psalmen voll von Lobpreisgesängen darüber, dass Gott sein Heil erwirkt hat. Auch hier betet König David deshalb: „Du zogst mich herauf.“ Das kann politisch gemeint sein (herauf aus den Klauen der Fremdherrschaft), aber auch geographisch (herauf ins verheißene Land aus Ägypten, das niedriger liegt) und moralisch (denn David hat schwer gesündigt und ist so in die Tiefe gestürzt). Es wird auch anagogisch so sein, das heißt so werden wir nach dem Tod in der ewigen Anschauung Gottes voller Dank preisen können, dass er uns aus der Tiefe des Todes heraufgezogen hat.
In dieser Linie ist dann auch Vers 4 zu verstehen: „HERR, du hast meine Seele heraufsteigen lassen aus der Totenwelt“. Das umfassende Wort נַפְשִׁי nafschi drückt dabei aus, dass es die gesamte Existenz des Menschen betrifft: David ist vor dem moralischen Tod gerettet worden (so dürfen auch wir Gott loben und preisen, wenn er uns aus dem Zustand der Todsünde in den Stand der Gnade zurückversetzt). Gott wird David zusammen mit allen Gerechten des Alten Testaments auch aus der Grube ins ewige Leben gerettet haben, als Jesus Christus durch Leiden, Tod und Auferstehung den Zugang zum Paradies wieder ermöglicht hat. Wie lange mussten jene warten, die eigentlich in der Anschauung Gottes landen sollten! Und wie groß muss die Freude gewesen sein, als sie endlich in das Paradies eingehen durften! Sie werden im Chore solche Worte gebetet haben, die wir heute in Ps 30 beten.
Auch wir werden aufgefordert, Gott zu loben und zu spielen, der uns das ewige Heil bereithält. Was sind im Gegensatz dazu die temporären Leiden dieser Welt? Wir haben auch jetzt schon allen Grund zu feiern, weil es bald zuende sein wird. Gott möchte uns alle glücklich machen und dazu sind wir auch geschaffen worden. Er verwandelt schon jetzt in unserem irdischen Dasein das Klagen in Tanzen, wenn wir umkehren und beichten. Er hat das kollektive Klagen des Volkes Israel in Tanzen verwandelt, als er seinen einzigen Sohn für uns hingab, der von den Toten auferstanden ist! Ganz laut hat die ganze Vorhölle gejubelt und getanzt, als sie endlich das Angesicht Gottes schauen durfte. Ganz laut jubeln dürfen wir auch, wenn wir durch die Taufe in die neue Schöpfung hineingeboren werden, die uns Aussicht auf das Reich Gottes beschert! Wenn wir uns einfach mal bewusst machen, was Gott uns für eine riesige Gnade geschenkt hat und immer wieder schenkt, können wir nicht anders, als ihm ewig zu danken und ihn zu preisen!

Lk 7
24 Als die Boten des Johannes weggegangen waren, begann Jesus zu der Menge über Johannes zu reden: Was habt ihr denn sehen wollen, als ihr in die Wüste hinausgegangen seid? Ein Schilfrohr, das im Wind schwankt?

25 Oder was habt ihr sehen wollen, als ihr hinausgegangen seid? Einen Mann in feiner Kleidung? Siehe, Leute, die sich prächtig kleiden und üppig leben, findet man in den Palästen der Könige.
26 Oder wozu seid ihr hinausgegangen? Um einen Propheten zu sehen? Ja, ich sage euch: Sogar mehr als einen Propheten.
27 Dieser ist es, von dem geschrieben steht: Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, / der deinen Weg vor dir bahnen wird.
28 Ich sage euch: Unter den von einer Frau Geborenen gibt es keinen größeren als Johannes; doch der Kleinste im Reich Gottes ist größer als er.
29 Das ganze Volk, das Johannes hörte, und selbst die Zöllner gaben Gott Recht und ließen sich mit der Taufe des Johannes taufen.
30 Doch die Pharisäer und die Gesetzeslehrer haben den Willen Gottes für sich selbst abgelehnt und sich von Johannes nicht taufen lassen.

Es ist sehr faszinierend, wie Jesus über Johannes den Täufer spricht, der genau die großen Taten Gottes verkündet hat.
Das Wort vom Größten und Kleinsten scheint auf den ersten Blick rätselhaft und viele Experten zerbrechen sich darüber den Kopf. Sprechen wir zuerst darüber: Johannes ist der Größte unter denen, die von einer Frau geboren worden sind, also der größte Prophet unter den Menschen, die es jemals gab. Er ist es deshalb, weil er Jesus als einziger aller Propheten des Alten Bundes mit eigenen Augen sehen, ihn berühren durfte – und auch mit ihm verwandt war! Er durfte ihm sogar schon begegnen, bevor er überhaupt geboren wurde, als nämlich die schwangere Maria die schwangere Elisabet besuchte. Johannes war der unmittelbare Vorläufer Jesu und stand wie Maria als Scharnier zwischen den Bünden. Einerseits muss man ihn in die Reihe der alttestamentlichen Propheten einordnen (er wurde sogar mit dem Code des wiedergekommenen Elija umschrieben), andererseits ist er schon der Vorläufer des Neuen Bundes, zu dem er einen großen Beitrag geleistet hat. Das Entscheidende wird er aber nicht mehr miterleben – den Tod und die Auferstehung Jesu Christi. Deshalb wird er als der Kleinste unter denen im Himmel bezeichnet: Der Himmel ist das Königtum Gottes. Durch den Neuen Bund bricht es an, am Ende der Zeiten wird es vollendet (bzw. offenbar für alle). Johannes ist der Kleinste derer, die zum Neuen Bund gehören, weil der Neue Bund zu seiner Zeit noch nicht geschlossen ist. Er stirbt, noch bevor Jesus den Bund am Kreuz besiegeln kann. Johannes hat noch nicht das Privileg der Erlösung erhalten. In dieser heilsgeschichtlichen Erklärung ist Johannes der Kleinste im Himmelreich. Darin ist jeder erlöste Mensch des Königtums Gottes ihm voraus.
Jesus stellt darüber hinaus die rhetorische Frage: „Was habt ihr denn sehen wollen, als ihr in die Wüste hinausgegangen seid? Ein Schilfrohr, das im Wind schwankt?“ An dieser Stelle spricht Jesus codiert und doch haben es alle Umstehenden verstanden: Das Schilfrohr in der Wüste macht nämlich keinen Sinn, da es ja keinen See in der Trockenheit gibt. Es handelte sich vielmehr um das Symbol des Herodes, das er auch auf seinen Münzen hat prägen lassen. Und dass gerade Herodes unbeständig war, kein eigenes Rückgrat besaß und sein Fähnchen nach dem Wind richtete, erfahren wir ja in den Erzählungen über Johannes‘ Enthauptung: Herodes traut sich nicht einmal, ein Versprechen zurückzunehmen, durch das er den Täufer umbringen sollte. Eigentlich mochte er Johannes nämlich. Johannes dagegen war das Gegenteil eines wankenden Schilfrohrs. Er hat gesagt, was er sagen musste. Er traute sich, zu seinem Glauben zu stehen, obwohl er total political incorrect verkündete.
Johannes ist ein einfacher Mann, dessen Armut ein Zeichen der Buße ist. Er lebt vor, was er verkündet – die Bußhaltung in Vorbereitung auf den Messias. Was Jesus durch die rhetorischen Fragen kritisiert, ist die Sensationsgier der Menschen. Sie kommen, um diese exzentrische Gestalt zu erleben, dabei sollten sie sich vielmehr zu Herzen nehmen, was er sagt. Denn mit ihm erfüllt sich das Schriftwort aus Mal 3,1, das den Boten des Messias belegt. Jesus erklärt, welch heilsgeschichtliche Bedeutung dieser Mann besitzt.
Viele Menschen hören darauf, nehmen sich die Botschaft zu Herzen und kehren um. Sie nehmen die Johannestaufe an. Doch die Pharisäer und Schriftgelehrten nehmen es nicht an, lassen sich nicht taufen und offenbaren dadurch den Mangel an Umkehrbereitschaft. Sie haben die Zeit der Gnade nicht erkannt.

Was in Jesaja angekündigt worden ist – die große Heilszeit der Braut Gottes – erfüllt sich mit Johannes dem Täufer und Jesus Christus. Das Problem ist, dass nicht alle Menschen das begreifen. Ironischerweise sind es ausgerechnet die Schriftkundigen, die es nicht annehmen, obwohl sie am besten die Worte Jesajas kennen. Schauen wir heute genau hin, welche Chancen uns der Herr uns schenken möchte, auf dass wir uns neu zu ihm bekennen, unsere Beziehung zu ihm vertiefen und uns besser auf Weihnachten vorbereiten können. Seien wir nicht wie die Pharisäer und Schriftgelehrten und erliegen der Illusion, dass wir keine Umkehr benötigen. Gott möchte uns mit seinem Erbarmen reich beschenken, doch dafür müssen wir aufrichtig zu ihm umkehren. Sonst haben wir nichts davon.

Ihre Magstrauss

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