Donnerstag der 12. Woche im Jahreskreis

2 Kön 24,8-17; Ps 79,1-2.3-4.5 u. 8.9; Mt 7,21-29

2 Kön 24
8 Jojachin war achtzehn Jahre alt, als er König wurde, und regierte drei Monate in Jerusalem. Seine Mutter hieß Nehuschta und war eine Tochter Elnatans aus Jerusalem.

9 Wie sein Vater tat er, was böse war in den Augen des HERRN.
10 In jener Zeit zogen die Truppen Nebukadnezzars, des Königs von Babel, gegen Jerusalem und belagerten die Stadt.
11 Als dann König Nebukadnezzar von Babel selbst vor der Stadt erschien, während seine Krieger sie belagerten,
12 ging Jojachin, der König von Juda, mit seiner Mutter, seinen Dienern, Fürsten und Kämmerern zum König von Babel hinaus und dieser nahm ihn im achten Jahr seiner Regierung fest.
13 Nebukadnezzar nahm auch alle Schätze des Hauses des HERRN und die Schätze des königlichen Palastes weg und zerbrach alle goldenen Geräte, die Salomo, der König von Israel, im Haus des HERRN hatte anfertigen lassen, so wie es der HERR gesagt hatte.
14 Von ganz Jerusalem verschleppte er alle Vornehmen und alle wehrfähigen Männer, insgesamt zehntausend Mann, auch alle Schmiede und Schlosser. Von den Bürgern des Landes blieben nur die geringen Leute zurück.
15 Jojachin verschleppte er nach Babel. Auch die Mutter des Königs, die königlichen Frauen und Kämmerer sowie die einflussreichen Männer des Landes verschleppte er von Jerusalem nach Babel,
16 dazu alle Wehrfähigen, siebentausend Mann, die Schmiede und Schlosser, tausend an der Zahl, lauter kriegstüchtige Männer. Sie alle verschleppte der babylonische König nach Babel.
17 Dann machte der König von Babel den Mattanja, den Onkel Jojachins, an dessen Stelle zum König und änderte seinen Namen in Zidkija.

Heute hören wir von dem König Judas, zu dessen Regierungszeit die endgültige Unterwerfung Judas unter den babylonischen König und der Beginn des Babylonischen Exils beginnt. Es geht um Jojachin, der mit nur achtzehn Jahren König von Juda wird. Er ist wie sein Vater Jojakim ein gottloser König, der schlimme Sünden begeht. Zur Zeit seines Vaters bestand bereits eine Abhängigkeit gegenüber Nebukadnezzar durch die Verpflichtung von Tributzahlungen an die Babylonier. Diese wurden eingestellt, nachdem der babylonische König von den Ägyptern besiegt worden war. Nun kommt es aber zur Zerstörung Jerusalems und Deportation. Juda scheitert nun komplett und wird Opfer der absoluten Fremdherrschaft unter Babylon.
Als Nebukadnezzar mit seinem Heer vor Jerusalem erscheint, treten Jojachin, seine Mutter und der Königliche Hof hinaus, wo sie festgenommen werden. Die Schätze des Palastes werden geplündert und das Equipment des Tempels wird zerstört. Die Babylonier nehmen alle kriegstüchtigen und reichen Männer fest, um sie zu deportieren. Das ist die effektivste Art, die Judäer zu entmachten. Bemerkenswert ist auch, dass die Schmiede und Schlosser mitgenommen werden. Diese könnten ja neue Waffen schmieden und gegen die Babylonier in den Krieg ziehen. Vielmehr wollen sie diese Berufsgruppen für sich selbst nutzen. Am Ende bleiben nur die Juden der unteren Schicht zurück, denn auch der König mitsamt seinem Gefolge wird verschleppt. Nebukadnezzar setzt Jojachins Onkel Mattanja als neuen König ein, der von ihm den neuen Namen Zidkija erhält.
So vollzieht sich das große Trauma des Babylonischen Exils, das 58 Jahre andauern wird. Diese vermeintlich kurze Zeitspanne zieht aber große Konsequenzen nach sich. Der salomonische Tempel ist wie die Stadt Jerusalem zerstört worden. Gottes Gegenwart ist nicht mehr auf Erden. Die Spannungen zwischen Nord- und Südreich werden zu einem endgültigen Bruch. Zugleich werden die Israeliten in dieser Zeit begreifen, dass Gott nicht nur größer und stärker als die Götter der umliegenden Völker, sondern der einzig wahre und existierende Gott ist. Viele Propheten werden in dieser Zeit auftreten und das Volk stärken. Dass es zum Exil kommen musste, hat sich das Volk selbst zuzuschreiben. Gott hat unzählige Propheten losgeschickt, um es zu warnen und zur Umkehr vom Götzendienst zu bewegen. Israel blieb verstockt.

Ps 79
1 Ein Psalm Asafs. O Gott, Völker sind eingedrungen in dein Erbe, sie haben deinen heiligen Tempel entweiht, sie legten Jerusalem in Trümmer.

2 Die Leichen deiner Knechte haben sie zum Fraß gegeben den Vögeln des Himmels, das Fleisch deiner Frommen den Tieren der Erde.
3 Ihr Blut haben sie wie Wasser vergossen rings um Jerusalem und niemand hat sie begraben.
4 Wir sind zum Hohn geworden unseren Nachbarn, zu Spott und Schimpf denen, die rings um uns wohnen.
5 Wie lange noch, HERR? Willst du für immer zürnen, wird brennen wie Feuer dein Eifer?
8 Rechne uns die Schuld der Vorfahren nicht an! Mit deinem Erbarmen komm uns eilends entgegen! Denn wir sind sehr erniedrigt.
9 Hilf uns, Gott unsres Heils, um der Herrlichkeit deines Namens willen! Reiß uns heraus und vergib uns die Sünden um deines Namens willen!

Als Antwort auf die geschilderte Katastrophe beten wir Psalm 79. Es handelt sich um einen Volksklagepsalm. Das heißt, dass es die Klage des ganzen leidenden Volkes Israel artikuliert.
„O Gott, Völker sind eingedrungen in dein Erbe, sie haben deinen heiligen Tempel entweiht, sie legten Jerusalem in Trümmer.“ Die Heilige Stadt Jerusalem, der Ort der Wohnung Gottes und die Davidstadt, sie ist von den Babyloniern zerstört worden. „Dein Erbe“ ist nicht, was Gott geerbt, sondern vererbt hat. Es ist das verheißene Land, das Gott seinem Volk gegeben hat, das nun von Nebukadnezzar entrissen worden ist. Noch drastischer ist die Tempelschändung. Es ist Gottes heiliger Ort, den die Babylonier missachtet haben. Für die Israeliten gibt es kaum etwas Schlimmeres als diese gottlose Handlung.
„Die Leichen deiner Knechte haben sie zum Fraß gegeben“. Das ist besonders drastisch. Wie schon öfter hier auf dem Blog erklärt ist die Art der Bestattung für den frommen Juden entscheidend. Es ist der letzte Wille, bei den Vorfahren beerdigt zu werden. Das ist zu jener Zeit eine wichtige Sache, um von den eigenen Angehörigen nicht vergessen zu werden. Dass die Menschen sich an den Verstorbenen erinnern, ist lange Zeit eine Art Jenseitsvorstellung. Wie schlimm muss es für einen Juden also sein, wenn der Leichnam irgendwo liegen bleibt, wo man ihn nicht besuchen oder um den Verstorbenen trauern kann. Wie schändlich ist es, wenn die Gebeine von irgendwelchen Tieren zerfressen werden! Denn es entwickeln sich eschatologische Vorstellungen, dass am Ende der Zeiten die Gräber sich öffnen und die Menschen wiederhergestellt werden.
Auch schlimm ist das Blutvergießen ins Nirgendwo. Es herrscht die Vorstellung vor, dass im Blut das Leben des Menschen enthalten ist. Deshalb soll Fleisch von Tieren auch komplett ausgeblutet werden, bevor man es zubereitet und isst. Deshalb schreit das Blut Abels vom Acker zu Gott hinauf. Wenn wir das bedenken, verstehen wir vielleicht auch die traumatische Reaktion der Umstehenden, als Jesus sein Blut bis auf den letzten Tropfen vergießt und es in den Boden absickert. Das ist das Schlimmste aus jüdischer Sicht! Man bemühte sich, abfließendes Blut irgendwie aufzufangen und mit Stoffen aufzusaugen. Diese wurden dann zusammen mit dem Leichnam ins Grab gegeben.
Eine fehlende Bestattung, die Blutvergießung, all diese Dinge sind eine einzige Schande und Entehrung für den Juden. Deshalb wird hier die Klage artikuliert, dass die Israeliten „zum Hohn“, „zu Spott und Schimpf“ geworden sind. Die Nachbarn und rings um sie Wohnenden sind die Nachbarvölker. Sie beobachten, was mit Israel passiert, ganz genau. Schließlich bezeugten sie schon den spektakulären Exodus aus Ägypten und gaben dem Gott Israels die Ehre. Nun würden sie über diesen Gott lachen, der so ein Trauma zugelassen hat bzw. zuließ, dass es Israel genauso erging wie ihnen!
„Wie lange noch, HERR“ ist eine typische Phrase in Klageliedern. Sie beinhaltet die Sehnsucht, dass das Leiden bald ein Ende hat, zugleich aber auch die Zuversicht, dass Gott die Leiden dieser Welt zeitlich streng begrenzt. Das ist eine tiefe Wahrheit: Gott lässt zu, dass wir leiden müssen, aber diese Zeiten dauern nur eine Zeit lang an. Das Heil ist dagegen ewig!
Das Volk versteht, dass Gott zürnt und die Invasion, Deportation und Destruktion der Babylonier Ausdruck seines Eiferns sind. Sie bitten Gott nun um Barmherzigkeit, jetzt wo sie erkennen, dass sie es sich selbst zuzuschreiben haben.
In Vers 8 wird uns ein wichtiger Aspekt verdeutlicht: Sünde überdauert Generationen und ihre Konsequenzen trifft die unschuldigen Nachfahren. Wegen der Sünde der bösen Könige muss die jetzige Generation leiden. Jojachin, der junge König, hat in den wenigen Monaten seiner Regentschaft schon viele götzendienerische Aktionen getan, weshalb man in seinem Fall die Schuld nicht gänzlich seinem Vater oder den anderen gottlosen Königen zuschreiben kann. Er selbst hat es nicht besser gemacht.
Das Volk schreit nun wirklich nach Gottes Barmherzigkeit und bittet ihn, die Sünden nicht anzurechnen. Die Erkenntnis ist endlich gekommen, dass es vor Gott schuldig geworden ist. Das ist ein großer Fortschritt, doch die Konsequenzen der Sünde müssen nun ertragen werden. Doch nicht lange wird Gott seine geliebte Braut im Exil lassen. Nach 58 Jahren wird er sie zurückführen in die Heimat und sie werden ihre Beziehung erneuern.

Mt 7
21 Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr! Herr!, wird in das Himmelreich kommen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut.

22 Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: Herr, Herr, sind wir nicht in deinem Namen als Propheten aufgetreten und haben wir nicht in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und haben wir nicht in deinem Namen viele Machttaten gewirkt?
23 Dann werde ich ihnen antworten: Ich kenne euch nicht. Weg von mir, ihr Gesetzlosen!
24 Jeder, der diese meine Worte hört und danach handelt, ist wie ein kluger Mann, der sein Haus auf Fels baute.

25 Als ein Wolkenbruch kam und die Wassermassen heranfluteten, als die Stürme tobten und an dem Haus rüttelten, da stürzte es nicht ein; denn es war auf Fels gebaut.
26 Und jeder, der diese meine Worte hört und nicht danach handelt, ist ein Tor, der sein Haus auf Sand baute.
27 Als ein Wolkenbruch kam und die Wassermassen heranfluteten, als die Stürme tobten und an dem Haus rüttelten, da stürzte es ein und wurde völlig zerstört.
28 Und es geschah, als Jesus diese Rede beendet hatte, war die Menge voll Staunen über seine Lehre;

29 denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat, und nicht wie ihre Schriftgelehrten.

Im heutigen Evangelium spricht Jesus die letzten Worte der Bergpredigt. Diese sind unglaublich aktuell und wir dürfen sie nicht einfach überlesen.
Nicht der kommt ins Himmelreich, der „Herr! Herr!“ ruft, sondern wer den Willen des Vaters tut. Wer ruft denn Herr, Herr? Wo und zu welchem Anlass? Wir denken an die Gelegenheiten, in denen man öffentlich, also vor anderen Menschen den Namen Gottes anruft. Das geschieht zum Beispiel in der Liturgie. Auch hier gilt wie an vielen anderen Stellen in der Bergpredigt NICHT, dass die Anrufung des Namens Gottes selbst schlecht ist. Jesus möchte auch weiterhin, dass dem Namen Gottes alle Ehre entgegen gebracht wird und er ermutigt die Menschen ja, ganz aktiv zum Vater zu kommen, auf dass er ihnen ihre Bitten erfülle. Doch was er hier kritisiert, ist eine heuchlerische Haltung: Wer nur den Namen Gottes anruft und leere Worte macht, ohne dass Taten folgen, dessen Worte verlieren an Bedeutung. Wer nur „Herr, Herr“ ruft, dann aber so lebt, dass er oder sie Gottes Namen total verunehrt, dessen „Herr, Herr“ ist eine Lüge. Dieser Mensch meint es nicht so. Gott ist nicht sein Herr, vor dem er Achtung hat und dem er dienen möchte. Auch hier kommt es Jesus auf die Herzenshaltung an, also eine Dimension, die man eben nicht sehen kann. Zurück zum Liturgiebeispiel, weil es so schön öffentlich ist: Wer nur fromm vor den Menschen in der Synagoge oder im Tempel tut und vorbildlich die Gebete und Opfer erfüllt, dann aber nach Hause kommt und gottlos lebt, der belügt Gott und sich selbst. Der ist nicht automatisch gerecht vor Gott wegen der erfüllten Gebete und Opfer, weil sie unaufrichtig geschehen sind. Wenn diese Person dann nach dem Tod vor Gott stehen wird, wird Gott fragen: „Was hast du denn von dem umgesetzt und mit nach Hause gebracht, was du so vorbildlich gebetet hast? Was bringt mir dein Opfer, wenn du nach Hause gekommen bist und deine Frau betrogen hast? Oder den Nachbarn bestohlen hast? Wenn du die Liebe nicht gelebt hast, zu der ich dich berufen habe?“
Diese Haltung ist auch heute absolut aktuell: Wie viele machen alles in der Liturgie gut mit, kommen regelmäßig zur Messe und erwecken den Anschein eines frommen Christen? Dann verlassen sie die Kirche und lassen den Herrn dort zurück, kommen nach Hause und leben ein weltliches Leben. Auch an uns appelliert Jesus, dass wir den empfangenen Herrn in unseren Alltag hineintragen, zu den Menschen, die uns begegnen! Was wir gehört haben, sollen wir in unserem Leben umsetzen, konkret geht es um ein Leben nach den Zehn Geboten vor dem Hintergrund des Doppelgebots der Liebe. Auch hier muss man natürlich betonen: Natürlich sollen wir die Liturgie andächtig mitfeiern und es gibt nichts Höheres als die Heilige Eucharistie! Wir sollen natürlich ganz andächtig dabei sein, aber auch hier kommt es wieder auf die Herzenshaltung an: Nehmen wir eine wunderbar andächtige Haltung ein, damit wir von anderen Menschen gesehen und gelobt werden? Oder begreifen wir, dass dort auf dem Altar der Herrscher des Universums anwesend ist, sodass wir nicht anders können, als uns vor ihm niederzuwerfen? Wer aufrichtig ist, der zeigt im Alltag auch gute Früchte.
Warum spricht Jesus über so etwas? Er kritisiert die Haltung der Pharisäer und Schriftgelehrten. Einige Kapitel zuvor sprach er schon von ihrer Gebetshaltung. Sie suchen gerne öffentliche Orte auf, wo sie beim Gebet gesehen werden. Es geht ihnen nicht um die Gottesbeziehung, sondern um die anderen Menschen. Das zeigt ihre innere Gottesferne. Letztendlich geht es um die Liebe: Wer dem Anderen ständig Liebeserklärungen macht, diese aber nicht durch ein konkretes Verhalten beweist, dessen Liebeserklärungen verlieren an Glaubwürdigkeit. Der angeblich Geliebte wird sich dann fragen, ob das wirklich so ist oder ob es sich um leere Worte handelt. So ist es auch bei Gott. Wenn wir ihm sagen: Ja klar liebe ich dich, und ich lobe und preise dich! Dies aber im alltäglichen Leben gar nicht tun oder zeigen, dessen Worte kann Gott nicht ernst nehmen.
Jesus wird am Ende der Zeiten dann sehr streng zu solchen Menschen sagen: „Ich kenne euch nicht. Weg von mir, ihr Gesetzlosen!“ Das ist sehr drastisch, doch Jesus betont das mit aller Deutlichkeit. Wenn es zu spät ist beim Endgericht, dann wird der Mensch die Konsequenz seiner Heuchelei mit aller Wucht zu spüren bekommen. Jesus sagt das nicht, damit die Menschen Angst bekommen, sondern um sie wachzurütteln. Jetzt ist noch die Gelegenheit, umzukehren. Darum geht es. Sie sollen jetzt ihre Heuchelei ablegen und aufrichtig werden.
Es geht nicht nur darum, Jesus zuzuhören, wenn er etwas gebietet. Entscheidend ist, diese Gebote auch zu erfüllen. Nur dann baut der Mensch auf Felsen. Dieses Bild können wir für den Stand der Gnade verstehen. Wir sind in der gefestigten Beziehung zu Gott, in der wir geschützt sind vor den Angriffen des Bösen. Wir sind dann in Gott und Gott in uns. Die Stürme und Wassermassen – Bilder für die geistigen Angriffe und Versuche des Bösen, uns von Gott wegzuziehen – werden uns dann nicht zerstören. Wir können ihnen dann standhalten.
Wer aber Jesu Worten lauscht, diese dann aber nicht umsetzt, baut auf Sand. Der Mensch, der nicht nach den Geboten Gottes lebt, ist nicht im Stand der Gnade, der ihm einen Schutzwall geboten hätte gegen die Stürme und Wassermassen, die auch ihn heimsuchen werden. Dann wird er kläglich scheitern und in sich zusammenfallen. Jesus ist besonders streng mit jenen, die seinen Willen kennengelernt haben und ihn doch nicht erfüllen. Ihnen ist so eine große Gnade erwiesen worden, doch sie haben diese durch ihre Ignoranz abgelehnt.
Jesu Worte der gesamten Bergpredigt versetzen die Menschen in Staunen, weil Jesus mit göttlicher Vollmacht gesprochen hat. Das unterscheidet ihn grundsätzlich von den Pharisäern. Sie haben die Schrift ausgelegt wie die Vorfahren. Jesus hat nun aber die Schrift erfüllt. Immer wieder sagt er: „Ihr habt gehört, was die Alten gesprochen haben, ich aber sage euch.“
Gerne wird die Bergpredigt mit ihrer Radikalität abgemildert, indem die Passagen symbolisch oder rhetorisch ausgelegt werden. Aber die Radikalität Jesu muss ernstgenommen werden. Es geht hier nämlich um die Liebe. Sie ist der Kern der ganzen Predigt. Und Liebe geht immer aufs Ganze. Wer ein Problem mit Jesu Worten hat, muss sich fragen ob er oder sie Jesus wirklich liebt.
Wenn unser Herz dagegen ganz bei Gott ist bzw. ihm ganz gehört, dann werden wir die Worte Jesu verstehen. Wir werden dann ganz nachvollziehen können, warum schon der begehrliche Blick ein Ehebruch im Herzen ist. Wir möchten Gott gegenüber ganz aufrichtig sein und kommen gar nicht auf die Idee, ihm etwas im Herzen vorzumachen.

Jesu Worte dringen ganz in unser Herz und stellen uns vor die Fragen: „Wie ist es bei mir? Bin ich aufrichtig in allem? Zeige ich ihm meine Liebe durch Taten? Ist mein Herz ganz ungeteilt für ihn, der mein Geliebter ist?“

Ihre Magstrauss

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s