7. Juli: Hl. Willibald von Eichstätt

Heute ist der Gedenktag des hl. Willibald, des ersten Bischofs von Eichstätt und eines wichtigen Glaubensboten in Deutschland. Er wurde als Sohn des angelsächsischen Königspaares Wunna und Richard am 22. Oktober 700 in Wessex geboren und starb 7. Juli 787 oder 789 in Eichstätt. Er ist der Bruder des hl. Wunibald von Heidenheim und der hl. Walburga sowie ein Verwandter des hl. Bonifatius. Als Säugling wäre er beinahe gestorben, woraufhin seine Eltern um sein Leben beteten und gelobten, ihn Gott zu weihen, falls er überleben würde. Er trat im Alter von fünf Jahren in die Abtei von Waltham, Hampshire, England, ein und wurde vom Benediktiner Egwald unterrichtet. Im Jahr 722 unternahm er mit seinem Vater und seinem Bruder eine Wallfahrt zu den sieben Pilgerkirchen in Rom. Richard starb in Lucca und wurde in der Kirche von St. Frigidian beigesetzt. Nach einem Malariaanfall brach Willibald 724 mit zwei Gefährten von Rom aus zu einer Reise ins Heilige Land auf, verbrachte den Winter in Patara und kam am 11. November 725 in Jerusalem an. Er verfasste den ersten englischen Reisebericht über das hl. Land. Danach reiste er nach Tyrus und Konstantinopel und kam 730 in der Abtei von Monte Casino an, nachdem er das Grab des heiligen Severin von Noricum in Neapel besucht hatte. Einmal wurde er als vermeintlicher christlicher Spion von den Sarazenen festgenommen und musste dafür in Konstantinopel ins Gefängnis. Er verbrachte sodann zehn Jahre damit, dem heiligen Petronax bei der Wiederherstellung des Klosters von Monte Cassino zu helfen, indem er die Aufgaben des Sakristan, Dekan und Pförtners übernahm. Im Jahr 740 hielt er sich erneut in Rom auf, von wo aus er von Gregor III. nach Deutschland gesandt wurde. Dort wurde er vom heiligen Bonifatius empfangen, der ihn am 22. Juli 741 zum Priester weihte und ihn mit der Missionsarbeit in Eichstätt beauftragte. Möglicherweise stand die Weihe Willibalds im Zusammenhang mit den Missionsplänen des Bonifatius für die Slawen. Am 21. Oktober 741 (742) weihte Bonifatius ihn in Sülzenbrücken bei Gotha zum Bischof. Einige Jahre später wurde das Bistum Eichstätt gegründet. Wunibald hatte nach der Abreise seines Bruders nach Palästina in einem Kloster in Rom gelebt. Im Jahr 730 besuchte er England, um Kandidaten für den Ordensstand zu gewinnen, und kehrte noch im selben Jahr zurück. Bei seinem dritten Besuch in Rom erhielt der hl. Bonifatius die Zusage, dass Wunibald nach Deutschland gehen würde. Wunibald kam am 30. November 740 in Thüringen an und wurde zum Priester geweiht. Mit seinem Bruder gründete er 752 das Doppelkloster Heidenheim; Wunibald wurde als Abt über die Männer eingesetzt, und seine Schwester, die hl. Walburga, leitete die Frauengemeinschaft. Willibald gründete als ernannter Missionsbischof auch ein Missionskloster in Eichstätt und arbeitete mit dem hl. Sebaldus zusammen. Er stabilisierte das Christentum in der Region und baute den ersten Dom in Eichstätt. Besonders bei den Adelsgeschlechtern in Bayern wirkte er für die Verbreitung des Glaubens, was ihm den Namen „Bischof der Edlen“ einhandelte. Ab 778 diktierte er seiner Verwandten, der Nonne Hugeburc, seine Autobiographie mit Schwerpunkt bei der Schilderung seiner Pilgerreisen. Er ist Patron der Gittermacher sowie des Bistums Eichstätt.

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