Donnerstag der 32. Woche im Jahreskreis

Phlm 7-20; Ps 146,6-7.8-9b.9c-10; Lk 17,20-25

Phlm 7
7 Denn viel Freude und Trost hatte ich an deiner Liebe, weil durch dich, Bruder, das Innerste der Heiligen erquickt worden ist.
8 Obwohl ich durch Christus volle Freiheit habe, dir zu befehlen, was du tun sollst,
9 ziehe ich es um der Liebe willen vor, dich zu bitten. Ich, Paulus, ein alter Mann, jetzt auch Gefangener Christi Jesu,
10 ich bitte dich für mein Kind Onesimus, dem ich im Gefängnis zum Vater geworden bin.
11 Einst war er dir unnütz, jetzt aber ist er dir und mir recht nützlich.
12 Ich schicke ihn zu dir zurück, ihn, das bedeutet mein Innerstes.
13 Ich wollte ihn bei mir behalten, damit er mir an deiner Stelle dient in den Fesseln des Evangeliums.
14 Aber ohne deine Zustimmung wollte ich nichts tun. Deine gute Tat soll nicht erzwungen, sondern freiwillig sein.
15 Denn vielleicht wurde er deshalb eine Weile von dir getrennt, damit du ihn für ewig zurückerhältst,
16 nicht mehr als Sklaven, sondern als weit mehr: als geliebten Bruder. Das ist er jedenfalls für mich, um wie viel mehr dann für dich, als Mensch und auch vor dem Herrn.
17 Wenn du also mit mir Gemeinschaft hast, nimm ihn auf wie mich!
18 Wenn er dich aber geschädigt hat oder dir etwas schuldet, setz das auf meine Rechnung!
19 Ich, Paulus, schreibe mit eigener Hand: Ich werde es erstatten – ohne jetzt davon zu reden, dass auch du dich selbst mir schuldest.
20 Ja, Bruder, um des Herrn willen möchte ich von dir einen Nutzen haben. Erquicke mein Innerstes in Christus!

Heute hören wir einen Ausschnitt aus dem Philemonbrief. Dieser ist sehr kurz und besteht aus nur einem Kapitel. Philemon ist ein Mann, der seine Bekehrung wohl Paulus zu verdanken hat. Er kommt aus Kolossä und ist später dort wohl Bischof geworden. Er soll unter Kaiser Nero durch Steinigung umgekommen sein. Nach seiner Bekehrung arbeitete er offensichtlich mit am Missionswerk des Paulus und unterhielt eine Hausgemeinde.
Wir hören heute erst den Abschnitt, den man als Hauptteil des Briefes bezeichnen kann. Zuvor hat Paulus wie üblich ein Präskript und ein Proömium formuliert, in dem er den Glauben Philemons gelobt hat. Paulus erfährt Freude durch die Liebe des Adressaten, weil durch ihn „das Innerste der Heiligen erquickt worden ist“. Man kann sich also vorstellen, dass Philemon ein guter Seelsorger ist. Mit den „Heiligen“ sind die Getauften der Christengemeinde gemeint.
„Obwohl ich durch Christus volle Freiheit habe, dir zu befehlen, was du tun sollst, ziehe ich es um der Liebe willen vor, dich zu bitten.“ Warum hat Paulus die Berechtigung, Philemon etwas vorzuschreiben? Wir können es uns so vorstellen, dass er Philemon zum Presbyter geweiht hat, denn Paulus‘ Apostelstatus entspricht dem Weihegrad eines Bischofs. Und in der Hierarchie steht ein Bischof höher als ein Presbyter. Es ist ja so, dass die Presbyter vor Ort (und damals waren es doch mehr Episkopen pro Gemeinde) den Episkopen, also Bischof, vertraten.
Paulus darf Philemon also etwas vorschreiben von seiner Hierarchie her. Er möchte ihn aber vielmehr höflich bitten. Es geht um Onesimus, einem Sklaven. Er war früher nicht nützlich, jetzt schon. Das ist ein Wortspiel, denn „Onesimus“ bedeutet „der Nützliche“. Zuvor hat er seinem Namen also nicht gerade Ehre gemacht, jetzt ist sein Name Programm. Es ranken sich verschiedene Thesen um ihn. Womöglich hat er früher für Philemon gearbeitet, dann gab es einen Konflikt (vielleicht ist er ein flüchtiger Sklave), Paulus hat ihn dann getauft, jetzt schickt er den Mann zurück zu Philemon in der Hoffnung, dass dieser ihn wieder aufnimmt. Vielleicht ist diese Nützlichkeit aber auch auf den nichtgetauften Zustand zu beziehen. Dann ist klar, warum Onesimus jetzt nützlich geworden ist – nämlich in der Missionarbeit und im christlichen Leben der Gemeinde.
Paulus, der im Gefängnis sitzt, möchte ihn am liebsten bei sich behalten, damit er ihm diene. Doch nun schickt er ihn zurück und versucht die Trennung des Onesimus von Philemon zu deuten. Vielleicht sollte diese kurzzeitige Trennung sein, um daraufhin für immer bei Philemon zu sein.
Und weil Onesimus nun getauft ist, ist er kein Sklave mehr, sondern ein geliebter Bruder. Durch die Taufe wird er nämlich eingegliedert in die Gemeinschaft der Gläubigen, in der die sozialen Unterschiede keine Rolle mehr spielen. Paulus selbst sieht ihn längst nicht mehr als das, was er in der weltlichen Gesellschaft ist, als Sklaven.
Paulus nimmt Onesimus sehr in Schutz und versucht, so positiv wie möglich für ihn zu sprechen. Anscheinend ist wirklich etwas in der Vergangenheit vorgefallen, wodurch ein Bruch entstanden ist. Falls Onesimus nun also Schulden bei Philemon hat – was auch immer wir uns darunter vorstellen müssen – soll es Philemon auf Pauli Rechnung setzen. Das, was wir hier lesen, ist eine absolute Väterlichkeit des Apostels. So sollen sie sein, jene, die in der Hierarchie ganz oben stehen. Sie sollen die ihnen Anvertrauten mit Leib und Leben beschützen, für sie in die Bresche springen, wirklich ihr Leben für diese hingeben, wie Christus sich für seine Kirche hingegeben hat. Paulus setzt wirklich das um, was man von einem Geistlichen erwarten muss: ganz in persona Christi zu handeln, als Bräutigam für seine Braut sterben, wirklich ein alter Christus zu sein.
Philemon soll Onesimus also wieder aufnehmen, wenn ihm etwas an Paulus liegt. Paulus nutzt dafür seine rhetorischen Fähigkeiten, um Philemon zu überreden, indem er nun auf den Anfang zurückgreift: Philemon soll nun auch das Innerste des Paulus erquicken, indem er sich des Onesimus annimmt und wenn es schon um „Schulden“ geht, auch Philemon Paulus etwas schuldet. Wir fragen uns, was damit gemeint ist, wenn hier die ganze Zeit die Rede von Schulden ist. Es kann alles sein, was aber mindestens gemeint ist: Paulus schreibt in seinen Briefen öfter, dass die „Heiligen“ einander stets die gegenseitige Liebe schulden. Diese Schulden stehen also immer und anhaltend aus.
Paulus lässt auch durchblicken, dass er den Brief selbst schreibt. Sonst hat er oft einen Schreiber schreiben lassen und diesem den Briefinhalt diktiert. Diesmal schreibt er eigenhändig, was die Dringlichkeit des Briefes zeigt. Ihm liegt wirklich viel daran, dass Onesimus versorgt wird und einen Platz im Leben erhält. Er selbst ist schon alt und wird bald diese Welt verlassen. Dann wird Onesimus alleine zurückbleiben. So kümmert sich Paulus also darum, dass sein weiteres Leben geklärt wird.

Ps 146
6 Er ist es, der Himmel und Erde erschafft, das Meer und alles, was in ihm ist. Er hält die Treue auf ewig. 
7 Recht schafft er den Unterdrückten, Brot gibt er den Hungernden, der HERR befreit die Gefangenen. 
8 Der HERR öffnet die Augen der Blinden, der HERR richtet auf die Gebeugten, der HERR liebt die Gerechten. 
9 Der HERR beschützt die Fremden, er hilft auf den Waisen und Witwen, doch den Weg der Frevler krümmt er. 
10 Der HERR ist König auf ewig, dein Gott, Zion, durch alle Geschlechter. Halleluja!

Der Psalm ist ein Lobpreis-Psalm, der das sogenannte Kleine Hallel einleitet. Für diese Psalmengruppe ist bezeichnend, dass die Psalmen durch Hallelujarufe eingerahmt werden. So beginnt der Psalm mit dem Hallelujaruf, was wir allerdings nicht mitbekommen. Unser heutiger Abschnitt ist erst ab Vers 6 entnommen. Das Thema lautet „Preislied an Gott, den Helfer der Armen“. Es ist eine passende Antwort auf die Situation der Lesung. Onesimus ist so ein Armer, dessen weiteres Geschick von Gottes guter Vorsehung abhängt.
Gott ist der Schöpfer des ganzen Universums. Er ist es, „der Himmel und Erde erschafft, das Meer und alles, was in ihm ist.“ Die Aufteilung in Himmel, Erde und Meer ist typisch für lobpreisende Texte. Während die ersten beiden Begriffe eine vertikale Aufteilung der Erde vornimmt, handelt es sich bei dem Begriffspaar „Erde-Meer“ um eine horizontale Gliederung.
Gott ist nicht nur der Schöpfer, sondern auch der gerechte Richter, der schon zu Lebzeiten eingreift, um das Unrecht auszumerzen. Er ist es, der die Schöpfung auf diese Weise erhält. Er kümmert sich um die Unterdrückten, nährt die Geschöpfe und befreit die Gefangenen. Das können wir auf wörtliche Weise verstehen, aber auch im übertragenen Sinne. Er ist es, der die Menschen auch übernatürlich nährt durch die Heilsmittel der Kirche, durch den Hl. Geist, durch die Taufgnade, die jedem Christen eingegossen worden ist. Er befreit auch jene, die entweder psychisch gefangen sind oder eine seelische Belastung erleiden durch Be- oder Umsessenheit. Die vielen Exorzismen Jesu sind in diesem Zusammenhang zu nennen. Historisch-wörtlich ist es zunächst auf die Israeliten zu beziehen, die aus der babylonischen Gefangenschaft befreit werden. Es ist aber auch allegorisch weiterzudenken. Dann ist es die Befreiung aus dem Exil Adams und Evas außerhalb des Paradieses, also die Befreiung von dem Fluch der Erbsünde dank Jesu Erlösungstat. Es meint auch die Befreiung aus dem Zustand der Sünde zurück in den Stand der Gnade durch das Beichtsakrament und es meint nach dem Tod das Eingehen in das himmlische Jerusalem und die Befreiung von den Leiden des irdischen Daseins. Am Ende der Zeiten sogar die Befreiung vom Tod, wenn Gott einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen wird.
Zu Jesu Heilstaten gehört auch, dass Blinde wieder sehen (Vers 8). Jesus als erwarteter Messias hat die von Jesaja angekündigten Heilstaten vollbracht. Gott kümmert sich wirklich um seine Geschöpfe. Er heilt auch die soziale Ebene des Menschen: Er hilft Witwen und Waisen auf, die im Alten Israel nämlich rechtlos waren. Er beschützt die Fremden, die keinen Schutz genossen. Auch wenn nicht eins zu eins dieselben Heilstaten dann im NT aufgegriffen werden, wird den schriftkundigen Juden, die mit den Psalmen ganz vertraut waren, dieser entscheidende Punkt aufgegangen sein: All diese Dinge gehen auf Gott zurück! Jesus ist nicht einfach nur ein Mensch, sondern er ist Gott!
Wenn es dann heißt: „Der HERR ist König auf ewig“, dann ist das absolut tröstlich. Wir können uns freuen, dass Gottes Gerechtigkeit über alles siegen wird. Gott herrscht schon längst, aber seine Herrschaft wird noch offenbar werden.

Lk 17
20 Als Jesus von den Pharisäern gefragt wurde, wann das Reich Gottes komme, antwortete er: Das Reich Gottes kommt nicht so, dass man es beobachten könnte.
21 Man kann auch nicht sagen: Seht, hier ist es! oder: Dort ist es! Denn siehe, das Reich Gottes ist mitten unter euch.
22 Er sagte zu den Jüngern: Es werden Tage kommen, in denen ihr euch danach sehnt, auch nur einen von den Tagen des Menschensohnes zu sehen; doch ihr werdet ihn nicht sehen.
23 Und man wird zu euch sagen: Siehe, dort ist er! Siehe, hier ist er! Geht nicht hin und lauft nicht hinterher!
24 Denn wie der Blitz von einem Ende des Himmels bis zum andern leuchtet, so wird der Menschensohn an seinem Tag erscheinen.
25 Vorher aber muss er vieles erleiden und von dieser Generation verworfen werden.

Im Evangelium wird Jesus wie so oft mit einer pharisäischen Frage konfrontiert. Und zwar geht es um den Zeitpunkt des eintreffenden Reiches Gottes. Jesus erklärt daraufhin, dass dessen Kommen nicht zu sehen ist wie eine sichtbare Sache. Deshalb führt er aus: „Man kann auch nicht sagen: Seht, hier ist es! oder: Dort ist es!“ Vielmehr erklärt er voller Verheißung: „Denn siehe, das Reich Gottes ist mitten unter euch.“ Wenn er das so sagt, dann meint er damit sich selbst. Denn das Reich Gottes hängt untrennbar mit der Person Jesu Christi zusammen. An anderer Stelle, zum Beispiel nach Markus bei seiner Antrittsrede, sagt Jesus: „Das Reich Gottes ist nahe“ und immer wieder wird deutlich, dass das Reich Gottes angebrochen ist. Das ist deshalb der Fall, weil Gott Mensch geworden ist, um unter ihnen sein Zelt aufzuschlagen. Wo Jesus Christus gegenwärtig ist, da ist das Reich Gottes schon mitten unter den Menschen. Das bedeutet für uns Katholiken, dass wo die Eucharistie gefeiert wird, wo Christus im allerheiligsten Sakrament angebetet wird, da ist das Reich Gottes schon mitten unter uns. Wie unverzichtbar ist sie also, die heilige Eucharistie! Und wie leichtsinnig ist es also, sie durch Wortgottesdienste zu ersetzen, um den Einfluss von Laien, vor allem Frauen, zu erhöhen.
Das Reich Gottes ist auch zeitlich gesehen schon mitten unter den Menschen, denn eine neue Ära ist mit Christus angebrochen, die erst endet, wenn Christus ein zweites Mal kommen wird – und dann als verherrlichter Menschensohn zum Weltgericht.
Zu seinen Jüngern gewandt sagt Jesus dann: „Es werden Tage kommen, in denen ihr euch danach sehnt, auch nur einen von den Tagen des Menschensohnes zu sehen; doch ihr werden ihn nicht sehen.“ Er meint damit diese besondere Gnadenzeit, in der Gott Mensch geworden und unter den Menschen wohnt. Sie dürfen Christus live erleben! Das ist so ein Privileg, das die wenigsten Menschen erfahren. Und wenn er dann weg ist, nämlich heimgekehrt zum Vater, werden sie den Wert dieser Gnadenzeit überhaupt erst richtig begreifen. Wenn der Geist Gottes sie erfüllt, werden sie vieles erst so richtig verstehen, aber dann wird Christus nicht mehr da sein. Dann werden sie sich zurücksehnen und ihn vermissen.
Vielleicht kann man die „Tage des Menschensohnes“ aber auch auf das zweite Kommen beziehen, also auf die Parusie Christi. Die Apostel werden die Wiederkunft Christi ersehnen, doch sie werden diese nicht erleben. Sie werden vielmehr als Märtyrer sterben und ins Himmelreich eingehen, aber die Wiederkunft des verherrlichten Menschensohnes auf der Erde werden sie nicht mitbekommen. Angesichts der vielen Bedrängnisse der ersten Christengeneration wird ihre Sehnsucht nach dem zweiten Kommen Christi groß sein.
Es werden falsche Messiasse auftreten und Behauptungen über das Reich Gottes aufgestellt werden. Falsche Propheten werden Häresien verbreiten, die dem Evangelium Jesu Christi widersprechen. Diese Verwirrungen werden dämonische Angriffe sein, doch die Apostel und Jünger sollen darauf nicht hereinfallen. Sie sollen den falschen Propheten nicht hinterherlaufen. In der Abschiedsrede im Abendmahlssaal sagt Jesus: „Euer Herz lasse sich nicht verwirren. Glaubt an Gott und glaubt an mich.“ Das trifft es gut auf den Punkt. Sie sollen ihren Blick nicht von Christus abwenden. Sobald dies geschieht, werden sie der Verwirrung anheimfallen.
Wenn der Menschensohn nämlich kommt (und nun erkennen wir, dass Jesus vor allem von seinem zweiten Kommen gesprochen hat), dann wird das so offensichtlich und sichtbar sein, dass es alle mitbekommen. Sein Kommen wird sein wie ein Blitz über den gesamten Himmel. So können die Jünger also gar nicht hereinfallen und denken, er sei schon gekommen, nur weil es falsche Propheten behaupten. Wenn Christus wiederkommt, werden es alle sehen.
Bevor dies alles geschieht, wird Christus aber vieles erleiden und den grausamen Kreuzestod sterben. Er wird auferstehen und nach vierzig Tagen zum Vater heimkehren. Nach unbekannter Zeit erst wird er wiederkommen.

Gott hat feste Pläne, die wir nicht kennen. Aber das ist nicht schlimm, denn er ist ein wunderbarer Schöpfer, gerechter Richter, guter Versorger der gesamten Schöpfung und wir können uns auf seine gute Vorsehung ganz verlassen. Nicht nur Onesimus wird von Gott einen Platz zugeteilt bekommen, auch für uns hat er wunderbare Pläne. Wir dürfen ihm ganz vertrauen und dieses Vertrauen wird Gott nie missbrauchen. Wenn wir ganz auf ihn vertrauen, haben wir nichts zu verlieren, nur etwas zu gewinnen – nämlich das Reich Gottes.

Ihre Magstrauss

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