14. Sonntag im Jahreskreis

Sach 9,9-10; Ps 145,1-2.8-9.10-11.13 c-14; Röm 8,9.11-13; Mt 11,25-30

Sach 9
9 Juble laut, Tochter Zion! Jauchze, Tochter Jerusalem! Siehe, dein König kommt zu dir. Gerecht ist er und Rettung wurde ihm zuteil, demütig ist er und reitet auf einem Esel, ja, auf einem Esel, dem Jungen einer Eselin.
10 Ausmerzen werde ich die Streitwagen aus Efraim und die Rosse aus Jerusalem, ausgemerzt wird der Kriegsbogen. Er wird den Nationen Frieden verkünden; und seine Herrschaft reicht von Meer zu Meer und vom Strom bis an die Enden der Erde.

An diesem heutigen 14. Sonntag im Jahreskreis hören wir als erste Lesung einen höchst messianischen Text. Es geht um einen Ausschnitt aus dem Propheten Sacharja. Der Prophet wirkt um das Jahr 518 herum in Jerusalem, das heißt kurz nach dem Babylonischen Exil. Die Stadt liegt in Trümmern, doch ein Neuanfang tut sich nun auf. In Kapitel 9 geht es um die Erlösung Israels, was den Grund zur Freude darstellt. Ein Jahr später wird der Wiederaufbau des Tempels begonnen. Dies bestätigt für die Israeliten die Heilsankündigung des Propheten.
„Juble laut, Tochter Zion!“ Mit dieser Bezeichnung wird das ganze Volk Israel oft angesprochen. Es bezieht sich logisch gesehen eigentlich nur auf die Bewohner Jerusalems, die in ihrer Gesamtheit die eine Tochter Gottes darstellen, doch ist sie als pars pro toto zu interpretieren, als Teil des Ganzen. Sie kann nun laut jubeln und gerade die Bewohner Jerusalems können dies tun! Ihr Tempel wird wieder aufgebaut werden. Das heißt, dass Gott wieder Wohnung unter ihnen nehmen wird. Gerade dieser Verlust stellte für die Israeliten das größte Trauma des Exils dar.
Der König kommt nun zu ihr. Das verstehen wir wörtlich-historisch zunächst als die Rückkehr der Gegenwart Gottes im wieder aufgebauten Tempel. Dies wird aber noch weiter gedacht als das Kommen einer messianischen Heilsgestalt. Schließlich ist die Rede von einer demütigen Person auf einer Eselin und ihrem Jungen. Gott ist Geist und reitet nicht auf Tieren in die Stadt ein – so das jüdische Verständnis. Diese messianische Gestalt wird zunächst menschlich gedacht und die angekündigte Rettung wird politisch verstanden. Wir sehen hier schon die Erfüllung im Neuen Testament. Jesus Christus, der menschgewordene Gott, ist auf einer Eselin und mit ihrem Jungen in Jerusalem eingeritten, was wir an Palmsonntag feiern! Christus reitet auch im übertragenen Sinne in das Zion ein, das die Kirche ist – in jeder Heiligen Messe. Wir singen dann Hosanna in der Höhe, so wie die Bewohner Jerusalems damals. Auch wir singen dann „Gesegnet sei, der kommt im Namen des Herrn.“ Er ist wirklich ein königlicher Messias. Er ist unser König, dessen Reich nicht von dieser Welt ist. Durch die Taufe gehören wir zu seiner Dynastie. Wir sind seine Royal Family. Der Herr reitet auch ein in unser inneres Jerusalem, wenn wir ihn in der Kommunion empfangen. Er bleibt dort, solange wir ihn nicht durch unsere Sünden daraus vertreiben. Singen und begrüßen wir ihn auch dann mit unserem Lobpreis – nicht nur mit den Lippen, sondern vor allem auch mit unserem Lebenswandel.
Der Messias, so die prophetische Ankündigung Sacharjas, wird Frieden bringen. Dies wird zunächst auf einen irdisch-politischen Frieden bezogen, denn Israel hat eine tyrannische Fremdherrschaft hinter sich. Die beiden Reiche (Nord und Süd) sind eingenommen worden und schließlich die Heilige Stadt Jerusalem belagert worden. Die kommende Heilsgestalt wird die kriegerischen Heere entfernen und den Kriegsbogen ausmerzen. Er wird für Freiheit des Volkes sorgen. Schließlich wird er eine universale Herrschaft antreten, die von Meer zu Meer geht. Der Messias wird wie gesagt zunächst als Mensch verstanden, der eine irdische Herrschaft innehaben wird. Deshalb werden viele von Christus enttäuscht sein, weil er diesen Vorstellungen gerade nicht entspricht. Er sagt vielmehr, dass sein Reich nicht von dieser Welt ist und die Waffen, mit denen er kämpft, spirituell sind. Er kämpft mit dem Wort Gottes, das ein zweischneidiges Schwert ist. Er befreit das Volk Gottes nicht von politischen Feinden, sondern von ihren Sünden. Er sorgt für einen Frieden, den die Welt nicht geben kann – dem eschatologischen, ewigen Frieden. Er entfernt den Kriegsbogen, den die Menschheit gegen Gott aufgestellt hat, damit der Zugang zum Paradies wiederhergestellt wird. Er versöhnt die ganze Welt mit Gott und etabliert das universale Reich Gottes, das am Ende der Zeiten offenbar werden wird. Der Messias ist nicht einfach nur ein Mensch, sondern Gott selbst wird als Mensch geboren werden, um seine Heilstat zu vollbringen.

Ps 145
1 Ein Loblied Davids. Ich will dich erheben, meinen Gott und König, ich will deinen Namen preisen auf immer und ewig.
2 Jeden Tag will ich dich preisen und deinen Namen loben auf immer und ewig.
8 Der HERR ist gnädig und barmherzig, langmütig und reich an Huld.
9 Der HERR ist gut zu allen, sein Erbarmen waltet über all seinen Werken.
10 Danken sollen dir, HERR, all deine Werke, deine Frommen sollen dich preisen.
11 Von der Herrlichkeit deines Königtums sollen sie reden, von deiner Macht sollen sie sprechen,
13 Treu ist der Herr in seinen Reden und heilig in all seinen Werken.
14 Der HERR stützt alle, die fallen, er richtet alle auf, die gebeugt sind.

Als Antwort auf diese Heilsankündigung beten wir einen Lobpreispsalm, der den Abschluss des fünften Psalmenbuches darstellt.
König David selbst betet ihn uns vor, was absolut passend ist. Er selbst ist König über die Stämme Israels und somit Typos Christi, der der königliche Messias ist. Und diese mächtige Heilsgestalt macht sich mit diesem Lobpreis nun ganz klein vor Gott, dem Allmächtigen.
Zu Beginn erfolgt wie so oft eine Selbstaufforderung zum Lobpreis: „Ich will deinen Namen preisen auf immer und ewig.“
David bekundet die stete Anbetung Gottes auch im nächsten Vers. Er verspricht Gott dies gleichsam durch die mehrfachen Aussagen.
Er proklamiert als nächstes die Barmherzigkeit Gottes. Diese hat er in seinem Leben wahrlich erfahren, denn Gott hat ihn trotz seiner schweren Sünden nicht einfach aufgegeben. Er hat ihn die Konsequenzen seiner Sünde spüren lassen, aber er hat den Bund treu gehalten, den er mit David eingegangen ist. Gott ist wirklich langmütig, das heißt geduldig. Er vergibt jedem Menschen seine Schuld, wie groß sie auch ist, wenn er aufrichtig bereut. Das hat er nicht nur David gegenüber gezeigt, sondern allen Menschen. Er ist „gut zu allen“. Und was auch immer Gott erwirkt, es ist letztendlich Ausdruck seines Erbarmens. Wenn der Mensch leiden muss, dann ist das kein Widerspruch zu diesem grenzenlosen Erbarmen Gottes. Er möchte unsere Liebesbeziehung, aber wenn wir sie ablehnen und deswegen dann leiden, kann er nichts tun. Zu sehr schätzt er unseren freien Willen. Und wenn andere Menschen sündigen und uns unschuldig mit hineinziehen, ist das kein Ausdruck der Ungerechtigkeit Gottes, sondern das Wesen der Sünde.
In Vers 10 erfolgt eine weitere Lobpreisaufforderung, nun aber nicht an den Beter selbst, sondern an „alle deine Werke, deine Frommen“. Die Schöpfung soll Gott loben und preisen. Dies ist die einzig angemessene Reaktion auf das Geschaffensein von dem liebenden Gott, der uns eigentlich nicht braucht, aber ohne uns nicht sein will. Dass wir existieren, ist bereits den ewigen und unaufhörlichen Lobpreis wert!
David bezeichnet Gott hier als König, wenn er von der „Herrlichkeit“ seines „Königtums“ spricht. Gottes Allmacht wird mit einem mächtigen Herrscher verglichen. David vergleicht Gottes Macht also mit seiner eigenen und steigert sie ins Unendliche. Dieses Königtum soll verkündet werden. Christus wird dies zum Kern seine Botschaft machen und seine Jünger vor seiner Heimkehr zum Vater dazu auffordern, es fortzusetzen.
Gott ist wirklich treu. Er tut, was er sagt, er hält, was er verspricht. Jesus trägt den Menschen auf: „Euer Ja sei ein Ja und euer Nein ein Nein.“ In erster Linie lebt er dies vor, indem er die Wahrheit immer klar und deutlich artikuliert, selbst wenn es die Menschen nicht hören wollen. Gott hat den Menschen das Heil versprochen und kam auf der Höhe der Zeiten selbst. Wenn das nicht die Treue zu seinem Wort ist, was dann?
Gott bricht das geknickte Rohr nicht. Er tritt nicht nach, wenn jemand am Boden liegt. Vielmehr hilft er dem Menschen auf, indem er alles für dessen Umkehr tut. Wie oft ruft er seine geliebte Braut zurück, die ihm untreu wird. Immer wieder sendet er Propheten zu seinem Volk, um seinen Willen kundzutun. Dann wird er selbst Mensch, um die Menschen zur Umkehr aufzurufen, und stirbt für seine geliebte Braut. Durch diese Erlösungstat richtet er alle auf, die durch die Sünde gebeugt sind. Er schenkt denen, die seine Erlösung annehmen, das ewige Leben. Das ist die wahre Liebe und das unendliche Erbarmen Gottes!

Röm 8
9 Ihr aber seid nicht vom Fleisch, sondern vom Geist bestimmt, da ja der Geist Gottes in euch wohnt. Wer aber den Geist Christi nicht hat, der gehört nicht zu ihm.
11 Wenn aber der Geist dessen in euch wohnt, der Jesus von den Toten auferweckt hat, dann wird er, der Christus von den Toten auferweckt hat, auch eure sterblichen Leiber lebendig machen, durch seinen Geist, der in euch wohnt.
12 Wir sind also nicht dem Fleisch verpflichtet, Brüder und Schwestern, sodass wir nach dem Fleisch leben müssten.
13 Denn wenn ihr nach dem Fleisch lebt, müsst ihr sterben; wenn ihr aber durch den Geist die sündigen Taten des Leibes tötet, werdet ihr leben.

In der zweiten Lesung hören wir einen Abschnitt aus dem Römerbrief.
Paulus spricht von „Fleisch“ und „Geist“. Er spricht vom Geist Christi und vom Leib des Menschen. Dies alles schreibt er im Kontext einer Erklärung, was Jesus uns eigentlich geschenkt hat:
„Wer aber vom Fleisch bestimmt ist, kann Gott nicht gefallen.“ Wenn Paulus hier von „Fleisch“ redet, meint er nicht den Körper des Menschen. Der Mensch ist biblisch gesehen immer eine Einheit. Es gibt nicht „nur Körper“ und „nur Seele“. Was Paulus vielmehr meint, ist die sündhafte Natur des Menschen. Diese betrifft ja den ganzen Menschen, denn im Innersten der Seele neigt der Mensch zur Sünde, sein Leib verleitet ihn zur Sünde und hält ihn davon ab, Gutes zu tun. Beides – Leib und Seele sind dabei ganz anfällig und werden schnell krank und schwach. Der Mensch ist auch in seinen sozialen Beziehungen anfällig für die Sünde, er ist anfällig auf psychischer Ebene, was wir in unserer heutigen Zeit besonders stark sehen (die psychotherapeutischen Einrichtungen werden überrannt). Paulus vertritt keine Leibfeindlichkeit, sondern kritisiert es, wenn Menschen sich von dieser sündhaften Natur leiten lassen. Es ist vielmehr heilsnotwendig, dass wir uns dieser sündhaften Natur und ihrer Erlösungsbedürftigkeit bewusst werden. Es soll uns dazu führen, diese Erlösung anzunehmen, die Jesus erwirkt hat. Das tun wir in der Taufe. Das Problem oder der größere Argumentationskontext im Römerbrief ist die Frage danach, ob die Torah, was er immer mit „Gesetz“ meint, heilsnotwendig sei und so auch getaufte Christen die Torah halten sollen. Er schreibt an die Gemeinde in Rom, in der es aufgrund der gemischten Lage von Juden- und Heidenchristen immer wieder zu Reibungen gekommen ist, wie die Torah richtig zu verstehen ist und was genau vor Gott rechtfertigt. Paulus kennt die Gemeinde in Rom noch nicht persönlich und so legt er ihnen seine Sicht der Dinge dar, klärt das Torahverständnis und dabei vor allem die Frage nach der Rechtfertigung.
Er stellt nun heraus, dass Gott nicht gefällt, wenn der Mensch sich vom Fleisch leiten lässt, also nach der sündhaften Natur des Menschen handelt. Dagegen ist der getaufte Mensch aber vom Geist bestimmt, denn durch das Sakrament wohnt der Hl. Geist in ihren Seelen.
Er stellt heraus, dass durch die Taufe schon das Leben der Seele ermöglicht wird (das heißt nach dem Tod), aber der Leib noch stirbt. Er spricht von der Sünde als Ursache für den leiblichen Tod. Es geht dabei vor allem um die Sünde des ersten Menschenpaares. Er hat schon in Röm 7 von der Erbsünde und den Folgen daraus gesprochen (Ich tue, was ich nicht will und was ich will, das tue ich nicht). Die Sünde des ersten Menschenpaares hat die Sterblichkeit des Leibes verursacht. Die Seele war natürlich auch tot, denn sie konnte das Paradies nicht schauen. Durch das Erlösungswirken Jesu Christi hat sich das aber geändert und so wird der Mensch durch die Gerechtigkeit Jesu Christi fähig, zunächst seelisch ins Himmelreich einzugehen.
Am Ende sagt Paulus dann, dass dies aber nicht das Ende ist, sondern wir wie Jesus Christus einen neuen Leib geschenkt bekommen werden, der nicht mehr stirbt. Dann wird es auch eine leibliche Auferstehung geben!

Mt 11
25 In jener Zeit sprach Jesus: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du das vor den Weisen und Klugen verborgen und es den Unmündigen offenbart hast.
26 Ja, Vater, so hat es dir gefallen.
27 Alles ist mir von meinem Vater übergeben worden; niemand kennt den Sohn, nur der Vater, und niemand kennt den Vater, nur der Sohn und der, dem es der Sohn offenbaren will.
28 Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid! Ich will euch erquicken.
29 Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; und ihr werdet Ruhe finden für eure Seele.
30 Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht.

In Jesus verdichtet und personifiziert sich das, was wir in den bisherigen Texten gehört haben. Er ist die Güte und Barmherzigkeit in Person.
Er setzt heute im Evangelium an mit einem Lobpreis an den Vater. Es ist ein Beispiel, wie wir selbst beten sollen, die wir als Getaufte Gott ebenfalls unseren Vater nennen dürfen.
Gott ist wirklich „Herr des Himmels und der Erde“. Er hat sie nicht nur geschaffen und erhält sie, sondern er hat auch die Macht über alles. Das ist eine tröstliche Erkenntnis, denn auch wenn wir jetzt sehen, dass die Mächtigen dieser Welt böse sind, steht über ihnen dennoch der eine und wahre Gott. Sie haben jetzt vielleicht noch einen Handlungsspielraum, aber wenn Gott kommt, wird er sie alle in einem Moment entmachten – sie, die eigentlich nur Marionetten des Bösen sind.
Die „Unmündigen“ dieser Welt sind die Empfänger der entscheidenden Botschaft. An sie ist die Offenbarung ergangen, nicht an die Reichen, Weisen und Klugen, die ganz in der Weisheit der Welt wandeln. Paulus nennt eben diese Menschen töricht, die der weltlichen Weisheit verhaftet sind. Die „Unmündigen“ sind dagegen die eigentlichen Weisen, denn sie wandeln in der göttlichen Weisheit. Von den Hirten auf den Feldern von Betlehem bis zu den Fischern am See von Tiberias sind es immer die einfachen Menschen, die eine große Aufgabe im Reich Gottes erhalten.
Alles ist vom Vater dem Sohn übergeben worden. Nicht nur der Sohn hat sich durch sein Leiden und seinen Tod ganz dem Vater hingegeben, sondern auch der Vater ganz dem Sohn. Dieser vollbringt das Werk des Vaters, ganz in dessen Willen. Ihre ganz innige Beziehung ist es, die uns den Vater sehen lässt, wenn wir Jesus sehen. Wenn wir die Offenbarung des Vaters erhalten möchten, müssen wir uns ganz an den Sohn Jesus Christus halten. Niemand kennt den Vater nämlich besser als er. Gott ist Geist und er ist Geheimnis. Wenn wir ihn kennenlernen möchten, muss er sich uns offenbaren. Dies hat er ganz in Christus getan. Er hat uns wahrlich sein Innerstes gezeigt, sein Herz.
Jesus will Ruhe verschaffen. Wenn wir zu leiden haben, müssen wir es nicht alleine tragen, sondern er lädt uns ein, damit zu ihm zu kommen. Wir müssen nicht resignieren wie die Israeliten im babylonischen Exil oder die Juden zurzeit der Römerherrschaft. Wir müssen es gar nicht so weit kommen lassen, dass wir zu hadern beginnen und verbittern. Auch diese Einladung Jesu ist Zeichen der großen Barmherzigkeit Gottes.
Von ihm lernen wir heute noch etwas Anderes: Eine Last zu tragen, ist notwendig. Wir alle müssen ein Joch tragen, aber es kommt darauf an, welches! Gottes Kreuz, das er uns auferlegt, ist auf uns abgestimmt. Gott kennt uns durch und durch. Er hat uns schließlich geschaffen und kennt so auch unsere Grenzen. Sein auferlegtes Kreuz, das „Joch“, ist leicht und drückt nicht. An anderer Stelle sagt Jesus, dass wer sein Jünger sein will, sein Kreuz auf sich nehmen und tragen muss. Wenn wir Gottes Kreuz tragen, werden wir inneren Frieden haben und vor allem gibt er uns Kraft. Wir werden über uns hinauswachsen. Dies betrifft einerseits den einzelnen Christen, der die Gebote Gottes auf sich nimmt. Gottes Willen zu leben, ist nicht schwer und gibt uns inneren Frieden. Wir erhalten die Kraft und die Gnade, seinen Willen zu tun. Wo wir an unsere Grenzen stoßen, wachsen wir über uns hinaus durch seine helfende Gnade. Auch als ganze Kirche dürfen wir und müssen wir zu ihm kommen. Wir leben in einer Glaubenskrise. Immer mehr Menschen sind dem Namen nach Mitglied der Katholischen Kirche, leben aber nicht mehr nach den Geboten und nehmen die Heilsmittel nicht in Anspruch. Immer weniger Menschen glauben an Christus und daran, dass er in der Kirche lebt und wirkt. Auch diese Last müssen wir zum Herrn bringen und um Bekehrung und Erneuerung der Kirche beten! Wie oft werden stattdessen Sitzungen und Gespräche abgehalten, menschliche Krisenbewältigung und Anstrengungen unternommen, als ob diese Dinge das eigentliche Problem lösen könnten! Dabei müssen wir zuerst zu Christus zurückkehren und die Liebesbeziehung mit ihm wieder aufnehmen. In erster Linie muss der Klerus wieder geistlich werden und auf Knien um Vergebung bitten. Und auch wir, jedes einzelne Glied des Leibes, muss bei sich anfangen und umkehren. Eine im Glauben erneuerte Kirche wird wieder authentisch und missionarisch sein. Auch als Kirche das Joch Christi auf sich zu nehmen, wird fruchtbar sein, nicht das Ablegen des Jochs durch die Angleichung an den Zeitgeist.

Ihre Magstrauss

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