Vierter Adventssonntag (A)

Jes 7,10-14; Ps 24,1-6; Röm 1,1-7; Mt 1,18-24

Jes 7
10 Der HERR sprach weiter zu Ahas und sagte: 
11 Erbitte dir ein Zeichen vom HERRN, deinem Gott, tief zur Unterwelt oder hoch nach oben hin! 
12 Ahas antwortete: Ich werde um nichts bitten und den HERRN nicht versuchen. 
13 Da sagte er: Hört doch, Haus Davids! Genügt es euch nicht, Menschen zu ermüden, dass ihr auch noch meinen Gott ermüdet? 
14 Darum wird der Herr selbst euch ein Zeichen geben: Siehe, die Jungfrau hat empfangen, sie gebiert einen Sohn und wird ihm den Namen Immanuel geben.

Lesen wir die heutige Jesajalesung zunächst einmal historisch und betrachten auch den Kontext dieses Ausschnitts. Wir haben ihn in der vergangenen Woche schon gehört. König Ahas von Juda sieht sich von seinen Feinden bedroht, die gegen ihn Krieg führen wollen. Jesaja übermittelt ihm die Zusage Gottes, dass er sich nicht fürchten muss. Die geplante Bekämpfung Judas und Ersetzung des Königs durch den Sohn Tabeals wird nicht zustande kommen, so lässt Gott Aram sagen. In der sukzessiven Eroberung des Nordreichs und der wachsenden Bedrohung Judas wendet Gott die Gefahr ab, doch Ahas lässt es kalt. Er glaubt Gott nicht und ist immer noch ängstlich. Gott fordert ihn dann auf, um ein Zeichen zu bitten. Gott ist bereit, dem König von Juda seine Pläne zu offenbaren. Dieser lehnt das Angebot zunächst ab, was Gott dennoch nicht davon abhält, ihm durch Jesaja die Botschaft zu vermitteln. Und nun kommt dieser Vers, den wir absolut messianisch weiterdenken und auf Jesu Menschwerdung beziehen: Die Jungfrau wird ein Kind empfangen, in der neuen Einheitsübersetzung „hat empfangen“ und wird ihm den Namen Immanuel geben. Dieses Kind wird es verstehen, das Böse zu verwerfen und das Gute zu wählen. So heißt es im weiteren Verlauf, den wir heute nicht mehr hören. Historisch gesehen könnten die Juden im Nachhinein die Ankündigung König Hiskijas, den Sohn von Ahas, erkannt haben. Er war ein frommer König, der es wirklich verstand, das Richtige zu tun im Gegensatz zu seinem Vater. Und doch können wir bei dieser Leserichtung nicht stehen bleiben. Schon allein die Prophezeiung einer Jungfrau lässt weiterdenken: Hier steht im Hebräischen das Wort הָעַלְמָ֗ה  ha’alma „die Jungfrau“, was ein junges Mädchen im heiratsfähigen Alter meint. Natürlich ist eine alma biologisch gesehen dann auch eine Jungfrau! Dies wird im griechischen AT deshalb mit ἡ παρθένος übersetzt, was ganz eindeutig „Jungfrau“ heißt. Hier wird ein übernatürlicher Zeugungsvorgang angekündigt, von dem wir bei Hiskija noch nicht lesen. Hier handelt es sich um einen Typos, der in Jesus Christus einen Antitypos erhält! So wie durch die Geburt Hiskijas die davidische Dynastie am Leben erhalten wurde, wird durch Jesus, dem Sohn Davids, die Genealogie der neuen Schöpfung eingeleitet, der wir durch die Taufe angehören! Und das Zeichen der Menschwerdung Christi wird zum größten Zeichen Gottes aller Zeiten. Er wird wahrlich der Immanuel sein, Gott, der mit uns ist. Dies hat er bereits im Dornbusch durch den Namen Jahwe verheißen und nun mit dem Messias noch einmal bestätigt. Jesus wird auch am Ende seines Wirkens vor der Himmelfahrt noch einmal bekräftigen: „Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.“ So ist Gott. Dies ist nicht nur eine heilsgeschichtliche Entwicklung für die ganze Menschheit, sondern auch für das alltägliche Leben jedes Einzelnen. Gott ist mit uns, auch da, wo wir von allen Seiten bedrängt werden wie Juda in der heutigen Lesung. Er gibt uns viele Zeichen, die wir im Rausch des Alltags manchmal gar nicht wahrnehmen. Je mehr wir aber aus seinem Geist heraus leben, erkennen wir Gottes Handschrift in allem, was uns widerfährt. Seien wir dankbar und vertrauen wir auf seine wunderbare Vorsehung. Seien wir nicht wie König Ahas und bleiben skeptisch, obwohl Gottes Verheißung so offensichtlich vor uns ist.

Ps 24
1 Ein Psalm Davids. Dem HERRN gehört die Erde und was sie erfüllt, der Erdkreis und seine Bewohner. 
2 Denn er hat ihn auf Meere gegründet, ihn über Strömen befestigt. 
3 Wer darf hinaufziehn zum Berg des HERRN, wer darf stehn an seiner heiligen Stätte? 
4 Der unschuldige Hände hat und ein reines Herz, der seine Seele nicht an Nichtiges hängt und keinen trügerischen Eid geschworen hat. 
5 Er wird Segen empfangen vom HERRN und Gerechtigkeit vom Gott seines Heils. 
6 Das ist das Geschlecht, das nach ihm fragt, die dein Angesicht suchen, Jakob.

Der heutige Davidpsalm ist ein Lobpreis der Macht Gottes, dem die ganze Welt gehört. Auch wir Menschen gehören ganz ihm, der alles geschaffen hat. Das ist sehr bemerkenswert. König David war ein sehr mächtiger Herrscher und doch unterstellte er Gott seine eigene Macht. Diese Gottesfurcht hat ihm so einen Segen beschert, der auch auf seinen Sohn überging. Die salomonische Herrschaft war überragend, sodass sogar die umstehenden Herrscher sie anerkannten. David zeigt uns, wie unsere Haltung sein sollte: Gott ist größer als der größte König. Dies ist durchaus mit der Lesung von heute in Verbindung zu bringen: Es wird ein Immanuel angekündigt, den die Juden zunächst politisch verstanden, nämlich Hiskija. Und doch ist die Rettung Judas Gottes Werk. Er steht über dem König Judas. Rettung kommt von Gott, nicht von einer politischen Figur.
David fährt fort, über das Kommen zur heiligen Stätte zu reden. Er bezieht sich auf die Stiftshütte (der Tempel wird ja erst unter Salomo gebaut und bis dahin als Zelt gehalten). Mit dem Berg des HERRN ist Zion gemeint, auf dem die Stadt Jerusalem errichtet ist. David erklärt, dass nur die reinen Herzens zum „Tempel“ Gottes treten dürfen. Das ist interessant und fortschrittlich. Es geht nicht nur um kultische Reinheit, wie wir vor allem die ganzen ausführlichen mosaischen Gesetze zusammenfassen können, sondern um moralische Reinheit. „Unschuldige Hände“ bezieht sich nicht auf das Nichtberühren unreiner Dinge, sondern auf das Ausbleiben von Blut Ermorderter an den Händen. Die Seele an Nichtiges zu hängen und Gott falsche Versprechen zu machen, sind ebenfalls Aspekte, die moralisch zu bewerten sind – meine Beziehung zu Gott muss einwandfrei sein, damit ich in sein Heiligtum kommen kann. Das, was David hier beschreibt, ist eine Art Gewissenserforschung und führt uns weiter zu dem, was wir über den wörtlichen Sinn hinaus hier verstehen: Zunächst denken wir an den momentanen liturgischen Kontext: Verbinden wir die heilige Stätte mit der Person Jesu Christi (er bezeichnet später den Tempel als Tempel seines Leibes!), dann müssen wir unser Gewissen erforschen, bevor der Herr kommt und wir ihm begegnen. Dasselbe gilt für die Kirche als sein Leib. Wer sich taufen lassen will, um in die Gemeinschaft aufgenommen zu werden, muss einen Katechumenat durchlaufen und das alte sündige Leben abstreifen. Wenn wir Jesus in der Eucharistie begegnen, müssen wir auch reinen Herzens sein, weil wir ihn sonst nicht empfangen können. Er kann nur in unser Herz eingehen, wenn es rein ist. Am Ende der Zeiten wird es so sein, dass auch nur jene ins himmlische Jerusalem eingehen werden, die im Buch des Lebens verzeichnet sind. Und das werden jene sein, die ein gutes Leben geführt haben, also reinen Herzens gestorben sind.
All diese Situationen und Dimensionen werden Segen nach sich ziehen: Die Kirche wird wachsen und Bestand haben, die Seelen der Menschen, die ihn empfangen, werden Segen haben. Paulus sagt in 1 Kor 11, dass wir uns ansonsten das Gericht essen, also alles andere als Segen…und ewigen Segen werden wir am Ende unseres Lebens und der Zeiten erlangen, wenn wir im Angesicht Gottes leben dürfen.

Röm 1
1 Paulus, Knecht Christi Jesu, berufen zum Apostel, ausgesondert, das Evangelium Gottes zu verkünden, 
2 das er durch seine Propheten im Voraus verheißen hat in heiligen Schriften: 
3 das Evangelium von seinem Sohn, der dem Fleisch nach geboren ist als Nachkomme Davids, 
4 der dem Geist der Heiligkeit nach eingesetzt ist als Sohn Gottes in Macht seit der Auferstehung von den Toten, das Evangelium von Jesus Christus, unserem Herrn. 
5 Durch ihn haben wir Gnade und Apostelamt empfangen, um unter allen Heiden Glaubensgehorsam aufzurichten um seines Namens willen; 
6 unter ihnen lebt auch ihr, die ihr von Jesus Christus berufen seid. 
7 An alle in Rom, die von Gott geliebt sind, die berufenen Heiligen: Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus.

Wir hören heute den Beginn des Römerbriefs, dem theologischen Traktat des Paulus, also der Zusammenfassung seiner gesamten Theologie. Das Briefpräskript, das wir heute lesen, enthält bereits das Programm und die Berufung des Völkerapostels.
Paulus, der sich berufen sieht, das Evangelium zu verkünden, knüpft dieses an die Verheißungen des Alten Testaments an. Wir dürfen den Römerbrief heute also vor dem Hintergrund des Jesaja-Abschnitts und des Psalms lesen.
Paulus sagt selbst, dass das Verheißene sich in Jesus Christus erfüllt hat. Er reflektiert auch das, was wir in der letzten Woche intensiv betrachtet haben: Die davidische Abstammung Jesu „dem Fleische nach“. Während dieser von seiner Menschlichkeit her Sohn Davids ist, ist er von seiner Göttlichkeit her Sohn Gottes, der seit seiner Auferstehung eingesetzt ist in Macht. Er ist jetzt beim Vater. Wir beten im Glaubensbekenntnis, dass Jesus nun als Auferstandener zur Rechten des Vaters sitzt und von dort aus wiederkommen wird als Weltenrichter.
Paulus macht klar, dass die Vollmacht, mit der er den Römern durch den Brief das Evangelium verkündet, von Christus selbst kommt. Er sagt auch, dass er sich berufen sieht, die Heiden zu evangelisieren, die das unmittelbare Umfeld der römischen Gemeinde bilden.
Wenn Paulus von den Heiligen als Adressaten spricht, meint er immer die Getauften. Dies tut er aber nicht, weil er davon ausgeht, dass die Taufe sie schon automatisch heilig macht, sondern, weil sie a) dadurch von der Welt ausgesondert sind wie er (Vers 1), b) durch die Taufe dazu berufen sind, heilig zu leben.
Paulus war es in seiner Verkündigung wichtig, die Heiden zu Christus zu bekehren und zu betonen, dass nicht das Halten der Torah (bei ihm immer „das Gesetz“) die Christen gerecht macht, sondern der Glaube an Gott. Damit grenzte er sich von jenen Aposteln ab, die auch von den Heiden die Beschneidung und Befolgung der gesamten Torah forderten. Das hat nichts mit Abgrenzung zwischen theoretischem Glauben („Glaube allein“, was nirgendwo in der Bibel steht) und Taten zu tun (angebliche Werksgerechtigkeit). Was Paulus hier nämlich beschreibt, werden wir im Anschluss im Evangelium hören: Ein absoluter Glaube beim Ziehvater Jesu: Er sagt nicht einfach nur „ich glaube an dich, mein Gott“. Er sagt überhaupt nichts. Nicht ein einziges Wort von ihm ist in der Bibel enthalten. Und doch lässt er Taten sprechen. Diese machen ihn zum gerechten Mann. Josef zeigt uns heute, was der Glaubensgehorsam ist, den Paulus hier anspricht: Gottes Willen gehorsam tun und darauf vertrauen, dass wenn Gott etwas von uns verlangt, es immer zu unserem Heil ist. Dadurch, dass Josef Gottes Willen GETAN hat und nichts Trügerisches im Sinne hatte, ist er von Gott reichlich gesegnet worden, wie David in dem obigen Psalm beschreibt. Josef war sogar bereit, sich gegen das mosaische Gesetz zu stellen, um seine Verlobte zu beschützen. Lesen Sie selbst:

Mt 1
18 Mit der Geburt Jesu Christi war es so: Maria, seine Mutter, war mit Josef verlobt; noch bevor sie zusammengekommen waren, zeigte sich, dass sie ein Kind erwartete – durch das Wirken des Heiligen Geistes. 
19 Josef, ihr Mann, der gerecht war und sie nicht bloßstellen wollte, beschloss, sich in aller Stille von ihr zu trennen. 
20 Während er noch darüber nachdachte, siehe, da erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum und sagte: Josef, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria als deine Frau zu dir zu nehmen; denn das Kind, das sie erwartet, ist vom Heiligen Geist. 
21 Sie wird einen Sohn gebären; ihm sollst du den Namen Jesus geben; denn er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen. 
22 Dies alles ist geschehen, damit sich erfüllte, was der Herr durch den Propheten gesagt hat: 
23 Siehe: Die Jungfrau wird empfangen und einen Sohn gebären und sie werden ihm den Namen Immanuel geben, das heißt übersetzt: Gott mit uns. 
24 Als Josef erwachte, tat er, was der Engel des Herrn ihm befohlen hatte, und nahm seine Frau zu sich.

Das heutige Evangelium ist die Fortsetzung des Stammbaums. Wir hören jetzt von der Geburt des Messias. Das Matthäusevangelium berichtet sie vor allem aus der Sicht Josefs. Dies macht absolut Sinn, wenn wir uns an den Stammbaum erinnern. Juden denken bei der Weitergabe des Lebens und des eigenen Blutes patrilinear, also väterorientiert. Wenn es also um die Geburt eines Kindes geht, macht es Sinn, dass das Matthäusevangelium die Vaterperspektive betont. Wir lesen heute auch wieder solche Formulierungen, die die biologische Vaterschaft Josefs ausschließen: „Maria, seine Mutter“ ist eine Andeutung solcher Art, die im Stammbaum durch das Auslassen des Satzes „Josef zeugte den Jesus“ und den Verweis auf seine Frau Maria ausgedrückt worden ist. Dies wird noch viel eindeutiger im weiteren Verlauf des Evangeliums, wo immer wieder „das Kind und seine Mutter“ gesagt wird, nicht „Josefs Sohn“ (z.B. in Mt 2,13-14) – in einem Evangelium, das eigentlich sehr patrilinear orientiert ist! Das fällt auf.
Josef ist ein gerechter Mann. Gott hat sich etwas dabei gedacht, ausgerechnet diesen Menschen als Ziehvater seines Sohnes vorzubereiten. Josef wollte seine Frau nicht bloßstellen – denn erstens war Maria vor der Ehe schwanger geworden und zweitens als geweihte Jungfrau! Um ihre Ehre zu bewahren, möchte er sich von ihr trennen. Wir verstehen seine noble Tat erst, wenn wir die jüdischen Gesetze kennen:
Wenn ein unberührtes Mädchen, das einem Mann versprochen ist, von einem anderen Mann schwanger wird, sollen der andere Mann sowie die Frau gesteinigt werden (Dtn 22,23f.). Dem Betrogenen wird keine Schuld zugeschrieben. Warum will sich Josef dann von ihr trennen? Josefs Gerechtigkeit ist eine größere als die der buchstabentreuen Juden seiner Zeit. Er denkt keinen Moment daran, das mosaische Gesetz auszuführen, sondern er überlegt, die ganze Schuld auf sich zu nehmen. Indem er sich nämlich in aller Stille von ihr getrennt hätte, hätte es nach außen hin so ausgesehen, als hätte er sie verlassen, nachdem er mit ihr ein Kind gezeugt hatte. So hätte sie als „Verführte“ und „Verlassene“ keine Schuld getroffen. Er wäre bestraft, Marias Leben und das des Kindes aber gerettet worden. DAS meine Lieben, ist ein würdiger Ziehvater, den sich Gott auserwählt hat. Er hat seine Gerechtigkeit schon vor der Geburt des Gotteskindes unter Beweis gestellt und das alles, noch bevor er von Gottes Plan gehört hat! Josef hat wirklich so ein reines Herz, das David im Psalm beschreibt.
Josef führt seine Überlegungen nicht aus, weil ihm im Traum ein Engel des Herrn den Heilsplan Gottes offenbart hat. Bei den Worten des Engels ist sehr auffällig, dass er Josef „Sohn Davids“ nennt. Die jüdischen Hörer dieses Evangeliums werden eins und eins zusammengezählt haben. Das Kind, das in die Welt kommen soll, erhält auf Erden einen davidischen Vater. Somit erfüllen sich die messianischen Verheißungen der Hl. Schriften. Dieser Messias wird von einem davidischen Vater erzogen werden, der selbst ein gerechter Mann ist. So wird der Messias selbst gerecht sein, als Gott durch die göttliche Eigenschaft der Gerechtigkeit, als Mensch dank Josef und seiner Tugend der Gerechtigkeit. Diese Zweidimensionalität reflektiert Paulus am Anfang seines Römerbriefs. Josef handelt nach Gottes Willen ohne Widerrede und Skepsis. Er hat diesen Glaubensgehorsam, von dem Paulus spricht. Dieser macht ihn gerecht. Die Steinigung seiner schwangeren Verlobten als Ausführung des mosaischen Gesetzes hätte ihn nicht gerecht gemacht.
Das Kind ist vom Hl. Geist, aber Josef soll es benennen. Damit wird deutlich, dass er es als sein Kind adoptieren soll.
Der Engel gibt ihm auch den Namen vor und erklärt dessen Bedeutung: Dieses Kind wird das Volk von seinen Sünden erlösen. Das ist eine Verheißung, die immer und immer wieder im AT genannt wird. Damit wird dem frommen Juden Josef klar: Das Kind ist der Messias und muss deshalb Jesus heißen.
Daraufhin wird die Erfüllung der Verheißung durch das heute gehörte Jesajazitat unterstrichen: Die Jungfrau wird ein Kind empfangen…Die frommen Juden, die dieses Evangelium gehört haben, verstanden spätestens jetzt, was für ein Kind hier geboren wird.

Lassen wir uns heute berühren von Gottes großen Heilstaten. Er hat das lange jahrhundertelange Schreien seines auserwählten Volkes erhört und ist wie verheißen als davidisches Kind in dieser Welt Mensch geworden. Er hat für die Umsetzung seines Heilsplans sowohl die Jungfrau bereitet als auch den gerechten Mann, der sie mit allen Mitteln beschützt. Diese Familie ist besonders. Sie ist eine geistige Familie, da alles Biologische, was im Judentum sonst üblich ist, hier komplett entfällt. Das Kind hat keinen menschlichen Vater, es wird nicht auf natürliche Weise gezeugt, es wird nicht auf natürliche Weise geboren. Die Eltern führen keine natürliche, sondern übernatürliche Ehe.
Danken wir heute besonders dem Hl. Josef, der so wunderbar gehandelt hat. Sonst wäre Jesus nicht in diese Welt gekommen, dessen Leben schon von Anfang an bedroht gewesen ist. Wir können wirklich viel von ihm lernen, besonders für unsere eigenen Familien. Sein Glaubensgehorsam, der Taten sprechen lässt, hat uns die Erlösung ermöglicht. Bitten auch wir um diesen Glaubensgehorsam, durch den auch wir zu Werkzeugen des Heils Gottes werden. Es ist bald soweit. In einigen Tagen wird Gott Mensch. Befolgen auch wir seinen Willen, der uns immer nur Heil beschert, und tun wir unser bestes, damit der Herr auch in diesem Jahr in den Herzen unserer Mitmenschen geboren werden kann.

Ihre Magstrauss

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