Montag der 27. Woche im Jahreskreis

Gal 1,6-12; Ps 111,1-2.7-8.9 u. 10c; Lk 10,25-37

Gal 1
6 Ich bin erstaunt, dass ihr euch so schnell von dem abwendet, der euch durch die Gnade Christi berufen hat, und dass ihr euch einem anderen Evangelium zuwendet.
7 Es gibt kein anderes Evangelium, es gibt nur einige Leute, die euch verwirren und die das Evangelium Christi verfälschen wollen.
8 Jedoch, auch wenn wir selbst oder ein Engel vom Himmel euch ein anderes Evangelium verkündeten als das, das wir verkündet haben – er sei verflucht.
9 Was ich gesagt habe, das sage ich noch einmal: Wer euch ein anderes Evangelium verkündet im Widerspruch zu dem, das wir verkündet haben – er sei verflucht.
10 Geht es mir denn um die Zustimmung der Menschen oder geht es mir um Gott? Suche ich etwa Menschen zu gefallen? Wollte ich noch den Menschen gefallen, dann wäre ich kein Knecht Christi.
11 Ich erkläre euch, Brüder und Schwestern: Das Evangelium, das ich verkündet habe, stammt nicht von Menschen;
12 ich habe es ja nicht von einem Menschen übernommen oder gelernt, sondern durch eine Offenbarung Jesu Christi empfangen.

Heute beginnt eine Serie von Lesungen aus dem Galaterbrief. Paulus ist in diesem Schreiben sehr streng und polemisch gegenüber rejudaisierenden Strömungen: Es kommen radikale judenchristliche Missionare in die Gemeinden Galatiens, die meinen, dass die Taufe zur Vergebung der Sünden nicht genug ist, um vor Gott gerechtfertigt zu werden. Sie meinen, dass die heidenchristlichen Galater zuvor beschnitten werden und die Torah halten müssen. Dagegen setzt sich Paulus in der Heidenmission dafür ein, dass die Heiden, die Christen werden, vorher nicht beschnitten werden müssen und die über 600 Gebote und Verbote nicht alle einhalten müssen wie die Juden. Dadurch werden die Galater verwirrt und viele übernehmen diese Ansichten. Deshalb sind die Worte des Paulus in diesem Schreiben besonders eindringlich. Es geht nicht darum, wie viele Nichtkatholiken aufgrund der reformatorischen Parole sola gratia meinen, dass die Taufgnade genug ist, um gerecht vor Gott zu sein in dem Sinne, dass man nach der Taufe keine guten Taten vollbringen muss und durch schlechte Taten die Gnade nicht verlieren kann. Das ist ein ganz anderes Thema und sauber zu trennen von der hier vorliegenden Frage, ob die Torah, die Paulus immer wieder „Gesetz“ nennt, als Voraussetzung der Erlösung gilt oder nicht. Muss der Mensch sich die Gnade der Erlösung und damit Rechtfertigung erst einmal verdienen durch das Halten der Torah oder nicht? Diese radikalen Missionare bejahen es, Paulus dagegen verneint es. Wie soll der Mensch sich die Erlösung verdienen? Dass Gott Mensch geworden ist und durch sein Kreuz, den Tod und die Auferstehung die ganze Menschheit vom Stachel der Sünde befreit hat, ist ganz und gar ein Gnadenakt Gottes. Wir müssen diesem Erlösungswirken nicht unter die Arme greifen. Wenn wir dann aber erlöst sind, sind wir zugleich befähigt, aus der Taufgnade heraus gut zu sein, das heißt seine Gebote zu halten. Und dies führt auch die Verantwortung mit sich, dass wir die Gnade beanspruchen. Wenn wir uns auf der Taufe ausruhen und dagegen ein schlechtes Leben führen, verlieren wir die Gnade wieder! So viel als Vorlauf zu der Galaterserie, die heute beginnt:
Paulus schreibt gleich zu Beginn des Briefes, dass er die Zustände in Galatien bedauert. So schnell haben sie sich vom Evangelium abgewendet, indem sie glauben, dass der Mensch selbst für Erlösung zu sorgen hat. Das entspricht nicht mehr dem Evangelium Jesu Christi, der sagte „ohne mich könnt ihr nichts tun“. Es ist ein anderes Evangelium, was aber tatsächlich gar keines ist. Es ist eine Fälschung und Verwirrung durch andere Menschen. Wer aber das originale Evangelium Jesu Christi abändert – und selbst wenn es ein Engel wäre! – der sei verflucht. Was hat es mit dem Fluch auf sich? Eigentlich dürfen wir doch niemanden verfluchen, sondern für jene, die uns verfluchen, sogar noch beten! Das griechische Wort an dieser Stelle ist ἀνάθεμα  anathema. Damit ist der Kirchenbann gemeint und es ist eine lehramtliche Bezeichnung für jene, die der Lehre Jesu Christi untreu werden. Wir müssen die Aussage also in dem Sinne verstehen wie die Worte in 1 Kor 5, wo die uneinsichtigen Sünder dem Satan übergeben werden sollen.
Die Treue zum Evangelium Jesu Christi ist so entscheidend, dass Paulus die Aussage wiederholt. Und Paulus würde das Wort Gottes nicht umändern, um den Menschen zu gefallen. Er möchte als gläubiger Christ und Knecht Jesu Christi Gott gefallen. Das ist für uns eine wichtige Aussage: Das betrifft nämlich jede Zeit und auch heute dürfen wir nicht die Lehre Jesu abändern, nur um den Menschen zu gefallen. Es wird so gerne davon geredet, dass die Kirche sich endlich der Realität anpassen soll. Dabei ist nicht entscheidend, was in der Realität ist, sondern was Jesus Christus wollte, sein heiliger Stifterwille ist ausschlaggebend. Und wenn die jeweilige Realität davon diametral verschieden ist, spricht das für die gottlose Zeit, nicht für die weltfremde Lehre Jesu. Was wäre denn passiert, wenn die Kirche vor siebzig Jahren sich der Realität angepasst hätte und keinen Widerstand geleistet hätte? Dazu muss man glaube ich nichts mehr sagen….
Paulus erklärt den Galatern und auch uns heute genau das: Jesus Christus selbst hat das Evangelium verkündet, es ist göttliche Offenbarung. Es ist keine menschengemachte Religion, die sich dem jeweiligen Zeitgeist anpassen kann. Jesus hat sich auch nicht um die Konventionen seiner Zeit gekümmert, als er das Reich Gottes verkündet hat. Warum sollte es heute anders sein? Gott und sein Reich ist dasselbe, gestern, heute und in Ewigkeit.

Ps 111
1 Halleluja! Dem HERRN will ich danken mit ganzem Herzen im Kreis der Redlichen, in der Gemeinde.
2 Groß sind die Werke des HERRN, erforschenswert für alle, die sich an ihnen freuen.
7 Die Werke seiner Hände sind Treue und Recht, verlässlich sind alle seine Gebote.
8 Sie stehen fest für immer und ewig, geschaffen in Treue und Redlichkeit.
9 Erlösung hat er seinem Volk gesandt, seinen Bund bestimmt für ewige Zeiten. Heilig und Furcht gebietend ist sein Name.
10 Die Furcht des HERRN ist der Anfang der Weisheit. Gute Einsicht ist sie allen, die danach handeln. Sein Lob hat Bestand für immer.

Heute beten wir Psalm 111, einen Lobpreispsalm mit weisheitlichen Anteilen. Er beginnt mit dem Hallelujaruf, der genau genommen ja einen Lobpreisaufruf darstellt, wie er als Einleitung in Psalmen oft ergeht. Denn Halleluja heißt „preist Jahwe“.
„Dem HERRN will ich danken mit ganzem Herzen im Kreis der Redlichen, in der Gemeinde“ ist eine liturgische Aussage. Es handelt sich also um einen Lobpreis in der Gruppe, im Gottesdienst. Man kann sich vorstellen, dass dieser Psalm bei Wallfahrtsfesten gebetet worden ist, denn er besingt die Heilstaten Gottes wie den Exodus.
„Groß sind die Werke des HERRN“ und deshalb sind sie „erforschenswert“. Wenn man sie bedenkt, wird man sich freuen und über Gott staunen, der so gut zu den Menschen ist.
„Die Werke seiner Hände sind Treue und Recht, verlässlich sind alle seine Gebote“ führt uns zur Lesung zurück. Gott selbst offenbart seine Herrlichkeit und hält stets, was er verspricht. Auf ihn kann man sich wirklich voll und ganz verlassen im Gegensatz zu Menschen, die längst nicht so verlässlich und treu sind. Gott ist auch ganz gerecht. Seine Gebote offenbaren, dass er jedem Menschen zum Recht verhelfen kann und möchte.
Das Entscheidende ist: Gott ist deshalb so verlässlich, weil er seine Offenbarung nicht einfach so ändert. Seine Gebote stehen fest „für immer und ewig“. Und wenn auch eine andere Zeit und Gesellschaft kommen, ändert es doch nichts an der göttlichen Offenbarung.
Seine ewige Treue zeigt Gott auch daran, dass er den Bund für immer aufrecht erhält, den er mit den Israeliten geschlossen hat – und wir Christen dürfen auch sagen, dass Gott ebenso den neuen Bund ewig hält. Wenn es zum Bundesbruch kommt, dann aufgrund des Menschen, der ihn bricht. Gott aber bleibt treu und hält auch dann am Menschen fest, versucht ihn zur Umkehr zu bewegen und gibt ihm immer wieder eine neue Chance.
Wenn wir von der Erlösung hier hören, dann denken wir nicht an politische Erlösung im Sinne der Befreiung aus Fremdherrschaft, wie die Israeliten es vor allem verstanden haben, sondern wir denken an die umfassende Erlösung und das ewige Leben, das Jesus uns geschenkt hat. Es ist eine Erlösung von der Sünde und des Exils außerhalb des Paradieses.
Schließlich kommt am Ende des Psalmenabschnitts ein wichtiges Wort, das wichtig ist beim Verständnis der Geistesgaben: Der Beginn ist durch die Gottesfurcht gekennzeichnet. Wer Gott fürchtet, wird nicht so leben, dass er Gottes Willen übertritt. Und wer die Gebote Gottes hält, der ist im Stand der Gnade. In diesem Zustand kann er die Gaben des Hl. Geistes empfangen, angefangen bei der Weisheit.
„Sein Lob hat Bestand für immer“ bezieht sich auf das Lob, das von den Israeliten ausgeht, nicht von Gott. Die Genitivform ist also nicht auctoris zu verstehen. Es ist eher zu verstehen, dass der Lobpreis, der an Gott ergeht, ein ewiger ist. Das schauen schon die Propheten in den Himmelsvisionen. Dort erfolgt ein ewiger Lobpreis Gottes, dessen Abbild die irdische Liturgie darstellt. Der Kult der Israeliten ist Schatten dieser himmlischen Liturgie.

Lk 10
25 Und siehe, ein Gesetzeslehrer stand auf, um Jesus auf die Probe zu stellen, und fragte ihn: Meister, was muss ich tun, um das ewige Leben zu erben?

26 Jesus sagte zu ihm: Was steht im Gesetz geschrieben? Was liest du?
27 Er antwortete: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und deiner ganzen Seele, mit deiner ganzen Kraft und deinem ganzen Denken, und deinen Nächsten wie dich selbst.
28 Jesus sagte zu ihm: Du hast richtig geantwortet. Handle danach und du wirst leben!
29 Der Gesetzeslehrer wollte sich rechtfertigen und sagte zu Jesus: Und wer ist mein Nächster?
30 Darauf antwortete ihm Jesus: Ein Mann ging von Jerusalem nach Jericho hinab und wurde von Räubern überfallen. Sie plünderten ihn aus und schlugen ihn nieder; dann gingen sie weg und ließen ihn halbtot liegen.
31 Zufällig kam ein Priester denselben Weg herab; er sah ihn und ging vorüber.
32 Ebenso kam auch ein Levit zu der Stelle; er sah ihn und ging vorüber.
33 Ein Samariter aber, der auf der Reise war, kam zu ihm; er sah ihn und hatte Mitleid,
34 ging zu ihm hin, goss Öl und Wein auf seine Wunden und verband sie. Dann hob er ihn auf sein eigenes Reittier, brachte ihn zu einer Herberge und sorgte für ihn.
35 Und am nächsten Tag holte er zwei Denare hervor, gab sie dem Wirt und sagte: Sorge für ihn, und wenn du mehr für ihn brauchst, werde ich es dir bezahlen, wenn ich wiederkomme.
36 Wer von diesen dreien meinst du, ist dem der Nächste geworden, der von den Räubern überfallen wurde?
37 Der Gesetzeslehrer antwortete: Der barmherzig an ihm gehandelt hat. Da sagte Jesus zu ihm: Dann geh und handle du genauso!

Heute hören wir das Gleichnis vom barmherzigen Samariter. Die Vorgeschichte ist folgende: Ein Gesetzeslehrer stellt Jesus die Frage: „Meister, was muss ich tun, um das ewige Leben zu erben?“ Das ist eine entscheidende Frage und fasst alles zusammen, was Paulus den Galatern und auch der Psalm uns heute kommuniziert haben. Wie erhalten wir Menschen das ewige Leben? Dass ein Gesetzeslehrer diese Frage stellt, ist nicht selbstverständlich. Nicht alle religiösen Gruppen zur Zeit Jesu glauben an ein Leben nach dem Tod, so lehnen es die Sadduzäer ab, die ja die religionspolitische Elite jener Zeit darstellen.
Jesus möchte diesem Mann mit seiner eigenen Mentalität zur Antwort verhelfen – indem er das Gesetz befragt. Hier meint das Gesetz wieder die Torah. Der Gesetzeslehrer arbeitet tagtäglich mit den Hl. Schriften der Juden und so geht Jesus auf diese ein. Der Mann antwortet wahrheitsgemäß mit dem Doppelgebot der Liebe – zunächst mit Dtn 6,4-9, dem Sch’ma Israel, dann mit Lev 19,18, dem Aufruf zur Nächstenliebe.
Weil er richtig geantwortet hat, lobt Jesus ihn und sagt ihm zu, dass wenn er danach handelt, das ewige Leben erlangen wird.
Der Gesetzeslehrer lässt das aber nicht so stehen und fragt nach: Wer ist mein Nächster? Und so beginnt Jesus das Gleichnis vom barmherzigen Samariter. Es ist eine Erzählung, die zu den bekanntesten Schriftworten zählt. Und doch wird die Geschichte oft falsch verstanden. Umso aufmerksamer müssen wir sie nun hören, um sie richtig zu verstehen:
Ein Mann geht von Jerusalem nach Jericho hinab und wird unterwegs von Räubern überfallen. Schon allein diese Aussage muss genau verstanden werden, damit es nicht zu einer Fehlinterpretation kommt. Es handelt sich um einen Mann, dessen Nationalität uns unbekannt sind. Und dennoch können wir vermuten, dass es ein Jude ist. Warum? Er ist unterwegs von Jerusalem nach Jericho, was vielleicht darauf hindeutet, dass er bei einem Wallfahrtsfest oder allgemein beim Tempel war und nun auf der Rückreise ist. Wenn wir auch bedenken, dass gleich noch weitere Personen diesen Weg wählen werden – von Jerusalem nach Jericho – handelt es sich vielleicht um die Wallfahrtssaison. Man weiß nichts von dem Mann und er liegt halbtot und ausgeraubt danieder.
Dann kommt ein Priester denselben Weg hinab. Wir betonen: Er kommt von Jerusalem und ist unterwegs nach Jericho. Er lässt den Mann dort liegen, obwohl er ihn sieht. Es wird nun immer wieder interpretiert, dass er aufgrund der kultischen Verunreinigung beim Kontakt mit Blut oder Tod nicht eingreift. Er kann von weitem ja nicht erkennen, ob der Mann wirklich tot ist oder noch lebt. Ausgehend davon wird auf das Priestertum des Alten Bundes sowie auf die Priester des Christentums geschimpft, dass ihnen der Gottesdienst wichtiger ist als die Nächstenliebe. Wir hören dann oft Predigten, in denen zur tätigen Nächstenliebe aufgerufen wird und Gottesdienst, Liturgie schlecht gemacht werden, so als ob die Diakonia vor der Leiturgia komme. Darum geht es hier aber nicht. Der Priester im Gleichnis kommt von der Opferung im Jerusalemer Tempel. Er hat dies schon getan und ist auf dem Heimweg! Was hier also kritisiert werden muss, ist nicht der Jerusalemer Tempelkult, sondern dass sich die Gnade, die der Priester durch die Opferung erhalten hat, nicht im Alltag bewährt. Er hat nun die Chance, die Liebe, die er von Gott selbst empfangen hat, an den Nächsten weiterzugeben. Stattdessen lässt er ihn liegen. Selbst wenn er in dem Moment kultunfähig werden würde, wäre das doch unwichtig! Er hat das Opfer ja schon dargebracht. Dennoch geht er an dem Halbtoten vorbei.
Ebenso kommt nun ein Levit an ihm vorbei und hilft genauso wenig wie der Priester. Auch er hat seinen Dienst im Tempel bereits vollzogen. Warum hilft er dem Mann nun nicht? Gottes- und Nächstenliebe gehören zusammen. Wenn Gott uns mit seiner Liebe überschüttet und uns segnet, dann möchte er, dass wir das auch unserem Nächsten weitergeben. Wir sollen doch barmherzig wie der Vater im Himmel sein. Und das Wort für die Barmherzigkeit ist im Griechischen dasselbe Wort für Mitleid. Diese beiden haben die Zeit der Gnade nicht erkannt, die empfangene Liebe Gottes an den Nächsten weiterzugeben.
Doch dann kommt ein Samariter. Ausgerechnet ein Erzfeind der Juden! Mit diesen sprechen die Juden nicht. Doch dieser hat Mitleid mit dem Halbtoten. Er weiß ja nicht, was das für ein Mensch ist. Doch er hilft ihm, verbindet seine Wunden, bringt ihn auf seinem Esel zu einer Herberge und bezahlt seinen Aufenthalt.
Dieser Mann ist dem Halbtoten der Nächste geworden, weil er Mitleid hatte. So sollen wir alle Mitleid haben, wenn wir Not sehen. Und Liebe kennt keine Grenzen. Es spielt keine Rolle, welche Nationalität, Religion, welches Geschlecht etc. der Leidende hat.
Warum hat Jesus ausgerechnet einen Priester und einen Leviten zum Negativbeispiel gemacht, wenn er den Kult an sich nicht kritisiert? Hier spricht Jesus ja mit einem Gesetzeslehrer, einem angesehenen Juden. Er provoziert hier ganz bewusst mit der vermeintlichen Elite, damit gerade jene mit religiöser Verantwortung sich an die eigene Nase fassen und ihr Verhalten überdenken. Viele dieser Menschen seiner Zeit nutzen ihre Position aus, um geachtet zu werden, besondere Privilegien zu genießen, aber nicht als besonders enge Beziehung zum Herrn. Ihnen fehlt oft die Liebe und der persönliche Bezug zu Gott. Deshalb nennt Jesus gerade jene. Er möchte, dass auch sie zur Besinnung kommen und umkehren.
Jesus schließt das Gespräch mit den Worten: Dann geh und handle genauso!“ Das ist ein Aufruf nicht nur an den Gesetzeslehrer im Evangelium. Das ist auch ein Appell an uns, genauso zu handeln. Nehmen wir Jesu Worte ernst und seien wir den anderen Menschen der oder die Nächste. Der Hl. Franz von Assisi, dessen Gedenktag gestern war, hat das Gebet formuliert „Herr, mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens.“ Und in diesem Gebet heißt es unter anderem: „Nicht dass ich geliebt werde, sondern dass ich liebe.“ Darum geht es. Wir sollen nicht erwarten, dass andere uns Gutes tun, sondern selbst zu denen werden, die andere Menschen gut behandeln. Schließlich überschüttet Gott uns tagtäglich mit seinem Segen. Die Liebe Gottes ist immer überfließend und so ist es an uns, die Gottesliebe anderen Menschen weiterzugeben.

Ihre Magstrauss

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