Heute ist der Gedenktag des hl. Aloysius von Gonzaga, dem Patron der (männlichen) Jugend und früher einer der beliebtesten Heiligen in dieser Altersgruppe. Er wurde 1568 als Sohn von Maria Santena di Chieri und des Markgrafen Ferdinando geboren, der aus der edlen und mächtigen Familie der Gonzaga stammte. Von seiner Mutter wurde er im Glauben unterwiesen. Als er noch ein Kind war, wurde er oft von seinen Dienern und seiner Mutter selbst in einer abgelegenen Ecke des Palastes im Gebet versunken gesehen. Der Markgraf, sein Vater, der nichts von dem übernatürlichen Wirken der göttlichen Gnade in seinem geliebten Luigino ahnte und von dem Wunsch nach Größe verführt wurde, wollte seinen Sohn zu einer Berühmtheit machen. Deshalb schickte er ihn immer wieder zu diesem oder jenem großen Mann, ohne sich darüber im Klaren zu sein, dass ein solches Vorgehen auf wunderbare Weise dazu beitrug, dem jungen Prinzen das pompöse, leere und törichte Leben an den Höfen unangenehm zu machen. Aloysius war kaum sechzehn Jahre alt, als er seinen Vater bat, in die Gesellschaft Jesu einzutreten. Dieser sah alle seine Hoffnungen enttäuscht und gescheitert und widersetzte sich ihm, aber vergeblich. Der Heilige bestand mit solchem Mut und solcher Entschlossenheit darauf, dass er den Widerstand seines Vaters überwand. Und hier landete er schließlich, nach dem Sturm, im gewünschten Hafen der Gesellschaft Jesu. Von seinem ersten Eintritt an setzte er sich ein Lebensprogramm: Unter der erleuchteten Führung seiner Oberen sollte er alles tun, was dem Herrn wohlgefällig war, und alles, was ihn in irgendeiner Weise beleidigen könnte, wie Pest und Gift fliehen.
Trotz seiner Unschuld scheute er keine harten Schläge an seinem Körper. Dazu gesellte sich eine einfache, aber liebevolle Verehrung der heiligsten Maria, der er seine duftende Lilie mit dem Gelübde ewiger Jungfräulichkeit weihte. Als Aloysius 24 Jahre alt war, breitete sich die tödliche Pest in Rom aus und forderte überall ihre Opfer. Der junge Heilige bat darum, den armen Pestopfern helfen zu dürfen, was ihm auch gewährt wurde, aber er selbst erkrankte an der Krankheit. Nach einigen Tagen Krankheit, umgeben von seinen Brüdern, entschwand er am 21. Juni 1591 friedlich in den Himmel. Am 19. Oktober 1605 wurde Aloysius von Papst Paul V. zusammen mit Stanislaus Kostka selig-, am 31. Dezember 1726 von Papst Benedikt XIII. – ebenfalls zusammen mit Stanislaus Kostka – heiliggesprochen. Er wurde vom Papst als Vorbild für alle Jugendlichen vorgeschlagen, insbesondere weil er sich so sehr um Reinheit bemühte. Er ist auch Patron der Studenten und mittlerweile auch Patron der AIDS-Kranken.
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