23. Sonntag im Jahreskreis

Jes 35,4-7a; Ps 146,6-7.8-9b.9c-10; Jak 2,1-5; Mk 7,31-37

Jes 35
4 Sagt den Verzagten: Seid stark, fürchtet euch nicht! Seht, euer Gott! Die Rache kommt, die Vergeltung Gottes! Er selbst kommt und wird euch retten.
5 Dann werden die Augen der Blinden aufgetan und die Ohren der Tauben werden geöffnet.
6 Dann springt der Lahme wie ein Hirsch und die Zunge des Stummen frohlockt, denn in der Wüste sind Wasser hervorgebrochen und Flüsse in der Steppe.
7 Der glühende Sand wird zum Teich und das durstige Land zu sprudelnden Wassern. Auf der Aue, wo sich Schakale lagern, wird das Gras zu Schilfrohr und Papyrus.

In der ersten Lesung hören wir heute einen Abschnitt aus dem Buch Jesaja. Es handelt sich dabei um eine Heilsverheißung für Zion und somit hören wir markante messianische Verheißungen, deren Aussagekraft sich vor allem im Evangelium entfaltet.
Wer sind die Verzagten? Das ist zur Zeit des Jesaja vor allem das Südreich Juda, das unter der Bedrängnis der Assyrer leidet. Das werden aber vor allem die Deportierten in der Babylonischen Gefangenschaft sein, die Jesaja bereits ankündigt, wenn sich das Volk nicht bekehrt.
„Er selbst kommt“ muss man wirklich wörtlich nehmen. Gott ist schon unterwegs. Er wird nicht einfach irgendwann sein – deshalb heißt es auch in der Offb in der Dreizeitenformel auch nicht „er, der war, der ist und der sein wird“, sondern „er war, er ist und er kommt“. Gott ist schon auf dem Weg zu uns! Dieses Kommen verbinden wir mit dem Messias Jesus, der in die Welt gekommen ist und unter uns gelebt hat. Gott kommt auch heute zu uns, wenn wir die Sakramente feiern, v.a. in der Eucharistie. Jesus kommt physisch zu uns, wie er auch damals leibhaftig unter uns war. Wir sehen ihn nur nicht mehr in der Gestalt des Menschen, sondern in Brot und Wein. Solange es die Kirche gibt, kommt Gott physisch zu uns. Deshalb brauchen wir die Priester. Ohne sie kann es keine Eucharistie geben. Gott kommt in unser Herz, wenn wir ihn in der Kommunion empfangen. Er vereinigt sich mit unserer Seele. Gott ist immer bei uns, wie er es Mose im Dornbusch versprochen hat, als er sich selbst als Jahwe „ich bin der ich bin/ich bin der ich werde sein“ vorgestellt hat (das hebräische Wort ist sowohl als Gegenwarts- als auch als Zukunftsform übersetzbar). Es macht deshalb auch absolut Sinn, dass der Messias mit dem Namen „Immanuel“ angekündigt wurde, „Gott mit uns“. Vater und Sohn sind eins. Gott wird auch zu uns kommen am Ende der Zeiten. Der verherrlichte Menschensohn wird so kommen, dass alle es sehen werden. Das wird ein endgültiges Kommen sein, bei dem Gott ewig in unserer Mitte sein wird im himmlischen Jerusalem.
Weil Gott wiederkommen wird – wir nennen das Parusie -, sind wir in einem nachösterlichen Zustand der Erwartung, in einem zweiten Advent.
Weiter heißt es bei Jesaja, dass Gott uns retten wird. Auch hier haben wir im Hebräischen wieder dieselbe Wurzel wie im Namen Jesu. Umso mehr handelt es sich um einen messianischen Code, wenn Gott selbst kommt, um uns zu retten. Jesus ist Gott selbst und das verstehen wir durch Jesaja! Diese Rettung wird sich anhand von den markanten messianischen Heilstaten zeigen: Blinde sehen, Taube hören, Stumme reden, Lahme gehen. Diese vier Taten wird Jesus immer wieder vollbringen!
Wenn in der Wüste dann Wasser hervorgebrochen sind und Flüsse in der Steppe, dann ist das nicht nur ein Zeichen der Gegenwart Gottes, sondern vor allem des Hl. Geistes. Das betrifft auch die Rede von Teich und sprudelnden Wassern im nächsten Vers. Wir interpretieren dieses Wasser dann nämlich als das lebendige Wasser. Die Wasser in der Wüste sind schon hervorgebrochen. Das hebräische Verb נִבְקְע֤וּ  nivke’u ist als Vergangenheitsform zu übersetzen. Gott hat seinen Hl. Geist auch schon vor dem Kommen des Messias und vor dem Pfingstfest in die Welt gesandt. Vereinzelte Personen wie die Propheten sind mit dem Hl. Geist begabt worden. Mit dem Pfingstereignis kam der Hl. Geist aber noch einmal auf eine viel umfassendere Weise, und dies für jeden, der ihn annimmt.
Durch das Hervorsprudeln des Wassers wächst Schilfrohr und Papyrus, zwei Pflanzen, die an Gewässern überleben. Mit Schilfrohr ist eine stabile Pflanze gemeint, die auch als Messinstrument verwendet worden ist. Unter Papyrus verstehen wir botanisch gesehen das sogenannte Zyperngras. Dieses ist nicht so stabil wie das Schilfrohr und wird deshalb im Alten Testament oft als Bild für die Wankelmütigkeit einer Person verwendet. Hier im verheißungsvollen Kontext wie an mehreren anderen Stellen des Alten Testaments ist es ein Bild für den Trost und den Segen Gottes.

Ps 146
6 Er ist es, der Himmel und Erde erschafft, das Meer und alles, was in ihm ist. Er hält die Treue auf ewig. 
7 Recht schafft er den Unterdrückten, Brot gibt er den Hungernden, der HERR befreit die Gefangenen. 
8 Der HERR öffnet die Augen der Blinden, der HERR richtet auf die Gebeugten, der HERR liebt die Gerechten. 
9 Der HERR beschützt die Fremden, er hilft auf den Waisen und Witwen, doch den Weg der Frevler krümmt er. 
10 Der HERR ist König auf ewig, dein Gott, Zion, durch alle Geschlechter. Halleluja!

Der Psalm ist ein Lobpreis-Psalm, der das sogenannte Kleine Hallel einleitet. Für diese Psalmengruppe ist bezeichnend, dass die Psalmen durch Hallelujarufe eingerahmt werden. So beginnt der Psalm mit dem Hallelujaruf, was wir allerdings nicht mitbekommen. Unser heutiger Abschnitt ist erst ab Vers 6 entnommen. Das Thema lautet „Preislied an Gott, den Helfer der Armen“. Es ist eine passende Antwort auf die Situation der Lesung. Immer wenn das Volk Israel die Erfahrung der eigenen Armut macht, den Mangel an natürlichen und übernatürlichen Gütern erlebt und die Angewiesenheit auf Gott realisiert, greift dieser ein. Er gibt alle Gaben des Himmels und der Erde.
Gott ist der Schöpfer des ganzen Universums. Er ist es, „der Himmel und Erde erschafft, das Meer und alles, was in ihm ist.“ Die Aufteilung in Himmel, Erde und Meer ist typisch für lobpreisende Texte. Während die ersten beiden Begriffe eine vertikale Aufteilung der Erde vornimmt, handelt es sich bei dem Begriffspaar „Erde-Meer“ um eine horizontale Gliederung.
Gott ist nicht nur der Schöpfer, sondern auch der gerechte Richter, der schon zu Lebzeiten eingreift, um das Unrecht auszumerzen. Er ist es, der die Schöpfung auf diese Weise erhält. Er kümmert sich um die Unterdrückten, nährt die Geschöpfe und befreit die Gefangenen. Das können wir auf wörtliche Weise verstehen, aber auch im übertragenen Sinne. Er ist es, der die Menschen auch übernatürlich nährt durch die Heilsmittel der Kirche, durch den Hl. Geist, durch die Taufgnade, die jedem Christen eingegossen worden ist. Er befreit auch jene, die entweder psychisch gefangen sind oder eine seelische Belastung erleiden durch Be- oder Umsessenheit. Die vielen Exorzismen Jesu sind in diesem Zusammenhang zu nennen. Historisch-wörtlich ist es zunächst auf die Israeliten zu beziehen, die immer wieder aus einer Fremdherrschaft befreit werden. Es ist aber auch allegorisch weiterzudenken. Es meint die Befreiung aus dem Exil Adams und Evas außerhalb des Paradieses, also die Befreiung von dem Fluch der Erbsünde dank Jesu Erlösungstat, die wir in der Taufe annehmen. Es meint auch die Befreiung aus dem Zustand der Sünde zurück in den Stand der Gnade durch das Beichtsakrament und es meint nach dem Tod das Eingehen in das himmlische Jerusalem und die Befreiung von den Leiden des irdischen Daseins. Am Ende der Zeiten sogar die Befreiung vom Tod, wenn Gott einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen wird.
Zu Jesu Heilstaten gehört auch, dass Blinde wieder sehen (Vers 8). Jesus als erwarteter Messias hat die von Jesaja angekündigten Heilstaten vollbracht. Gott kümmert sich wirklich um seine Geschöpfe. Er heilt auch die soziale Ebene des Menschen: Er hilft Witwen und Waisen auf, die im Alten Israel nämlich rechtlos waren. Er beschützt die Fremden, die keinen Schutz genossen. Auch wenn nicht eins zu eins dieselben Heilstaten dann im NT aufgegriffen werden, wird den schriftkundigen Juden, die mit den Psalmen ganz vertraut waren, dieser entscheidende Punkt aufgegangen sein: All diese Dinge gehen auf Gott zurück! Jesus ist nicht einfach nur ein Mensch, sondern er ist Gott!
Wenn es dann heißt: „Der HERR ist König auf ewig“, dann ist das absolut tröstlich. Wir können uns freuen, dass Gottes Gerechtigkeit über alles siegen wird. Gott herrscht schon längst, aber seine Herrschaft wird noch offenbar werden.

Jak 2
1 Meine Brüder und Schwestern, haltet den Glauben an unseren Herrn Jesus Christus, den Herrn der Herrlichkeit, frei von jedem Ansehen der Person! 
2 Wenn in eure Versammlung ein Mann mit goldenen Ringen und prächtiger Kleidung kommt und zugleich kommt ein Armer in schmutziger Kleidung 
3 und ihr blickt auf den Mann in der prächtigen Kleidung und sagt: Setz du dich hier auf den guten Platz! und zu dem Armen sagt ihr: Du stell dich oder setz dich dort zu meinen Füßen! – 
4 macht ihr dann nicht untereinander Unterschiede und seid Richter mit bösen Gedanken? 
5 Hört, meine geliebten Brüder und Schwestern! Hat nicht Gott die Armen in der Welt zu Reichen im Glauben und Erben des Reiches erwählt, das er denen verheißen hat, die ihn lieben? 
6 Ihr aber habt den Armen entehrt. Sind es nicht die Reichen, die euch unterdrücken und euch vor die Gerichte schleppen? 
7 Sind nicht sie es, die den guten Namen lästern, der über euch ausgerufen worden ist? 
8 Wenn ihr jedoch das königliche Gesetz gemäß der Schrift erfüllt: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst!, dann handelt ihr recht. 
9 Wenn ihr aber nach dem Ansehen der Person handelt, begeht ihr eine Sünde und werdet vom Gesetz überführt, dass ihr es übertreten habt.

Im heutigen Abschnitt aus dem Jakobusbrief geht es um den Umgang mit Armen und Reichen. Jeder Mensch soll gleich behandelt werden unabhängig von seinem Ansehen (μὴ ἐν προσωπολημψίαις me en prosopolempsiais). Jakobus bringt ein Beispiel, was auf tatsächliche Standesunterschiede selbst in den Gemeinden hinweist: Wenn ein Reicher in den Gottesdienst kommt, bekommt er einen guten Platz, Arme müssen stehen oder den anderen zu Füßen sitzen. Dadurch handeln jene Gemeindemitglieder aber nicht wie Jesus, der die Armen erhöht und die Reichen erniedrigt hat. Die Wertung ist weltlich, so wie man es von der Welt kennt, nicht vom Reich Gottes.
Jakobus sagt sogar, dass es unlogisch sei, die Reichen so zu bevorzugen, da diese die Christen ja so schlecht behandeln und vor die Gerichte bringen. Sie sind es, die Gottes Namen beschmutzen.
Das Problem ist nicht, dass die Gemeinden die Reichen gut behandeln, sondern dass sie diese bevorzugen. Denn das „königliche Gesetz“, wie es hier heißt, ist die Nächstenliebe. Auch die Reichen sind die Nächsten. Würde Jakobus nun wegen der schlechten Behandlung der Reichen das gleiche Verhalten von den Gemeinden zurück erwarten, dann würde es sich um Rache handeln, die aber nicht im Sinne Jesu ist. Er hat die Feindesliebe gepredigt. Auch die Reichen sollen also laut Jakobus aufgenommen werden, aber keine Sonderbehandlung bekommen.
Wer nämlich nach dem Ansehen der Person handelt, übertritt das Gesetz, denn dieses zusammengefasst im Doppelgebot der Liebe kennt keine Abstriche bei den Armen. Der Nächste ist der Nächste.
Solche Probleme bezeugt uns aus Paulus im ersten Korintherbrief, wo es um die Missstände bei der Liturgie und der Agapefeier geht. Die Reichen sind sogar betrunken, bevor die Sklaven überhaupt zur Hausgemeinde kommen können, da sie länger arbeiten. Dann müssen sie hungern, weil sie nichts mitbringen können, während die Reichen ein Festmahl zu sich nehmen. Die Standesunterschiede der Gesellschaft setzen sich in der Gemeinde fort. So soll es aber nicht sein, denn hier findet ein Stück Himmel statt. Das ist der Ort, wo das Reich Gottes angebrochen ist und die Menschen einander so behandeln sollen, wie Jesus es erklärt hat. Es soll schon nach Himmel „riechen“, die Ewigkeit soll antizipiert werden.
Wie ist es bei uns? Behandeln wir in unseren Kirchengemeinden alle gleich? Achten wir darauf, wie viel Geld die Person auf dem Konto hat, mit welchem Auto sie auf den Parkplatz der Kirche vorgefahren kommt? Wer hat in unserer Kirche Ehrenämter inne? Sind es die Reichen, die mitreden dürfen oder sind wir neutral? Werden die gesellschaftlich Randständigen integriert oder ausgeschlossen? Was tun wir persönlich dafür, damit jeder Mensch in der Gemeinde unabhängig von seinem gesellschaftlichen Status gleich behandelt wird? Schließlich werden wir eines Tages dafür zur Rechenschaft gezogen. Dann wird Jesus für uns hoffentlich das positive Urteil haben: „Was du einem meiner geringsten Brüder getan hast, das hast du mir getan.“

Mk 7
31 Jesus verließ das Gebiet von Tyrus wieder und kam über Sidon an den See von Galiläa, mitten in das Gebiet der Dekapolis.

32 Da brachten sie zu ihm einen, der taub war und stammelte, und baten ihn, er möge ihm die Hand auflegen.
33 Er nahm ihn beiseite, von der Menge weg, legte ihm die Finger in die Ohren und berührte dann die Zunge des Mannes mit Speichel;
34 danach blickte er zum Himmel auf, seufzte und sagte zu ihm: Effata!, das heißt: Öffne dich!
35 Sogleich öffneten sich seine Ohren, seine Zunge wurde von ihrer Fessel befreit und er konnte richtig reden.
36 Jesus verbot ihnen, jemandem davon zu erzählen. Doch je mehr er es ihnen verbot, desto mehr verkündeten sie es.
37 Sie staunten über alle Maßen und sagten: Er hat alles gut gemacht; er macht, dass die Tauben hören und die Stummen sprechen.

Heute hören wir davon, dass Jesus von Tyros und Sidon weiterzieht an den See von Galiläa in das Gebiet der Dekapolis. Dieses Gebiet von zehn Städten ist ein mehrheitlich heidnisch geprägtes Gebiet. Dort kommt nun ein taubstummer Mann zu Jesus. Das Stammeln wird zumeist auf die Stummheit des Mannes bezogen, der keine richtigen Worte sprechen kann.
Die Menschen, die ihn zu Jesus bringen, bitten Jesus um Handauflegung. So nimmt Jesus ihn beiseite, um auf den ersten Blick sonderbare Gesten an ihm zu vollziehen: Er legt ihm die Finger in die Ohren und berührt die Zunge des Mannes mit Speichel. Einerseits möchte Jesus damit erfüllen, was in Ps 51,17 (Herr, öffne meine Lippen, damit mein Mund dein Lob verkünde!) steht sowie in Jes 50,4 (GOTT, der Herr, gab mir die Zunge von Schülern, damit ich verstehe, die Müden zu stärken durch ein aufmunterndes Wort. Jeden Morgen weckt er mein Ohr, damit ich höre, wie Schüler hören.): Dadurch möchte er ausdrücken, dass die wahre Taubheit und Stummheit sich auf die Seele beziehen. Mit der Heilung körperlicher Art möchte Jesus stets bezwecken, dass auch die Taubheit des Herzens geheilt wird. Diese ist es nämlich, die die Beziehung zu Gott beeinträchtigt und weshalb der Mensch das ewige Leben nicht haben kann. Und wie in Ex 8,15 gesagt wird, dass die übernatürlichen Zeichen der Finger Gottes sind, so begeht Jesus ganz bewusst seine Heilstat mit seinem Finger. Er sagt dadurch aus, dass er Gott ist und dass sein Finger der Finger Gottes ist. Es ist nicht einfach nur Speichel, den er seinem eigenen Mund entnimmt. Diese Geste sagt vielmehr aus, dass hier ein Schöpfungsvorgang aus dem Mund Gottes vorgenommen wird ganz wie bei der Schöpfung in der Genesis. Ausgehend von seinem Mund schenkt Christus diesem Menschen ein neues Leben.
All das erinnert uns an die Taufe. Denn auch dort wird ein Ritus vorgenommen, der auf diese Heilung Jesu zurückgeht. Der Priester legt seine Finger in die Ohren und auf den Mund des Täuflings mit eben jenen Worten Jesu „Efatta!“ So möge wie jener geheilte Taubstumme der Täufling geöffnet werden für den Glauben und den Willen Gottes. Das ist wie gesagt schon in der Heilungsgeschichte des heutigen Evangeliums der eigentliche Zweck der Heilung. Die Taufe ist ein Schöpfungsvorgang, denn in ihr wird der Mensch neugeboren im Hl. Geist.
Jesus verbietet den Menschen erneut, von der Heilung zu sprechen, doch das Ereignis verbreitet sich rasch.
Jesus kann wirklich alles gut machen, wie es die Menschen auch zueinander sagen. Er kann machen, dass die Menschen wieder sprechen und hören können. Das ist viel tiefgreifender, als die Menschen es erahnen: Taubheit und Stummheit der gefallenen Schöpfung sind durch seine Erlösungstat weggenommen, die dafür sorgten, dass der Mensch den Willen Gottes nicht mehr wahrnahm. Alles war zum Scheitern verurteilt wegen des Sündenfalls, den wir in der Lesung heute gehört haben. Doch Christus ist gekommen, diesen Fall wiedergutzumachen. Er ist am Kreuz erhöht worden, um die Gefallenen wieder aufzurichten. Er ist am Kreuz erstickt, seine Psalmworte mitten im Satz verstummt, damit jene, die durch die Sünde stumm geworden sind, Gott im Lobpreis wieder danken können. Er ist taub geworden in dem Sinne, dass er die Stimme des Vaters nicht mehr vernommen hat in der Erfahrung absoluter Gottverlassenheit, damit die erlösten Menschen Gottes Stimme wieder hören können, die Stimme, die ihnen das ewige Heil in Aussicht stellt. Er hat wirklich alles gut gemacht. Was er für uns getan hat, ist das größte Wunder aller Zeiten.

Ihre Magstrauss

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