Dienstag der 1. Woche im Jahreskreis

1 Sam 1,9-20; 1 Sam 2, 1bcde.4-5b.6-7.8abcd; Mk 1, 21-28

1 Sam 1
9 Nachdem man in Schilo gegessen und getrunken hatte, stand Hanna auf. Der Priester Eli saß an den Türpfosten des Tempels des HERRN auf seinem Stuhl. 
10 Hanna war verzweifelt, betete zum HERRN und weinte sehr. 
11 Sie machte ein Gelübde und sagte: HERR der Heerscharen, wenn du das Elend deiner Magd wirklich ansiehst, wenn du an mich denkst und deine Magd nicht vergisst und deiner Magd einen männlichen Nachkommen schenkst, dann will ich ihn für sein ganzes Leben dem HERRN überlassen; kein Schermesser soll an sein Haupt kommen. 
12 So betete sie lange vor dem HERRN. Eli beobachtete ihren Mund; 
13 denn Hanna redete in ihrem Herzen, ihre Lippen bewegten sich, doch ihre Stimme war nicht zu hören. Eli hielt sie deshalb für betrunken 
14 und sagte zu ihr: Wie lange willst du dich noch wie eine Betrunkene aufführen? Sieh zu, dass du deinen Weinrausch los wirst! 
15 Hanna gab zur Antwort: Nein, Herr! Ich bin eine unglückliche Frau. Ich habe weder Wein getrunken noch Bier; ich habe nur dem HERRN mein Herz ausgeschüttet. 
16 Halte deine Magd nicht für eine nichtsnutzige Frau; denn nur aus großem Kummer und aus Traurigkeit habe ich so lange geredet. 
17 Eli erwiderte und sagte: Geh in Frieden! Der Gott Israels wird dir die Bitte erfüllen, die du an ihn gerichtet hast. 
18 Sie sagte: Möge deine Magd Gnade finden vor deinen Augen. Dann ging sie weg; sie aß wieder und hatte kein trauriges Gesicht mehr. 
19 Am nächsten Morgen standen sie früh auf und beteten den HERRN an. Dann machten sie sich auf den Heimweg und kehrten in ihr Haus nach Rama zurück. Elkana erkannte seine Frau Hanna; der HERR dachte an sie 
20 und um die Jahreswende wurde Hanna schwanger. Sie gebar einen Sohn und nannte ihn Samuel, denn sie sagte: Ich habe ihn vom HERRN erbeten.

Heute hören wir die Fortsetzung der Samuel-Vorgeschichte. Hanna steht auf und geht zum Tempel, um voller Verzweiflung zu beten. Es erinnert an Jesus im Garten Getsemani, in dem er voller Todesangst zum Vater betet. Hanna legt das gestern angesprochene Gelübde ab, im Falle einer Gebetserhörung Gott das Kind zu weihen, sodass es als Nasiräer lebt. Es heißt sodann, dass Hanna lange betet. Sie ist ganz mit dem Herzen dabei, sodass ihr Gebet zwar stumm ist, ihre Lippen sich aber bewegen. Eli, der am Pfeiler sitzt, sieht ihr Verhalten und hält sie zunächst für betrunken. Wir müssen hier an Jesaja 22 denken, wo etwas Ähnliches geschildert wird: Gott lässt dort die Katastrophe zu, doch das Volk geht nicht in den „Bußemodus“ über, sondern lässt nochmal „die Sau raus“ vor dem Untergang – unter anderem durchs Betrinken. Es ist also ein Verzweiflungsrausch, den Eli hier bei Hanna vermutet. Wir müssen auch das Buch Hosea im Hinterkopf haben, wo die Berauschung derjenigen geschildert wird, die Götzen anhangen statt dem HERRN.
Hanna erklärt Eli daraufhin aber, dass sie nicht betrunken sei. Sie bittet ihn, sie vor seinen Augen nicht zu einer „wertlosen Tochter“ oder sogar als „hinterhältige“ zu bezeichnen. Hier bezeichnet sie sich sogar als Magd als Zeichen der Demut. Sie reagiert nicht beleidigt, sondern erklärt ihm die Situation. Es scheint fast so, als ob dieses Gespräch eine Art Glaubensprobe für Hanna darstellt.
Sie ist uns auch heute wieder ein Vorbild in der Art und Weise, wie sie betet. Sie „schüttet ihr Herz aus“. Sie legt alles vor Gott, was sie bedrückt, weil sie dieses Problem nicht alleine meistern möchte. Sie übergibt ihm, worauf sie keinen Einfluss hat. Oft leben wir Menschen in der Illusion, unser Leben unter Kontrolle zu haben. Wir versuchen immer, alles nur aus eigener Kraft zu meistern, und vergessen dabei, dass Gott mit uns kooperieren möchte. Und dort, wo er die Finger im Spiel hat, kann alles nur zu reinem Gold werden, zu einem viel besseren Ergebnis, als wenn wir es ganz alleine versuchen. Hanna macht es genau richtig. Sie kann ihre Fruchtbarkeit nicht „reparieren“. Sie kann es nur in Gottes Hand legen, der der Schöpfer ist, für den nichts unmöglich ist (Lk 1). Und Eli sieht ihr Herz. Er erkennt, dass diese Frau sehr leidet und zugleich ihr Leiden Gott überlässt. Deshalb verheißt er ihr, dass Gott ihr Gebet erhören wird. Dabei ist bemerkenswert, dass Eli zu ihr den Satz sagt, den Jesus dann immer wieder den Sündern und Kranken nach ihrer Heilung/Vergebung sagen wird: „Gehe hin in Frieden.“ Ihnen ist der wahre, göttliche Schalom geschenkt worden, der umfassende und von Gott kommende Frieden.
Und dieser Frieden kehrt in ihrem Herzen ein. Das sehen wir daran, dass sie nicht mehr traurig ist und wieder etwas essen kann. Gott hat schon begonnen, seinen Heilsplan mit ihr umzusetzen.
Wir hören dann von dem weiteren Ausgang der Wallfahrt, bei der die Familie Elkanas Gott anbetet und sich dann wieder auf die Heimreise begibt. So soll es sein: Als Familie sollen wir Gott gemeinsam anbeten davon ausgehend zurück in den Alltag gehen. Dann wird uns Gott dorthin begleiten und auch so wie in Elkanas Familie sein Heil wirken.
Elkana erkennt seine Frau, das heißt er schläft mit ihr. Gott erhört Hannas Gebet und sie empfängt von Elkana einen Sohn um die Jahreswende. Gott tut Wunder, wo wir es zulassen. Diese Geschichte ist uns ein wunderbares Beispiel!
Wie so oft in der Bibel erhält dieser von Gott geschenkte Sohn nicht einfach einen schön klingenden Namen, sondern einen Namen mit einer Botschaft: „Ich habe ihn von Gott erbeten.“ Nomen est omen, der Name ist Programm. Durch die Benennung signalisieren die Eltern Samuels, dass das Kind ein Geschenk Gottes ist. Alles Gute kommt von Gott, auch in diesem Fall.

1 Sam 2
Mein Herz ist voll Freude über den HERRN, erhöht ist meine Macht durch den HERRN. Weit öffnet sich mein Mund gegen meine Feinde; denn ich freue mich über deine Hilfe.
4 Der Bogen der Helden wird zerbrochen, die Wankenden aber gürten sich mit Kraft. 
5 Die Satten verdingen sich um Brot und die Hungrigen gibt es nicht mehr. 
6 Der HERR macht tot und lebendig, er führt zum Totenreich hinab und führt auch herauf. 
7 Der HERR macht arm und macht reich, er erniedrigt und er erhöht.
8 Den Schwachen hebt er empor aus dem Staub und erhöht den Armen, der im Schmutz liegt; er gibt ihm einen Sitz bei den Edlen, einen Ehrenplatz weist er ihm zu.

Heute hören wir statt einem Psalm den Lobgesang Hannas in 1 Sam 2. Auch darin ist uns die Mutter Samuels ein Vorbild. Sie antwortet auf die Gebetserhörung Gottes mit einem Lobpreis. Wir sind ganz fleißig im Beten, wenn wir etwas von Gott brauchen und vergessen allzu oft, uns für die Gebetserhörungen zu bedanken. Einmal heilt Jesus zehn Aussätzige, aber nur einer kehrt zurück, um sich bei ihm zu bedanken. So ist der Mensch.
Hanna hat ihr ganzes Herz Gott ausgeschüttet und deshalb hat er auch ihr ganzes Herz mit Freude erfüllt. So kann Hanna jetzt jubeln: „Mein Herz ist voll Freude über den HERRN“. Gott schenkt Freude, was eine Frucht des Hl. Geistes ist. Wenn dieser im Menschen wirkt, wird alles zum besten geführt.
Wenn Hanna dann betet „erhöht ist meine Macht“, dann steht da wörtlich „mein Horn“. Das hebräische Wort קֶרֶן keren hat verschiedene Bedeutungen. Es meint zunächst anatomisch das Horn eines Tieres. Dieses kennzeichnet dessen Macht, weshalb in der gesamten biblischen Hermeneutik Hörner zum Machtsymbol werden. Das Wort kann auch „Licht, Strahl“ heißen. Hanna dankt Gott also, dass er ihr Licht erhöht hat. Licht ist zugleich immer Hoffnungszeichen in der Bibel.
Weit öffnet sich ihr Mund gegen die Feinde, weil Hanna die größte Waffe gegen sie gefunden hat – den Beistand Gottes. Die „Hilfe“, von der hier die Rede ist, wird wie so oft mit dem Wortfeld ישׁוע jsch’a ausgedrückt, ein Hinweis darauf, dass Gott damals schon hilft, mit dem Kommen seines Sohnes dann jedoch die größte Hilfe aller Zeiten senden wird.
Durch den folgenden Vers wird klar, dass bei Gott die Maßstäbe anders gesetzt sind als bei Menschen. Die vermeintlichen Helden werden entmachtet (zerbrochene Bögen) und die vermeintlich Schwachen (die Wankenden) gürten sich mit Kraft. Der Vorgang des Gürtens bedeutet entweder das Rüsten für die Reise oder für den Kampf. Hier ist das zweite eher zu verstehen, was auch durch das hebräische Wort für „Kraft“ חָֽיִל chajil deutlich wird. Es bedeutet unter anderem „militärische Macht, Armee, Soldat“.
Die Satten müssen jetzt für ihr Brot arbeiten und die Hungrigen wird es nicht mehr geben. Schon bis hierhin müssen wir sagen, dass Hanna vom Hl. Geist die Rede über das Reich Gottes geschenkt bekommt, ohne es zu ahnen. Vieles von dem, was sie hier betet, wird später noch in messianischen Verheißungen aufgegriffen und Jesus wird es in seiner Reich-Gottes-Verkündigung ebenfalls übernehmen. Alles steht noch aus, was wir an den Zukunftsformen lesen. Hier erahnen wir wirklich die Spuren des Hl. Geistes!
Es wird noch besser. „Der HERR macht tot und lebendig, er führt zum Totenreich hinab und führt auch herauf.“ Das wird die spektakulärste Heilstat Gottes sein – nämlich seinen eigenen Sohn, der tot ist, wieder lebendig zu machen, ihn ins Totenreich zu führen, dass er den Gerechten dort das Evangelium verkünde, und ihn wieder heraufzuführen bei der Auferstehung. Das ist alles vom Hl. Geist eingegeben. Wie kann eine einfache Frau mehr als 1000 Jahre vor Christi Geburt diese Dinge sonst aussprechen?
„Gott macht arm und reich“ – bei ihm sind Armut und Reichtum etwas Anderes als bei den Menschen. Vor allem die nächste Aussage übernimmt Jesus : „er erniedrigt und er erhöht“. Davon wird Jesus intensiv sprechen und auch Maria, die Muttergottes wird diese Aussage im Magnificat aufgreifen. Insgesamt müssen wir hier typologische Linien zwischen Hannas Lobgesang und Marias Magnificat ziehen. Bei beiden Frauen geht es darum, dass die unfruchtbare Frau ein Kind empfängt, weil sie Gott ganz geglaubt hat (bei Hanna ist es eine biologische Unfruchtbarkeit, bei Maria ist es eine durch ein Gelübde erzeugte Unfruchtbarkeit). Beide Frauen nennen sich die Magd (Hanna tut dies heute in der Lesung, Maria bei der Begegnung mit dem Erzengel Gabriel). Dies stellt jeweils eine Demutsbekundung dar.
Die Rede vom Schwachen im Staub ist typische Psalmensprache und dokumentiert umso mehr die fromme Seele Hannas. Der Ehrenplatz ist im Kontext des Reiches Gottes eschatologisch, also als Sitz im Himmel gemeint. Die, die auf Erden im Schmutz liegen, werden im Himmel auf dem Ehrenplatz beim himmlischen Hochzeitsmahl sitzen. Diese Umkehrung der Maßstäbe heißt natürlich nicht, dass automatisch der (finanziell) Arme in den Himmel kommt, der Reiche dafür in die Hölle. Armut und Reichtum erhalten eine bestimmte Definition, die von den äußeren Umständen nicht abhängt. Das wird zurzeit Hannas alles noch nicht reflektiert, sondern sie drückt im Gebet aus, wie Gott für Gerechtigkeit sorgt. Ihre Demütigungen, all die Schande, die sie erfahren musste, wird nun durch ein besonderes Kind wiedergutgemacht.

Mk 1
21 Sie kamen nach Kafarnaum. Am folgenden Sabbat ging er in die Synagoge und lehrte. 
22 Und die Menschen waren voll Staunen über seine Lehre; denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat, nicht wie die Schriftgelehrten. 
23 In ihrer Synagoge war ein Mensch, der von einem unreinen Geist besessen war. Der begann zu schreien: 
24 Was haben wir mit dir zu tun, Jesus von Nazaret? Bist du gekommen, um uns ins Verderben zu stürzen? Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes. 
25 Da drohte ihm Jesus: Schweig und verlass ihn! 
26 Der unreine Geist zerrte den Mann hin und her und verließ ihn mit lautem Geschrei. 
27 Da erschraken alle und einer fragte den andern: Was ist das? Eine neue Lehre mit Vollmacht: Sogar die unreinen Geister gehorchen seinem Befehl. 
28 Und sein Ruf verbreitete sich rasch im ganzen Gebiet von Galiläa.

Im heutigen Evangelium hören wir, dass Jesus gleichzeitig verkündet und das Verkündete umsetzt. Er kommt nach Kafarnaum, der Heimat des Petrus. Er geht wie jeder fromme Jude am Sabbat in die Synagoge und lehrt dort. Er lehrt aber nicht wie ein gewöhnlicher Rabbi, sondern „wie einer, der Vollmacht hat“. Das Wort ἐξουσία exusia für Vollmacht ist schon im Alten Testament ein Begriff. In Dan 7,14 wird er bereits für den Menschensohn gebraucht (dasselbe Wort in der griechischen Übersetzung des Alten Testaments), der vom „Hochbetagten“, den Daniel hier sieht, die Vollmacht übertragen bekommt. Auch im Buch Jesus Sirach wird derselbe Begriff schon gewählt, um die Vollmacht ganz auf Gott selbst zurückzuführen. Wir haben das Wort übrigens schon im Lobgesang an die Weisheit gelesen, wo in der Einheitsübersetzung „Machtbereich“ steht (Sir 24,11 „in Jerusalem ist mein Machtbereich“). Damals schon hatten wir es auf Jesus bezogen, der als Messias hier angekündigt wird. Wenn die Menschen in Kafarnaum ihn nun in der Synagoge reden hören und hinter seiner Predigt eine Vollmacht erahnen, meint das eine über menschliche Fähigkeiten hinausgehende Vollmacht – eine von Gott kommende Kraft. Die Schriftgelehrten lehren so, wie sie es von ihren Lehrern gelernt haben. Was sie sagen, ist die Tradierung dessen, was schon immer galt. Jesus spricht aber nun ganz neu. Er spricht nicht wie ein Schriftgelehrter, der die Inhalte von seinem eigenen Lehrer übernimmt. Er legt die Hl. Schrift nun ganz neu aus. Die Menschen sind deshalb so erstaunt, weil Jesus vom Hl. Geist erfüllt spricht. Der Geist Gottes ist es, der die Menschen im Innersten der Seele anrührt.
Dann passiert etwas, das die Vermutung der Anwesenden bestätigt. Gott lässt folgende Situation zu, damit die Menschen eine weitere Lektion von ihm erhalten: Sie werden an die Identität Jesu herangeführt und lernen, dass dessen Botschaft und Verhalten absolut deckungsgleich sind. Ein Besessener ist anwesend und der Dämon in ihm konfrontiert Jesus mit seiner Identität. Jesus gebietet ihm zu schweigen. Erneut denken wir an die ganz pragmatische Begründung, dass Jesus noch nicht direkt festgenommen werden kann, sondern seine Verkündigung erst einmal zuende führen muss. Er tut es auch, damit die Menschen seine Vollmacht ganz konkret sehen, mit der er gepredigt hat. Es ist auch wieder mal kein Zufall, dass Jesu erstes Wunder hier im Markusevangelium ein Exorzismus ist: Die Dämonenaustreibung ist eine Aufgabe, die die Pharisäer für gewöhnlich vornehmen. Das Procedere ist dasselbe, das bis heute bei Exorzismen gewählt wird: die Kommunikation mit dem Dämon durch den Besessenen erlangen, um den Namen des Dämons zu erfahren. Sobald dieser seinen Namen nämlich verraten hat, ist er entmachtet und die Exorzisten können dem Dämon befehlen, aus dem Besessenen herauszufahren. Bei Jesus ist es jetzt ganz anders. Es ist nicht Jesus, der auf den Besessenen zugeht und den Dämon zum Sprechen auffordert. Der Dämon meldet sich von selbst, was ungewöhnlich ist. Das tun die bösen Geister ja immer nur in der Gegenwart Gottes. Schon dies wird den Anwesenden zu denken gegeben haben. Dann bekennt der Dämon im Mann Jesu Identität – Heiliger Gottes. Das ist ein messianischer Hoheitstitel. Die Dämonen sind als gefallene Engel von Gott geschaffene Geistwesen. Die ganze Schöpfung existiert um Christi willen. Alles ist geschaffen, um ihn anzubeten und ihm die Ehre zu geben. Alles ist „durch ihn und auf ihn hin“ geschaffen. Deshalb kann auch dieser Dämon nicht anders, als ihn zu bekennen, der der Christus ist. Er gehorcht auch seinen Befehlen und fährt aus dem Mann aus. Welche Vollmacht muss dieser Mensch haben, dass sogar die Dämonen ihn bekennen? Das wird den Menschen eine riesige Lehre gewesen sein. So etwas haben sie noch nie gesehen und deshalb verbreitet sich dieses Ereignis in ganz Galiläa. Die Menschen haben ja lange auf den Messias gewartet. Nun kommt einer, der die Verheißungen erfüllt. Das verbreitet sich wie ein Strohfeuer.

Was hat das heutige Evangelium mit Hanna und Samuel zu tun? Gott hilft den Menschen in ihrer Not und mit dem Kommen des Messias, mit dem Beginn seines öffentlichen Wirkens ist die messianische Heilszeit nun da. Was Hanna durch den Geist Gottes angekündigt hat – die „Hilfe“ und das Reich Gottes -, steht nun nicht mehr aus, sondern passiert jetzt endlich!

Und wir haben sogar die Gnade, schon rückblickend darauf schauen zu können, die wir bereits erlöst sind und Teil dieses Reiches sind! Die Vollmacht Jesu ist auch heute noch genauso wirksam am Werk – durch die Nachfolger seiner Apostel. Er hat ihnen seine Vollmacht übertragen, damit auch wir heute die „Hilfe“ Gottes in unserem Leben erfahren, ganz konkret die Heilstaten Gottes durch Krankenheilungen, Sündenvergebungen, Exorzismen etc.

Unser Gott ist so groß! Danken wir ihm für seine Gnade auch in unserer heutigen Zeit und vergessen wir nicht, ihm vor allem für die bereits erfolgten Gebetserhörungen zu danken.

Ihre Magstrauss

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