Freitag der 27. Woche im Jahreskreis

Joel 1,13-15; 2,1-2; Ps 9,2-3.6 u. 16.8-9; Lk 11,14-26

Joel 1
13 Legt Trauer an und klagt, ihr Priester! / Jammert, ihr Diener des Altars! Kommt, verbringt die Nacht im Trauergewand, / ihr Diener meines Gottes! Denn Speiseopfer und Trankopfer / bleiben dem Haus eures Gottes versagt.
14 Ordnet ein heiliges Fasten an, / ruft einen Gottesdienst aus! Versammelt die Ältesten / und alle Bewohner des Landes beim Haus des HERRN, eures Gottes, / und schreit zum HERRN:

15 Weh, was für ein Tag! / Denn der Tag des HERRN ist nahe; / er kommt mit der Allgewalt des Allmächtigen.
1 Auf dem Zion stoßt in das Horn, / schlagt Lärm auf meinem heiligen Berg! Alle Bewohner des Landes sollen zittern; / denn es kommt der Tag des HERRN, ja, er ist nahe,
2 ein Tag des Dunkels und der Finsternis, / ein Tag der Wolken und Wetter. Wie das Morgenrot, das sich über die Berge hinbreitet, / kommt ein Volk, zahlreich und gewaltig groß, wie es vor ihm noch nie eines gab / und nach ihm keines mehr geben wird / bis zu den fernsten Geschlechtern.

Heute hören wir die Lesung aus dem Buch Joel, das so wie die Lesungen der letzten Wochen den zwölf Propheten zuzuordnen ist. Wie bei den anderen Propheten kündigt Joel das Gericht Gottes an, aber auch das Heil, das nach dem Gerichtshandeln Gottes kommt.
Das ultimative Gericht kommt mit dem Tag des HERRN, doch Gott führt schon zuvor Gerichtsurteile aus, damit die Menschen noch die Chance zur Umkehr haben. Joels Prophetie ergeht an das Volk Israel, als eine Heuschreckenplage das Land heimsucht. Es leidet aber auch unter eine Dürreperiode. Er nimmt beides zum Anlass, zu Umkehr und Buße aufzurufen. Er deutet diese Situation als Konsequenz der eigenen Sünden und ruft deshalb dazu auf, dass vor allem die Priester in einen Bußmodus kommen, Trauergewänder anlegen und Gott um Verzeihung bitten. Darin besteht wesentlich die Aufgabe eines Priesters – Gott stellvertretend für das Volk um Verzeihung zu bitten. Sie sollen die Nacht durchbeten und Buße tun, weil sie weder Speise- noch Trankopfer darbringen können. Vermutlich können sie das nicht, weil es keine Erntegaben gibt, die sie dafür verwenden können. In den Versen vor unserem heutigen Abschnitt wird beschrieben, wie alles verdorrt und verwelkt ist. Das ist eine Botschaft Gottes an die Menschen: Die Früchte der Erde sind Zeichen meines Segens. Dass diese nun ausbleiben, ist der Fluch eurer eigenen Sünde. Sie können nicht mal auf die bisherige Weise ihre Sünden durch Opfer sühnen. Das ist eine besonders drastische Situation. Doch nun sollen sie das einzig Richtige in dieser Situation tun: fasten und sühnen, und zwar umfassend. Das ganze Volk soll sich versammeln und gemeinsam zu Gott schreien. Der Tag des HERRN ist nahe, das sie liturgisch beklagen sollen. In greifbare Nähe rückt das ultimative Gericht Gottes deshalb, weil solche Katastrophen wie die Heuschreckenplage und die Dürre die Vorzeichen darstellen. Durch das Blasen ins Horn und durch das Lärmschlagen auf dem Hl. Berg wird in anderen Übersetzungen als Kriegsgeschrei identifiziert. Man kann zumindest sagen, dass das Signal für einen Ernstfall gegeben werden soll, damit das ganze Land erzittert. Wenn Gott kommt, so hier im Buch Joel, ist das etwas Negatives, zumindest solange, bis die Menschen ihre Sünden nicht gesühnt haben. Dann wird das Gericht Gottes sie nämlich treffen. Umso dringlicher erscheint ein kollektives Fasten und das Ausrufen eines „Feiertags“, nicht weil es ein freudiger Anlass ist, sondern weil sie ihren Alltag unterbrechen und nicht arbeiten sollen. Alle sollen innehalten, ihre Sünden beweinen und Gott um Verzeihung bitten, damit Gott das Urteil zurücknimmt.
Alles läuft auf den Tag des HERRN hinaus, der vor allem mit dem Weltende verknüpft worden ist. Doch zum Ende hin geschieht etwas Unerwartetes: Am Tag des HERRN ist die Rede von einem neuen Volk! Auch wenn jetzt die ganze Situation dunkel und düster ist, folgt darauf das Morgenrot. Mit diesem Bild wird der Messias angekündigt! Es ist also noch nicht das Ende, sondern dann beginnt ein neues Zeitalter. Mit dem Morgenrot kommt ein riesiges Volk, das es vorher noch nie gab und danach nie wieder geben wird „bis zu den fernsten Geschlechtern“. Diese Wendung ist zu beziehen auf die unzähligen Generationen. Was hier überraschenderweise angekündigt wird, ist das Volk des Neuen Bundes, bestehend aus Menschen aller irdischen Völker, Stämme, Nationen und Sprachen. Deshalb ist es so riesig. Ihr sichtbarer Teil auf Erden ist die Kirche. Am Ende der Zeiten wird dieses Gottesvolk bei Gott sein und deshalb wird nach ihm kein anderes Volk kommen.

Ps 9
2 Ich will danken, HERR, aus ganzem Herzen, erzählen will ich all deine Wunder.
3 Ich will mich an dir freuen und jauchzen, deinem Namen, Höchster, will ich singen.
6 Du hast Völker bedroht, den Frevler vernichtet, ihre Namen gelöscht für immer und ewig.
16 Völker versanken in der Grube, die sie selbst gegraben, im Netz, das sie heimlich gelegt, hat ihr Fuß sich verfangen.
8 Ja, so sind sie, aber der HERR thront auf ewig, zum Gericht hat er seinen Thron aufgestellt.
9 Er selbst wird den Erdkreis richten in Gerechtigkeit, den Nationen das Urteil sprechen, wie es recht ist.

Als Antwort beten wir einen Dankespsalm, der oft mit Ps 10 gemeinsam betrachtet wird. Im griechischen Alten Testament sowie in einigen hebräischen Handschriften werden sie sogar als ein gemeinsamer Psalm eingestuft.
Der Dank ist eine gute Antwort auf die Lesung, weil wir wissen, dass Gott die Menschen immer nur begrenzt auf die Probe stellt oder die Sühne leisten lässt, bevor er den Menschen sein Heil zuteilwerden lässt. Und dieses Heil ist immer ewig. Gott ist gut!
Danken möchte der Psalmenbeter nicht nur mit den Lippen, sondern „aus ganzem Herzen“. Das muss auch ein aufrichtiger Dank sein, alles andere spottet Gott und fällt auf uns zurück. Selbst wir Menschen erkennen, ob unser Gegenüber aufrichtig danke sagt oder dahinredet. Wir geben Gott die Ehre, wenn wir aufrichtig danken. Was er uns Gutes tut, sollen wir anderen erzählen. Darin besteht das Ablegen des Glaubenszeugnisses. Wir sind berufen, als Kinder seines Reiches von seinen Wundern zu erzählen und die anderen im Glauben zu stärken. Durch unser Zeugnis sollen andere Menschen zum Glauben finden. Zudem ist es ja so, dass wir Menschen unsere Freude gerne mit anderen teilen.
Das „ich will danken“ und auch „ich will mich an dir freuen und jauchzen“ sowie „will ich singen“ sind gelübdeartige Wendungen. Der Beter verspricht Gott gleichsam, diese Dinge zu tun, nicht nur jetzt in dem Moment, sondern auch in Zukunft. Dies ergibt sich auch durch die hebräische Grammatik, die das „ich will“ auch mit „ich werde“ übersetzbar macht. Immer wieder sollen wir unser Leben hindurch über Gott sprechen, ihm täglich für alles danken, was er uns Gutes tut, und uns an der Bundesbeziehung mit ihm freuen.
Der Lobpreis der Kirche durch die Geistlichen im Stundengebet, aber auch durch die Laien in privater Frömmigkeit sowie öffentlichem Gottesdienst sind Ausdrucksweisen des Gläubigen, Gottes Namen zu singen.
Ab Vers 6 hören wir Begründungen, die als Rückblick auf Gottes Heilshandeln zu verstehen sind: Gott hat Völker bedroht und Frevler vernichtet. Gemeint sind vor allem die Fremdvölker, die Israel bedroht haben. Wie sehr hat Gott Ägypten zum Beispiel seine Herrlichkeit offenbart! Zehn Plagen haben sie heimgesucht, unter anderem auch eine Heuschreckenplage wie bei Joel. Und doch haben sich längst nicht alle bekehrt, vor allem der Pharao blieb hart.
Das Löschen des Namens ist ein besonderer Tod. Die ersten zaghaften Anfänge eines ewigen Lebens bestehen in dem ewigen Gedächtnis des eigenen Namens durch die Nachfahren. Wenn der eigene Name gelöscht wird, heißt das, dass keiner sich an einen erinnert. Das ist ein drastischer Tod, der das Biologische übersteigt.
Wer Israel etwas Böses tun wollte, ist sich selbst zum Opfer geworden. Israel steht als Eigentum Gottes unter dessen besonderem Schutz. Deshalb fällt das Böse, das die Feinde ihm tun wollten, auf sie zurück. So ist das übrigens auch bis heute mit den Menschen, die Gottes besonderes Eigentum sind. Grundsätzlich fällt alles Böse auf uns zurück, doch in besonders drastischer Weise bei denen, die mit Gott in besonderer Weise verbunden sind – die Getauften, vor allem aber die Geweihten und Ordenschristen. Es ist vergleichbar mit dem, was wir von Abraham lesen (Gen 12).
Auch wenn unsere Feinde bis heute so stark und mächtig erscheinen, wissen wir doch, dass Gott das letzte Wort hat. Er thront auf dem höchsten Thron und wenn er richtet, vergehen die Feinde im Nu. Gott wird den Erdkreis richten beim Weltgericht. Seine Urteile sind absolut gerecht und angemessen. Das entlastet uns, die wir manchmal meinen, selbst für Gerechtigkeit sorgen zu müssen. Das übersteigt unsere Kompetenz. Natürlich können wir uns für eine gerechtere Welt einsetzen, aber wie sollen wir das Übermaß an Ungerechtigkeit mit menschlichen Kapazitäten bewältigen? Könnte der Mensch das, wäre dies bereits geschehen. Danken wir dem Herrn immer wieder für all das Gute, das er uns tut. Das höchste Gotteslob ist die Eucharistie, die nicht umsonst „Danksagung“ heißt.

Lk 11
14 Jesus trieb einen Dämon aus, der stumm war. Es geschah aber: Als der Dämon ausgefahren war, da konnte der Mann reden. Alle Leute staunten.
15 Einige von ihnen aber sagten: Mit Hilfe von Beelzebul, dem Herrscher der Dämonen, treibt er die Dämonen aus.
16 Andere wollten ihn auf die Probe stellen und forderten von ihm ein Zeichen vom Himmel.
17 Doch er wusste, was sie dachten, und sagte zu ihnen: Jedes Reich, das in sich selbst gespalten ist, wird veröden und ein Haus ums andere stürzt ein.
18 Wenn also der Satan in sich selbst gespalten ist, wie kann sein Reich dann Bestand haben? Ihr sagt doch, dass ich die Dämonen mit Hilfe von Beelzebul austreibe.
19 Wenn ich aber die Dämonen durch Beelzebul austreibe, durch wen treiben dann eure Söhne sie aus? Deswegen werden sie eure Richter sein.
20 Wenn ich aber die Dämonen durch den Finger Gottes austreibe, dann ist das Reich Gottes schon zu euch gekommen.
21 Solange ein bewaffneter starker Mann seinen Hof bewacht, ist sein Besitz sicher;
22 wenn ihn aber ein Stärkerer angreift und besiegt, dann nimmt ihm der Stärkere seine ganze Rüstung, auf die er sich verlassen hat, und verteilt seine Beute.
23 Wer nicht mit mir ist, der ist gegen mich; wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut.
24 Wenn ein unreiner Geist aus dem Menschen ausfährt, durchwandert er wasserlose Gegenden, um eine Ruhestätte zu suchen, findet aber keine. Dann sagt er: Ich will in mein Haus zurückkehren, das ich verlassen habe.
25 Und er kommt und findet es sauber und geschmückt.
26 Dann geht er und holt sieben andere Geister, die noch schlimmer sind als er selbst. Sie ziehen dort ein und lassen sich nieder. Und die letzten Dinge jenes Menschen werden schlimmer sein als die ersten.

Heute hören wir etwas sehr Wichtiges im Evangelium. Denn auch hier stiftet Gott ein Zeugnis für seine wunderbaren Heilstaten. Durch Christi Handeln wird er überall als Messias erkannt/erahnt. Doch das gilt nicht für alle. Einige Menschen kommen durch diese eindeutigen Erweise der Macht Gottes nicht zum Glauben, sondern unterstellen Jesus okkulte Kräfte. Sie erkennen die Gottheit Jesu nicht. Stattdessen begehen sie die Sünde gegen den Hl. Geist. Sie verteufeln die Macht Gottes. Jesus treibe mithilfe okkulter Kräfte Dämonen aus. Warum sagen sie so etwas Unlogisches, das sie doch selbst nicht glauben können? Vielleicht aus Missgunst, denn Jesus treibt auch stumme Dämonen aus und diese kann laut jüdischer Tradition nur der Messias austreiben. Alle anderen Dämonen werden ansonsten auch von den Pharisäern exorziert. Die Stummheit eines Dämons ist insofern ein Hinderungsgrund für den jüdischen Exorzismus, weil die Erfahrung des dämonischen Namens ihn erst binden kann. Spricht der Dämon nicht, kann dies also nicht gelingen.
Wir kennen diese Situation leider auch heute. Ganz besonders die katholische Kirche muss sich immer wieder anhören, dass die Sakramente, die Sakramentalien, die Charismen, also alles, was der Hl. Geist bewirkt, okkult sei. Das wird von Nichtkatholiken behauptet, die die Analogien zu den Freimaurern entdecken, die viele okkulte Manifestationen kennen. Analogien liegen durchaus vor, aber die Schlussfolgerung ist falsch: Die Freimaurer sowie jegliche esoterische/okkulte Gruppen greifen urchristliche Symbolik, die Lehre der Kirche, selbst den Ablauf der Liturgie auf und pervertieren diese Dinge ins Dämonische. Die Manifestationen des Hl. Geistes werden teuflisch nachgeahmt. Aber zuerst ist Gott da. Die Freimaurer sind erst später entstanden. Zuerst ist das Pentagramm da, zuerst das Dreieck mit dem Auge, dann ist dies alles erst zweckentfremdet worden. Zuerst ist die Zungenrede, dann das dämonische Geplapper. Die Kraft des Hl. Geistes ist immer zuerst da.
Es ist sehr schmerzhaft, wenn man einerseits die wunderbaren Heilstaten Gottes in der Kirche erfährt – und gerade in der charismatischen Erneuerung wird man Zeuge von vielen Krankenheilungen, von Exorzismen, von Charismen – andererseits diese Dinge dann von außen verteufelt werden. Die Verurteiler haben die Zeit der Gnade nicht erkannt. Wie kann etwas vom Teufel sein, wenn der Glaube wieder neu auflebt, wenn die Menschen nach vielen Jahrzehnten wieder beichten gehen und zu brennenden Christen werden? Der Satan kann Menschen in die Irre führen, indem er körperliche Heilungen imitieren kann. Aber die Seele kann kein Dämon heilen. Das ist das ausschlaggebende Indiz.
Jesus nimmt sich dieser Skeptiker an. Er könnte sie öffentlich bloßstellen und sagen: „Ihr solltet meine ganzen Anspielungen doch verstehen. Ihr habt doch die Torah?“ Aber er tut es nicht. Stattdessen legt er ihnen die unlogische Schlussfolgerung dar: Ein in sich gespaltenes Reich hat keinen Bestand. Nur die Einheit ist beständig. Doch wenn er „durch den Finger Gottes“ diese Tat vollzieht, ist es doch ein eindeutiges Signal für das gekommene Reich Gottes. Dies wird in den Hl. Schriften doch angekündigt! Das Bild des Fingers Gottes ist sehr trefflich, weil es die Mühelosigkeit der Tat schön verbildlicht. Gott fällt es ganz leicht, einen Dämon auszutreiben. Dieser muss ihm ja gehorchen. Im Gegensatz dazu ist alles menschliche Bemühen ein einziger Krampf. Wie viel Kraft investiert der Mensch in eine Sache, die für Gott ein Klacks ist! Was Jesus den menschlich denkenden Juden hier also sagen möchte: Nehmt doch die Gnade Gottes in Anspruch! Warum wollt ihr alles alleine machen? Könnt ihr vielleicht die Welt erlösen?
Wenn die Skeptiker behaupten, dass Jesu Kraft dämonischen Ursprungs ist, werden die Dämonen die Richter der Skeptiker sein. Denn sie unterstehen dem allmächtigen Vater, der sie zu Zeugen gegen die Ungläubigen aufrufen wird.
Jesus nennt ein Beispiel, bei dem die Gespaltenheit den Untergang vorprogrammiert: Exorzismen sind Kämpfe, geistliche Schlachten innerhalb eines Hauses. Deshalb bringt Jesus den Vergleich mit einem Kampf eines Stärkeren mit dem Hausherrn. Das Haus ist die menschliche Seele, der Hausherr sind wir. Der Satan dringt wie ein Dieb in unser Haus ein, nicht gepflegt durch die Tür so wie Jesus, der höflich anklopft (Offb 3,20). Er muss zuerst uns selbst überwältigen. Was er besiegen muss, ist unseren freien Willen. Dann kann er mit uns treiben, was er will. Jesus bringt diesen Vergleich, um die Absurdität der Behauptung der Schriftgelehrten herauszustellen. Wie kann ein durch die Gespaltenheit geschwächter Dämon den Wächter überwältigen? Er muss zunächst dessen Rüstung zerstreuen, wodurch er entmachtet wird. Die Strategie des Bösen ist also die Zerstreuung, ein anderes Bild für die Gespaltenheit.
Zum Ende hin erklärt Jesus noch eine weitere wichtige Sache: Wenn wir unser Haus nach dem Sieg über den Feind nicht absichern, kann es dazu kommen, dass der Feind zurückkommt und noch Verstärkung mitbringt. Jesus meint einen Rückfall. Wenn der Mensch nicht sein Leben ändert und eine lebendige Gottesbeziehung hat, wird einen Rückfall erleiden, der schlimmer ist als zuvor.
Das betrifft nicht nur echte Besessenheit. Es kann auch die Sünde betreffen. Wenn wir in eine Sünde zurückfallen, kann es sein, dass sie uns schlimmer in Beschlag nimmt, als zuvor. Wenn wir nicht daran arbeiten, eine Sünde zu überwinden, ebenso die Neigung zu einer bestimmten Sünde, die zu einer Angewohnheit geworden ist, wird sie immer schlimmer in uns. So werden auch in diesem Fall die letzten Dinge schlimmer sein als die ersten. Wie wichtig ist es, die Sünde im frühen Stadium auszumerzen, dass sie erst gar nicht zur Gewohnheit wird! Das führt uns zurück zu Paulus: Wie unfähig ist doch der Mensch, sich selbst zu erlösen, sich selbst zu befreien, sich selbst glücklich zu machen. Wir bedürfen der Gnade Gottes, weil unsere Natur zerbrochen ist. Wir neigen zum Bösen und können deshalb oft nicht das tun, was wir wollen. Oft tun wir stattdessen, was wir gar nicht wollen. Unsere Natur ist gefallen, doch die Gnade befähigt uns dazu, dennoch heilig zu werden. Machen wir etwas aus dieser Gnade!

Ihre Magstrauss

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