21. Sonntag im Jahreskreis

Jes 22,19-23; Ps 138,1-2 b.2c -3.6 u. 8; Röm 11,33-36; Mt 16,13-20

Jes 22
19 Ich werde dich von deinem Posten stoßen und er wird dich aus deiner Stellung reißen.
20 An jenem Tag werde ich meinen Knecht Eljakim, den Sohn Hilkijas, berufen.
21 Ich werde ihn mit deinem Gewand bekleiden und ihm deine Schärpe fest umbinden. Deine Herrschaft gebe ich in seine Hand und er wird zum Vater für die Einwohner Jerusalems und für das Haus Juda.
22 Ich werde ihm den Schlüssel des Hauses David auf die Schulter legen. Er wird öffnen und niemand ist da, der schließt; er wird schließen und niemand ist da, der öffnet.
23 Ich werde ihn als Pflock an einer festen Stelle einschlagen und er wird zum Thron der Ehre für sein Vaterhaus.

Die Worte, die wir in der ersten Lesung hören, stellen ein Gotteswort dar, das der Prophet Jesaja an Schebna richtet. In diesen Worten wird ihm angekündigt, dass er durch Eljakim ersetzt werden soll. Er hat zu jener Zeit der assyrischen Fremdherrschaft den zweithöchsten Posten im Königreich Juda, den des Verwaltungsbeamten. Eine Schärpe ist sein Erkennungszeichen, sodass jeder daran erkannte, dass er die alle Vollmachten des Königs innehatte. Er war nicht nur der Palastvorsteher und musste das Krongut verwalten, auch die Tributzahlungen an die Assyrer managen, sondern war auch in Kontakt mit den Assyrern. So wurde er bestechlich und betrieb regelrechte Lobbyarbeit. Schebna ist also insgesamt ein schlechter Verwalter des Reiches Juda. Und deshalb übermittelt Jesaja ihm nun die Drohworte, die wir in der ersten Lesung gehört haben.
„Ich werde dich von deinem Posten stoßen und er wird dich aus deiner Stellung reißen.“ Das bezieht sich auf Eljakim, der seine Aufgabe übernehmen wird. Schebna selbst wird weiterhin Verantwortung haben, aber einen niedrigeren Posten erhalten: Er wird zum Schreiber seines Nachfolgers Eljakim.
Eljakim dagegen wird die Schärpe erhalten und auch das Gewand Schebnas tragen. Und dieser Mann wird wirklich väterlich handeln. Er wird seine Position nicht missbrauchen, sondern wirklich für Juda sorgen wie ein Vater für seine Familie. Das ist der Sinn dieses Postens und so ist es gottgewollt.
Jesaja fährt fort mit den Gottesworten: „Ich werde ihm den Schlüssel des Hauses David auf die Schulter legen. Er wird öffnen und niemand ist da, der schließt; er wird schließen und niemand ist da, der öffnet.“ Wir erkennen in Eljakim einen Typos Petri, dem Jesus höchstpersönlich die Schlüssel des Himmelreiches übergeben wird. Das ist schon ein Hinweis auf das Evangelium, seien Sie gespannt!
Eljakim wird die Schlüssel des Hauses David erhalten, das bedeutet wörtlich zunächst die Schlüssel des Palastes. Er wird ja zum Palastvorsteher, der alles verwalten soll. Später wird Jesus Petrus eine ähnliche Aufgabe übermitteln. Der König des Himmelreiches wird seinem Verwalter die Schlüssel seines Palastes überreichen, der nicht von dieser Welt ist. Er wird zum Verwalter überirdischer Schätze und erhält so wie Eljakim alle Vollmachten des Königs. Auch er wird aufschließen und zuschließen. Was er auf Erden tun wird, wird im Himmel gelten.
Eljakim wird zum „Pflock an einer festen Stelle“. Das erinnert uns wiederum an Petrus, der zum Felsen für die Kirche wird. Insgesamt erkennen wir eine typologische Verbindung der beiden Personen, bei der Petrus Eljakim in seiner übernatürlichen Vollmacht übertrumpft. Er wird nämlich zum Verwalter und Palastvorsteher Gottes, der unendlich höher steht als der König von Juda. Und dieser überirdische Palastvorsteher soll nicht wie Schebna sein und seine Macht missbrauchen, sondern ein Vater für die „Einwohner Jerusalems“ sein, aber nicht mehr des irdischen Jerusalems, sondern des himmlischen, das durch die Kirche jetzt schon fassbar ist. Wer würde auf die Idee kommen, Eljakim als Verwalter mit dem König von Juda zu verwechseln oder eine Rivalität zwischen beiden zu erkennen? Vor diesem Hintergrund erkennen wir das Amt des Papstes, der sich keineswegs als Gott auf Erden aufspielt, sondern Vater für die Kirche ist. Schauen wir auf Eljakim, verstehen wir die Aufgabe des Heiligen Vaters.

Ps 138
1 Von David. Ich will dir danken mit meinem ganzen Herzen, vor Göttern will ich dir singen und spielen.
2 Ich will mich niederwerfen zu deinem heiligen Tempel hin, will deinem Namen danken für deine Huld und für deine Treue. Denn du hast dein Wort größer gemacht als deinen ganzen Namen.
3 Am Tag, da ich rief, gabst du mir Antwort, du weckst Kraft in meiner Seele.
6 Erhaben ist der HERR, doch er schaut auf den Niedrigen, in der Höhe ist er, doch er erkennt von ferne.
8 Der HERR wird es für mich vollenden. HERR, deine Huld währt ewig. Lass nicht ab von den Werken deiner Hände!

Als Antwort auf die Lesung beten wir den Dankespsalm 138. David spricht davon, dass er „vor Göttern“ Gott singen und spielen will. Hier erkennen wir das Gottesverständnis der Monolatrie: Es gibt vielleicht mehrere Götter, aber nur ein Gott ist es, der angebetet werden darf. Er ist der Höchste und der Mächtigste von allen. König David lebt in einer Zeit, in der die Menschheit den Monotheismus noch nicht begriffen hat. Dies kommt erst mit dem Babylonischen Exil und der „Jahwe-allein-Bewegung“. Erst dann lernt das Volk Israel, dass es nur einen Gott gibt und die anderen Götter nur Götzen sind, menschengemachte Nichtigkeiten.
Dieser erste Vers ist ein typischer Psalmenbeginn, da er eine Selbstaufforderung zum Lob darstellt.
Auch der zweite Vers geht in diese Richtung, da er die Selbstaufforderung zur Anbetung im Tempel Gottes beinhaltet. David will zum heiligen Tempel hin Gott danken für dessen Huld und Treue. Das ist ein gängiges Begriffspaar für Gottes gute Vorsehung und Heilswillen. Alles, was dieser zulässt, ist gut und dient dem Heil der ganzen Welt. Gott hat sein Wort größer gemacht als seinen ganzen Namen. Wie ist das zu verstehen? Man müsste noch wörtlicher übersetzen „groß gemacht über deinen ganzen Namen“, denn es gibt im Hebräischen keinen Komparativ. Sein „Wort“ muss vom hebräischen Wort אִמְרָתֶֽךָ imratecha eher mit „deine Zusage“ übersetzt werden, denn es steckt das Verb „sagen“ darin. Man müsste das also so verstehen, dass Gott seinem Namen alle Ehre gemacht hat. Er hat gehalten, was sein Name als Programm verheißt. Er ist wirklich da und steht seinem Volk in jeder Notlage bei. Was auch immer passiert ist, Gott hat es nicht verlassen.
Was damit gemeint ist, wird in Vers 3 genauer ausgeführt. Gott erhörte die Bitte des Beters am selben Tag, als er rief. Gott erhört nicht nur Bitten oder gibt Antwort auf Fragen, sondern er spendet auch Kraft. Das ist ein wichtiger Aspekt, weil viele Menschen sich einbilden, alles aus eigener Kraft meistern zu müssen. Sie nennen es dann Autonomie und Mündigkeit und im Namen des Glaubens sagen sie sogar, das mache einen reifen erwachsenen Glauben aus. Aber Jesus sagt, wir sollen „wie die Kinder“ sein, wenn wir ins Reich Gottes eingehen wollen. König David hat diese Kindlichkeit nie aufgegeben, sondern hat sich als der mächtige König von zwölf Stämmen dennoch als Kind Gottes verstanden, das vertrauensvoll zu seinem Vater kommen darf.
Gott ist erhaben. Er thront im Himmel, denn er ist der Herrscher des ganzen Universums. Und doch schaut er auf den Niedrigen. Das macht sein väterliches Wesen aus. Er sorgt um jedes noch so kleinste Geschöpf, als wäre es das einzige auf der Welt. Auch wenn er in der Ewigkeit thront, weiß er um jedes einzelne Leben. Er sieht alles und schaut uns mit Liebe an.
Seine liebende Fürsorge ist jedem Menschen gewiss und so dürfen wir mit demselben Gottvertrauen beten wie König David. Auch wir dürfen uns ganz auf Gott verlassen, dem Herr des ganzen Universums, der allmächtig ist. Seine Huld währt ewig und so wird er an uns wirken, wie er verheißen hat – seinen Heilswillen in unserem Leben ausführen.

Röm 11
33 O Tiefe des Reichtums, der Weisheit und der Erkenntnis Gottes! Wie unergründlich sind seine Entscheidungen, wie unerforschlich seine Wege!
34 Denn wer hat die Gedanken des Herrn erkannt? Oder wer ist sein Ratgeber gewesen?
35 Oder wer hat ihm etwas gegeben, sodass Gott ihm etwas zurückgeben müsste?
36 Denn aus ihm und durch ihn und auf ihn hin ist die ganze Schöpfung. Ihm sei Ehre in Ewigkeit! Amen.

In der zweiten Lesung hören wir einen Hymnus auf Gottes gute Vorsehung, um die es ja auch schon in den anderen Texten ging.
Paulus spricht sehr poetisch, wenn er die Eigenschaften Gottes preist. „O Tiefe des Reichtums, der Weisheit und der Erkenntnis Gottes!“ Diese Eigenschaften möchte er ja durch den Hl. Geist auch den Menschen schenken und wir bitten besonders an Pfingsten um die sieben Gaben des Hl. Geistes. Gottes Wege sind nicht unsere Wege. Was er vorhat, offenbart er uns zwar immer wieder, aber wir kleinen Menschlein werden nicht das Gesamtbild sehen wie er. Im Nachhinein können wir seine Spuren in der Weltgeschichte erkennen, doch ist unser Verstand gar nicht groß genug, um Gottes ganzes Handeln zu begreifen. Seine Wege sind wirklich unerforschlich und seine Entscheidungen oft für uns nicht nachvollziehbar. Und doch dürfen wir nicht der Versuchung erliegen, seine Wege zu verurteilen, ihn vielleicht sogar böse zu nennen und mit ihm zu hadern. Gott ist gut und seine Wege führen immer zum Heil, auch wenn wir das nicht verstehen.
„Denn wer hat die Gedanken des Herrn erkannt? Oder wer ist sei Ratgeber gewesen?“ Gott bleibt für uns ein Geheimnis und wir sehen von ihm, was er von sich selbst offenbart. Auch Kinder verstehen noch nicht so viel von der Erwachsenenwelt. Sie wissen noch nichts von Steuern, Rechnungen, Schulden. Und doch vertrauen sie darauf, dass die Eltern alles regeln. Sie leben unbeschwert und sorgenlos. So dürfen auch wir in der Beziehung zu Gott sein. Überlassen wir ihm das mit der Heilsgeschichte und erfüllen die Aufgaben, mit denen er uns betraut. Was wir von ihm verstehen, sollen wir treu umsetzen, was wir nicht verstehen, sollen wir aushalten.
Kein Mensch hat Gott etwas gegeben, was Gott zurückgeben müsste. Wir sind es, die Gott stets etwas schuldig sind. Wir können von ihm nichts einfordern, weil er uns mit so viel Gnaden beschenkt, dass wir diejenigen mit einem großen Schuldenkonto sind. Doch er fordert die Schulden nicht einfach wie eine kalte Rechenmaschine ein. Er erlässt uns die Schuld, er verleiht uns die Heilsmittel und erlässt uns durch die Möglichkeit von Ablässen sogar noch alles. Was wir ihm aber immer schuldig bleiben werden, ist die Liebe.
Die ganze Schöpfung ist von Gott geschaffen. Er ist der Urheber. Durch ihn ist alles geschaffen worden, denn Christus ist der Schöpfungsmittler, der Logos, durch die ganze Welt ihre Gesetzmäßigkeit erhalten hat. Und auf Gott hin zielt alles ab, sodass wir mit einer gewissen Gelassenheit die Weltgeschichte betrachten können, auch wenn die Zustände immer schlimmer werden. Am Ende steht Gottes ewiges Heil. Deshalb sei ihm auf ewig die Ehre und deshalb schließt Paulus den hymnenartigen Gesang hier mit einer typischen Gebetsformel, die die Christen von den Juden übernommen haben. Eine Doxologie ist somit auch typisch christliches Gebetsformular geworden. Wir beten auch am Ende des Hochgebets der Hl. Messe eine Doxologie, die dieser hier sehr ähnlich ist. Paulus schreibt Briefe oft betend. Es sind nicht einfach ausgeklügelte theologische Traktate, sondern Reflektionen seiner Seele. So mischen sich in seinen Briefen verschiedenste Elemente von Grüßen über theologische Betrachtungen hin zu Gebeten.

Mt 16
13 Als Jesus in das Gebiet von Cäsarea Philippi kam, fragte er seine Jünger und sprach: Für wen halten die Menschen den Menschensohn?
14 Sie sagten: Die einen für Johannes den Täufer, andere für Elija, wieder andere für Jeremia oder sonst einen Propheten.
15 Da sagte er zu ihnen: Ihr aber, für wen haltet ihr mich?
16 Simon Petrus antwortete und sprach: Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes!
17 Jesus antwortete und sagte zu ihm: Selig bist du, Simon Barjona; denn nicht Fleisch und Blut haben dir das offenbart, sondern mein Vater im Himmel.
18 Ich aber sage dir: Du bist Petrus und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen und die Pforten der Unterwelt werden sie nicht überwältigen.
19 Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreichs geben; was du auf Erden binden wirst, das wird im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden lösen wirst, das wird im Himmel gelöst sein.
20 Dann befahl er den Jüngern, niemandem zu sagen, dass er der Christus sei.

Im Evangelium hören wir heute das berühmte Messiasbekenntnis des Petrus, das den Kreis des heutigen Tages schließt.
Jesus und seine Jünger kommen nach Cäsarea Philippi, einem Ort mit deutlichen kaiserkultischen Ansätzen (so der politische Rahmen). Und ausgerechnet dort fragt Jesus seine Jünger nun, für wen die Leute ihn halten. Das Ganze läuft darauf hinaus, dass Jesus zum Gegenbild des römischen Kaisers wird, nämlich als der eigentlich Gesalbte, der König eines übernatürlichen Königreichs. Die Analogie ist ein wichtiger pädagogischer Schachzug, um seine Jünger an die Abbildhaftigkeit von irdischem und himmlischem Königtum heranzuführen, auch in Bezug zum Amt des königlichen Beamten.
Der Ort ist noch für eine andere Sache bezeichnend: In der Nähe der Stadt befindet sich eine ganz bekannte Grotte zu Ehren des Gottes Pan, dem ursprünglichen Hirtengott. Das ist ein weiteres Stichwort. Jesus wird sich als der eigentliche Hirte, der gute Hirte charakterisieren, demgegenüber so eine pagane Gottheit verblasst. Und dies ist auch wichtig in Bezug zur Bevollmächtigung Petri, der sein Amt als Hirte verstehen soll und nicht zum Machtmissbrauch verleitet werden soll.
Die Jünger fassen die Gerüchteküche um Jesu Identität zusammen: Er sei Johannes der Täufer, Elija, Jeremia oder ein sonstiger Prophet.
Das ist teilweise sehr sinnlos und unlogisch, denn Johannes der Täufer war ja zusammen mit Jesus zu sehen. Wie kann Jesus also zugleich der Täufer sein? Die Elija-Frage ergibt als logische Konsequenz der Täufer-Aussage Sinn, denn Johannes ist als wiedergekommener Elija vermutet worden. Jesu Heilstaten lassen dies vermuten, denn er tut einige der von Elija bekannten Heilstaten. Wir merken hier, wie Gerüchte funktionieren: Ob sie überhaupt Sinn ergeben, wie hoch der Wahrheitsgehalt ist, spielt eine untergeordnete Rolle. Das Sensationelle daran erhält das Gerücht am Leben.
Dass Jesus ihnen die Frage überhaupt gestellt hat, ist eine Hinführung zu seiner eigentlichen Frage: Für wen haltet IHR mich?
Petrus ist wie so oft der erste, der sich zu Wort meldet. Dass er so schnell die treffende Antwort gibt, zeigt sein geisterfülltes Sprechen: Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes. Das ist keine Schlussfolgerung aufgrund von logischem Nachdenken. Dies hätte mehr Zeit beansprucht. Es handelt sich um etwas, wofür ihm der Hl. Geist die Augen des Herzens geöffnet hat. Wie sonst kann ein ungebildeter Fischer aus Galiläa eine solch tiefe Wahrheit erkennen, wenn nicht aus dem Geist Gottes heraus?
Und aus dem Grund entgegnet Jesus auch diesem Messiasbekenntnis: „Selig bist du, Simon Barjona; denn nicht Fleisch und Blut haben dir das offenbart, sondern mein Vater im Himmel.“ Mit Fleisch und Blut ist die menschliche Natur gemeint, zu der alles gehört, auch die kognitiven Fähigkeiten. Der Vater im Himmel hat es ihm offenbart, nämlich durch seinen Geist. Diesen werden sie in vollem Umfang an Pfingsten empfangen, was nicht heißt, dass sie nicht jetzt schon von ihm erfüllt werden. „Barjona“ ist übrigens kein zweiter Vorname oder Nachname, sondern der Beiname, mit dem Menschen spezifiziert worden sind: Es heißt wörtlich „Sohn des Jona“, was der Name seines Vaters ist. Gott ist unerforschlich, das haben wir in der zweiten Lesung schon gehört. Doch hier hat er einem gewöhnlichen Menschen etwas Entscheidendes von sich offenbart.
Aufgrund seines Bekenntnisses verleiht Jesus ihm nun den Namen, unter dem wir ihn auch kennen und verehren – Petrus, der Fels. Er erhält diesen neuen Namen aufgrund der besonderen Berufung. Er soll zum Fundament der Braut Christi werden („und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen“).
Die Mächte der Finsternis werden sie nicht überwältigen, was auf diesen besonderen Felsen zurückzuführen ist. Das macht den Unterschied zu all den Denominationen aus, die später entstanden sind. Sie gründen nicht auf diesem Felsen und sind deshalb nicht ewig.
Jesus verleiht Petrus so eine große Macht, dass sogar der Himmel sich nach seinen Entscheidungen richten wird: „19 Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreichs geben; was du auf Erden binden wirst, das wird im Himmel gebunden sein, und was du auf Erden lösen wirst, das wird im Himmel gelöst sein.“ Diese Vollmacht hat nur er in seinem obersten Hirtenamt stellvertretend für Jesus, der zum Vater heimgekehrt und deshalb einen Stellvertreter auf Erden einsetzt. Diese Vollmacht überträgt sich jeweils auf den Nachfolger, denn dass Jesus dies nur für Petrus gesagt hat, ergibt keinen Sinn. Die Mächte der Finsternis werden die Kirche bestimmt nicht nur für die Lebenszeit des Petrus überwältigen. Das würde nicht zum Wesen Gottes passen, dessen Güte und Huld ewig sind.
Petrus wird zum Palastvorsteher des himmlischen Königreiches. Ihm überträgt Jesus alle nötigen Vollmachten, durch die Petrus‘ Taten nicht nur auf Erden, sondern auch im Himmelreich Auswirkungen haben werden. Dadurch wird Petrus nicht zum Gott erhoben, dadurch reißt er auch nicht die Aufmerksamkeit an sich, sondern er wird zum Verwalter, der das Werk Jesu Christi weiterführt. Petrus wird zum neuen Eljakim.
Diese Schlüsselgewalt analog zum Schlüssel des Hauses David gibt es nur in der katholischen Kirche, denn nur dort, wo der Gehorsam gegenüber dem Papst gelebt wird, gründen wir als Gläubige auf dem von Christus selbst gelegten Fundament. Diese Schlüsselgewalt wurde keinem Martin Luther, Joseph Smith, Charles T. Russell, Johannes Calvin, Ulrich Zwingli oder wie sie alle heißen, verliehen. Das macht den entscheidenden Unterschied aus. Das Haus, das auf Felsen gebaut ist, wird bei einem Sturm und bei Regengüssen nicht in sich zusammenfallen. Das ist für uns ein großer Trost, die wir heutzutage große Erschütterungen erleben. Diese werden die Kirche nicht zerstören, weil Jesus es uns versprochen hat.

Ihre Magstrauss

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