Dienstag der 1. Woche im Jahreskreis

1 Sam 1,9-20; 1 Sam 2, 1bcde.4-5b.6-7.8abcd; Mk 1, 21-28

1 Sam 1
9 Nachdem man in Schilo gegessen und getrunken hatte, stand Hanna auf. Der Priester Eli saß an den Türpfosten des Tempels des HERRN auf seinem Stuhl. 
10 Hanna war verzweifelt, betete zum HERRN und weinte sehr. 
11 Sie machte ein Gelübde und sagte: HERR der Heerscharen, wenn du das Elend deiner Magd wirklich ansiehst, wenn du an mich denkst und deine Magd nicht vergisst und deiner Magd einen männlichen Nachkommen schenkst, dann will ich ihn für sein ganzes Leben dem HERRN überlassen; kein Schermesser soll an sein Haupt kommen. 
12 So betete sie lange vor dem HERRN. Eli beobachtete ihren Mund; 
13 denn Hanna redete in ihrem Herzen, ihre Lippen bewegten sich, doch ihre Stimme war nicht zu hören. Eli hielt sie deshalb für betrunken 
14 und sagte zu ihr: Wie lange willst du dich noch wie eine Betrunkene aufführen? Sieh zu, dass du deinen Weinrausch los wirst! 
15 Hanna gab zur Antwort: Nein, Herr! Ich bin eine unglückliche Frau. Ich habe weder Wein getrunken noch Bier; ich habe nur dem HERRN mein Herz ausgeschüttet. 
16 Halte deine Magd nicht für eine nichtsnutzige Frau; denn nur aus großem Kummer und aus Traurigkeit habe ich so lange geredet. 
17 Eli erwiderte und sagte: Geh in Frieden! Der Gott Israels wird dir die Bitte erfüllen, die du an ihn gerichtet hast. 
18 Sie sagte: Möge deine Magd Gnade finden vor deinen Augen. Dann ging sie weg; sie aß wieder und hatte kein trauriges Gesicht mehr. 
19 Am nächsten Morgen standen sie früh auf und beteten den HERRN an. Dann machten sie sich auf den Heimweg und kehrten in ihr Haus nach Rama zurück. Elkana erkannte seine Frau Hanna; der HERR dachte an sie 
20 und um die Jahreswende wurde Hanna schwanger. Sie gebar einen Sohn und nannte ihn Samuel, denn sie sagte: Ich habe ihn vom HERRN erbeten.

Heute hören wir die Fortsetzung der Samuel-Vorgeschichte. Hanna steht auf und geht zum Tempel, um voller Verzweiflung zu beten. Es erinnert an Jesus im Garten Getsemani, in dem er voller Todesangst zum Vater betet. Hanna legt das gestern angesprochene Gelübde ab, im Falle einer Gebetserhörung Gott das Kind zu weihen, sodass es als Nasiräer lebt. Es heißt sodann, dass Hanna lange betet. Sie ist ganz mit dem Herzen dabei, sodass ihr Gebet zwar stumm ist, ihre Lippen sich aber bewegen. Eli, der am Pfeiler sitzt, sieht ihr Verhalten und hält sie zunächst für betrunken. Wir müssen hier an Jesaja 22 denken, wo etwas Ähnliches geschildert wird: Gott lässt dort die Katastrophe zu, doch das Volk geht nicht in den „Bußemodus“ über, sondern lässt nochmal „die Sau raus“ vor dem Untergang – unter anderem durchs Betrinken. Es ist also ein Verzweiflungsrausch, den Eli hier bei Hanna vermutet. Wir müssen auch das Buch Hosea im Hinterkopf haben, wo die Berauschung derjenigen geschildert wird, die Götzen anhangen statt dem HERRN.
Hanna erklärt Eli daraufhin aber, dass sie nicht betrunken sei. Sie bittet ihn, sie vor seinen Augen nicht zu einer „wertlosen Tochter“ oder sogar als „hinterhältige“ zu bezeichnen. Hier bezeichnet sie sich sogar als Magd als Zeichen der Demut. Sie reagiert nicht beleidigt, sondern erklärt ihm die Situation. Es scheint fast so, als ob dieses Gespräch eine Art Glaubensprobe für Hanna darstellt.
Sie ist uns auch heute wieder ein Vorbild in der Art und Weise, wie sie betet. Sie „schüttet ihr Herz aus“. Sie legt alles vor Gott, was sie bedrückt, weil sie dieses Problem nicht alleine meistern möchte. Sie übergibt ihm, worauf sie keinen Einfluss hat. Oft leben wir Menschen in der Illusion, unser Leben unter Kontrolle zu haben. Wir versuchen immer, alles nur aus eigener Kraft zu meistern, und vergessen dabei, dass Gott mit uns kooperieren möchte. Und dort, wo er die Finger im Spiel hat, kann alles nur zu reinem Gold werden, zu einem viel besseren Ergebnis, als wenn wir es ganz alleine versuchen. Hanna macht es genau richtig. Sie kann ihre Fruchtbarkeit nicht „reparieren“. Sie kann es nur in Gottes Hand legen, der der Schöpfer ist, für den nichts unmöglich ist (Lk 1). Und Eli sieht ihr Herz. Er erkennt, dass diese Frau sehr leidet und zugleich ihr Leiden Gott überlässt. Deshalb verheißt er ihr, dass Gott ihr Gebet erhören wird. Dabei ist bemerkenswert, dass Eli zu ihr den Satz sagt, den Jesus dann immer wieder den Sündern und Kranken nach ihrer Heilung/Vergebung sagen wird: „Gehe hin in Frieden.“ Ihnen ist der wahre, göttliche Schalom geschenkt worden, der umfassende und von Gott kommende Frieden.
Und dieser Frieden kehrt in ihrem Herzen ein. Das sehen wir daran, dass sie nicht mehr traurig ist und wieder etwas essen kann. Gott hat schon begonnen, seinen Heilsplan mit ihr umzusetzen.
Wir hören dann von dem weiteren Ausgang der Wallfahrt, bei der die Familie Elkanas Gott anbetet und sich dann wieder auf die Heimreise begibt. So soll es sein: Als Familie sollen wir Gott gemeinsam anbeten davon ausgehend zurück in den Alltag gehen. Dann wird uns Gott dorthin begleiten und auch so wie in Elkanas Familie sein Heil wirken.
Elkana erkennt seine Frau, das heißt er schläft mit ihr. Gott erhört Hannas Gebet und sie empfängt von Elkana einen Sohn um die Jahreswende. Gott tut Wunder, wo wir es zulassen. Diese Geschichte ist uns ein wunderbares Beispiel!
Wie so oft in der Bibel erhält dieser von Gott geschenkte Sohn nicht einfach einen schön klingenden Namen, sondern einen Namen mit einer Botschaft: „Ich habe ihn von Gott erbeten.“ Nomen est omen, der Name ist Programm. Durch die Benennung signalisieren die Eltern Samuels, dass das Kind ein Geschenk Gottes ist. Alles Gute kommt von Gott, auch in diesem Fall.

1 Sam 2
Mein Herz ist voll Freude über den HERRN, erhöht ist meine Macht durch den HERRN. Weit öffnet sich mein Mund gegen meine Feinde; denn ich freue mich über deine Hilfe.
4 Der Bogen der Helden wird zerbrochen, die Wankenden aber gürten sich mit Kraft. 
5 Die Satten verdingen sich um Brot und die Hungrigen gibt es nicht mehr. 
6 Der HERR macht tot und lebendig, er führt zum Totenreich hinab und führt auch herauf. 
7 Der HERR macht arm und macht reich, er erniedrigt und er erhöht.
8 Den Schwachen hebt er empor aus dem Staub und erhöht den Armen, der im Schmutz liegt; er gibt ihm einen Sitz bei den Edlen, einen Ehrenplatz weist er ihm zu.

Heute hören wir statt einem Psalm den Lobgesang Hannas in 1 Sam 2. Auch darin ist uns die Mutter Samuels ein Vorbild. Sie antwortet auf die Gebetserhörung Gottes mit einem Lobpreis. Wir sind ganz fleißig im Beten, wenn wir etwas von Gott brauchen und vergessen allzu oft, uns für die Gebetserhörungen zu bedanken. Einmal heilt Jesus zehn Aussätzige, aber nur einer kehrt zurück, um sich bei ihm zu bedanken. So ist der Mensch.
Hanna hat ihr ganzes Herz Gott ausgeschüttet und deshalb hat er auch ihr ganzes Herz mit Freude erfüllt. So kann Hanna jetzt jubeln: „Mein Herz ist voll Freude über den HERRN“. Gott schenkt Freude, was eine Frucht des Hl. Geistes ist. Wenn dieser im Menschen wirkt, wird alles zum besten geführt.
Wenn Hanna dann betet „erhöht ist meine Macht“, dann steht da wörtlich „mein Horn“. Das hebräische Wort קֶרֶן keren hat verschiedene Bedeutungen. Es meint zunächst anatomisch das Horn eines Tieres. Dieses kennzeichnet dessen Macht, weshalb in der gesamten biblischen Hermeneutik Hörner zum Machtsymbol werden. Das Wort kann auch „Licht, Strahl“ heißen. Hanna dankt Gott also, dass er ihr Licht erhöht hat. Licht ist zugleich immer Hoffnungszeichen in der Bibel.
Weit öffnet sich ihr Mund gegen die Feinde, weil Hanna die größte Waffe gegen sie gefunden hat – den Beistand Gottes. Die „Hilfe“, von der hier die Rede ist, wird wie so oft mit dem Wortfeld ישׁוע jsch’a ausgedrückt, ein Hinweis darauf, dass Gott damals schon hilft, mit dem Kommen seines Sohnes dann jedoch die größte Hilfe aller Zeiten senden wird.
Durch den folgenden Vers wird klar, dass bei Gott die Maßstäbe anders gesetzt sind als bei Menschen. Die vermeintlichen Helden werden entmachtet (zerbrochene Bögen) und die vermeintlich Schwachen (die Wankenden) gürten sich mit Kraft. Der Vorgang des Gürtens bedeutet entweder das Rüsten für die Reise oder für den Kampf. Hier ist das zweite eher zu verstehen, was auch durch das hebräische Wort für „Kraft“ חָֽיִל chajil deutlich wird. Es bedeutet unter anderem „militärische Macht, Armee, Soldat“.
Die Satten müssen jetzt für ihr Brot arbeiten und die Hungrigen wird es nicht mehr geben. Schon bis hierhin müssen wir sagen, dass Hanna vom Hl. Geist die Rede über das Reich Gottes geschenkt bekommt, ohne es zu ahnen. Vieles von dem, was sie hier betet, wird später noch in messianischen Verheißungen aufgegriffen und Jesus wird es in seiner Reich-Gottes-Verkündigung ebenfalls übernehmen. Alles steht noch aus, was wir an den Zukunftsformen lesen. Hier erahnen wir wirklich die Spuren des Hl. Geistes!
Es wird noch besser. „Der HERR macht tot und lebendig, er führt zum Totenreich hinab und führt auch herauf.“ Das wird die spektakulärste Heilstat Gottes sein – nämlich seinen eigenen Sohn, der tot ist, wieder lebendig zu machen, ihn ins Totenreich zu führen, dass er den Gerechten dort das Evangelium verkünde, und ihn wieder heraufzuführen bei der Auferstehung. Das ist alles vom Hl. Geist eingegeben. Wie kann eine einfache Frau mehr als 1000 Jahre vor Christi Geburt diese Dinge sonst aussprechen?
„Gott macht arm und reich“ – bei ihm sind Armut und Reichtum etwas Anderes als bei den Menschen. Vor allem die nächste Aussage übernimmt Jesus : „er erniedrigt und er erhöht“. Davon wird Jesus intensiv sprechen und auch Maria, die Muttergottes wird diese Aussage im Magnificat aufgreifen. Insgesamt müssen wir hier typologische Linien zwischen Hannas Lobgesang und Marias Magnificat ziehen. Bei beiden Frauen geht es darum, dass die unfruchtbare Frau ein Kind empfängt, weil sie Gott ganz geglaubt hat (bei Hanna ist es eine biologische Unfruchtbarkeit, bei Maria ist es eine durch ein Gelübde erzeugte Unfruchtbarkeit). Beide Frauen nennen sich die Magd (Hanna tut dies heute in der Lesung, Maria bei der Begegnung mit dem Erzengel Gabriel). Dies stellt jeweils eine Demutsbekundung dar.
Die Rede vom Schwachen im Staub ist typische Psalmensprache und dokumentiert umso mehr die fromme Seele Hannas. Der Ehrenplatz ist im Kontext des Reiches Gottes eschatologisch, also als Sitz im Himmel gemeint. Die, die auf Erden im Schmutz liegen, werden im Himmel auf dem Ehrenplatz beim himmlischen Hochzeitsmahl sitzen. Diese Umkehrung der Maßstäbe heißt natürlich nicht, dass automatisch der (finanziell) Arme in den Himmel kommt, der Reiche dafür in die Hölle. Armut und Reichtum erhalten eine bestimmte Definition, die von den äußeren Umständen nicht abhängt. Das wird zurzeit Hannas alles noch nicht reflektiert, sondern sie drückt im Gebet aus, wie Gott für Gerechtigkeit sorgt. Ihre Demütigungen, all die Schande, die sie erfahren musste, wird nun durch ein besonderes Kind wiedergutgemacht.

Mk 1
21 Sie kamen nach Kafarnaum. Am folgenden Sabbat ging er in die Synagoge und lehrte. 
22 Und die Menschen waren voll Staunen über seine Lehre; denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat, nicht wie die Schriftgelehrten. 
23 In ihrer Synagoge war ein Mensch, der von einem unreinen Geist besessen war. Der begann zu schreien: 
24 Was haben wir mit dir zu tun, Jesus von Nazaret? Bist du gekommen, um uns ins Verderben zu stürzen? Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes. 
25 Da drohte ihm Jesus: Schweig und verlass ihn! 
26 Der unreine Geist zerrte den Mann hin und her und verließ ihn mit lautem Geschrei. 
27 Da erschraken alle und einer fragte den andern: Was ist das? Eine neue Lehre mit Vollmacht: Sogar die unreinen Geister gehorchen seinem Befehl. 
28 Und sein Ruf verbreitete sich rasch im ganzen Gebiet von Galiläa.

Im heutigen Evangelium hören wir, dass Jesus gleichzeitig verkündet und das Verkündete umsetzt. Er kommt nach Kafarnaum, der Heimat des Petrus. Er geht wie jeder fromme Jude am Sabbat in die Synagoge und lehrt dort. Er lehrt aber nicht wie ein gewöhnlicher Rabbi, sondern „wie einer, der Vollmacht hat“. Das Wort ἐξουσία exusia für Vollmacht ist schon im Alten Testament ein Begriff. In Dan 7,14 wird er bereits für den Menschensohn gebraucht (dasselbe Wort in der griechischen Übersetzung des Alten Testaments), der vom „Hochbetagten“, den Daniel hier sieht, die Vollmacht übertragen bekommt. Auch im Buch Jesus Sirach wird derselbe Begriff schon gewählt, um die Vollmacht ganz auf Gott selbst zurückzuführen. Wir haben das Wort übrigens schon im Lobgesang an die Weisheit gelesen, wo in der Einheitsübersetzung „Machtbereich“ steht (Sir 24,11 „in Jerusalem ist mein Machtbereich“). Damals schon hatten wir es auf Jesus bezogen, der als Messias hier angekündigt wird. Wenn die Menschen in Kafarnaum ihn nun in der Synagoge reden hören und hinter seiner Predigt eine Vollmacht erahnen, meint das eine über menschliche Fähigkeiten hinausgehende Vollmacht – eine von Gott kommende Kraft. Die Schriftgelehrten lehren so, wie sie es von ihren Lehrern gelernt haben. Was sie sagen, ist die Tradierung dessen, was schon immer galt. Jesus spricht aber nun ganz neu. Er spricht nicht wie ein Schriftgelehrter, der die Inhalte von seinem eigenen Lehrer übernimmt. Er legt die Hl. Schrift nun ganz neu aus. Die Menschen sind deshalb so erstaunt, weil Jesus vom Hl. Geist erfüllt spricht. Der Geist Gottes ist es, der die Menschen im Innersten der Seele anrührt.
Dann passiert etwas, das die Vermutung der Anwesenden bestätigt. Gott lässt folgende Situation zu, damit die Menschen eine weitere Lektion von ihm erhalten: Sie werden an die Identität Jesu herangeführt und lernen, dass dessen Botschaft und Verhalten absolut deckungsgleich sind. Ein Besessener ist anwesend und der Dämon in ihm konfrontiert Jesus mit seiner Identität. Jesus gebietet ihm zu schweigen. Erneut denken wir an die ganz pragmatische Begründung, dass Jesus noch nicht direkt festgenommen werden kann, sondern seine Verkündigung erst einmal zuende führen muss. Er tut es auch, damit die Menschen seine Vollmacht ganz konkret sehen, mit der er gepredigt hat. Es ist auch wieder mal kein Zufall, dass Jesu erstes Wunder hier im Markusevangelium ein Exorzismus ist: Die Dämonenaustreibung ist eine Aufgabe, die die Pharisäer für gewöhnlich vornehmen. Das Procedere ist dasselbe, das bis heute bei Exorzismen gewählt wird: die Kommunikation mit dem Dämon durch den Besessenen erlangen, um den Namen des Dämons zu erfahren. Sobald dieser seinen Namen nämlich verraten hat, ist er entmachtet und die Exorzisten können dem Dämon befehlen, aus dem Besessenen herauszufahren. Bei Jesus ist es jetzt ganz anders. Es ist nicht Jesus, der auf den Besessenen zugeht und den Dämon zum Sprechen auffordert. Der Dämon meldet sich von selbst, was ungewöhnlich ist. Das tun die bösen Geister ja immer nur in der Gegenwart Gottes. Schon dies wird den Anwesenden zu denken gegeben haben. Dann bekennt der Dämon im Mann Jesu Identität – Heiliger Gottes. Das ist ein messianischer Hoheitstitel. Die Dämonen sind als gefallene Engel von Gott geschaffene Geistwesen. Die ganze Schöpfung existiert um Christi willen. Alles ist geschaffen, um ihn anzubeten und ihm die Ehre zu geben. Alles ist „durch ihn und auf ihn hin“ geschaffen. Deshalb kann auch dieser Dämon nicht anders, als ihn zu bekennen, der der Christus ist. Er gehorcht auch seinen Befehlen und fährt aus dem Mann aus. Welche Vollmacht muss dieser Mensch haben, dass sogar die Dämonen ihn bekennen? Das wird den Menschen eine riesige Lehre gewesen sein. So etwas haben sie noch nie gesehen und deshalb verbreitet sich dieses Ereignis in ganz Galiläa. Die Menschen haben ja lange auf den Messias gewartet. Nun kommt einer, der die Verheißungen erfüllt. Das verbreitet sich wie ein Strohfeuer.

Was hat das heutige Evangelium mit Hanna und Samuel zu tun? Gott hilft den Menschen in ihrer Not und mit dem Kommen des Messias, mit dem Beginn seines öffentlichen Wirkens ist die messianische Heilszeit nun da. Was Hanna durch den Geist Gottes angekündigt hat – die „Hilfe“ und das Reich Gottes -, steht nun nicht mehr aus, sondern passiert jetzt endlich!

Und wir haben sogar die Gnade, schon rückblickend darauf schauen zu können, die wir bereits erlöst sind und Teil dieses Reiches sind! Die Vollmacht Jesu ist auch heute noch genauso wirksam am Werk – durch die Nachfolger seiner Apostel. Er hat ihnen seine Vollmacht übertragen, damit auch wir heute die „Hilfe“ Gottes in unserem Leben erfahren, ganz konkret die Heilstaten Gottes durch Krankenheilungen, Sündenvergebungen, Exorzismen etc.

Unser Gott ist so groß! Danken wir ihm für seine Gnade auch in unserer heutigen Zeit und vergessen wir nicht, ihm vor allem für die bereits erfolgten Gebetserhörungen zu danken.

Ihre Magstrauss

Donnerstag der dritten Adventswoche (A)

Ri 13,2-7.24-25a; Ps 71,3-6.16-17; Lk 1,5-25

Ri 13
2 Es war ein Mann aus Zora, aus der Sippe der Daniter, namens Manoach; seine Frau war unfruchtbar und hatte nicht geboren. 
3 Der Engel des HERRN erschien der Frau und sagte zu ihr: Siehe, du bist unfruchtbar und hast nicht geboren; aber du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären. 
4 Und jetzt nimm dich in Acht und trink weder Wein noch Bier und iss nichts Unreines! 
5 Denn siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären. Es darf kein Schermesser an seinen Kopf kommen; denn der Knabe wird vom Mutterleib an ein Gott geweihter Nasiräer sein. Er wird damit beginnen, Israel aus der Hand der Philister zu retten. 
6 Die Frau ging und sagte zu ihrem Mann: Der Gottesmann ist zu mir gekommen; er sah aus, wie der Engel Gottes aussieht, überaus Furcht erregend. Ich habe ihn nicht gefragt, woher er kam, und er hat mir auch seinen Namen nicht genannt. 
7 Er sagte zu mir: Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären. Und von jetzt an trink keinen Wein und kein Bier und iss nichts Unreines; denn der Knabe wird vom Mutterleib an ein Gott geweihter Nasiräer sein, bis zum Tag seines Todes.
24 Die Frau gebar einen Sohn und nannte ihn Simson; der Knabe wuchs heran und der HERR segnete ihn.
25 Dann aber begann der Geist des HERRN, ihn umherzutreiben im Lager Dans zwischen Zora und Eschtaol.

In der heutigen Lesung hören wir von einem Ehepaar, das keine Kinder geboren hat. Dies passiert oft bei auserwählten Familien, an denen Gott seine Heilstaten zeigen will. Kinderreichtum bedeutete im Alten Israel Segen, weshalb die Kinderlosigkeit zum Indikator der Gottverlassenheit und des Fluchs wurde. Um Manoach und seine Frau vom Gegenteil zu überzeugen, sendet Gott seinen Engel zu ihnen, um seinen Heilsplan bekannt zu machen: Wozu die beiden biologisch nicht imstande waren, wollte Gott auf übernatürliche Weise realisieren – ein Kind. Es ist auserwählt, weshalb es auf übernatürliche Weise entsteht. So ist es bei vielen auserwählten Menschen im AT und umso mehr im NT, wie wir noch sehen werden. Es soll im Nasiräat leben. Dabei handelt es sich um ein lebenslanges Gelübde. In späterer Zeit wird man ein Nasiräergelübde auch zeitweise ablegen können, hier ist es ein dauerhaftes. Die genauen Bestimmungen sind in Num 6 grundgelegt und werden auch hier zur Sprache gebracht: In diesem Gelübde soll man sich weder die Haare noch den Bart abschneiden, sich des Alkohols sowie Traubenprodukten enthalten und jeglichen Toten fernbleiben, selbst bei angehörigen Verstorbenen.
Gott hat einen besonderen Plan mit diesem verheißenen Kind. Es soll Israel von den Philistern befreien.
Das dann tatsächlich geborene Kind wird Simson genannt (hebr. שִׁמְשׁוֹן, im Griechischen jedoch Σαμψων Samson). Die Übersetzung des Namens ist die Verniedlichung des Wortes für Sonne שֶׁמֶשׁׁ schemesch. Er ist ein Sönnchen für die Eltern, die nach langer Zeit der Kinderlosigkeit einen Sohn bekommen. Ein Sönnchen ist dieser Simson aber auch für den HERRN, der ihn segnet und ihm seinen Geist verleiht. Dieser treibt ihn umher und wird ihm auch im weiteren Verlauf der Geschichte eingeben, was er tun und sagen soll.
Wir erkennen viele Aspekte an dieser Erzählung bei anderen auserwählten Personen des AT wie Samuel, Isaak und den Söhnen Jakobs. Gott möchte durch sie dem Volk Israel Heil gewähren. In diesem Fall geht es um die Befreiung aus der Hand der Philister.
Im NT wird sich dies fortsetzen. Von außerbiblischen Schriften wissen wir, dass die Eltern Mariens zunächst auch keine Kinder bekommen können und dann mit Maria beschenkt werden. Dies ist heilsgeschichtlich entscheidend, da sie auf übernatürliche Weise empfangen werden musste als Verschonte vom Fluch der Erbsünde. Durch sie sollte Gott selbst in die Welt eingehen. Auch Johannes der Täufer, der Jesus direkt vorausgeht, ist überraschend gekommen, da seine Eltern keine Kinder haben konnten. Er soll den Messias ankündigen und der größte aller Propheten werden. Die übernatürliche Zeugung eines Kindes erreicht mit Jesus dann seinen Höhepunkt. Gott greift nicht nur in die Biologie unterstützend ein, wo zwei Menschen sich verbinden, sondern Gott wird selbst zum Zeugenden! Hier wird eine neue übernatürliche Dimension erreicht und zeigt, dass Jesus kategorisch anders ist als Isaak, Samuel, Simson oder Johannes der Täufer. Er ist selbst Gott.

Ps 71
3 Sei mir ein schützender Fels, zu dem ich allzeit kommen darf! Du hast geboten, mich zu retten, denn du bist mein Fels und meine Festung. 
4 Mein Gott, rette mich aus der Hand des Frevlers, aus der Faust des Bedrückers und Schurken! 
5 Denn du bist meine Hoffnung, Herr und GOTT, meine Zuversicht von Jugend auf. 
6 Vom Mutterleib an habe ich mich auf dich gestützt, aus dem Schoß meiner Mutter hast du mich entbunden, dir gilt mein Lobpreis allezeit.
16 Ich komme wegen der Machttaten GOTTES, des Herrn, an deine Gerechtigkeit allein will ich erinnern. 
17 Gott, du hast mich gelehrt von Jugend auf und bis heute verkünde ich deine Wunder.

Der heutige Psalm ist ein Bittpsalm, bei dem Gott um Schutz und Rettung gebeten wird. Das Wortfeld „retten“ wird auch hier wiederum mit der hebräischen Wurzel ישׁע ausgedrückt wie der Name Jesu. Dieser Psalm umfasst die Bitte um die Befreiung des Volkes aus der Hand des Feindes. Das Volk schreit um Erlösung und Gott ist so barmherzig, dass er sein Schreien hört. Obwohl die Propheten erklären, dass die Zeiten der Fremdherrschaft Konsequenz ihrer eigenen Sünden, vor allem ihres Götzendienstes sind. Und doch lässt Gott seine untreue Braut nicht im Stich, sondern sendet ihr Menschen wie Simson, die die Feinde besiegen. Letztendlich sind solch heilsgeschichtliche Gestalten Gottes Antwort auf die Bitten des Volkes. Gott selbst vollbringt hier seine göttlichen Heilstaten.
Für Bittpsalmen ist bezeichnend, dass der Beter die Gründe aufzählt, weshalb Gott helfen soll, besonders auch die vergangenen Heilstaten. „Vom Mutterleib an habe ich mich auf dich gestützt“ zeigt, dass der Beter um Gottes Beistand ruft, weil er seine Gebote befolgt. Wir denken auch hier wieder an Simson, der von Geburt an ein gottgeweihter Mensch war und somit einen besonderen Bezug zu ihm hatte. Wir denken auch an König David, dem wir diesen Psalm zuschreiben und der von Anfang an in der Gunst Gottes stand. Dass wir im Stand der Gnade alles von Gott erbitten dürfen, wird uns später auch Jesus erklären (als Rebe am Weinstock, dem Bild für diesen Stand der Gnade): Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, dann bittet um alles, was ihr wollt: Ihr werdet es erhalten (Joh 15,7).
Unser Auftrag ist es, Gottes große Taten zu verkünden, wie es der Psalm auch sagt. Er ist es, der uns alles lehrt und dem wir unser Leben lang zurückgeben sollen, nicht aus Zwang, sondern aus Liebe.

Lk 1
5 Es gab in den Tagen des Herodes, des Königs von Judäa, einen Priester namens Zacharias, der zur Abteilung des Abija gehörte. Seine Frau stammte aus dem Geschlecht Aarons; ihr Name war Elisabet. 
6 Beide lebten gerecht vor Gott und wandelten untadelig nach allen Geboten und Vorschriften des Herrn. 
7 Sie hatten keine Kinder, denn Elisabet war unfruchtbar und beide waren schon in vorgerücktem Alter. 
8 Es geschah aber, als seine Abteilung wieder an der Reihe war und er den priesterlichen Dienst vor Gott verrichtete, 
9 da traf ihn, wie nach der Priesterordnung üblich, das Los, in den Tempel des Herrn hineinzugehen und das Rauchopfer darzubringen.
10 Während er nun zur festgelegten Zeit das Rauchopfer darbrachte, stand das ganze Volk draußen und betete. 
11 Da erschien dem Zacharias ein Engel des Herrn; er stand auf der rechten Seite des Rauchopferaltars. 
12 Als Zacharias ihn sah, erschrak er und es befiel ihn Furcht. 
13 Der Engel aber sagte zu ihm: Fürchte dich nicht, Zacharias! Dein Gebet ist erhört worden. Deine Frau Elisabet wird dir einen Sohn gebären; dem sollst du den Namen Johannes geben. 
14 Du wirst dich freuen und jubeln und viele werden sich über seine Geburt freuen. 
15 Denn er wird groß sein vor dem Herrn. Wein und berauschende Getränke wird er nicht trinken und schon vom Mutterleib an wird er vom Heiligen Geist erfüllt sein. 
16 Viele Kinder Israels wird er zum Herrn, ihrem Gott, hinwenden. 
17 Er wird ihm mit dem Geist und mit der Kraft des Elija vorangehen, um die Herzen der Väter den Kindern zuzuwenden und die Ungehorsamen zu gerechter Gesinnung zu führen und so das Volk für den Herrn bereit zu machen. 
18 Zacharias sagte zu dem Engel: Woran soll ich das erkennen? Denn ich bin ein alter Mann und auch meine Frau ist in vorgerücktem Alter. 
19 Der Engel erwiderte ihm: Ich bin Gabriel, der vor Gott steht, und ich bin gesandt worden, um mit dir zu reden und dir diese frohe Botschaft zu bringen. 
20 Und siehe, du sollst stumm sein und nicht mehr reden können bis zu dem Tag, an dem dies geschieht, weil du meinen Worten nicht geglaubt hast, die in Erfüllung gehen, wenn die Zeit dafür da ist. 
21 Inzwischen wartete das Volk auf Zacharias und wunderte sich, dass er so lange im Tempel blieb. 
22 Als er dann herauskam, konnte er nicht mit ihnen sprechen. Da merkten sie, dass er im Tempel eine Erscheinung gehabt hatte. Er gab ihnen nur Zeichen und blieb stumm. 
23 Als die Tage seines Dienstes zu Ende waren, kehrte er nach Hause zurück. 
24 Bald darauf wurde seine Frau Elisabet schwanger und lebte fünf Monate lang zurückgezogen. Sie sagte: 
25 Der Herr hat mir geholfen; er hat in diesen Tagen gnädig auf mich geschaut und mich von der Schmach befreit, mit der ich unter den Menschen beladen war.

Wie beim Psalm bereits gesagt: Gott erhört sein auserwähltes Volk. Das Schreien um die Befreiung aus der Hand des Feindes nimmt eine neue Wendung. Wir sind im Begriff, uns liturgisch auf die größte Befreiungsaktion aller Zeiten vorzubereiten – auf die Erlösung Jesu Christi. Im Moment des heutigen Evangeliums steht dies noch aus. Gott erwählt sich wiederum ein Ehepaar und lässt dessen Kinderlosigkeit zu. In diesem Fall ist es so, wie später Jesus immer wieder sagen wird: Menschen leiden nicht nur als Konsequenz ihrer Sünde, sondern manchmal auch, weil sie zu Werkzeugen der Offenbarung Gottes werden. Die heutige Perikope beschreibt, dass sowohl der Priester Zacharias als auch seine Frau Elisabet gerechte Menschen sind, die die Gebote Gottes befolgen.
Als Zacharias seinen priesterlichen Dienst im Tempel ausführt, hat er eine Engelserscheinung, in der ihm die Geburt eines Sohnes offenbart wird. Dieser Sohn ist eine Gebetserhörung Gottes und er soll ihn Johannes nennen. Interessant ist in dem Kontext, dass Zacharias Angst bekommt, als er den Engel sieht. Das ist ein Gegenbeispiel zur Muttergottes, die nicht vor dem Engel erschrickt, sondern vor dessen Anrede. Hier merken wir, dass Zacharias ein gewöhnlicher Mensch ist, wenn auch ein auserwählter.
Johannes‘ Leben und Berufung ist analog bzw. typologisch zu der des Simson zu betrachten. Auch er wird sich des Alkohols enthalten und vom Hl. Geist erfüllt sein. Ob auch er im Nasiräat leben wird, wird hier offen gelassen. Es ist eher von der asketischen Lebensweise der Essener auszugehen, denen er nahestehen wird. Der Alkoholverzicht ist wichtig für sein prophetisches Wirken. Er wird das Kommen des Messias ankündigen und dabei zur Buße und zur Wachsamkeit aufrufen. Alkoholrausch ist das Gegenteil von dem Kern seiner späteren Verkündigung. Wie Gott von seinen Propheten auch schon im AT verlangt er eine Lebensweise von seinen Berufenen, die zu deren Verkündigung kongruent ist und deren Botschaft noch unterstreicht. Wenn Johannes‘ Botschaft die nüchterne Erwartung des Messias ist, muss er selbst nüchtern leben. Und gerade durch diesen Lebensstil wird er die „Kinder Israels“ zu Gott bringen. Aus seiner Verkündigung tritt eine regelrechte Volksbewegung los, die sogar die religiöse Elite kommen lässt.
Schon der Erzengel Gabriel erklärt dem schriftkundigen Priester Zacharias, dass sein Sohn der wiederkommende Elija sein wird, den die Juden erwarteten.
Johannes wird viele Menschen bekehren und so für den Messias bereit machen.
Dann geschieht etwas Verheerendes. Zacharias glaubt dem Engel nicht ganz bzw. will einen Beweis für dessen Worte. Da schickt Gott schon einen seiner größten Engel, die in Gottes Angesicht wohnen, zu diesem einfachen Mann, um ihm diese wunderbare Freudenbotschaft zu überbringen und er braucht noch einen Beweis. Aus dem Grund wird er mit einer Stummheit belegt, bis Johannes geboren wird.
Die Verheißung erfüllt sich bald und seine Frau erwartet ein Kind. Sie preist Gott für diese Schwangerschaft, weil sie von der „Schmach befreit“ wurde, die sie durch die Gesellschaft erlitt. Kinderlosigkeit wurde wie gesagt als Konsequenz der eigenen Sünde, als Fluch und Gottverlassenheit bewertet. Dies war ja keineswegs der Fall, sondern das Ehepaar war gerecht. Umso schmerzvoller muss die Verurteilung durch die Mitmenschen gewesen sein. Damit machen sie nur einen Bruchteil von dem durch, was Jesus in seinem Leiden und Tod erfahren musste: Er war wirklich derjenige, der ganz ohne Schuld war und doch behandelt wurde wie der schlimmste Verbrecher.
Die vermeintliche Krise der beiden hat sich als Vorbereitung auf eine große Gnade erwiesen. So ist es auch mit uns. In unserem Leben erleben auch wir Krisen, bei denen wir uns fragen: „Was habe ich falsch gemacht, dass du das zulässt, oh Herr?“ Und dabei ist das die falsche Frage. Gott lässt manchmal auch schmerzhafte Dinge zu, weil wir entweder die Konsequenzen unserer schlechten Entscheidungen tragen müssen oder weil er uns prüfen will. Und manchmal ist es wie auch in den Lesungen des heutigen Tages die Vorbereitung auf eine ganz große Gnade. So wie eine Frau bei der Geburt die heftigsten Schmerzen aushalten muss, die es gibt und die Freude über das neue Leben umso größer ist, so leidet der Mensch manchmal im Vorfeld eines großen Segens von Gott.
Entscheidend ist dabei, wie wir damit umgehen. Stellen wir Gott infrage wie Zacharias? Oder können wir Gott ganz vertrauen wie die Muttergottes, auch wenn die Umstände aussichtslos erscheinen?

Gott lässt die Kinderlosigkeit und die dann unerwartete Zeugung eines Kindes meistens da zu, wo Menschen ihm geweiht werden sollen. Interessant ist, dass die erlittene Unfruchtbarkeit der Eltern sich in eine überdimensionale Fruchtbarkeit geistiger Art wandelt. Johannes führt so viele Menschen zur Umkehr, dass sie Christus erwarten können und in ihm neugeboren werden können. Er lässt die geistige Familie so unglaublich groß werden. Maria, die in einem lebenslangen Jungfräulichkeitsgelübde lebt und somit biologisch eigentlich nie fruchtbar werden wird, wird zur Mutter aller Menschen. Ihre geistige Mutterschaft übertrifft die Fruchtbarkeit biologischer Mütter um ein unendlich Vielfaches. Das Leiden ihrer Eltern über die Kinderlosigkeit ist zur eschatologischen Freude des Himmels geworden.

Beten wir heute darum, dass auch wir Frucht bringen – nicht nur biologisch, sondern gerade auch geistlich. Schauen wir uns etwas von Johannes dem Täufer ab, der so viele Menschen durch sein beispielhaftes Leben und durch seine brennende Verkündigung zu Jesus geführt hat. Helfen wir mit an der geistigen Fruchtbarkeit der Kirche als eine einzige geistige Familie!

Ihre Magstrauss