14. November: Sel. Johannes Liccio

Heute gedenken wir unter anderem des sel. Johannes Liccio, eines Priesters und Ordensmannes aus dem 15. Jh. Er wurde um 1430 in Sizilien geboren. Es wird berichtet, dass er ein großer Prediger und ein eifriger Verfechter des Rosenkranzes war. Er errichtete in seinem Geburtsort Caccamo ein Priorat und übte viele Jahre lang das Amt des Priors aus. Er hatte einen großen Einfluss auf seine Mitbürger und starb am 14. November 1511 eines natürlichen Todes.
Seine Mutter starb bei seiner Geburt, und sein Vater, der entweder aus diesem Grund eine Abneigung gegen den Säugling hegte oder von extremer Armut getrieben wurde, ordnete grausam an, ihn mit kargem und ungesundem Essen aufzuziehen. Das Kind wurde durch diese Behandlung fast getötet. Doch eines Tages, als sein Vater abwesend war, bat eine wohltätige Frau aus der Nachbarschaft seine Tante, die für das Kind verantwortlich war, ihr zu erlauben, es in ihr Haus zu bringen und ihm eine angemessene Nahrung zu geben. Sie bot ihr an, dies ohne Bezahlung zu tun. Ihre Nächstenliebe wurde belohnt. Ihr Mann, der seit langem seine Gliedmaßen nicht mehr gebrauchen konnte, wurde plötzlich und vollständig geheilt, sobald der Säugling auf sein Bett gelegt wurde.
Im Alter von 15 Jahren trat Johannes in Palermo in den Dominikanerorden ein, wo er eine Ausbildung als Prediger und Theologe erhielt. Später machte er sich mit Erlaubnis seiner Oberen mit zwei Gefährten auf den Weg nach Caccamo, seinem Geburtsort, um dort ein neues Priorat zu gründen. Es wird auch berichtet, dass „ihm ein Engel erschien und ihm befahl, sein Kloster an der Stelle zu errichten, an der er die Fundamente bereits ausgehoben vorfand. Während er noch über die Bedeutung dieser Worte nachdachte, wurde ihm die Nachricht überbracht, dass in einem benachbarten Wald einige Bauern soeben ein begonnenes Fundament entdeckt hatten, das sie, da es dort noch nie gesehen worden war, für das Werk der Engel hielten. Der selige Johannes erkannte sofort das göttliche Zeichen, und das Kloster, das daraufhin an dieser Stelle errichtet wurde, erhielt den Namen Heilige Maria von den Engeln“. Er erwies sich als wahrer Tröster der Leidenden und verrichtete mit großem Eifer körperliche und geistliche Werke der Barmherzigkeit. Er heilte drei Menschen, deren Köpfe bei Unfällen zertrümmert worden waren. Daher ist er der Schutzpatron der Kopfverletzten.
Es besteht kein Zweifel, dass der selige Johannes Liccio ein großer Prediger war. Doch von seinen Predigten gibt es keine Spuren. Sein Leben und seine Hingabe hatten jedoch einen großen Einfluss auf die Menschen um ihn herum. Das erinnert uns daran, dass Worte und Taten immer zusammenpassen sollten. An einige große Dominikaner erinnert man sich wegen ihrer Schriften, an andere wegen ihrer Taten. Aber das Predigen hat immer mit Nächstenliebe und Werken der Barmherzigkeit zu tun, so wie das Zeigen von Nächstenliebe eine kraftvolle Rede ist. Der sel. Johannes Liccio ist ein Beispiel dafür. Und wir können ihn um die Fürsprache bitten, dass uns die gleiche Nächstenliebe zuteilwird und wir sie leben, ohne den Kopf zu verlieren!
Johannes‘ Verehrung wurde am 25. April 1753 durch Papst Benedikt XIV. approbiert.

Ihre Magstrauss

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