4. Sonntag der Osterzeit (B)

Apg 4,8-12; Ps 118,1 u. 4.8-9.21-22.23 u. 26.28-29; 1 Joh 3,1-2; Joh 10,11-18

Apg 4
1 Während sie zum Volk redeten, traten die Priester, der Tempelhauptmann und die Sadduzäer zu ihnen.

2 Sie waren aufgebracht, weil die Apostel das Volk lehrten und in Jesus die Auferstehung von den Toten verkündeten.
3 Und sie legten Hand an sie und hielten sie bis zum nächsten Morgen in Haft. Es war nämlich schon Abend.
4 Viele aber von denen, die das Wort gehört hatten, wurden gläubig; und die Zahl der Männer stieg auf etwa fünftausend.
5 Es geschah: Am anderen Morgen versammelten sich ihre Oberen sowie die Ältesten und die Schriftgelehrten in Jerusalem,
6 dazu Hannas, der Hohepriester, Kajaphas, Johannes, Alexander und alle, die aus dem Geschlecht der Hohepriester stammten.
7 Sie stellten die beiden in die Mitte und forschten sie aus: Mit welcher Kraft oder in wessen Namen habt ihr das getan?
8 Da sagte Petrus, erfüllt vom Heiligen Geist, zu ihnen: Ihr Führer des Volkes und ihr Ältesten!
9 Wenn wir heute wegen einer guten Tat an einem kranken Menschen darüber vernommen werden, durch wen er geheilt worden ist,
10 so sollt ihr alle und das ganze Volk Israel wissen: im Namen Jesu Christi, des Nazoräers, den ihr gekreuzigt habt und den Gott von den Toten auferweckt hat. Durch ihn steht dieser Mann gesund vor euch.
11 Dieser Jesus ist der Stein, der von euch Bauleuten verworfen wurde, der aber zum Eckstein geworden ist.
12 Und in keinem anderen ist das Heil zu finden. Denn es ist uns Menschen kein anderer Name unter dem Himmel gegeben, durch den wir gerettet werden sollen.

Heute hören wir die nachfolgenden Ereignisse, nachdem Petrus seine Bekenntnisrede in der Halle Salomos gehalten hat.
Die religiöse Elite bestehend aus dem Tempelhauptmann, den Sadduzäern und Hohepriestern tritt herzu und regt sich über die ganze Aktion auf.
Es passt ihnen überhaupt nicht, dass Petrus und Johannes die Auferstehung Jesu predigen, den sie nach umfassender Intrige endlich ans Kreuz bekommen haben.
So werden die beiden festgenommen und über Nacht gefangen gehalten. Das ist ihre erste Erfahrung mit Anfeindungen, weil sie im Namen Jesu gepredigt haben. Auch wenn sie festgehalten werden, kann die Tempellobby nichts dagegen tun, dass eine riesige Menge sich dem Glauben anschließt und die Zahl der Jerusalemer Urgemeinde auf 5000 ansteigt.
Am nächsten Tag werden die Apostel ähnlich wie Jesus damals verhört.
Es sind dieselben Hohepriester versammelt, die ähnliche Fragen stellen wie damals bei Jesus. Ihnen geht es um die Kraft, mit der die Apostel das Wunder vollbracht haben.
Auch jetzt ist Petrus nicht eingeschüchtert, sondern erfüllt vom Hl. Geist, der ihm den Mut verleiht, bekennt er Christus: In seinem Namen ist diese gute Tat an einem kranken Menschen vollzogen worden, den eben jene Hohepriester ans Kreuz gebracht haben, den der Tod aber nicht festhalten konnte. Jesus ist von den Toten auferstanden, so hat er den Tod und die Intrige der Hohepriester besiegt.
Genau diese Aussage untermauert Petrus mit dem sehr bekannten und viel verwendeten Zitat aus Ps 118: „Dieser Jesus ist der Stein, der von euch Bauleuten verworfen wurde, der aber zum Eckstein geworden ist.“ Er zitiert die Hl. Schrift, weil er in der Sprache der Gelehrten sprechen möchte und die Erfüllung der Verheißungen unterstreichen möchte. Er versucht, ihnen den Wald begreiflich zu machen, von dem sie bisher nur die einzelnen Bäume betrachtet haben.
Petrus ist wie ausgewechselt. Er spricht freimütig, er zitiert dabei die Schrift und bezieht sie auf Christus. All dies verstand er zuvor nicht und er fürchtete sich davor, irgendeinen Nachteil zu erleiden dafür, dass er Jünger Jesu ist. Doch der Geist Gottes ist auf die Apostel hinabgestiegen und wirkt nun auch durch ihn. Er nimmt es sehr ernst, dass Christus ihn zum Felsen seiner Kirche gemacht hat. Wahrlich, er ist wirklich ein Fels in der Brandung, der die aufkommende Kirche mit allen Mitteln verteidigt! An ihm sehen wir, was möglich ist, wenn wir uns ganz und gar dem Wirken Gottes hingeben. Wenn wir uns ihm anbieten und ihm wirklich sagen: „Tue mit mir, was du willst! Nimm mein Leben hin!“, dann wird er aus uns glänzende Diamanten machen. Er wird uns schleifen, sodass wir unvorstellbar über uns selbst hinauswachsen. Wir werden selbst erstaunt sein, zu was Gott fähig ist mit uns!
Gott liebt auch die Hohepriester, die Sadduzäer, die Schriftgelehrten, alle, die ihn ablehnen. Er möchte, dass alle Menschen gerettet werden. Und so ist die ganze Situation für sie eine einzige Lektion. Sie sollen die Chance bekommen, die Ablehnung Jesu wieder gut zu machen. Stattdessen geht ihre Sturheit mit seinen Jüngern weiter.
So ist Gott. Er gibt uns immer wieder Chancen zur Umkehr. Er versucht einfach alles, um unsere Liebe zu erhalten. Er hat aus Liebe alle Menschen ins Dasein gerufen und möchte, dass jeder ihn zurückliebt. Deshalb wirbt er um jeden, deshalb versucht er, sich begreiflich zu machen. Bis zur letzten Sekunde unseres Lebens versucht er alles, damit wir nicht verloren gehen!

Ps 118
1 Dankt dem HERRN, denn er ist gut, denn seine Huld währt ewig!
4 So sollen sagen, die den HERRN fürchten: Denn seine Huld währt ewig.

8 Besser, sich zu bergen beim HERRN, als zu vertrauen auf Menschen.
9 Besser, sich zu bergen beim HERRN, als zu vertrauen auf Fürsten.

21 Ich will dir danken, dass du mir Antwort gabst, du bist mir zur Rettung geworden.
22 Ein Stein, den die Bauleute verwarfen, er ist zum Eckstein geworden.

23 Vom HERRN her ist dies gewirkt, ein Wunder in unseren Augen.
26 Gesegnet sei, der da kommt im Namen des HERRN! Wir segnen euch vom Haus des HERRN her.

28 Mein Gott bist du, dir will ich danken. Mein Gott bist du, dich will ich erheben.
29 Dankt dem HERRN, denn er ist gut, denn seine Huld währt ewig!

Im Anschluss an die Lesung beten wir Psalm 118. Wir haben ihn schon in der Osternacht gebetet. Es gibt kaum einen Psalm, der besser in die Osterzeit passt.
Gottes große Heilstaten verdienen stets unser Lob und unseren Dank. Wir können gar nicht genug danken für alles, was Gott uns Gutes tut! Und im Anschluss an den Mut des Petrus, der zur Heilung des Gelähmten steht, der die Chance für eine Bekenntnisrede nutzt und weitere 2000 Männer zum Glauben an Christus führt, können wir wirklich nur in einen Lobpreis verfallen!
Ganz im Psalmenstil beginnt das Danklied mit einer Aufforderung zum Dank, denn Gottes „Huld währt ewig!“ Alle Gottesfürchtigen sollen dies gläubig bekennen. Heute sind ganze 2000 Männer hinzugekommen, die gottesfürchtig geworden sind – sie waren es schon vorher, nun aber sind sie zugleich christusfürchtig geworden!
Auf Gott kann man sich wirklich verlassen. Er enttäuscht einen nie. Deshalb hat Jesus auch gepredigt, dass wer auf ihn hört und seine Worte umsetzt, wirklich auf Felsen baut. Menschen brechen das Vertrauen und enttäuschen einander. Auch das Bergen bei den Mächtigen dieser Welt, den modernen „Fürsten“, ist trügerisch, weil auch sie keine vollkommene Sicherheit spenden können.
Gott gibt immer Antwort und kein einziges Gebet verhallt ungehört. Seine Antworten sind manchmal unerwartet oder kommen zu einer Zeit, zu der man sie nicht erwartet. Deshalb überhört der Mensch sie oft. Doch Gott ist treu und rettet, wer ihn wirklich um Hilfe anruft. Der größte Erweis seiner Rettung besteht in der Auferstehung seines Sohnes. Ein größeres Zeichen seines ewigen Heils gibt es nicht!
Dann beten wir Vers 22, den Petrus vor der Tempelelite auf Christus bezieht, auf ihn, dessen Verwerfung und Hinrichtung am Kreuz die Erlösung aller Menschen gebracht hat!
Gott hat diese Erlösung erwirkt, indem er selbst am Kreuz gestorben und auferstanden ist. Kein anderer Gott hat auf diese Weise die Menschheit erlöst und so können wir nicht anders, als zu jubeln und uns über ihn zu freuen. Diese Freude ist mehr als nur eine situative Emotion. Es handelt sich um eine innere Gewissheit, dass am Ende der Zeiten das Heil Gottes steht. Diese Gewissheit trägt den österlichen Menschen durch alles Leid hindurch, sodass er nicht anders kann, als optimistisch zu sein. Das hat nichts mit billiger Jenseitsvertröstung zu tun, sondern ist vielmehr ein gewandeltes irdisches Dasein mit einem österlichen Blick.
„Gesegnet sei, der kommt im Namen des HERRN!“ Diesen Ausruf haben die Jünger Jesu bei seinem Einzug in Jerusalem gesungen, als er auf einer Eselin hineingeritten kam und so als Messias die Hl. Schrift erfüllt hat. Wir beten diesen Ausruf in der Messe im sogenannten Benedictus, das heutzutage mit dem Sanctus gekoppelt ist.
Die Wendung „mein Gott bist du“ ist Ausdruck der Bundesbeziehung zwischen Gott und Beter, denn mit dem Bundesschluss ist Gott zu Davids Gott geworden und wenn wir Christen diesen Psalmvers beten, dürfen wir es auf uns beziehen, die wir mit Gott im Neuen Bund leben. Gott ist unser Gott und wir sind seine Kinder. Wir gehören ihm und er uns. Am intensivsten wird dies deutlich in der Eucharistie, in der Gott sich selbst uns schenkt in den Gestalten von Brot und Wein. Und wir schenken uns ganz ihm, wenn wir unsere Liebesopfer mit auf die Patene legen. Und wenn wir dann die Eucharistie empfangen, vereinen wir uns ganz mit ihm. Es ist wahrlich eine Bundeserneuerung, wenn wir die Kommunion empfangen!
Wir können dem Herrn wirklich nur immer wieder danken – Eucharistia heißt Danksagung. Seine Huld währt ewig, weil er sein Heil für alle Zeiten versprochen hat und seinen Bund nicht zurücknimmt.

1 Joh 3
1 Seht, welche Liebe uns der Vater geschenkt hat: Wir heißen Kinder Gottes und wir sind es. Deshalb erkennt die Welt uns nicht, weil sie ihn nicht erkannt hat.

2 Geliebte, jetzt sind wir Kinder Gottes. Doch ist noch nicht offenbar geworden, was wir sein werden. Wir wissen, dass wir ihm ähnlich sein werden, wenn er offenbar wird; denn wir werden ihn sehen, wie er ist.

In der zweiten Lesung aus dem ersten Johannesbrief geht es um die Liebesgemeinschaft der Familie Gottes. Der Vater hat uns so eine große Liebe geschenkt. Er hat die ganze Menschheit geschaffen, damit sie ihn zurückliebe. Wir sind berufen zur Liebesgemeinschaft mit Gott. Durch die Taufe sind wir zu Erben in seinem Reich eingesetzt worden. Wir dürfen uns Kinder Gottes nennen und sind es zutiefst. Die besondere Bundesbeziehung zu Gott zieht aber nach sich, dass die Menschen, die Gott ablehnen, auch die Christen ablehnen. Sie können sie auch gar nicht richtig verstehen, weil während die einen noch der alten, gefallenen Schöpfung anhängen, die anderen bereits neugeboren sind im Hl. Geist. Sie gehören einer neuen geistlichen Schöpfung an und leben ein ganz anderes Dasein. Sie stehen schon mit einem Bein in der Ewigkeit. Ihr Blick ist auf diese Ewigkeit gerichtet, während der Blick der Menschen alter Schöpfung auf das Dasein fixiert ist.
Das irdische Dasein jener, die schon halb in der Ewigkeit sind, ist von einer gewissen Vorläufigkeit geprägt. Sie bezeichnen sich jetzt als Kinder Gottes und doch ist das ein Bild. Es ist keine genealogische Zuschreibung wie bei irdischen Geschöpfen. Es ist nochmal ganz anders und wie genau es aussieht, das werden diese „Kinder“ erst verstehen, wenn sie dann ganz in der Ewigkeit sind. Unsere Heiligen, die uns vorausgegangen sind und derer wir heute gedenken, verstehen es wohl schon. Wir müssen uns noch gedulden.
Was wir aber schon erahnen: Wir werden ihm ähnlich sein. Die Verklärung Jesu auf dem Tabor und die Schau der Heiligen im Himmel in der Johannesoffenbarung zeigt uns schon ein wenig den Zusammenhang. Die überreiche Gnade und Verklärung, die Herrlichkeit des Himmels ist ganz anders, als alles auf dieser Welt. Noch ist alles verborgen durch den Schleier des Übergangs vom Irdischen ins Ewige. Doch irgendwann werden wir Gott sehen, wie er ist. Das ist heftig!

Joh 10
11 Ich bin der gute Hirt. Der gute Hirt gibt sein Leben hin für die Schafe.
12 Der bezahlte Knecht aber, der nicht Hirt ist und dem die Schafe nicht gehören, sieht den Wolf kommen, lässt die Schafe im Stich und flieht; und der Wolf reißt sie und zerstreut sie. Er flieht,
13 weil er nur ein bezahlter Knecht ist und ihm an den Schafen nichts liegt.
14 Ich bin der gute Hirt; ich kenne die Meinen und die Meinen kennen mich,
15 wie mich der Vater kennt und ich den Vater kenne; und ich gebe mein Leben hin für die Schafe.
16 Ich habe noch andere Schafe, die nicht aus diesem Stall sind; auch sie muss ich führen und sie werden auf meine Stimme hören; dann wird es nur eine Herde geben und einen Hirten.
17 Deshalb liebt mich der Vater, weil ich mein Leben hingebe, um es wieder zu nehmen.
18 Niemand entreißt es mir, sondern ich gebe es von mir aus hin. Ich habe Macht, es hinzugeben, und ich habe Macht, es wieder zu nehmen. Diesen Auftrag habe ich von meinem Vater empfangen.

Wir feiern an diesem vierten Ostersonntag den guten Hirten. So steht als Evangelium wie letztes Jahr die Rede Jesu vom guten Hirten im Vordergrund. Allerdings hören wir dieses Jahr andere Verse, nämlich die Fortsetzung des letzten Jahres.
Jesus sagt, dass er der gute Hirt ist. Also muss es auch schlechte Hirten geben. Er erklärt im Folgenden den Unterschied. Ein guter Hirte gibt sein Leben für die Schafe hin. Er beschützt sie mit seinem Leben. Das kann Jesus wirklich ganz von sich sagen. Er hat sein Leben hingegeben für die Herde Gottes, damit sie das ewige Leben bei Gott haben kann. Und wie ist dieser Heilsplan umgesetzt worden? Gott, der gute Hirt aus Psalm 23, der natürlich hinter Jesu Worten steht, war bereit, eines der Schafe zu werden, das makellose Lamm unter den anderen Lämmern, um hingegeben zu werden als Opferlamm des neuen Pascha. Christus, der Hirte und das Lamm in einem, der Hohepriester und das Opfer in einem.
Ein bezahlter Knecht, dem die Schafe nicht gehören, macht lediglich seinen Job, für den er Geld erhält. Wenn aber ein Problem auftritt, rettet er sein eigenes Leben anstatt die Herde. Er flieht vor dem Wolf, weil ihm die Schafe egal sind. Jesus dagegen ist kein bezahlter Knecht, sondern er bezahlt – mit seinem eigenen Leben. Ihm liegt nicht nur etwas an den Schafen, sondern die Schafe bedeuten ihm alles. Er kennt sie durch und durch. Es besteht ein inniges und vertrautes Verhältnis analog zu seiner Beziehung mit dem Vater. Das ist ein wichtiger Hinweis, damit wir verstehen, dass aus dieser innigen Gemeinschaft heraus Hingabe erwächst. Jesus gibt sich hin für die Schafe, weil zwischen ihm und dem Vater diese Hingabe besteht.
Ab Vers 16 macht Jesus einen wichtigen Hinweis, der die Zuhörer darauf vorbereitet, dass seine Erlösungstat und der Neue Bund nicht mehr nur mit dem Volk Israel geschlossen wird, sondern mit der ganzen Welt: „Ich habe noch andere Schafe, die nicht aus diesem Stall sind; auch sie muss ich führen und sie werden auf meine Stimme hören.“ Er kündigt an, dass auch die Heiden sich bekehren werden. Auch sie werden gesammelt für das neue Gottesvolk. Es wird eine einheitliche Herde sein, in der die Einteilung in Juden und Heiden nicht mehr bestehen wird. Das einende Element wird die Taufe sein, von der es im Galaterbrief heißt: 3,28 Es gibt nicht mehr Juden und Griechen, nicht Sklaven und Freie, nicht männlich und weiblich; denn ihr alle seid einer in Christus Jesus. Diese Einheit durch die Taufe und den dadurch empfangenen Hl. Geist ist ein Vorgeschmack auf die Einheit aller Menschen im Reich Gottes. Was in der Kirche noch unvollkommen da ist durch die Beeinträchtigungen der sündigen Menschen, wird sich eines Tages durchsetzen gegen die Bosheiten und Nachstellungen des Bösen. Dann wird wirklich nur noch eine Herde zusammenkommen zum himmlischen Zion und auf die Stimme des Hirten Christus hören.
Der Vater liebt den Sohn, weil er sein Leben hingibt, um es wieder zu empfangen. Jesus verliert sein biologisches Leben, um der gesamten Menschheit das ewige Leben zu ermöglichen. Und in diesem Ausdruck, „es wieder zu nehmen“ sagt er im Grunde seine eigene Auferstehung voraus. Er wird sein Leben verlieren, nur um es wiederzuerlangen, aber nicht mehr auf die Weise wie vor seinem Tod, sondern auf noch viel vollkommenere Weise. Das ist uns ein großes Hoffnungszeichen: Auch uns möchte er ein neues Leben schenken, das noch viel wunderbarer ist als das gegenwärtige. Wenn auch wir uns so hingeben wie Christus, uns selbst nicht zu schade sind, dann werden wir mit diesem großen Preis, gleichsam mit dem Jackpot der Ewigkeit, beschenkt.
Alles, was passiert, muss so geschehen. Jesus gibt sein Leben selbst hin. Es wird ihm nicht entrissen. Was heißt das? Er ist doch hingerichtet worden! Aber dass es so weit kam, hat er zugelassen, der die Macht gehabt hätte, es zu vermeiden. Er hat es freiwillig auf sich genommen, damit wir alle die Erlösung erlangen konnten. Das ist der Heilsplan, bei dem er seinen Willen ganz dem Vater unterstellt.

Jesus war bereit, aus Liebe zu seiner Herde sein Leben hinzugeben, nicht weil er es musste, sondern weil er es wollte. Wie steht es um unsere Liebe? Können auch wir uns ganz hingeben, ohne etwas zurückzuhalten? Auch uns sind Schafe dieser Herde anvertraut, denn Christus will nicht ohne seine Jünger die Herde in die Ewigkeit führen. Wir alle haben unsere Familien, unsere Mitmenschen, deren Seelenheil auch wir unterstützen dürfen. Kreisen wir um uns selbst und schauen, dass Hauptsache wir in die Ewigkeit gelangen? Und was ist mit den schwächsten Schafen, die unsere Unterstützung brauchen? Was ist mit den Hirten, die die Nachfolger der Apostel sind? Sollten sie die schwachen Schafe nicht auf die Schultern heben? Beten wir um gute Hirten, die nicht weglaufen, wenn der Wolf kommt, sondern ihr Leben für die Schafe hingeben – nicht weil sie müssen, sondern weil sie wollen – aus Liebe so wie Christus.

Ihre Magstrauss

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