Montag der 5. Woche der Fastenzeit

Dan 13,1-9.15-17.19-30.33-62; Ps 23,1-3.4.5.6; Joh 8,1-11 oder Joh 8,12-20

Dan 13
1 In Babylon wohnte ein Mann mit Namen Jojakim.

2 Er hatte Susanna, die Tochter Hilkijas, zur Frau; sie war sehr schön und gottesfürchtig.
3 Und ihre Eltern waren gerecht und hatten ihre Tochter nach dem Gesetz des Mose unterwiesen.
4 Jojakim war sehr reich; er besaß einen Garten nahe bei seinem Haus. Die Juden pflegten bei ihm zusammenzukommen, weil er der Angesehenste von allen war.
5 Als Richter amtierten in jenem Jahr zwei Älteste aus dem Volk, von denen galt, was der Herr gesagt hat: Ungerechtigkeit ging von Babylon aus, von den Ältesten, von den Richtern, die als Leiter des Volkes galten.
6 Sie hielten sich regelmäßig im Haus Jojakims auf und alle, die eine Rechtssache hatten, kamen zu ihnen.
7 Hatten sich nun die Leute um die Mittagszeit wieder entfernt, dann kam Susanna und ging im Garten ihres Mannes spazieren.
8 Die beiden Ältesten sahen sie täglich kommen und umhergehen; da regte sich in ihnen die Begierde nach ihr.
9 Ihre Gedanken gerieten auf Abwege und sie wandten ihre Augen davon ab, zum Himmel zu schauen und an die gerechten Strafen zu denken.
15 Während sie auf einen günstigen Tag warteten, kam Susanna eines Tages wie gewöhnlich in den Garten, nur von zwei Mädchen begleitet, und wollte baden; denn es war heiß.
16 Niemand war dort außer den beiden Ältesten, die sich versteckt hatten und ihr auflauerten.
17 Sie sagte zu den Mädchen: Holt mir Öl und Salben und verriegelt das Gartentor, damit ich baden kann!
19 Als die Mädchen weg waren, standen die beiden Ältesten auf, liefen zu Susanna hin
20 und sagten: Das Gartentor ist verschlossen und niemand sieht uns; wir sind voll Begierde nach dir: Sei uns zu Willen und gib dich uns hin!
21 Weigerst du dich, dann bezeugen wir gegen dich, dass ein junger Mann bei dir war und dass du deshalb die Mädchen weggeschickt hast.
22 Da seufzte Susanna und sagte: Ich bin bedrängt von allen Seiten: Wenn ich es tue, so droht mir der Tod; tue ich es aber nicht, so werde ich euch nicht entrinnen.
23 Es ist besser für mich, es nicht zu tun und euch in die Hände zu fallen, als gegen den HERRN zu sündigen.
24 Da schrie Susanna mit lauter Stimme auf. Aber zugleich mit ihr schrien auch die beiden Ältesten
25 und einer von ihnen lief zum Gartentor und öffnete es.
26 Als die Leute im Haus das Geschrei im Garten hörten, eilten sie durch die Seitentür herbei, um zu sehen, was ihr zugestoßen sei.
27 Als die Ältesten ihre Erklärung gaben, schämten sich die Diener sehr; denn noch nie war so etwas über Susanna gesagt worden.
28 Als am nächsten Morgen das Volk bei Jojakim, ihrem Mann, zusammenkam, erschienen auch die beiden Ältesten. Sie kamen mit der verbrecherischen Absicht, gegen Susanna die Todesstrafe zu erwirken. Sie sagten vor dem Volk:
29 Schickt nach Susanna, der Tochter Hilkijas, der Frau Jojakims! Man schickte nach ihr.
30 Und sie kam, begleitet von ihren Eltern, ihren Kindern und allen Verwandten.
33 Ihre Angehörigen aber und alle, die sie erblickten, weinten.
34 Die beiden Ältesten aber standen auf inmitten des Volkes und legten ihre Hände auf den Kopf Susannas.
35 Sie aber blickte weinend zum Himmel auf; denn ihr Herz vertraute dem HERRN.
36 Die Ältesten sagten: Während wir allein im Garten spazieren gingen, kam diese Frau mit zwei Mägden herein. Sie ließ das Gartentor verriegeln und schickte die Mägde fort.
37 Dann kam ein junger Mann zu ihr, der sich versteckt hatte, und legte sich zu ihr.
38 Wir waren gerade in einer abgelegenen Ecke des Gartens; als wir aber die Sünde sahen, eilten wir zu ihnen hin
39 und sahen, wie sie zusammen waren. Den Mann konnten wir nicht festhalten; denn er war stärker als wir; er öffnete das Tor und entkam.
40 Aber diese da hielten wir fest und fragten sie, wer der junge Mann war.
41 Sie wollte es uns aber nicht verraten. Das alles können wir bezeugen. Die versammelte Gemeinde glaubte ihnen, weil sie Älteste des Volkes und Richter waren, und verurteilte Susanna zum Tod.
42 Susanna aber schrie auf mit lauter Stimme und sagte: Ewiger Gott, du kennst auch das Verborgene; du weißt alles, noch bevor es geschieht.
43 Du weißt auch, dass sie eine falsche Aussage gegen mich gemacht haben. Darum muss ich jetzt sterben, obwohl ich nichts von dem getan habe, was diese Menschen mir vorwerfen.
44 Der HERR erhörte ihr Rufen.
45 Als man sie zur Hinrichtung führte, erweckte Gott den heiligen Geist in einem jungen Mann namens Daniel.
46 Dieser schrie mit lauter Stimme: Ich bin unschuldig am Blut dieser Frau.
47 Da wandten sich alle Leute nach ihm um und fragten ihn: Was soll das heißen, was du da gesagt hast?
48 Er trat mitten unter sie und sagte: Seid ihr so töricht, ihr Söhne Israels? Ohne Verhör und ohne Prüfung der Beweise habt ihr eine Tochter Israels verurteilt.
49 Kehrt zurück zum Ort des Gerichts! Denn diese Ältesten haben eine falsche Aussage gegen Susanna gemacht.
50 Eilig kehrten alle Leute wieder um und die Ältesten sagten zu Daniel: Setz dich hier mitten unter uns und sag uns, was du zu sagen hast! Denn dir hat Gott den Vorsitz verliehen.
51 Daniel sagte zu ihnen: Trennt diese beiden Männer, bringt sie weit auseinander! Ich will sie verhören.
52 Als man sie voneinander getrennt hatte, rief er den einen von ihnen her und sagte zu ihm: In Schlechtigkeit bist du alt geworden; doch jetzt kommt die Strafe für die Sünden, die du bisher begangen hast.
53 Ungerechte Urteile hast du gefällt, Schuldlose verurteilt, aber Schuldige freigesprochen; und doch hat der HERR gesagt: Einen Schuldlosen und Gerechten sollst du nicht töten.
54 Wenn du also diese Frau wirklich gesehen hast, sage: Unter welchem Baum hast du sie miteinander verkehren sehen? Er aber sagte: Unter einem Mastixbaum.
55 Da sagte Daniel: Mit deiner Lüge hast du dein eigenes Haupt getroffen. Der Engel Gottes wird dich zerspalten; schon hat er von Gott den Befehl dazu erhalten.
56 Dann ließ er ihn wegbringen und befahl, den andern vorzuführen. Zu ihm sagte er: Du Sohn Kanaans, nicht Judas, dich hat die Schönheit verführt, die Leidenschaft hat dein Herz verdorben.
57 So tatet ihr an den Töchtern Israels und jene verkehrten mit euch, weil sie sich fürchteten; aber eine Tochter Judas duldete eure Gesetzlosigkeit nicht.
58 Nun sag mir: Unter welchem Baum hast du sie ertappt, während sie miteinander verkehrten? Er sagte: Unter einer Eiche.
59 Da sagte Daniel zu ihm: Mit deiner Lüge hast auch du dein eigenes Haupt getroffen. Der Engel Gottes wartet schon mit dem Schwert in der Hand, um dich mitten entzweizuhauen. So wird er euch beide vernichten.
60 Da schrie die ganze Gemeinde laut auf und pries Gott, der alle rettet, die auf ihn hoffen.
61 Dann erhoben sie sich gegen die beiden Ältesten, die Daniel durch ihre eigenen Worte als falsche Zeugen entlarvt hatte. Das Böse, das sie ihrem Nächsten hatten antun wollen, tat man
62 nach dem Gesetz des Mose ihnen an: Man tötete sie. So wurde an jenem Tag unschuldiges Blut gerettet.

Heute hören wir aus dem Buch Daniel. Dabei handelt es sich nicht um einen prophetischen Abschnitt, sondern um eine Erzählung.
Es geht um die Frau Jojakims namens Susanna. Sie ist schön und fromm. Ihre Eltern haben sie zur Gottesfurcht erzogen und in der Torah unterwiesen. Was nun passiert, spielt sich zur Zeit des babylonischen Exils ab. Jojakim ist ein reicher Mann, bei dem viele Juden einkehren, unter anderem in Rechtsdingen. Es gibt nun zwei Älteste, die regelmäßig zu Jojakim kommen und nach seiner Frau begehren. Sie spannen sie regelmäßig aus, wenn sie um die Mittagszeit im Garten spazieren geht. Eines Tages möchte sie in der besonders heißen Mittagshitze baden und bittet ihre Bediensteten, die Türen abzuschließen. Die beiden Ältesten erkennen ihre Chance in dieser Situation des absoluten Ausgeliefertseins Susannas und bedrängen die Frau. Sie erpressen sie damit, dass sie sich ihren Gelüsten hingeben soll oder sie würden vor den anderen behaupten, sie hätte mit einem jungen Mann Ehebruch begangen. Sie ist „von allen Seiten bedrängt“, wie sie selbst es ausdrückt. Und doch reagiert sie in dieser Situation geistesgegenwärtig und gottesfürchtig: Sie fällt lieber den Machenschaften von Menschen zum Opfer, als Gott durch so eine schwere Sünde zu beleidigen. Durch diese Entscheidung können wir als Zuhörer schon erahnen, dass Gott sie reichlich segnen wird. Es ist wie eine Glaubensprüfung für sie und zugleich sollen viele weitere Menschen in dieser Situation die Herrlichkeit Gottes bezeugen.
Susanna schreit auf, um die Bediensteten im Haus auf sich aufmerksam zu machen. Blitzschnell reagieren auch die beiden Ältesten, indem auch sie laut aufschreien und den „Tatort“ inszenieren (das Gartentor öffnen). Als die Dienerinnen angelaufen kommen, behaupten die Männer, dass sie Susanna beim Ehebruch ertappt hätten, was die Bediensteten beschämt. Es wird betont, dass Susanna bisher noch nie negativ aufgefallen ist. Zu Anfang der Erzählung hörten wir ja auch, dass sie eigentlich eine sehr fromme Person ist.
Am nächsten Morgen findet ein Gerichtsprozess statt, bei dem die beiden Ältesten gegen die Frau aussagen. Alle Angehörigen und Susanna selbst weinen und sie schaut zum Himmel, denn sie vertraut auf Gott, dem sie durch ihre gestrige Entscheidung die Treue gehalten hat. Die beiden Männer denken sich eine Lüge aus und behaupten, ein junger Mann sei zu ihr gekommen, um mit ihr Ehebruch zu treiben. Er sei entkommen, weil er den Ältesten physisch überlegen gewesen sei. Diese beiden Männer nutzen ihre Position als Älteste, um einer unschuldigen Frau die Todesstrafe zu bringen. Weil die beiden Männer Älteste sind, glauben die Menschen ihnen auch. So wird sie zum Tode verurteilt und schreit ein ganz drastisches Bittgebet zum Herrn. Dieser erhört sie am Tag ihrer Hinrichtung, denn er erfüllt einen jungen Mann namens Daniel mit dem Hl. Geist, sodass dieser laut aufruft: „Ich bin unschuldig am Blut dieser Frau.“ Diese Aussage scheint für die Umstehenden rätselhaft und sie fragen ihn, was das zu bedeuten habe. Wir müssen es so verstehen, dass er sich der Blutschuld der Israeliten gegenüber distanziert, die im Begriff ist, aufgeladen zu werden. Diese lädt sich Israel nämlich dadurch auf, dass sie Susanna unschuldig zum Tod verurteilt. Er spricht die Worte also, bevor es zu spät ist und Israel sich diese Blutschuld aufbürdet. Wir müssen an dieser Stelle innehalten und weiter betrachten: Es ist auch so, dass Gott selbst diese Worte durch den jungen Daniel von sich gibt. Er ist unschuldig an diesem Blutvergießen. Gott ist nicht böse. Er verlangt nicht, dass wir etwas Böses tun. Er ist unschuldig und er ist gut, nur gut. Gott selbst distanziert sich also von dem menschlichen Gericht, das zu einem ungerechten Urteil gekommen ist, das insgesamt falsch abgelaufen ist.
Er erklärt ihnen, dass sie eine Tochter Israels ohne richtige Anhörung verurteilt haben und die Beweise bzw. Zeugnisse nicht richtig geprüft haben. Die Reaktion der Israeliten zeigt, dass sie nicht böse sind, sondern auf die Intrige der Ältesten hereingefallen sind. Sie nehmen Daniels Worte sofort an und erkennen, dass Gott durch ihn spricht. Woher sonst soll er auch wissen, dass die Ältesten eine Falschaussage gemacht haben?
Kurzerhand wird der Gerichtsprozess noch weiter fortgesetzt und Daniel zum Anhörer der Zeugnisse beauftragt. Er hat eine sehr kluge Idee, denn er trennt die beiden Männer voneinander, um sie einzeln anzuhören.
Daniel hört zunächst den ersten Ältesten an und wirft ihm vor, ihn Schlechtigkeit alt geworden zu sein. Er sagt ihm, dass es in der Schrift ja heißt, man solle keinen Menschen unschuldig verurteilen. Er wirft ihm sogar vor, Schuldige freigesprochen zu haben. Und dann stellt er die entscheidende Frage: „Unter welchem Baum hast du sie miteinander verkehren sehen?“ Der Älteste antwortet: „Unter einem Mastixbaum.“
Daraufhin spricht er mit dem zweiten Ältesten und wirft auch ihm Sünden vor. Dabei stellt sich heraus, dass dieser gar kein Israelit, sondern Kanaaniter ist. Er wirft ihm sogar vor, dass er schon zuvor mit anderen Frauen so verfahren hat wie mit Susanna, nur dass sie sich im Gegensatz zu den anderen nicht erpressen ließ. Auf die entscheidende Frage nach der Baumart hin antwortet der zweite Älteste mit einer Eiche. So hat er die Falschaussage und Intrige der beiden Männer selbst offenbart. Das ganze versammelte Volk realisiert, dass durch Daniel unschuldiges Blut gerettet worden ist. Sie preisen Gott und bestrafen die beiden Männer mit der Todesstrafe.
Daniel hat Susanna gerettet, doch es ist Gott selbst, der durch ihn gewirkt hat. Susannas Gebet ist erhört worden. Wir erkennen an dieser Geschichte, dass wir wirklich ganz auf Gott vertrauen dürfen. Wenn Jesus später sagt, dass es uns immer zuerst um das Reich Gottes gehen soll und Gott uns alles Andere dazugeben wird, dann dürfen wir das ganz wörtlich nehmen. Susanna ging es um den Willen Gottes, dem zuliebe sie sich den beiden bösen Männern ausgeliefert hat. Sie weiß, dass Gott stärker ist und für Gerechtigkeit sorgt. So hat er sie nicht im Stich gelassen und nicht nur vor der Todesstrafe gerettet, sondern die schon länger anhaltenden Missetaten der beiden Männer aufgedeckt. Susanna ist so zu einem Werkzeug geworden, ebenso wie Daniel, mithilfe derer Gott ein großes Übel aus seinem Volk entfernen konnte. Hinter jeder Krise können wir Menschen zu allen Zeiten eine Chance und einen Segen erkennen. Susanna musste leiden so wie auch der Blindgeborene im Johannesevangelium zum Beispiel leiden musste. Doch durch ihr Leiden ist ganz viel Segen auf die Menschen gekommen, der alles nicht nur entschädigt, sondern noch viel mehr darüber hinaus den Menschen geschenkt worden ist. Susanna ist nach diesem Ereignis womöglich noch viel mehr Ehre geschenkt worden als zuvor. Auch Daniel ist so zu einer großen Ehre gekommen. Werfen auch wir in unserem Leben nicht sofort das Handtuch, wenn es schwer wird. Versuchen wir in allem immer die Chance zu erkennen und so geistesgegenwärtig wie Susanna und Daniel zu handeln. Behalten wir die oberste Priorität im Blick und vertrauen wir ganz auf Gott, der uns nicht ins offene Messer laufen lassen wird. Im Nachhinein werden wir verstehen, warum Gott Krisen und Leiden in unserem Leben zugelassen hat.

Ps 23
1 Ein Psalm Davids. Der HERR ist mein Hirt, nichts wird mir fehlen.

2 Er lässt mich lagern auf grünen Auen und führt mich zum Ruheplatz am Wasser.
3 Meine Lebenskraft bringt er zurück. Er führt mich auf Pfaden der Gerechtigkeit, getreu seinem Namen.
4 Auch wenn ich gehe im finsteren Tal, ich fürchte kein Unheil; denn du bist bei mir, dein Stock und dein Stab, sie trösten mich.
5 Du deckst mir den Tisch vor den Augen meiner Feinde. Du hast mein Haupt mit Öl gesalbt, übervoll ist mein Becher.
6 Ja, Güte und Huld werden mir folgen mein Leben lang und heimkehren werde ich ins Haus des HERRN für lange Zeiten.

Heute beten wir den berühmten Psalm 23. Er passt perfekt zur Lesung, weil in diesem Vertrauenspsalm Gott als Hirte beschrieben wird. Zuvor hörten wir davon, dass Gott sich ganz um seine Schäfchen kümmert und Susannas unschuldiges Blut vor der Todesstrafe bewahrt hat.
König David hat diesen Psalm gedichtet und man spürt, dass er sich ganz mit Hirt und Herde identifizieren kann. Gottes wunderbare Vorsehung hat alles so gefügt, dass er mit David tatsächlich einen Hirten zum König erwählt hat.
Gott ist unser Hirte, der uns alles gibt, was wir brauchen. Es mangelt uns an nichts, wenn wir zuerst sein Reich suchen. Das sagt Jesus später nicht umsonst. Es ist vor dem Hintergrund des Psalms absolut nachvollziehbar. Gott lässt uns, seine Schafe, auf grünen Auen lagern. Dies tut er auch mit Susanna. Er führt uns nicht ins Verderben, sondern nährt uns immer ausreichend, damit wir auf dem Weg durchs Leben hin zu ihm nicht zugrunde gehen. Er bewahrt die junge Frau vor einem unschuldigen und ehrlosen Tod. Auch wenn es zeitweise Wüstenlandschaften sind und nicht die grünen Auen, ist es für uns heilsam, damit wir die Auen wieder mehr zu schätzen lernen, in unserem Glauben gestärkt und in unserer Wachsamkeit geschärft werden. So muss Susanna zeitweise die trockene Wüste zu spüren bekommen, doch wird sie am Ende mit umso grüneren Auen beschenkt!
Für uns heute heißt dies, dass Gott uns mit allen irdischen Gaben (Finanzen, Gesundheit, Nahrung und sauberes Trinkwasser, Frieden, Erfolg etc.), aber auch mit allen überirdischen Gaben ausstattet, die wir durch die Heilsmittel der Kirche erhalten. Dazu gehören die Sakramente, allen voran die Eucharistie, und die Sakramentalien, durch die er uns den Hl. Geist senden möchte. Nicht umsonst betet David zuerst „er lässt mich lagern auf grünen Auen“ und dann „und führt mich zum Ruheplatz am Wasser“. Es sind einerseits zwei Bilder für das Essen und Trinken des Menschen, andererseits die Bilder für die wichtigsten überirdischen Güter – die Eucharistie und der Hl. Geist, das lebendige Wasser.
Gott bringt die Lebenskraft zurück. Das hebräische Stichwort ist an dieser Stelle ist wie so oft nefesch. Gott bringt das ganze Leben zurück. Wir dürfen es sowohl moralisch als auch anagogisch verstehen, das heißt einerseits die Rückführung in den Stand der Gnade und zugleich die Rettung des ewigen Lebens. Vor allem die moralische Ebene wird uns klar, wenn wir danach lesen: „Er führt mich auf Pfaden der Gerechtigkeit.“ All dies ist auch auf Susanna zu übertragen, deren nefesch Gott gerettet hat. Ihre ganze Existenz stand auf dem Spiel, denn nicht nur ihr irdisches Dasein sollte durch die Todesstrafe beendet werden, sondern auch ihre Ehre und ihr Ansehen vor Gott.
Selbst der Psalm 23 greift die Situation auf, dass es nicht immer die ruhigen grünen Auen sind, auf denen die Herde sich bewegt, sondern auch mal das finstere Tal. So ist das Leben. Es gibt nicht nur schöne Tage, sondern auch die Krisen und dunklen Stunden, von denen wir in der Lesung ein besonders drastisches Beispiel gehört haben. Doch selbst da begleitet Gott einen hindurch und hinaus. Auch David hat dunkle Stunden gehabt, doch gerade in diesen hat er sich umso mehr an Gott geklammert. Er wusste, wie entscheidend sich die Qualität eines Hirten in finsteren Tälern herausstellte. Er wusste auch, wie sicher sich ein Schaf bei einem guten Hirten fühlen konnte. Er ist in dieser Hinsicht nicht nur der Typos des guten Hirten Christus, sondern auch des Lammes Gottes, das sich ganz und gar in die Hände Gottes übergab und selbst am Kreuz noch betete: „Vater, in deine Hände lege ich mein Leben.“ Von David können wir das absolute Gottvertrauen lernen und mit ihm zusammen beten: „Dein Stock und dein Stab trösten mich.“
Gott beschenkt uns, seine Kinder. Er hat nur Gutes für uns bereit. All der Segen Gottes wird hier mit verschiedenen Bildern umschrieben wie dem Decken des Tisches, dem Salben des Hauptes und dem übervollen Becher. All dies können wir zusammenfassen mit den darauffolgenden Worten: „Ja, Güte und Huld werden mir folgen mein Leben lang.“
Ins Haus des Herrn heimzukehren, bedeutet in diesem Kontext wörtlich den Tempel Gottes, der zu Davids Zeiten noch in Form des Offenbarungszeltes bestand. Wir lesen es auch vor dem Hintergrund der Lesung als Heimkehr aus dem babylonischen Exil, währenddessen der heutige Zwischenfall in der Lesung passiert ist. Wir lesen dies allegorisch weiter als das Reich Gottes und die Kirche. Moralisch verstehen wir damit unsere eigene Seele, die der Tempel Gottes ist und von wo aus die Entscheidungen zu einem Verhalten nach seinen Geboten getroffen werden. Schließlich kehren wir am Ende unseres Lebens heim in das Haus Gottes, den Himmel.

Joh 8
1 Jesus aber ging zum Ölberg.

2 Am frühen Morgen begab er sich wieder in den Tempel. Alles Volk kam zu ihm. Er setzte sich und lehrte es.
3 Da brachten die Schriftgelehrten und die Pharisäer eine Frau, die beim Ehebruch ertappt worden war. Sie stellten sie in die Mitte
4 und sagten zu ihm: Meister, diese Frau wurde beim Ehebruch auf frischer Tat ertappt.
5 Mose hat uns im Gesetz vorgeschrieben, solche Frauen zu steinigen. Was sagst du?
6 Mit diesen Worten wollten sie ihn auf die Probe stellen, um einen Grund zu haben, ihn anzuklagen. Jesus aber bückte sich und schrieb mit dem Finger auf die Erde.
7 Als sie hartnäckig weiterfragten, richtete er sich auf und sagte zu ihnen: Wer von euch ohne Sünde ist, werfe als Erster einen Stein auf sie.
8 Und er bückte sich wieder und schrieb auf die Erde.
9 Als sie das gehört hatten, ging einer nach dem anderen fort, zuerst die Ältesten. Jesus blieb allein zurück mit der Frau, die noch in der Mitte stand.
10 Er richtete sich auf und sagte zu ihr: Frau, wo sind sie geblieben? Hat dich keiner verurteilt?
11 Sie antwortete: Keiner, Herr. Da sagte Jesus zu ihr: Auch ich verurteile dich nicht. Geh und sündige von jetzt an nicht mehr!

Im Evangelium hören wir erneut von einem Fall von Ehebruch. Jesus ist in Jerusalem und kommt am frühen Morgen in den Tempel, um dort das Volk zu lehren. Plötzlich kommen Schriftgelehrte und Pharisäer mit einer Frau zu ihm, die diesmal tatsächlich in flagranti beim Ehebruch erwischt worden ist. Sie haben nicht im Sinn, einen gerechten Gerichtsprozess einzuleiten, sondern ihnen geht es darum, die Frau zu instrumentalisieren. Denn ihre Absicht ist es, Jesus auf die Probe zu stellen. Sie kommen mit der „Mose-Keule“, die sie immer wieder schwingen, um Jesus in die Bredouille zu bringen. Sie sagen zu ihm: „Meister, diese Frau wurde beim Ehebruch auf frischer Tat ertappt. Mose hat uns im Gesetz vorgeschrieben, solche Frauen zu steinigen. Was sagst du?“ Sie möchten ihn dazu bringen, sich gegen Mose zu stellen und so angreifbar zu werden. Jesus lässt sich von dieser ganzen Provokation und Intrige aber überhaupt nicht beeindrucken. Stattdessen tut er etwas auf den ersten Blick Befremdliches: Er bückt sich und schreibt etwas auf die Erde. Wir müssen uns an dieser Stelle wieder daran erinnern, dass Jesus nie, wirklich nie etwas sagt oder tut, das nicht einen tieferen Sinn hat. Er nimmt diese Geste also vor, damit die Menschen sie als Signal erkennen. Es handelt sich also um eine prophetische Zeichenhandlung!
Vor dem Hintergrund der Schriften der Juden (unserem Alten Testament) fallen uns gleich mehrere Bibelstellen ein, in denen diese Geste erklärt wird. Erstens denken wir an Jeremia 17,13: „Alle, die dich verlassen, werden zuschanden. Die sich von mir abwenden, werden in den Staub geschrieben, denn sie haben den HERRN verlassen, den Quell lebendigen Wassers.“ Jesus kündigt somit ein Gerichtsurteil Gottes an! Dieser schreibt jene in den Staub, die sich von seinem Willen entfernt haben. Dies soll den Umstehenden zunächst als Warnung gelten. Es ist noch nicht zu spät, umzukehren. Jesus ist Gott und ruft allen Anwesenden dazu auf, umzukehren. Dieses Signal sollte den Pharisäern und Schriftgelehrten eigentlich als erstes auffallen, da sie sich mit der Schrift ja besonders gut auskennen. Sie sollten auch die Ersten sein, die an Gen 3,19 denken, wo Gott dem Menschen nach dem Sündenfall sagt: Staub bist du und zum Staub kehrst du zurück.“ JEDER Mensch ist von der Sünde betroffen. Alle Menschen neigen zum Bösen und können nicht sagen, dass sie von der ersten Sünde des Menschenpaares unberührt geblieben sind.
Doch eben jene, die diesen Code verstehen sollten, bleiben verständnislos. Sie haken vielmehr hartnäckig nach.
Und so richtet Jesus sich auf und sagt es nochmal mit deutlichen Worten: „Wer von euch ohne Sünde ist, werfe als Erster einen Stein auf sie.“ Nicht nur die Worte an sich werden sie tief getroffen haben, sie werden es mit seiner Geste zusammengebracht haben, die er nach diesem einen Satz weiter fortgesetzt hat. Und so geht ein Ältester nach dem Anderen fort und lässt den Stein fallen, den er in der Hand gehalten hat, bereit zum Wurf. Vor dem Hintergrund der Lesung fällt uns auf, dass Johannes hier besonders betont, dass zuerst die Ältesten die Szene verlassen. Womöglich werden sie an die Episode aus dem Buch Daniel gedacht haben, die die Begierde und Schuld der Ältesten zutage gefördert hat. Sie entfernen sich beschämt, weil sie erstens ihre eigene Schuldhaftigkeit erkannt, zweitens eine öffentliche Entehrung im Stil des Daniel befürchtet haben.
Am Ende steht die beschuldigte Ehebrecherin alleine bei Jesus. Er richtet sich nach einiger Zeit auf und fragt sie: „Frau, wo sind sie geblieben? Hat dich keiner verurteilt?“ Er sagt es, damit sie antwortet: „Keiner, Herr.“ Sie soll sehen, dass sie nicht die einzige ist, die sündigt. Zugleich soll es aber nicht heißen, dass ihre Sünde relativiert wird. Jesus sagt nämlich zu ihr: „Auch ich verurteile dich nicht. Geh und sündige von jetzt an nicht mehr!“ Jesus hat ihr die Schuld vergeben und an ihr barmherzig gehandelt. Er sagt ihr aber auch, dass sie ausgehend von dieser zweiten Chance von nun an ein Leben nach Gottes Geboten führen soll. So spricht Jesus auch zu uns, wenn wir voller Reue und aufrichtig zu ihm kommen im Sakrament der Beichte: Ich verurteile dich nicht. Gehe und sündige von nun an nicht mehr! Welch große Barmherzigkeit dürfen wir immer wieder erfahren! Gott liebt uns und er möchte nicht, dass wir verloren gehen. Unser Part ist es, immer wieder von unseren Sünden umzukehren, von denen auch wir nicht verschont sind. Wir sind als getaufte Christen von der Erbsünde zwar erlöst, doch die Folgen dieser Sünde sind noch da. Wir neigen immer noch zum Bösen und müssen deshalb immer wieder zum Herrn umkehren. Auch in unserem Fall schreibt Jesus in den Sand, damit an uns der Appell ergeht: „Kehr um, bevor es zu spät ist!“ Er schreibt zugleich unsere Sünden in den Sand, damit der Wind sie wegtrage, der Wind des Hl. Geistes, durch den wir in den Stand der Gnade zurückversetzt werden im Sakrament der Versöhnung! In Stein ist dagegen nur eines geschrieben – die Gebote Gottes! Sie bleiben auf ewig bestehen und ändern sich auch nicht. Jesus hat dies immer wieder betont. Wie soll man diese Episode dann richtig verstehen? Schließlich hat Jesus gegen das mosaische Gesetz gehandelt!
Wie bei der Frage nach der Ehescheidung kommen die Pharisäer und Schriftgelehrten mit einem mosaischen Gesetz zu ihm. Wie auch dort geht Jesus noch weiter zurück, nämlich zur Genesis, um nicht Mose zu zitieren, sondern Gott selbst. Dieser hat selbstverständlich eine höhere Autorität als Mose. Zu Jesu Zeit gibt es in der jüdischen Gelehrsamkeit die Tendenz, innerhalb der Torah unterschiedliche Prioritäten zu setzen. Und Jesus liegt ganz auf dieser Linie, wenn er eben jene Priorisierung vornimmt: Es heißt in dieser jüdischen Tradition, dass Gottes Gebote die höchste Priorität haben, das heißt die Zehn Gebote, die Mose den Berg hinuntergebracht hat. Und als die Israeliten dann das Goldene Kalb angebetet haben, musste Mose noch weitere Gebote erlassen, weil er merkte, dass das Volk nicht so weit ist, die Zehn Gebote richtig umzusetzen. So erließ er die vielen weitere Gebote, die natürlich auch sehr hohe Autorität besitzen, aber eben NACH dem Dekalog kamen. Jesus plädiert bei den Fallen, für die die Pharisäer ständig das mosaische Gesetz missbrauchen, immer wieder auf den Anfang, auf die Genesis, auf die Zehn Gebote, auf die Gottesreden, die uns aus den fünf Büchern Mose bekannt sind. Er stellt die Prioritäten wieder richtig. Es ist also nicht Gesetz gegen Gesetz („Steinige die Ehebrecherin“ gegen „Du sollst nicht töten“), sondern die Überbietung des mosaischen Gesetzes durch Gottes eigene Worte.

Welch Privileg dürfen die Pharisäer und Schriftgelehrten genießen, dass Jesus ihnen das richtige Verständnis der Schriften erklärt! Und doch lassen sie sich keinesfalls belehren, sondern eher provozieren. Sie erkennen nicht, dass er der Messias, dass er der Sohn Gottes ist, der in die Welt kommen soll. Sie erkennen seine göttliche Autorität nicht, die ihnen solche wertvollen Schätze mit auf den Weg geben will. Sie nutzen auch den Appell zur Umkehr nicht, der an alle Anwesenden ergeht.

Heute haben wir viel von Anschuldigungen, Gerichtsprozessen und Exekutionen gehört. Während die erste Frau tatsächlich unschuldig ist, handelt es sich bei der zweiten Frau tatsächlich um eine Ehebrecherin. Es geht heute um Gerechtigkeit und Barmherzigkeit Gottes zugleich. Er sorgt dafür, dass die Unschuldigen gerettet werden und den Schuldigen, die von Herzen bereuen, vergeben wird. Was wir aus all dem lernen: Kein Mensch kann von sich aus sagen, er sei ohne Sünde. Jeder muss sich zuerst an die eigene Nase fassen und jederzeit umkehren. Das heißt natürlich nicht, dass jene, die die Aufgabe der Gerichtsbarkeit besitzen, diese nicht ausführen dürfen, weil sie selbst Sünde haben. Das Problem in beiden Fällen besteht ja darin, dass die Ältesten die Gerichtsbarkeit mit bösen Absichten ausführen. Im ersten Fall geht es um die Verurteilung einer Unschuldigen und Vertuschung der eigenen Schuld. Im zweiten Fall soll eine echte Täterin instrumentalisiert werden, um Jesus auf die Probe zu stellen. In beiden Fällen geht es also gar nicht um ein gerechtes Gericht. Uns Menschen, die wir keine Richter von Beruf sind, sagt Jesus sogar: „Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet.“ Menschen können gar kein gerechtes Gerichtsurteil im moralischen Sinne vornehmen, da sie das Herz des Anderen ja nicht erkennen. Sie sehen die Absichten nicht und können gar nicht richtig beurteilen, wie es zu der Sünde gekommen ist. Wir sollen das Richten Gott überlassen, der in die Erde schreibt. Wir sollen uns selbst von dieser überfordernden Bürde befreien und es ihm überlassen, der die Kompetenz hat. Nehmen wir diesen Gedanken mit in die restliche Fastenzeit.

Ihre Magstrauss

Kathedra Petri (Fest)

1 Petr 5,1-4; Ps 23,1-3.4.5.6; Mt 16,13-19

Heute feiern wir das Fest „Kathedra Petri“ und gedenken dabei des Lehrstuhls des Petrus, also dem Bischof von Rom. Benedikt XVI. sagte einmal über dieses Fest, dass es ganz sicher seit 450, vielleicht schon seit 300 n. Chr. gibt: „Die Kathedra des Petrus symbolisiert die Autorität des Bischofs von Rom, der innerhalb des ganzen Gottesvolkes zu einem besonderen Dienst berufen ist. Gleich nach dem Martyrium der heiligen Petrus und Paulus wurde der Kirche von Rom ein Primat in der ganzen katholischen Gemeinschaft zuerkannt – eine Rolle, die schon zu Anfang des zweiten Jahrhunderts vom heiligen Ignatius von Antiochien und vom heiligen Irenäus von Lyon bezeugt wird.“

1 Petr 5
1 Eure Ältesten ermahne ich, als Mitältester und Zeuge der Leiden Christi, der auch an der Herrlichkeit teilhaben soll, die sich offenbaren wird: 
2 Weidet die euch anvertraute Herde Gottes, nicht gezwungen, sondern freiwillig, wie Gott es will; auch nicht aus Gewinnsucht, sondern mit Hingabe; 
3 seid nicht Beherrscher der Gemeinden, sondern Vorbilder für die Herde! 
4 Wenn dann der oberste Hirt erscheint, werdet ihr den nie verwelkenden Kranz der Herrlichkeit empfangen.

Weil es beim heutigen Fest um Petrus geht, hören wir in der Lesung aus dem ersten Petrusbrief. Alles, was wir daraus hören, müssen wir heute ganz besonders aus der Perspektive der von Christus verliehenen Autorität des Petrus her betrachten:
Er ermahnt die Ältesten. Dabei müssen wir beachten, dass die Petrusbriefe sich an Diasporagemeinden Kleinasiens richten (die Provinzen, die in 1 Petr 1 genannt werden, sind Pontus, Galatien, Kappadokien, Asia und Bithynien). Was auch immer Petrus ihnen zu sagen hat, schreibt er kraft seiner Autorität als Bischof mit lehramtlicher Gewalt. Er nennt sich in Vers 1 hier „Mitältester und Zeuge der Leiden Christi“. Er ist συμπρεσβύτερος sympresbyteros in dem Sinne, dass auch er priesterliche Aufgaben in einer Gemeinde übernimmt im Sinne des Vorstehers einer Gemeinde. Er ist „Zeuge der Leiden Christi“ ist insofern richtig, als er die Verhaftung und Anhörung vor dem Hohen Rat bezeugt hat. Bei der Kreuzigung war er nicht dabei, sondern versteckte sich irgendwo. Im Nachhinein ist er aber zu einem ganz großen Zeugen geworden im ursprünglichen Sinn des Wortes μάρτυς martys und erlitt das Martyrium selbst am Kreuz. Wenn Petrus sich dann selbst so beschreibt, dass er an der Herrlichkeit teilhaben soll, dann hängt das mit seiner Zugehörigkeit zum Reich Gottes zusammen, da Jesus ihn als Apostel auserwählt hat und am Pfingsttag mit dem Hl. Geist ausgestattet hat.
Die Ermahnungen, die nun folgen, sind absolut aktuell und sollten jeden Priester in unserer Zeit ins Herz treffen: „Weidet die euch anvertraute Herde“, nicht „beherrscht die Herde“. Die Gemeindevorsteher sollen sich um die Gemeinden kümmern, sie mit allem versorgen wie ein Hirte die Herde. Sie sollen es freiwillig und nicht gezwungen tun. Das Wort ἀναγκαστός anangkastos kann man auch übersetzen mit „aus Pflicht“. Es soll also nicht einfach eine Pflichterfüllung sein, sondern wie er daraufhin schreibt, aus Hingabe. Das Wort dafür ist προθύμως prothymos und wörtlich heißt es „das Herz für etwas/jemanden (geben)“. Man soll nicht aus Pflicht Gemeindevorsteher sein, sondern mit Herz. Auch die Gewinnsucht soll nicht Antrieb für den priesterlichen Dienst sein. Es geht beim geistlichen Beruf nicht darum, den eigenen Vorteil zu suchen und sich nach dem zu richten, was man selbst daraus gewinnt, sondern ums Verschenken. Der Blick ist stets auf die Gemeinde gerichtet und weg von einem selbst.
Die Gemeinde soll nicht beherrscht werden. Das Wort an dieser Stelle ist κατακυριεύω katakyrieuo, was auch in der Septuaginta, dem Alten Testament in Psalmen verwendet wird. Es meint nicht nur „beherrschen“, es meint vor allem auch, über etwas Besitz zu ergreifen. Dem Ältesten (die griechische Übersetzung Presbyteros ist der Ursprung des Wortes „Priester“) gehört die Gemeinde nicht, sie ist vielmehr Gottes Eigentum. Er trägt Sorge für sie und wenn er hervorsticht als Vorsteher, dann nicht als Tyrann, sondern als Vorbild, als τύπος typos.
Das ist ihre Berufung in der Zeit bis zur Wiederkunft Christi. Das sollten wir nicht überlesen. Es bedeutet konkret, dass bis heute die Priester dieselbe Aufgabe innehaben und die hier aufgezählten Ermahnungen auch heute gelten. Wie weit sind wir manchmal von diesen Ermahnungen weg! Und doch gibt es glühende Vorbilder, wenn wir auch manchmal länger suchen müssen.
Wenn dann Jesus wiederkommt (der oberste Hirt), werden die Ältesten ihren Lohn erhalten. Und diesmal keinen verwelkenden Kranz wie bei den irdischen Agonen, von denen es gerade in Kleinasien viele gibt, und deren Lorbeerblätter oder Blüten mit der Zeit verblühen. Vielmehr erhalten sie dann den ewigen Preis, eine Siegerehrung mit Gaben, die nie vergehen. Sie werden dann zu Teilhabenden an der Herrlichkeit Gottes.

Ps 23
1 Ein Psalm Davids. Der HERR ist mein Hirt, nichts wird mir fehlen. 

2 Er lässt mich lagern auf grünen Auen und führt mich zum Ruheplatz am Wasser. 
3 Meine Lebenskraft bringt er zurück. Er führt mich auf Pfaden der Gerechtigkeit, getreu seinem Namen. 
4 Auch wenn ich gehe im finsteren Tal, ich fürchte kein Unheil; denn du bist bei mir, dein Stock und dein Stab, sie trösten mich. 
5 Du deckst mir den Tisch vor den Augen meiner Feinde. Du hast mein Haupt mit Öl gesalbt, übervoll ist mein Becher. 
6 Ja, Güte und Huld werden mir folgen mein Leben lang und heimkehren werde ich ins Haus des HERRN für lange Zeiten.

Heute beten wir aus gegebenem Anlass den wunderbaren und bekannten Psalm 23. Er zeigt uns, warum die Ältesten aus der Lesung Hirten sein sollen – weil Gott der oberste Hirte ist.
Der „HERR ist mein Hirt, nichts wird mir fehlen“. Er versorgt den Menschen, sodass er keinen Mangel leiden muss. Diese Versorgung ist auch Aufgabe der Ältesten in Gemeinden. Sie sollen mit geistigen Gaben ausstatten, mit den Sakramenten und Sakramentalien, mit der Verkündigung des Wortes Gottes. So müssen die Gemeindemitglieder keinen Mangel leiden.
„Er lässt mich lagern auf grünen Auen und führt mich zum Ruheplatz am Wasser.“ Das Lagern auf grünen Auen ist ein Gegenbild zur trockenen Wüste. Gott führt uns auf Weiden, an denen wir uns sättigen können. Das Sättigen ermöglichen uns die Ältesten auch, indem sie uns täglich die Eucharistie ermöglichen, das tägliche Brot, das uns ernährt. Sie ermöglichen auch die Versorgung mit dem Wort Gottes durch die Erklärung und Vorlesung. Auch dies nährt den Menschen und vor allem den Glauben (denn Paulus sagt „Der Glaube kommt vom Hören“ Röm 10,17). Der Herr führt auch zum Ruheplatz am Wasser. Das ist ekklesiologisch gesehen ein Bild für den Hl. Geist, den Gott uns schenkt. Die Ruhe ist dabei eine Frucht des Hl. Geistes. Die Ältesten einer Gemeinde rufen den Hl. Geist in jeder Eucharistiefeier auf die Gaben von Brot und Wein herab und auch durch die anderen Sakramente spenden sie den Gläubigen den Hl. Geist. Dieser ruht auf den Ältesten selbst, die durch ihn zu ihrer Weihe gekommen sind.
Gott bringt die Lebenskraft zurück, die נֶפֶשׁ nefesch. Das ist umfassend zu verstehen, denn er bringt den ganzen Menschen zurück. Man kann es moralisch auffassen: Gott verhilft dem Menschen zur Umkehr, der sich von ihm entfernt hat und aus dem Stand der Gnade gefallen ist. Er holt dann das Leben, nämlich diesen Stand der Gnade zurück. Gott hat den ganzen Menschen wiederhergestellt, indem er seinen einzigen Sohn als neuen Adam in diese Welt gebracht hat. Er hat ihm nach dem Tod die Lebenskraft wieder zurückgegeben, indem er ihn von den Toten hat auferstehen lassen. Es ist auch auf Jesus selbst zu beziehen, der das Leben so vieler Menschen zurückgegeben hat – ob damit die Lebensqualität nach einer Krankenheilung oder nach einem Exorzismus gemeint ist oder ob es die Sündenvergebungen oder sogar die Totenerweckungen sind. Und schließlich hat Jesus seine Apostel bevollmächtigt, es ihm gleichzutun. Sie sind bevollmächtigt, die Sünden zu vergeben. So ist diese Aussage auch auf die Kirche zu beziehen: Die Ältesten vergeben den Gemeindemitgliedern die Sünden und bringen so deren Lebenskraft zurück. Schließlich können wir es anagogisch auslegen: Gott gibt uns das Leben zurück, wenn wir von den Toten auferstehen. Wir werden in das ewige Leben auferstehen und am Ende der Zeiten sogar mit unseren Leibern wieder vereint. Dann können wir maximal sagen, Gott hat uns unsere Lebenskraft zurückgegeben.
So wie Gott die Menschen „auf Pfaden der Gerechtigkeit“ führt, soll der Älteste die Gemeindemitglieder den von Gott gebotenen moralischen Lebenswandel aufzeigen. Er soll ihnen erklären und zugleich vorleben (als Vorbild der Gemeinde!), wie dieser Pfad der Gerechtigkeit auszusehen hat.
So wie Gott immer bei den Menschen ist (Jahwe „ich bin“, Jesus der Immanuel, „Gott mit uns“), so soll der Älteste immer für die Gemeindemitglieder da sein. Wenn sie in der Finsternis wandeln, weil sie eine schwere Zeit durchmachen, z.B. durch Krankheit, sollen die Ältesten als Seelsorger diese Belasteten tragen und sie trösten. Wir denken hier z.B. auch an das Sakrament der Krankensalbung, das den Gespendeten Trost gibt, sie innerlich aufrichtet und Hoffnung verleiht.
Der Älteste deckt den Gemeindemitgliedern den Tisch, nämlich zum eucharistischen Mahl, und tut dies wegen Gottes Tischdecken. Gott segnet uns mit allen Gaben vor den Augen unserer Feinde. Das heißt, dass er das letzte Wort hat und auch unsere Feinde das erkennen müssen. Obwohl sie uns so viel Böses wollten und unser Leben zerstören wollten, konnten sie unseren Glauben nicht antasten. Gott kompensiert die Leiden, die wir vor allem in seinem Namen erlitten haben, indem er uns überreich segnet. Er ist immer stärker als der Satan, unser eigentlicher Feind hinter all den bösen Menschen.
Wir sind gesalbt mit Öl, was in diesem Kontext zunächst eine Geste des Wohlstands ist. Gott sorgt dafür, dass es uns gut ergeht. Wir denken aber schon viel weiter und sehen in der Salbung eine liturgische Geste. Jesus ist der Messias, der Gesalbte, in dessen Nachfolge auch die Ältesten Gesalbte sind. Und auch bei anderen Sakramenten werden die Gläubigen gesalbt – bei Taufe und Firmung.
Die Ältesten salben ihre Gemeindemitglieder und erheben diese zu einem königlichen und priesterlichen Geschlecht.
Ein übervoller Becher ist Zeichen der ewigen Freude des Himmelreichs. Gott schenkt uns überreiche Freude, was wiederum eine Frucht des Hl. Geistes ist. Diese Freude wird uns schon ansatzweise in den Sakramenten geschenkt, besonders in der Eucharistie als antizipiertes Hochzeitsmahl des Lammes.
Weil Gott uns so sehr beschenkt und weil er treu ist, sind wir ein Leben lang mit diesem Segen ausgestattet. Seine Güte und Huld sind unendlich groß und deshalb setzt er keine Grenzen oder Bedingungen. Es liegt an uns, ob wir diesen Segen auch bekommen oder nicht – je nach unserer Entscheidung für oder gegen ihn.
Und wenn wir in Gemeinschaft mit Gott gelebt haben, werden wir heimkehren in sein Reich, den Himmel. Das ist unsere eigentliche Heimat, deshalb kehren wir zurück (nicht im Sinne, dass wir dort schon waren, höchstens im Sinne von „die Menschheit kehrt zurück, nachdem sie von dort verbannt worden ist, nämlich aus der Gemeinschaft mit Gott“). Diese Welt und dieses irdische Leben sind vorübergehend. Wir sind zu Gast und in Vorbereitung auf das eigentliche Leben in der Ewigkeit. Heimkehren in das Haus des HERRN muss aber nicht erst anagogisch verstanden werden – es kann auch den Tempel in Jerusalem meinen (so haben es auch schon die Juden verstanden). In typologischer Weiterführung ist mit dem Haus des HERRN seit der Stiftung Christi die Kirche gemeint. Ebenso kann es den Stand der Gnade meinen, indem wir heimkehren nach einer Umkehr zu Gott.
Insgesamt haben wir heute den Psalm einmal anders gelesen als sonst. Vor dem Hintergrund des vierfachen Schriftsinns und gerade als ekklesiologische Antwort auf die Lesung birgt er eine ganz andere Stoßrichtung. Das eine schließt das andere nicht aus, sondern es offenbart uns den unendlichen Schatz der Hl. Schrift.

Mt 16
13 Als Jesus in das Gebiet von Cäsarea Philippi kam, fragte er seine Jünger und sprach: Für wen halten die Menschen den Menschensohn? 

14 Sie sagten: Die einen für Johannes den Täufer, andere für Elija, wieder andere für Jeremia oder sonst einen Propheten. 
15 Da sagte er zu ihnen: Ihr aber, für wen haltet ihr mich? 
16 Simon Petrus antwortete und sprach: Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes! 
17 Jesus antwortete und sagte zu ihm: Selig bist du, Simon Barjona; denn nicht Fleisch und Blut haben dir das offenbart, sondern mein Vater im Himmel. 
18 Ich aber sage dir: Du bist Petrus und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen und die Pforten der Unterwelt werden sie nicht überwältigen. 
19 Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreichs geben; was du auf Erden binden wirst, das wird im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden lösen wirst, das wird im Himmel gelöst sein.

Das heutige Evangelium berichtet von dem Ereignis, das wir am Donnerstag nach Markus gehört haben. Hier ist es viel ausführlicher, denn wir hören eine längere Antwort Jesu auf das Messiasbekenntnis Petri.
Jesus und seine Jünger kommen nach Cäsarea Philippi, einem Ort mit deutlichen kaiserkultischen Ansätzen (so der politische Rahmen). Und ausgerechnet dort fragt Jesus seine Jünger nun, für wen die Leute ihn halten. Das Ganze läuft darauf hinaus, dass Jesus zum Gegenbild des römischen Kaisers wird, nämlich als der eigentlich Gesalbte, der König eines übernatürlichen Königkreichs.
Der Ort ist noch für eine andere Sache bezeichnend: In der Nähe der Stadt befindet sich eine ganz bekannte Grotte zu Ehren des Gottes Pan, dem ursprünglichen Hirtengott. Das ist ein weiteres Stichwort. Jesus wird sich als der eigentliche Hirte, der gute Hirte charakterisieren, demgegenüber so eine pagane Gottheit verblasst.
Die Jünger fassen die Gerüchteküche um Jesu Identität zusammen: Er sei Johannes der Täufer, Elija, Jeremia oder ein sonstiger Prophet.
Das ist teilweise sehr sinnlos und unlogisch, denn Johannes der Täufer war ja zusammen mit Jesus zu sehen. Wie kann Jesus also zugleich der Täufer sein? Die Elija-Frage ergibt als logische Konsequenz der Täufer-Aussage Sinn, denn Johannes ist als wiedergekommener Elija vermutet worden. Jesu Heilstaten lassen dies vermuten, denn er tut einige der von Elija bekannten Heilstaten. Wir merken hier, wie Gerüchte funktionieren: Ob sie überhaupt Sinn ergeben, wie hoch der Wahrheitsgehalt ist, spielt eine untergeordnete Rolle. Das Sensationelle daran erhält das Gerücht am Leben.
Dass Jesus ihnen die Frage überhaupt gestellt hat, ist eine Hinführung zu seiner eigentlichen Frage: Für wen haltet IHR mich?
Petrus ist wie so oft der erste, der sich zu Wort meldet. Dass er so schnell die treffende Antwort gibt, zeigt sein geisterfülltes Sprechen: Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes. Das ist keine Schlussfolgerung aufgrund von logischem Nachdenken. Dies hätte mehr Zeit beansprucht. Es handelt sich um etwas, wofür ihm der Hl. Geist die Augen des Herzens geöffnet hat. Und nicht umsonst heißt es ja in 1 Kor 2,10 „Uns aber hat es Gott enthüllt durch den Geist. Der Geist ergründet nämlich alles, auch die Tiefen Gottes.“ Wie sonst kann ein ungebildeter Fischer aus Galiläa eine solch tiefe Wahrheit erkennen, wenn nicht aus dem Geist Gottes heraus?
Und aus dem Grund entgegnet Jesus auch diesem Messiasbekenntnis: „Selig bist du, Simon Barjona; denn nicht Fleisch und Blut haben dir das offenbart, sondern mein Vater im Himmel.“ Mit Fleisch und Blut ist die menschliche Natur gemeint, zu der alles gehört, auch die kognitiven Fähigkeiten. Der Vater im Himmel hat es ihm offenbart, nämlich durch seinen Geist. Diesen werden sie in vollem Umfang an Pfingsten empfangen, was nicht heißt, dass sie nicht jetzt schon von ihm erfüllt werden. „Barjona“ ist übrigens kein zweiter Vorname oder Nachname, sondern der Beiname, mit dem Menschen spezifiziert worden sind: Es heißt wörtlich „Sohn des Jona“, was der Name seines Vaters ist.
Aufgrund seines Bekenntnisses verleiht Jesus ihm nun den Namen, unter dem wir ihn auch kennen und verehren – Petrus, der Fels. Er erhält diesen neuen Namen aufgrund der besonderen Berufung. Er soll zum Fundament der Braut Christi werden („und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen“).
Die Mächte der Finsternis werden sie nicht überwältigen, was auf diesen besonderen Felsen zurückzuführen ist. Das macht den Unterschied zu all den Denominationen aus, die später entstanden sind. Sie gründen nicht auf diesem Felsen und sind deshalb nicht ewig.
Jesus verleiht Petrus so eine große Macht, dass sogar der Himmel sich nach seinen Entscheidungen richten wird: „19 Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreichs geben; was du auf Erden binden wirst, das wird im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden lösen wirst, das wird im Himmel gelöst sein.“ Diese Vollmacht hat nur er in seinem obersten Hirtenamt stellvertretend für Jesus, der zum Vater heimgekehrt und deshalb einen Stellvertreter auf Erden einsetzt. Diese Vollmacht überträgt sich jeweils auf den Nachfolger, denn dass Jesus dies nur für Petrus gesagt hat, ergibt keinen Sinn. Die Mächte der Finsternis werden die Kirche bestimmt nicht nur für die Lebenszeit des Petrus überwältigen. Das würde nicht zum Wesen Gottes passen, dessen Güte und Huld ewig sind.
Petrus ist mit einem unvergleichlichen Amt ausgestattet worden, das Jesus nur ihm verliehen hat. Diese Schlüsselgewalt gibt es nur in der katholischen Kirche, denn nur dort, wo der Gehorsam gegenüber dem Papst gelebt wird, gründen wir als Gläubige auf dem von Christus selbst gelegten Fundament. Diese Schlüsselgewalt wurde keinem Martin Luther, Joseph Smith, Charles T. Russell, Johannes Calvin, Ulrich Zwingli oder wie sie alle heißen, verliehen. Das macht den entscheidenden Unterschied aus. Das Haus, das auf Felsen gebaut ist, wird bei einem Sturm und bei Regengüssen nicht in sich zusammenfallen. Das ist für uns ein großer Trost, die wir heutzutage große Erschütterungen erleben. Diese werden die Kirche nicht zerstören, weil Jesus es uns versprochen hat.

Ihre Magstrauss