17. Sonntag im Jahreskreis

1 Kön 3,5.7-12; Ps 119,57 u. 72.76-77.127-128.129-130; Röm 8,28-30; Mt 13,44-52

1 Kön 3
5 In Gibeon erschien der HERR dem Salomo nachts im Traum und forderte ihn auf: Sprich eine Bitte aus, die ich dir gewähren soll!
7 So hast du jetzt, HERR, mein Gott, deinen Knecht anstelle meines Vaters David zum König gemacht. Doch ich bin noch sehr jung und weiß nicht aus noch ein.
8 Dein Knecht steht aber mitten in deinem Volk, das du erwählt hast: einem großen Volk, das man wegen seiner Menge nicht zählen und nicht schätzen kann.
9 Verleih daher deinem Knecht ein hörendes Herz, damit er dein Volk zu regieren und das Gute vom Bösen zu unterscheiden versteht! Wer könnte sonst dieses mächtige Volk regieren?
10 Es gefiel dem Herrn, dass Salomo diese Bitte aussprach.
11 Daher antwortete ihm Gott: Weil du gerade diese Bitte ausgesprochen hast und nicht um langes Leben, Reichtum oder um den Tod deiner Feinde, sondern um Einsicht gebeten hast, um auf das Recht zu hören,
12 werde ich deine Bitte erfüllen. Sieh, ich gebe dir ein so weises und verständiges Herz, dass keiner vor dir war und keiner nach dir kommen wird, der dir gleicht.

Die erste Lesung dieses Sonntags ist aus dem ersten Buch der Könige. Es wird uns berichtet, wie Salomo Gott um die Gabe der Weisheit bittet. Er ist zu jener Zeit in Gibeon, wo die größte Kulthöhe besteht. Weil noch kein fester Tempel existiert, opfern Menschen auf solchen Höhen. Dort bringt Salomo nun 1000 Brandopfer dar.
In der Nacht spricht Gott zum König im Traum und gewährt ihm einen Wunsch. Statt sich aber Reichtum, Sieg über seine Feinde etc. zu wünschen, erbittet er von Gott ein weises Herz, da er in seinen jungen Jahren ein so großes Volk leiten muss. Er bittet um Gottes Gaben und erkennt an, was Gott für große Taten durch seinen Vater vollbracht hat. Er versteht, dass all der Erfolg König Davids durch die Beziehung mit Gott geschenkt worden ist.
Gott gefällt es, dass Salomo „diese Bitte aussprach“. Er sieht, dass Salomo frei von Habgier und Machtstreben ist. Das ist die beste Voraussetzung, ihn mit Charismen auszustatten.
An Salomo sehen wir, was passiert, wenn man mit reinem Herzen etwas erbittet: Es wird uns gegeben. Salomo ist solch aufrichtigen Herzens, als er um Gottes Gaben bittet. Deshalb schenkt ihm Gott ein so weises Herz, wie es vor und nach ihm keiner hat/haben wird. Wir lernen heute noch etwas anderes: Salomo geht es zuerst um den Willen Gottes, den er als König Israels erfüllen möchte. Und deshalb gibt Gott ihm alles andere noch dazu, was Salomo gar nicht erbeten hat: Reichtum und Ehre.
Wenn wir uns als Kirche so, wie Jesus es dann auch erklärt hat, zuerst um das Reich Gottes bemühen, wird Gott uns alles andere dazu geben, was wir brauchen. Wenn also Christus die Mitte von Liturgie, Verkündigung und tätiger Liebe ist, wird dieser die Kirche versorgen mit allen materiellen und geistigen Gütern, derer sie bedarf – ob finanzielle Mittel, Kirchengebäude etc. oder geistliche Berufungen. Ein gutes Beispiel stellen Klöster dar, die aufgrund von knappen Finanzen anfangen, Yogakurse oder andere fernöstliche Praktiken anzubieten. Sie haben schon von vornherein verloren. Die Gnade ist verloren, ob es zu einem finanziellen Aufschwung kommt, ist auch die Frage. Neue Berufungen wird es jedenfalls davon nicht geben.
Es muss für jeden einzelnen Christen so wie für Salomo oberste Priorität sein, ein hörendes Herz von Gott zu erhalten. Wo der Einzelne Gott in die Mitte seines Lebens stellt und sich immer bemüht, seinen Willen zu tun, also seine Gebote zu halten, da wird dieser einem alles andere dazugeben. Wo es einem aber darum geht, möglichst viel Reichtum und Ansehen zu erhalten, verliert man die Gnade Gottes. Das Herz ist auch nicht aufrichtig, sondern voller Begierde. Aus so einem Herzen entspringt aber nichts Gutes, vor allem kein gutes moralisches Verhalten. Jesus fasst es dann so zusammen: Wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, der wird es finden (Mt 16,25). „Retten wollen“ ist dann eben dieses an sich Reißen von Gütern, die man sich selbst nimmt. Wir Menschen sind aber dazu gemacht, beschenkt zu werden. Was Jesus mit „verlieren“ meint, ist in diesem Fall der Verzicht auf oder die Freiheit von diesem selbst Ergreifen. Wenn der einzige Eifer der Eifer nach Gottes Liebe ist, dann wird dieser einem alles schenken. Er weiß nämlich, dass der Beschenkte die Güter nicht begehrt und deshalb missbraucht. Und so werden wir am Ende unseres Lebens entweder alles verlieren, weil wir schon zu Lebzeiten alles an uns gerissen haben, oder wir werden alles und noch viel mehr geschenkt bekommen, weil wir in unserem Leben nur eines begehrt haben – Gottes Liebe.

Ps 119
57 Mein Anteil ist es, HERR, das habe ich versprochen, deine Worte zu beachten.
72 Gut ist für mich die Weisung deines Munds, mehr als große Mengen von Gold und Silber.
76 Tröste mich in deiner Liebe, nach dem Spruch für deinen Knecht!
77 Dein Erbarmen komme über mich, sodass ich lebe, denn deine Weisung ist mein Ergötzen.
127 Darum liebe ich deine Gebote mehr als Rotgold und Weißgold.
128 Darum halte ich alle deine Befehle für richtig, alle Pfade der Lüge hasse ich.
129 Wunderwerke sind deine Zeugnisse, darum bewahrt sie meine Seele.
130 Das Aufschließen deiner Worte erleuchtet, den Unerfahrenen schenkt es Einsicht.

Als Antwort auf den Psalm beten wir einige Verse aus dem längsten Psalm des Psalters. Er thematisiert den lebenslangen Wandel nach den Geboten Gottes.
„Mein Anteil ist es, HERR, das habe ich versprochen, deine Worte zu beachten.“ Das hebräische Wort חֶלְקִ֖י chelqi meint eigentlich Anteil im Sinne eines Erbteils oder Beuteanteils. Hier ist es aber der Teil, den der Psalmenbeter übernimmt, also die Aufgabe. Durch die Bundesbeziehung verschenken sich die Partner einander ganz und übernehmen füreinander die Verantwortung. Das bedeutet also, dass jeder seinen „Anteil“ hat. Gott verleiht Segen, Israel hält seine Gebote. Dabei sind die Gebote, zusammengefasst die Torah oder Weisung, gut für den Menschen. Wer sie hält, hat ein heilsames Leben, was mehr wert ist als „große Mengen von Gold und Silber.“
Gott ist es auch, der den Menschen in seiner Liebe trösten kann. Dies tut er vor allem durch sein heiliges Wort. Wie oft machen wir die Erfahrung, dass wir eine gewisse Not erleiden und dann „zufällig“ die Bibel aufschlagen oder eine Bibelstelle hören, die uns mitten ins Herz trifft und tröstet. Jesus Christus selbst hat unter uns Menschen gelebt und Trost verliehen. Er ist den Leidenden und Ausgegrenzten ganz nahe gewesen. So ist die Weisung als Mensch aus Fleisch und Blut den Menschen zum Trost geworden!
Gott soll barmherzig mit dem Beter sein, weil dieser seine Torah ganz beherzigt. Sie ist seine Freude und sein Wohlgefallen. Die Einheitsübersetzung schreibt an dieser Stelle „mein Ergötzen“. Das ist eine sehr ungünstige Übersetzung, da die Torah das Gegenteil von Götzen ist, was in der Ergötzung enthalten ist. Das hebräische Wort שַׁעְשׁוּעִים scha’aschu’im ist die Freude im Sinne des Wohlgefallens. Manchmal wird es auch mit „Unterhaltung“ im Sinne von Entertainment übersetzt.
Dem Beter ist diese Torah mehr wert als „Rotgold und Weißgold“, zwei sehr kostbare Edelmetalle jener Zeit. Das impliziert auch, dass die Torah wertvoller ist als die Götzenbilder aus Gold.
Der Psalmenbeter betont, dass alle Befehle Gottes richtig sind. Die Gebote Gottes zu halten, setzt immer Vollständigkeit voraus. Der Mensch kann sich nicht angenehme Gebote herauspicken und die anderen ausblenden. Bundesbeziehung und Gebotehalten baut auf Liebe, die immer aufs Ganze geht. Ich kann nicht nur ein bisschen Gott lieben. Entweder liebe ich alles an ihm oder es ist keine Liebe.
Genauso konsequent lehnt der Beter „alle Pfade der Lüge“ ab. Ein bisschen mit dem Widersacher Gottes zu liebäugeln, stürzt den Beter in eine Katastrophe. Der kleine Götzendienst hier und da hat Israel schon das verheißene Land gekostet.
Die Wundertaten Gottes sind der Beweis seiner großen Macht. Das hebräische Wort עֵדְוֹתֶ֑יךָ edotecha kann mit „deine Zeugnisse“, aber auch mit „deine Beweise“ übersetzt werden. Gott tut Wunder, damit die Menschen zum Glauben an ihn kommen. Dies setzt sich auch mit Christus fort, der so viele Heilungswunder und andere Machttaten vollbracht hat. All dies dient dem Glauben der Menschen.
Die Worte Gottes zu erschließen, das heißt sie zu verstehen erleuchtet den Menschen. Er sammelt Erfahrungen auf dem Lebensweg mit den Geboten Gottes.
Dieser lange Psalm ist ein einziger Lebensbericht in Beziehung mit Gott. Mit ihm ist es nie langweilig, denn wir wachsen mit und durch ihn in Heiligkeit. Wir können uns nie auf „Erfolg“ ausruhen, sollen aber auch nicht liegen bleiben, wenn wir auf dem Weg gefallen sind. Es ist eine ständige Arbeit an der Beziehung zu Gott, eine ständige Versöhnung nach Streit (wenn der Mensch sich gegen ihn versündigt), eine dynamische Geschichte.

Röm 8
28 Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alles zum Guten gereicht, denen, die gemäß seinem Ratschluss berufen sind;
29 denn diejenigen, die er im Voraus erkannt hat, hat er auch im Voraus dazu bestimmt, an Wesen und Gestalt seines Sohnes teilzuhaben, damit dieser der Erstgeborene unter vielen Brüdern sei.
30 Die er aber vorausbestimmt hat, die hat er auch berufen, und die er berufen hat, die hat er auch gerecht gemacht; die er aber gerecht gemacht hat, die hat er auch verherrlicht.

In der zweiten Lesung aus dem Römerbrief geht es wie letzte Woche um ein Kapitel, in dem die schmerzhaften Zeichen der Endzeit als Hoffnungszeichen betrachtet werden.
Gott wird bei denen, die an ihn Glauben und aus Liebe zu ihm alles aushalten, am Ende alles gut machen. Auch wenn die Gegenwart so drastisch, so dunkel, so hoffnungslos erscheint, wird Gott für ein gutes Ende sorgen. Das ist dieselbe Botschaft, wie wir sie in der Johannesoffenbarung erhalten. Die apokalyptische Katastrophe ist da und wird nicht beschönigt. Was noch geschehen wird, wird in ganz brutalen Bildern geschildert. Doch zugleich wird der Triumph und der Jubel genannt, die der Himmel mit sich bringt. Und das ist jetzt schon Realität.
Gott hat einen Heilsplan und deshalb wird alles ein gutes Ende finden. Gott hat die Menschen im Voraus schon dazu bestimmt, Abbilder Gottes zu sein. Er ist Mensch geworden, damit die gefallene Natur ganz konkret zu Gesicht bekommt, wie sie eigentlich gedacht war. Jesus hat ihnen wieder gezeigt, wie der Mensch sein soll. Und das Ziel des Menschen ist, diesen Zustand mithilfe der Gnade Gottes wieder zu erlangen. Der Mensch ist also dazu bestimmt, zur Familie Gottes zu gehören, damit Jesus „kein Einzelkind“ bleibt. Er möchte „der Ersteborene unter vielen Brüdern“ sein. Jesus ist der Anfang der neuen Schöpfung, zu der wir alle neugeboren werden, wenn wir getauft werden.
Gott hat die Menschen im Voraus dazu bestimmt, zur Familie Gottes zu gehören. Diese beruft er auch dazu, das heißt sie spüren seinen Ruf und machen sich auf den Weg zur Taufe. Und wer getauft wird, wird gerecht gemacht. Und wenn sie diese Gerechtigkeit aufrecht erhalten, das heißt ihre Taufgnade nicht verlieren, werden sie am Ende verherrlicht im Himmelreich.

Mt 13
44 Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Schatz, der in einem Acker vergraben war. Ein Mann entdeckte ihn und grub ihn wieder ein. Und in seiner Freude ging er hin, verkaufte alles, was er besaß, und kaufte den Acker.
45 Auch ist es mit dem Himmelreich wie mit einem Kaufmann, der schöne Perlen suchte.
46 Als er eine besonders wertvolle Perle fand, ging er hin, verkaufte alles, was er besaß, und kaufte sie.
47 Wiederum ist es mit dem Himmelreich wie mit einem Netz, das ins Meer ausgeworfen wurde und in dem sich Fische aller Art fingen.
48 Als es voll war, zogen es die Fischer ans Ufer; sie setzten sich, sammelten die guten Fische in Körbe, die schlechten aber warfen sie weg.
49 So wird es auch bei dem Ende der Welt sein: Die Engel werden kommen und die Bösen aus der Mitte der Gerechten aussondern
50 und sie in den Feuerofen werfen. Dort wird Heulen und Zähneknirschen sein.
51 Habt ihr das alles verstanden? Sie antworteten ihm: Ja.
52 Da sagte er zu ihnen: Deswegen gleicht jeder Schriftgelehrte, der ein Jünger des Himmelreichs geworden ist, einem Hausherrn, der aus seinem Schatz Neues und Altes hervorholt.
53 Und es geschah, als Jesus diese Gleichnisse beendet hatte, zog er weiter.

Als Evangelium hören wir heute mehrere Gleichnisse, die die Kostbarkeit des Reiches Gottes umschreiben. Diese Episode aus dem Matthäusevangelium findet sich nur dort, es gibt keine Parallele bei Mk oder Lk, die sonst viele Übereinstimmungen nachweisen.
Das Reich Gottes ist wie ein Schatz, der in einem Acker vergraben ist. Das sagt uns erstens, dass es verborgen ist. Zweitens muss es entdeckt werden. Wenn es entdeckt wird, erfüllt es den Finder mit Freude. Er verkauft alles, um sich den Acker mit dem vergrabenen Schatz leisten zu können. Auf das Reich Gottes angewandt bedeutet es, dass der Mensch, der es gefunden hat, den ganzen Besitz, alles Irdische, alles Vorübergehende abgibt, nur um dieses höhere Gut zu erhalten. Jesus erklärt es den Menschen immer wieder: Wer reich ist, hat es schwer, in das Reich Gottes zu gelangen. Das Problem ist nicht der Reichtum an sich, sondern die Bindung daran. Wer aber alles verkauft oder verschenkt, wird frei für den himmlischen Reichtum. Uns sagt dieses erste Gleichnis bereits, dass wer das Reich Gottes gefunden hat, eine Lebenswende durchmacht. Für den kehren sich die Prioritäten komplett um. Die irdischen Güter verlieren mit einem Mal an Bedeutung.
Wenn Jesus etwas Wichtiges erklärt, greift er immer mehrere Bilder auf, damit es die Menschen wirklich begreifen. So greift er nun das Bild von einem Kaufmann auf, der eine wertvolle Perle findet. Er verkauft alles, um sich diese eine wertvolle Perle leisten zu können. Dieses Gleichnis sagt dasselbe aus wie das erste: Der Mensch findet das Reich Gottes und verkauft dafür alles. So kostbar ist es. Jesus vergleicht das Reich Gottes öfter mit einer Perle, auch wenn er von den Perlen spricht, die nicht vor die Säue geworfen werden sollen.
Nach diesen beiden Gleichnissen für die Kostbarkeit des Reiches Gottes greift Jesus ein endzeitliches Bild auf, das für seine Apostel von besonderer Wichtigkeit ist: Wenn Fischer Netze ins Meer werfen und damit Fische fangen, ziehen sie die Beute ans Ufer und sortieren aus. Das greift Jesus ja bereits auf, als er aus den Berufsfischern Menschenfischer machen möchte. Sie sollen keine Fischer mehr, sondern Menschen fangen – für das Reich Gottes. Nun wird das Bild eschatologisch ausgelegt, also auf die Endzeit bezogen, wie Jesus selbst deutet: Die Engel, die schon letzte Woche als eschatologische Helfer herangezogen werden (sie helfen dem Menschensohn bei der Sammlung aller Menschen zum Weltgericht), werden hier zu den Fischern, die die gefangenen Menschen aussortieren. Die guten Menschen, also jene, die die Gebote Gottes gehalten haben, werden in die Körbe getan, das heißt ins Himmelreich. Die schlechten Menschen, die also in der Sünde verharrten trotz unzähliger Umkehrchancen, werden weggeworfen, „in den Feuerofen (…) Dort wird Heulen und Zähneknirschen sein.“ Das ist deutliche Höllensprache. Der Mensch, der sich diese Ewigkeit ausgesucht hat, wird von Gott für immer abgeschnitten sein.
Jesus fragt, ob sie es alle verstanden haben. Die Jünger bejahen es. Jesus möchte wirklich, dass seine Jünger das gut begreifen, damit sie diesen Vorgang in der Zwischenzeit gut vorbereiten. Sie sollen so viele Menschen wie möglich zunächst einmal fangen, ihre Netze auswerfen und das Wort Gottes verbreiten, den steten Appell zur Umkehr in die Welt hinausrufen, bis die Endzeit kommt und dann die Ausbeute begutachtet wird.
Jesus greift zum Ende hin noch ein wichtiges Wort auf: Der Schriftgelehrte, der das Alte Testament also sehr gut kennt, der dann zum „Jünger des Himmelreiches“ geworden ist, gleicht einem Hausherrn, der alte und neue Schätze hervorholt. Beides sind Schätze und gehen zusammen. Es ist sogar etwas Fruchtbares, sowohl im Alten Testament studiert zu sein, was die Juden ihre Heilige Schrift nennen, und zugleich die neuen Schätze des Evangeliums Christi als kostbaren Schatz zu pflegen. Gerade das Matthäusevangelium ist so geschrieben, dass Altes und Neues miteinander verknüpft wird in einem Verheißung-Erfüllung-Schema. Beide Bünde werden in ihrem Zusammenhang betrachtet und die Heilsgeschichte Israels mit der des neuen Bundes in eine gemeinsame Heilsgeschichte gebracht. Juden und Heiden sitzen nun in einem gemeinsamen Boot. Sie verfolgen ein und denselben Schatz – das Reich Gottes.

Heute hören wir von dem kostbarsten Gut, das wir Menschen erstreben können – Gottes überirdische Güter, seine unermessliche Gnade. Streben wir diese an, nicht die Güter, die nur vorübergehend sind. Nur die Gnade Gottes kann uns glücklich machen und das Gefühl geben, dass wir nicht nach kurzer Zeit schon wieder mehr begehren. Bei Gott kommt unser Herz zum Ziel. Bei Gott kommen wir zuhause an.

Ihre Magstrauss

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