Samstag der 33. Woche im Jahreskreis

Offb 11,4-12; Ps 144,1-2c.9-10; Lk 20,27-40

Offb 11
4 Sie sind die zwei Ölbäume und die zwei Leuchter, die vor dem Herrn der Erde stehen.
5 Wenn ihnen jemand Schaden zufügen will, schlägt Feuer aus ihrem Mund und verzehrt ihre Feinde; so muss jeder sterben, der ihnen schaden will.
6 Sie haben Macht, den Himmel zu verschließen, damit kein Regen fällt in den Tagen ihres Wirkens als Propheten. Sie haben auch Macht, das Wasser in Blut zu verwandeln und die Erde zu schlagen mit allen möglichen Plagen, sooft sie wollen.
7 Wenn sie ihren Auftrag als Zeugen erfüllt haben, wird das Tier, das aus dem Abgrund heraufsteigt, Krieg mit ihnen führen, sie besiegen und töten.
8 Und ihre Leichen bleiben auf der Straße der großen Stadt liegen. Diese Stadt heißt, geistlich verstanden: Sodom und Ägypten; dort wurde auch ihr Herr gekreuzigt.
9 Menschen aus allen Völkern und Stämmen, Sprachen und Nationen werden ihre Leichen dort sehen, dreieinhalb Tage lang; sie werden nicht zulassen, dass die Leichen in einem Grab bestattet werden.
10 Und die Bewohner der Erde freuen sich darüber, beglückwünschen sich und schicken sich gegenseitig Geschenke; denn die beiden Propheten hatten die Bewohner der Erde gequält.
11 Aber nach den dreieinhalb Tagen kam von Gott her wieder Lebensgeist in sie und sie stellten sich wieder auf ihre Füße. Da überfiel alle, die sie sahen, große Angst.
12 Und sie hörten eine laute Stimme vom Himmel her, die ihnen zurief: Kommt herauf! Vor den Augen ihrer Feinde stiegen sie in der Wolke zum Himmel hinauf.

In der Lesung wird uns von den zwei von Gott beauftragten Zeugen berichtet, die namentlich nicht erwähnt, durch den bestimmten Artikel aber den Adressaten als bekannt vorausgesetzt werden. Dadurch dass Gott selbst sie als „meine Zeugen“ bezeichnet, zeigt das ihre besonders innige Beziehung mit Gott. Unser heutiger Abschnitt setzt jedoch erst ab der Umschreibung ein, dass diese beiden Zeugen zwei Ölbäume und zwei Leuchter vor Gott darstellen. Sie sind also beide jeweils Ölbaum und Leuchter, haben also beide dieselbe Vollmacht von Gott bekommen. Ihr beständiges Stehen vor Gottes Thron zeigt, dass sie dauerhaft im Dienst Gottes stehen. Aber was bedeuten diese beiden Codeworte? Es geht auf Sach 4,3.11-14 zurück. Da sind es zwei Ölbäume, die links und rechts von einem Leuchter stehen. In der Offb sieht Johannes nun eine Steigerung des Bildes. Die Bezeichnung „Ölbaum“ ist auf die Salbung durch Gott zu beziehen. Sie sind zugleich Leuchter, was unter anderem einen liturgischen Gegenstand bezeichnet. Die Zeugen sind also königlich und priesterlich. Wir erinnern uns an die Stellen in der Offb, in denen die von Christus Freigekauften für Gott zu Königen und Priestern gemacht worden sind. Sie gehören also ganz Gott durch den Neuen Bund.
Was uns nicht verlesen worden ist, aber bereits zuvor gesagt wurde: Die beiden Zeugen (es sind übrigens zwei Zeugen aufgrund des antiken Zeugenrechts, darüber sprach ich mal an ganz anderer Stelle) sind Propheten und Bußprediger, weil sie in Sackgewändern umhergehen. Das ist sowohl als die Uniform von Propheten bekannt (lesen Sie mal in den Prophetenbüchern des Alten Testaments) sowie als Bußgewand.
Was wir im weiteren Verlauf für Zeichen hören, sind Andeutungen der Zeichenhandlungen des Alten Testaments – ganz bewusst. Die Entrückung der Wiederbelebten, die wir zum Ende hin hören, ist ebenfalls ein Zeichen, das wir bereits kennen: Es geht unter anderem um die Andeutung des Elija.
Die Zeugen stehen unter einen besonderen Schutz, sodass die bösen Absichten ihrer Feinde auf sie zurückfallen werden. Es wird Feuer aus dem Mund der Propheten kommen und die Feinde verzehren. Das kann man wörtlich verstehen, aber auch als Umschreibung eines Fluchs, der ausgesprochen und dann Realität wird. Er ist wie Feuer, das die Feinde verzehrt.
Die Macht, den Himmel zu verschließen, meint das Ausbleiben von Regen. Das führt uns zu Elija, der in Gottes Auftrag eine Hungersnot veranlasste aufgrund einer großen Trockenheit. In diesem Vers wird auch gesagt, dass die Zeugen als Propheten wirken.
Die Zeugen haben auch die Macht, Wasser in Blut zu verwandeln sowie verschiedene Plagen auf der Erde zu veranlassen. Das erinnert uns an Mose, durch den Gott die Ägypter mit zehn Plagen schlug.
Wenn sie ihren Auftrag erfüllt haben – 1260 Tage lang zu predigen, was dreieinhalb Jahren entspricht, wird das aus dem Abgrund aufsteigende Tier – der Satan – sie bekämpfen, besiegen und töten. Warum dauert der Auftrag aber dreieinhalb Jahre? Das ist wieder Ausdruck biblischer Zahlensymbolik. Die Zahl dreieinhalb ist die Hälfte der sieben. Gottes Heil ist ewig (sieben), dagegen ist die Zeit der Bedrängnis und des Leidens streng umgrenzt. Der Satan hat nur eine kurze Zeit, zu wüten. Deshalb die Hälfte der Siebenzahl. Sie ist die Zahl des Widersachers Gottes. Die Zeugen kämpfen und halten sich wacker, doch die Widerstände sind groß. Schließlich sterben sie sogar für ihren Glauben und ihre Treue zu Gott.
Man lässt ihre Leichen einfach liegen, was Zeichen der absoluten Ehrlosigkeit ist. Diese bleiben dreieinhalb Tage liegen – womöglich ein Racheakt der Bewohner der Welt, denn sie hat es offensichtlich genervt, zur Buße angehalten zu werden. Der Todestag der Zeugen wird sogar zum Feiertag für jene, die ihren Tod herbeigewünscht haben. Sie senden sich gegenseitig Geschenke, denn endlich sind die Störenfriede mundtot gemacht. Der Böse hat scheinbar gesiegt.
Die Leichen bleiben übrigens in der großen Stadt liegen, die geistig Sodom und Ägypten heißt. Da am Anfang des elften Kapitels der Tempel ausgemessen wird und hier nun auch von der Kreuzigung Jesu Christi die Rede ist, könnte man an Jerusalem denken. Doch auch diese Stadt ist als geistige Chiffre zu verstehen: Überall, wo Menschen für den Glauben sterben, ist Jerusalem, der Ort des Todes Jesu Christi. Es ist die verworfene Stadt, die die Zeit der Gnade nicht erkannt hat und somit den Schaden auf sich selbst zurückerhalten wird. Ägypten ist jener Ort der Ablehnung Gottes in Anlehnung an Ägypten, das das Volk Gottes nicht losziehen lassen will und deshalb mit den vielen Plagen geschlagen wird. Es sind ja bereits Andeutungen an das Wirken des Mose gemacht worden. Sodom ist die Stadt in der Hinsicht, dass sie zum Untergang geweiht ist durch die absolute Verdorbenheit und Verstrickung in der Sünde.
Als dann der große Wendepunkt kommt – die beiden Zeugen wieder zum Leben erwachen und sich auf ihre Füße stellen – gibt das einen großen Schock für die Weltgemeinschaft. Sie hat sich zu früh gefreut und die Rechnung ohne den allmächtigen Gott gemacht, der das letzte Wort hat.
Die beiden Zeugen stehen repräsentativ für die streitende Kirche, die allen möglichen Bedrängnissen ausgesetzt ist, die vielen Propheten und Diener Gottes, die für ihren Glauben umgebracht werden. Jene, die sie umbringen, sind nicht auf die Bewohner einer bestimmten Stadt bezogen, sondern global gemeint – zu allen Zeiten dieser Zwischenzeit, an allen Orten, wo Gott bezeugt wird und Menschen es nicht hören wollen.
Interessant ist, dass die beiden wiederbelebten Zeugen dann in den Himmel entrückt werden, bevor es ein großes Erdbeben gibt. Das wird uns nicht mehr verlesen. Dieses letzte Detail führt uns auch wieder zu Mose und Elija, zwei Männer die entweder in den Himmel entrückt wurden oder deren Grab nie gefunden worden ist. Sie sind nicht auf normale Weise gestorben wie andere Gerechte des Alten Testaments. Sie sind eine Personengruppe, die öfter gemeinsam genannt wird. Sie sind es zum Beispiel auch, die bei der Verklärung Jesu erscheinen.
Uns zeigt diese Episode: Was die Kirche erleiden muss in dieser letzten Phase, in der der Satan noch Handlungsspielraum hat, ist streng begrenzt und Gott hat das letzte Wort. Die Getöteten sind vielleicht biologisch getötet worden, doch sie gehören ganz Gott. Sie werden mit dem Himmelreich belohnt und können dadurch nur Gewinner sein. Diese streng umrissene Leidenszeit (dreieinhalb) ist nichts im Gegensatz zum ewigen Heil Gottes (sieben).

Ps 144
1 Von David. Gepriesen sei der HERR, mein Fels, der meine Hände den Kampf lehrt, meine Finger den Krieg!
2 Er, meine Huld und meine Festung, meine Burg und mein Retter, mein Schild, dem ich vertraue.
9 Gott, ein neues Lied will ich dir singen, auf der zehnsaitigen Harfe will ich dir spielen,
10 dir, der den Königen Sieg verleiht, der David, seinen Knecht, vom Schwert des Unheils befreit.

Als Antwort beten wir Ps 144. Es ist ein Dankespsalm an Gott den „Felsen“. In den Psalmen lesen wir Gott als Felsen regelmäßig. Gott ist es, „der meine Hände den Kampf lehrt, meine Finger den Krieg“. Zur Zeit Davids ist es noch nicht so eindeutig, aber wir verstehen spätestens seit der Versuchung Jesu, dass es um einen geistigen Kampf, um geistige Waffen geht. David kämpft noch wörtlich. Gott ist es, der rettet und der ein wirklich vertrauensvolles Schild ist. Wir lesen im ersten Samuelbuch, dass der Riese Goliat, Davids ultimativer Feind, einen Waffenträger vor sich herlaufen ließ. Dieser ist nichts im Gegensatz zu Gottes Assistenz im Kampf. David hat als König dann viele Kriege geführt und auch gewonnen. Es gibt aber auch Kriege, die er verloren hat – und das war der tückischste Krieg, den er jemals austragen musste – der geistige Kampf gegen die Versuchungen des Teufels. Offensichtlich hasste er die innige Beziehung zwischen Gott und David. Wir kennen die Geschichte von Urija und seiner Frau Batseba, die David für sich wollte. Die Begierde des Königs hat dem Mann sowie dem unehelichen Kind das Leben gekostet. Er hat die Konsequenzen tragen müssen. Gott ist der Fels und wenn man sich ganz an ihn klammert, wird man nicht untergehen. Wir können diese Worte Davids genauso dankbar beten wie David selbst. Auch uns rettet Gott immer wieder aus Kämpfen, aus geistigen Angriffen und Versuchungen, sodass ihm stets unser Dank gebührt. Wir müssen wirklich sagen: Die Kirche hier auf Erden ist eine streitende Kirche, dauerhaft im Kampf. Das ist es ja, was Johannes in seiner heutigen Vision geschaut hat.
So bleiben wir auch bescheiden und demütig: Wenn wir den Fall Anderer sehen und schadenfroh mit dem Finger drauf zeigen, weil wir nicht dieselbe Sünde getan haben, fallen wir in Null Komma nichts wegen derselben Sünde. Wenn wir aber dankbar auf uns selbst schauen und sagen: „Danke HERR, dass du mich davor bewahrt hast, dass du mir die Kraft gegeben hast, derselben Versuchung zu widerstehen“, erkennen wir an, dass unser Gutsein durch Gottes Gnade ermöglicht wird. Wir rühmen ihn statt uns selbst.
David, so werden wir noch hören, ist ein begnadeter „Harfenspieler“ (es ist keine richtige Harfe wie unser heutiges Instrument, sondern ein antikes Saiteninstrument). Er spielte für König Saul und sein musikalisches Talent gepaart mit seiner Frömmigkeit sowie seiner Kreativität haben uns den Psalter geschenkt, das Psalmenbuch, das heute einen festen Ort in der katholischen Liturgie hat.
Lernen wir von David und beten wir ihm nach, der Gottes Werk anerkennt, „der den Königen Sieg verleiht“ und der „vom Schwert des Unheils befreit“. Dieses Unheil ist in erster Linie geistiger Art. Es bringt von Gott weg. Wir beten dies im Vaterunser, wenn wir sagen „und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen“.

Lk 20
27 Von den Sadduzäern, die bestreiten, dass es eine Auferstehung gibt, kamen einige zu Jesus und fragten ihn:
28 Meister, Mose hat uns vorgeschrieben: Wenn ein Mann, der einen Bruder hat, stirbt und eine Frau hinterlässt, ohne Kinder zu haben, dann soll sein Bruder die Frau nehmen und seinem Bruder Nachkommen verschaffen.
29 Nun lebten einmal sieben Brüder. Der erste nahm sich eine Frau, starb aber kinderlos.
30 Da nahm sie der zweite,
31 danach der dritte und ebenso die anderen bis zum siebten; sie alle hinterließen keine Kinder, als sie starben.
32 Schließlich starb auch die Frau.
33 Wessen Frau wird sie nun bei der Auferstehung sein? Alle sieben haben sie doch zur Frau gehabt.
34 Da sagte Jesus zu ihnen: Die Kinder dieser Welt heiraten und lassen sich heiraten.
35 Die aber, die gewürdigt werden, an jener Welt und an der Auferstehung von den Toten teilzuhaben, heiraten nicht, noch lassen sie sich heiraten.
36 Denn sie können auch nicht mehr sterben, weil sie den Engeln gleich und als Kinder der Auferstehung zu Kindern Gottes geworden sind.
37 Dass aber die Toten auferstehen, hat schon Mose in der Geschichte vom Dornbusch angedeutet, in der er den Herrn den Gott Abrahams, den Gott Isaaks und den Gott Jakobs nennt.
38 Er ist doch kein Gott von Toten, sondern von Lebenden; denn für ihn leben sie alle.
39 Da sagten einige Schriftgelehrte: Meister, du hast gut geantwortet.
40 Und man wagte nicht mehr, ihn etwas zu fragen.

Nicht erst die Kirche muss kämpfen gegen die Nachstellungen des Teufels, schon Jesus höchstpersönlich musste kämpfen. Heute hören wir ein Beispiel für eine geistliche „Schlacht“, die er haushoch gewinnt – wie könnte Gott auch gegen ein Geschöpf verlieren?
Die Sadduzäer wollen Jesus, der sich ja jetzt in Jerusalem aufhält, auf die Probe stellen. So kommen sie zu ihm mit einer Frage bzw. einem Szenario, das ich neulich in einem Bibelworkshop angesprochen habe:
Sie deuten die Geschichte Saras an, der Frau, die der junge Tobias im Buch Tobit später heiratet. Aufgrund eines Dämons stirbt ihr Mann in der Hochzeitsnacht, wodurch dessen Bruder sie heiraten muss. Das ergibt sich aus dem jüdischen Recht, das für jene Situation die sogenannte Leviratsehe vorsieht: Ein naher Verwandter (z.B. Bruder) muss die Frau seines verstorbenen Verwandten heiraten, wenn er keine Kinder hinterlassen hat, damit dessen Blut über den Verwandten weitergegeben wird, auch wenn es nicht mehr genau dasselbe Blut ist. Über diesen Umweg soll die verstorbene Frau also einen Erben gebären.
Das Problem bei Sara ist, dass sie mit diesem Fluch belastet ist. Deshalb stirbt auch der Bruder ihres ersten Mannes in der Hochzeitsnacht und der nächste Bruder muss sie heiraten. Auch er stirbt in der Hochzeitsnacht und so geht es weiter, bis alle sieben Brüder verstorben sind.
Die eigentliche Frage kommt nun: Was ist, wenn die Frau dann auch stirbt? Wessen Frau ist sie dann im Himmel, denn alle sieben waren ja mit ihr verheiratet.
Wir merken, dass die Sadduzäer diese Frage nicht ernst meinten, sondern Jesus sowie den Auferstehungsglauben verhöhnen, den sie strikt ablehnten.
Die Sadduzäer halten sich für besonders schlau und meinen, Jesus damit ins Stammeln zu bringen. Wie kann man auf so ein geniales Szenario denn auch eine Antwort finden! Oder? Nein. Sie haben gar nichts verstanden und so ist es ein Leichtes für Jesus, diese Frage zu beantworten:
„Die Kinder dieser Welt heiraten und lassen sich heiraten. Die aber, die gewürdigt werden, an der Welt und an der Auferstehung von den Toten teilzuhaben, heiraten nicht, noch lassen sie sich heiraten.“ Die Ehe ist ein Sakrament, doch im Himmel wird es solche ja nicht mehr brauchen. Heiraten und Kinder bekommen ist eine Sache der irdischen Schöpfung. Im Himmel wird alles ganz anders sein. Jesus argumentiert mit dem ewigen Leben: Man muss sich nicht mehr vermehren, weil man ja nicht sterben wird. Die Menschen, die als Kinder Gottes ewig bei Gott leben, sind den Engeln gleich – vergeistigt.
Jesus verdeutlicht die Wahrheit der Auferstehung noch anhand eines anderen Beispiels, nämlich der Gottesoffenbarung im brennenden Dornbusch: Dort stellt sich Gott dem Mose ja als Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs vor. Wären diese für immer tot, würde Gott mit so einer Umschreibung von sich aussagen, er sei ein Gott von Toten, nicht von Lebenden. Gott ist aber ein Gott der Lebenden, denn für ihn leben die gläubigen Menschen ja.
So bleibt den Sadduzäern nichts mehr zu sagen. Einige Schriftgelehrte geben Jesus sogar recht, denn das ist ja ihr überlieferter Glaube. Wieder einmal hat Jesus die Versucher zum Schweigen gebracht – ganz wie die Dämonen, die durch die Besessenen schreien. Die geistliche „Schlacht“ ist gewonnen.

Heute geht es sehr viel um die Auferstehung von den Toten und jene, die sich zu früh freuen, die Kriegsfeinde Gottes. Wir sind eine streitende Kirche auf Erden, weil der Böse hier noch einen Handlungsspielraum hat. Er schläft nicht, sondern fährt stets seine schweren Geschütze auf. Es ist schon gleich mit der Empfängnis Jesu der Fall, wenn wir an die ganze Leidensgeschichte der heiligen Familie denken, an die Geburt und Flucht nach Ägypten, an die Widerstände bis hin zum letzten Atemzug Jesu am Kreuz. Und so ereilt uns dasselbe Geschick, die wir in seine Nachfolge treten als Gemeinschaft der Gläubigen. Und doch tröstet uns die Offenbarung: Gott hat das letzte Wort und bei ihm können wir nur gewinnen, selbst wenn man unser biologisches Leben raubt. Wie haushoch überlegen Gott, der Fels ist, der schon König David in seinen Schlachten den Rücken gestärkt hat, sehen wir ja im Evangelium. Jesus muss nur ganz paar Worte entgegnen und der Böse muss kapitulieren. Wie so oft versucht er Jesus mithilfe der Hl. Schrift, doch das bringt ihm überhaupt nichts. Der Schöpfer steht höher als sein Geschöpf. Beten wir also stets um Gottes Schutz und Kraft, damit wir tagtäglich die geistlichen Schlachten in unserer eigenen Biographie sowie als gesamte Kirche bestehen können. Wie können wir ohne die Eucharistie stark genug im Kampf bleiben? Deshalb brauchen wir dringend diesen Motor. Beten wir um heilige Priester, die die Messe feiern, beten wir um Freiheit, die Hl. Messe feiern zu können. Ohne sind wir verloren. Unser „Feldherr“ ist ja schließlich Christus.

Ihre Magstrauss

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