Freitag der Osteroktav

Apg 4,1-12; Ps 118,1 u. 4.22-23.24 u. 26-27a; Joh 21,1-14

Apg 4
1 Während sie zum Volk redeten, traten die Priester, der Tempelhauptmann und die Sadduzäer zu ihnen.

2 Sie waren aufgebracht, weil die Apostel das Volk lehrten und in Jesus die Auferstehung von den Toten verkündeten.
3 Und sie legten Hand an sie und hielten sie bis zum nächsten Morgen in Haft. Es war nämlich schon Abend.
4 Viele aber von denen, die das Wort gehört hatten, wurden gläubig; und die Zahl der Männer stieg auf etwa fünftausend.
5 Es geschah: Am anderen Morgen versammelten sich ihre Oberen sowie die Ältesten und die Schriftgelehrten in Jerusalem,
6 dazu Hannas, der Hohepriester, Kajaphas, Johannes, Alexander und alle, die aus dem Geschlecht der Hohepriester stammten.
7 Sie stellten die beiden in die Mitte und forschten sie aus: Mit welcher Kraft oder in wessen Namen habt ihr das getan?
8 Da sagte Petrus, erfüllt vom Heiligen Geist, zu ihnen: Ihr Führer des Volkes und ihr Ältesten!
9 Wenn wir heute wegen einer guten Tat an einem kranken Menschen darüber vernommen werden, durch wen er geheilt worden ist,
10 so sollt ihr alle und das ganze Volk Israel wissen: im Namen Jesu Christi, des Nazoräers, den ihr gekreuzigt habt und den Gott von den Toten auferweckt hat. Durch ihn steht dieser Mann gesund vor euch.
11 Dieser Jesus ist der Stein, der von euch Bauleuten verworfen wurde, der aber zum Eckstein geworden ist.
12 Und in keinem anderen ist das Heil zu finden. Denn es ist uns Menschen kein anderer Name unter dem Himmel gegeben, durch den wir gerettet werden sollen.

Heute hören wir die nachfolgenden Ereignisse, nachdem Petrus seine Bekenntnisrede in der Halle Salomos gehalten hat.
Die religiöse Elite bestehend aus dem Tempelhauptmann, den Sadduzäern und Hohepriestern tritt herzu und regt sich über die ganze Aktion auf.
Es passt ihnen überhaupt nicht, dass Petrus und Johannes die Auferstehung Jesu predigen, den sie nach umfassender Intrige endlich ans Kreuz bekommen haben.
So werden die beiden festgenommen und über Nacht gefangen gehalten. Das ist ihre erste Erfahrung mit Anfeindungen, weil sie im Namen Jesu gepredigt haben. Auch wenn sie festgehalten werden, kann die Tempellobby nichts dagegen tun, dass eine riesige Menge sich dem Glauben anschließt und die Zahl der Jerusalemer Urgemeinde auf 5000 ansteigt.
Am nächsten Tag werden die Apostel ähnlich wie Jesus damals verhört.
Es sind dieselben Hohepriester versammelt, die ähnliche Fragen stellen wie damals bei Jesus. Ihnen geht es um die Kraft, mit der die Apostel das Wunder vollbracht haben.
Auch jetzt ist Petrus nicht eingeschüchtert, sondern erfüllt vom Hl. Geist, der ihm den Mut verleiht, bekennt er Christus: In seinem Namen ist diese gute Tat an einem kranken Menschen vollzogen worden, den eben jene Hohepriester ans Kreuz gebracht haben, den der Tod aber nicht festhalten konnte. Jesus ist von den Toten auferstanden, so hat er den Tod und die Intrige der Hohepriester besiegt.
Genau diese Aussage untermauert Petrus mit dem sehr bekannten und viel verwendeten Zitat aus Ps 118: „Dieser Jesus ist der Stein, der von euch Bauleuten verworfen wurde, der aber zum Eckstein geworden ist.“ Er zitiert die Hl. Schrift, weil er in der Sprache der Gelehrten sprechen möchte und die Erfüllung der Verheißungen unterstreichen möchte. Er versucht, ihnen den Wald begreiflich zu machen, von dem sie bisher nur die einzelnen Bäume betrachtet haben.
Petrus ist wie ausgewechselt. Er spricht freimütig, er zitiert dabei die Schrift und bezieht sie auf Christus. All dies verstand er zuvor nicht und er fürchtete sich davor, irgendeinen Nachteil zu erleiden dafür, dass er Jünger Jesu ist. Doch der Geist Gottes ist auf die Apostel hinabgestiegen und wirkt nun auch durch ihn. Er nimmt es sehr ernst, dass Christus ihn zum Felsen seiner Kirche gemacht hat. Wahrlich, er ist wirklich ein Fels in der Brandung, der die aufkommende Kirche mit allen Mitteln verteidigt! An ihm sehen wir, was möglich ist, wenn wir uns ganz und gar dem Wirken Gottes hingeben. Wenn wir uns ihm anbieten und ihm wirklich sagen: „Tue mit mir, was du willst! Nimm mein Leben hin!“, dann wird er aus uns glänzende Diamanten machen. Er wird uns schleifen, sodass wir unvorstellbar über uns selbst hinauswachsen. Wir werden selbst erstaunt sein, zu was Gott fähig ist mit uns!
Gott liebt auch die Hohepriester, die Sadduzäer, die Schriftgelehrten, alle, die ihn ablehnen. Er möchte, dass alle Menschen gerettet werden. Und so ist die ganze Situation für sie eine einzige Lektion. Sie sollen die Chance bekommen, die Ablehnung Jesu wieder gut zu machen. Stattdessen geht ihre Sturheit mit seinen Jüngern weiter.
So ist Gott. Er gibt uns immer wieder Chancen zur Umkehr. Er versucht einfach alles, um unsere Liebe zu erhalten. Er hat aus Liebe alle Menschen ins Dasein gerufen und möchte, dass jeder ihn zurückliebt. Deshalb wirbt er um jeden, deshalb versucht er, sich begreiflich zu machen. Bis zur letzten Sekunde unseres Lebens versucht er alles, damit wir nicht verloren gehen!

Ps 118
1 Dankt dem HERRN, denn er ist gut, denn seine Huld währt ewig!
4 So sollen sagen, die den HERRN fürchten: Denn seine Huld währt ewig.
22 Ein Stein, den die Bauleute verwarfen, er ist zum Eckstein geworden.

23 Vom HERRN her ist dies gewirkt, ein Wunder in unseren Augen.
24 Dies ist der Tag, den der HERR gemacht hat; wir wollen jubeln und uns über ihn freuen.
26 Gesegnet sei, der da kommt im Namen des HERRN! Wir segnen euch vom Haus des HERRN her.

27 Gott ist der HERR. Er ließ Licht für uns leuchten.

Im Kontext der Osteroktav beten wir wiederholt Psalm 118. Er wird uns die nächsten Tage immer wieder begleiten – wir haben ihn schon in der Osternacht gebetet. Es gibt kaum einen Psalm, der besser in die Osterzeit passt.
Gottes große Heilstaten verdienen stets unser Lob und unseren Dank. Wir können gar nicht genug danken für alles, was Gott uns Gutes tut! Und im Anschluss an den Mut des Petrus, der zur Heilung des Gelähmten steht, der die Chance für eine Bekenntnisrede nutzt und weitere 2000 Männer zum Glauben an Christus führt, können wir wirklich nur in einen Lobpreis verfallen!
Ganz im Psalmenstil beginnt das Danklied mit einer Aufforderung zum Dank, denn Gottes „Huld währt ewig!“
Alle Gottesfürchtigen sollen dies gläubig bekennen. Heute sind ganze 2000 Männer hinzugekommen, die gottesfürchtig geworden sind – sie waren es schon vorher, nun aber sind sie zugleich christusfürchtig geworden!
Dann beten wir Vers 22, den Petrus vor der Tempelelite auf Christus bezieht, auf ihn, dessen Verwerfung und Hinrichtung am Kreuz die Erlösung aller Menschen gebracht hat!
Gott hat diese Erlösung erwirkt, indem er selbst am Kreuz gestorben und auferstanden ist. Kein anderer Gott hat auf diese Weise die Menschheit erlöst und so können wir nicht anders, als zu jubeln und uns über ihn zu freuen. Diese Freude ist mehr als nur eine situative Emotion. Es handelt sich um eine innere Gewissheit, dass am Ende der Zeiten das Heil Gottes steht. Diese Gewissheit trägt den österlichen Menschen durch alles Leid hindurch, sodass er nicht anders kann, als optimistisch zu sein. Das hat nichts mit billiger Jenseitsvertröstung zu tun, sondern ist vielmehr ein gewandeltes irdisches Dasein mit einem österlichen Blick.
„Gesegnet sei, der kommt im Namen des HERRN!“ Diesen Ausruf haben die Jünger Jesu bei seinem Einzug in Jerusalem gesungen, als er auf einer Eselin hineingeritten kam und so als Messias die Hl. Schrift erfüllt hat. Wir beten diesen Ausruf in der Messe im sogenannten Benedictus, das heutzutage mit dem Sanctus gekoppelt ist.
„Wir segnen euch vom Haus des HERRN her“ ist für die Juden die höchste Form von Segen. Im Haus des HERRN, das heißt im Jerusalemer Tempel, ist Gott gegenwärtig. Der Tempel existiert heute nicht mehr. Dieser Vers ist für uns Christen nun auf den eucharistischen Segen zu beziehen, der die höchste Form von Segen darstellt. Gott wohnt im Haus des HERRN, das heißt jetzt in jedem Tabernakel der Kirche. Von dort aus geht ein Segen aus, der gleichzusetzen ist mit dem Segen Christi, den er den Menschen durch seine Heilstaten erwiesen hat. Er ist genauso leibhaftig anwesend wie vor seinem Tod und seiner Auferstehung, als er in Menschengestalt auf Erde wandelte.
Gott ist der HERR und er hat uns Licht geleuchtet – Christus, das Licht der Welt. Er ist der Messias, der die Finsternis erleuchtet hat, wie Jesaja schon 700 Jahre vor Christi Geburt angekündigt hat und wie Christus selbst über sich gesagt hat.

Joh 21
1 Danach offenbarte sich Jesus den Jüngern noch einmal, am See von Tiberias, und er offenbarte sich in folgender Weise.

2 Simon Petrus, Thomas, genannt Didymus, Natanaël aus Kana in Galiläa, die Söhne des Zebedäus und zwei andere von seinen Jüngern waren zusammen.
3 Simon Petrus sagte zu ihnen: Ich gehe fischen. Sie sagten zu ihm: Wir kommen auch mit. Sie gingen hinaus und stiegen in das Boot. Aber in dieser Nacht fingen sie nichts.
4 Als es schon Morgen wurde, stand Jesus am Ufer. Doch die Jünger wussten nicht, dass es Jesus war.
5 Jesus sagte zu ihnen: Meine Kinder, habt ihr keinen Fisch zu essen? Sie antworteten ihm: Nein.
6 Er aber sagte zu ihnen: Werft das Netz auf der rechten Seite des Bootes aus und ihr werdet etwas finden. Sie warfen das Netz aus und konnten es nicht wieder einholen, so voller Fische war es.
7 Da sagte der Jünger, den Jesus liebte, zu Petrus: Es ist der Herr! Als Simon Petrus hörte, dass es der Herr sei, gürtete er sich das Obergewand um, weil er nackt war, und sprang in den See.
8 Dann kamen die anderen Jünger mit dem Boot – sie waren nämlich nicht weit vom Land entfernt, nur etwa zweihundert Ellen – und zogen das Netz mit den Fischen hinter sich her.
9 Als sie an Land gingen, sahen sie am Boden ein Kohlenfeuer und darauf Fisch und Brot liegen.
10 Jesus sagte zu ihnen: Bringt von den Fischen, die ihr gerade gefangen habt!
11 Da stieg Simon Petrus ans Ufer und zog das Netz an Land. Es war mit hundertdreiundfünfzig großen Fischen gefüllt, und obwohl es so viele waren, zerriss das Netz nicht.
12 Jesus sagte zu ihnen: Kommt her und esst! Keiner von den Jüngern wagte ihn zu befragen: Wer bist du? Denn sie wussten, dass es der Herr war.
13 Jesus trat heran, nahm das Brot und gab es ihnen, ebenso den Fisch.
14 Dies war schon das dritte Mal, dass Jesus sich den Jüngern offenbarte, seit er von den Toten auferstanden war.

Im Evangelium hören wir nun von einer dritten Erscheinung Christi vor seinen Aposteln.
Die Apostel sind am See von Tiberias, womit der See Gennesaret gemeint ist. Bevor der Hl. Geist auf sie herabkommt, sind sie unschlüssig, wie sie ihr Leben fortsetzen sollen. Zwar hat Jesus ihnen gesagt: „Wie mich der Vater sendet, so sende ich euch!“ Doch sie verstehen das alles noch nicht. Deshalb tun sie das, was sie kennen und was sie vor ihrer Berufung als Jünger Jesu getan haben – fischen.
Petrus ist es ausgerechnet, der wieder als erstes das Wort ergreift und die anderen mitzieht. Er sagt kurzerhand „ich gehe fischen“. Die anderen anwesenden Apostel sagen daraufhin: „Wir kommen auch mit!“ Sie tun, worin sie am besten sind. In einer Situation der Ungewissheit bringt es einem Sicherheit, wenn man alte Gewohnheiten aufleben lässt.
Gott nutzt diese Situation, um ihnen wieder etwas Wichtiges beizubringen. Er lässt zu, dass sie in der gesamten Nacht nichts fangen.
Gegen Morgen erscheint ihnen Jesus am Ufer und fragt sie nach Fisch. Er weiß ganz genau, dass sie nichts gefangen haben, doch er möchte, dass sie dies von sich aus selbst sagen.
Währenddessen erkennen sie Jesus noch nicht. Man könnte annehmen, dass sie es langsam verstanden haben sollten, dass es der Auferstandene sein muss. Seine Wundmale an Händen und Füßen sind ja mehr als eindeutig. Man kann es vielleicht auf die Tageszeit beziehen. Die Sonne geht gerade erst auf und so ist es noch zu dunkel, Jesus zu erkennen. Wir können es auch auf das besorgte Kreisen der Apostel um sich selbst beziehen, die so von ihren Zukunftsängsten geplagt sind, dass sie gar nicht darauf achten, wer hier mit ihnen spricht.
Eines ist eindeutig: Es ist kein Zufall, dass Jesus ausgerechnet im Morgengrauen zu ihnen tritt. Für die Juden ist es verbreitet, den Messias vom Osten kommend zu erwarten. Im Osten geht die Sonne auf. Christus ist die Sonne der Gerechtigkeit. Er kommt im Morgengrauen. Dies haben wir auch schon beim Osterereignis selbst gemerkt! Er ist im Morgengrauen auferstanden und hat somit die Schrift erfüllt! Und nun kommt er wieder im Morgengrauen zu jenen, für die Nacht ist – die in ihrer Hoffnungslosigkeit und Orientierungslosigkeit dahinleben, die nicht wissen, wie es weitergeht. Er ist ihre Sonne, ihre Hoffnung, ihre Orientierung, ihr Segen. Und deshalb gibt er ihnen dann den Rat, nochmal die Netze auszuwerfen.
Er gibt ihnen Anweisungen, obwohl sie die Profis sind. Womöglich merken sie schon, dass hier etwas passiert, und werfen deshalb nochmal die Netze auf der rechten Seite des Bootes aus.
Als sie es wieder einholen wollen, ist es so brechend voll, dass die Netze zu reißen drohen!
So ist Gottes Gnade. Wenn er gibt, dann im Überfluss!
Wir können diese ganze Szene bis hierhin absolut auf unser eigenes Leben beziehen: Wenn Christus mit uns ist und wir alles tun, was er uns aufträgt, dann gelingt unser Leben. Wenn wir nach Gottes Willen leben und Hand in Hand mit ihm unser Leben leben, wird er uns überreich segnen. Dann werden wir große Zeichen in unserem Leben erkennen und die Größe Gottes mit eigenen Augen erfahren.
Johannes, der Jesu Herz am besten verstanden hat, der an diesem Herzen geruht hat im Abendmahlssaal und unter dem Kreuz bei der Durchbohrung, er ist der erste, der Jesus erkennt.
Als Petrus das erfährt, zieht er sich das Obergewand an, weil er nackt ist, und springt in den See. Was soll diese seltsame Reaktion? „Nackt sein“ bedeutet in diesem Fall nicht das Splitternacktsein, sondern die fehlende Oberbekleidung. Petrus fühlt sich bloßgestellt. Die eigentliche Nacktheit, die er verspürt, ist das Offenliegen seiner Ohnmacht vor dem Herrn. Er vermag nichts ohne ihn. Die ganze Nacht hat er versucht, das zu tun, was er am besten kann. Und selbst das hat nicht funktioniert. Seine ganze Armut liegt hier vor dem Auferstandenen bloß. Er springt in den See vor lauter Beschämung. Was ist denn daran so schlimm, sich vor Gott so hilflos zu fühlen, wenn dieser einem alles schenken kann? Für Petrus ist das ein Prozess der Demütigung. Er hat noch vor dem Leiden, dem Tod und der Auferstehung Jesu große Töne gespuckt. Er hat sich ganz weit aus dem Fenster gelehnt und sich grenzenlos überschätzt, als er zu Jesus sagte: „Mein Leben will ich für dich geben!“ DAS hier ist nun der echte Petrus. Ein einfacher Fischer, der selbst bei seinem Beruf nicht große Töne spucken kann. Der Mensch ist selbst bei den kleinsten Dingen auf Gott angewiesen. Petrus lernt endlich seine eigene Armut und Erlösungsbedürftigkeit kennen. Er lernt, endlich echt zu werden, authentisch. So lässt Gott auch in unserem Leben zu, dass wir lernen, uns im Angesicht Gottes so zu sehen, wie wir wirklich sind – mit allen Ecken und Kanten, mit allen Begrenzungen, mit Stärken und Schwächen. Erst wenn wir uns richtig erkannt haben, was Demut heißt, können wir Arbeiter in seinem Weinberg sein oder mit dem Bild dieses Evangeliums – Menschenfischer sein.
Petrus schämt sich vor Jesus, weil er ihn dreimal verleugnet hat. Im weiteren Verlauf, den wir heute nicht mehr hören, wird Christus ihn dreimal fragen, ob er ihn liebt. Er wird ihn konfrontieren und eine tiefe Versöhnung herbeibringen.
Es hat übrigens eine tiefe Bedeutung, dass sie am Ende die Fische zählen und es sich um 153 Exemplare handelt. So viele Länder sind zu jenem Zeitpunkt bekannt. Es zählt die Weltkarte, was für die Jünger ein Hinweis darauf sein soll, dass sie bald zu Menschenfischern in der ganzen Welt werden!
Jesus nimmt von den Fischen und bereiten den Jüngern ein Mahl. Ja, Jesus ist der Gastgeber auch der Eucharistie, zu der er uns immer wieder einlädt. Er ist es, der die Gaben wandelt und sich darin selbst opfert. Er ist es, der uns in unserem Leben nährt und Kraft schenkt. Er wird uns am Ende der Zeiten alle der Reihe nach bedienen bei der Hochzeit des Lammes. Es wird ein einziges Festmahl sein!
Das ist also die dritte Erscheinung des Auferstandenen. Petrus wird all dies in sich aufgenommen und nach der Spendung des Hl. Geistes begriffen haben. Von seiner Beschämung, von seinem gekränkten Ego, von seiner Furcht wird nichts mehr bleiben. Er wird voll von Erkenntnis und Weisheit freimütig für Christus einstehen und wahrlich ein vorbildlicher Menschenfischer werden. Wir sehen, dass dieser Petrus und der spätere Petrus das großartige Werk Gottes ist. So kann es auch mit uns gehen. Der Hl. Ignatius von Loyola hat es ganz trefflich ausgedrückt, als er sagte: „Die meisten Menschen ahnen nicht, was Gott aus ihnen machen könnte, wenn sie sich ihm nur zur Verfügung stellen würden.“ Genau so ist es. Petrus hat es gewagt und Gott sein Ja gegeben. So hat er eine unglaubliche Entwicklung durchlaufen mithilfe der Gnade Gottes. Und so können auch wir zu ganz neuen Menschen werden, die Tag für Tag über sich hinauswachsen, wenn wir ihm nur täglich unser Ja geben.

Das ist eine österliche Freudenbotschaft für alle Getauften und die, die es werden wollen! Es ist nicht zu spät, selbst wenn wir sehr große Sünder sind. Wenn wir den Mut aufbringen, umzukehren und auch den Demütigungsprozess zu durchlaufen, dann kann Gott auch uns ein neues Leben schenken.

Ihre Magstrauss

Montag der 2. Woche im Jahreskreis

1 Sam 15,16-23; Ps 50,8-9.16b-17.21 u. 23; Mk 2,18-22

1 Sam 15
16 Da sagte Samuel zu Saul: Hör auf! Ich will dir verkünden, was der HERR mir heute Nacht gesagt hat. Saul antwortete: Sprich! 
17 Samuel sagte: Bist du nicht, obwohl du dir gering vorkommst, das Haupt der Stämme Israels? Der HERR hat dich zum König von Israel gesalbt. 
18 Dann hat dich der HERR auf den Weg geschickt und gesagt: Geh und vollziehe an den Übeltätern, an den Amalekitern, den Bann; kämpfe gegen sie, bis du sie vernichtet hast! 
19 Warum hast du nicht auf die Stimme des HERRN gehört, sondern hast dich auf die Beute gestürzt und getan, was dem HERRN missfällt? 
20 Saul erwiderte Samuel: Ich habe doch auf die Stimme des HERRN gehört; ich bin den Weg gegangen, auf den der HERR mich geschickt hat; ich habe Agag, den König von Amalek, hergebracht und an den Amalekitern den Bann vollzogen. 
21 Aber das Volk hat von der Beute einige Schafe und Rinder genommen, das Beste vom Banngut, um es dem HERRN, deinem Gott, in Gilgal zu opfern. 
22 Samuel aber sagte: Hat der HERR an Brandopfern und Schlachtopfern das gleiche Gefallen wie am Gehorsam gegenüber der Stimme des HERRN? Wahrhaftig, Gehorsam ist besser als Opfer, Hinhören besser als das Fett von Widdern. 
23 Denn wie Sünde der Wahrsagerei ist Widerspenstigkeit, wie Frevel mit Götzenbildern ist Auflehnung. Weil du das Wort des HERRN verworfen hast, verwirft er dich als König.

Der heutige Abschnitt aus dem ersten Samuelbuch schließt sich an einige in der Leseordnung ausgelassene Kapitel an. In diesen verwandelt Gott Sauls Herz und erfüllt ihn mit dem Hl. Geist, dass er ausgerüstet ist mit allen Gaben, die er als König braucht. Nicht alle Israeliten akzeptieren ihn als König und erst nach einer Bewährungsprobe (Saul beweist seine Führungsqualitäten, sein Kriegstalent und seine Autorität) wird seine Salbung in Gilgal erneuert. Samuel warnt sowohl den König als auch das Volk eindringlich, von nun an Gottes Willen zu halten, um nicht endgültig dahingerafft zu werden. Gott ist geduldig und ging sogar dem Wunsch des Volkes nach einem König nach. Dann kommt es, wie es nicht kommen sollte – Saul verspielt seine Chance, indem er Gott wiederum unter die Arme greift und auf eigene Faust ein Brandopfer darbringt. Er befolgt nicht gehorsam, was Samuel ihm aufträgt, und dieser warnt ihn vor, dass seine Tage als König gezählt sind. Dennoch hat Saul zunächst viel Erfolg bei den Kriegen, die er gegen die umliegenden Völker führt. Die Philister besiegt er allerdings noch nicht. Heute hören wir nun, dass Saul zum zweiten Mal seine Chance als König verspielt hat.
Ihm wird aufgetragen, die Amalekiter zu schlagen, weil sie sich damals beim Auszug aus Ägypten den Israeliten in den Weg gestellt haben. Saul befolgt Gottes Anweisung nicht ganz, sondern nimmt sich aus Habgier die beste Kriegsbeute. Er ist noch so unaufrichtig und behauptet, er habe das beste Vieh als Opfertiere verschont. Selbst wenn er dies ehrlich meinen würde, hätte er zum wiederholten Mal Gott unter die Arme gegriffen. Er tut nicht, was Gott ihm aufträgt, sondern weiß es immer wieder besser. Und dann erklärt Samuel Saul die Prioritäten Gottes durch die rhetorische Frage: „Hat der HERR an Brandopfern und Schlachtopfern das gleiche Gefallen wie am Gehorsam gegenüber der Stimme des HERRN?“ Wir lesen es immer wieder in den Psalmen: Gott hasst die Opfer nicht, sonst hätte er sie Mose ja nicht so detailliert aufgetragen. Aber den Willen Gottes zu tun steht über der Opfertätigkeit. Und Saul ist mehrfach dadurch aufgefallen, dass er den Willen Gottes gerade nicht befolgt.
Er hat sich durch sein Verhalten damit selbst ins Aus geschossen. Moralisch gesehen hat er den Stand der Gnade verlassen. Auch in der Kirche sind wir versucht, Gott unter die Arme zu greifen, indem wir uns nicht an die Gebote halten und durch die Feier der Sakramente die Gnade mehren, sondern indem wir die gesamte kirchliche Tätigkeit in einen semipolitischen Aktivismus verwandeln. Wir werden selbst tätig, ohne Gott einzubeziehen. Wir bilden uns ein, dass wir tatsächlich weit kommen können, indem wir menschliche Aktionen starten, die Menschen vielleicht kurzzeitig anziehen, aber ohne dass sie eine innere Bekehrung erleben. Auch im alltäglichen Leben meinen wir, unser Glück selbst in die Hand nehmen zu müssen, und geraten ganz schnell an unsere Grenzen. Mit dem Kopf durch die Wand kommen wir aber nicht voran. Wir reiben uns auf und sind ganz schnell ausgebrannt. Würden wir doch aus der Quelle der göttlichen Gnade schöpfen, würden wir viel mehr erreichen!
So hat Saul sein Königtum verspielt und Gott wird seinen Heilsplan weiterführen – mit einem neuen Kandidaten. Von diesem werden wir die Tage noch hören.

Ps 50
8 Nicht wegen deiner Opfer rüge ich dich, deine Brandopfer sind mir immer vor Augen. 
9 Aus deinem Haus nehme ich keinen Stier an, keine Böcke aus deinen Hürden. Was zählst du meine Gebote auf und führst meinen Bund in deinem Mund?
17 Dabei war Zucht dir verhasst, meine Worte warfst du hinter dich.
21 Das hast du getan und ich soll schweigen? Meinst du, ich bin wie du? Ich halte es dir vor Augen und rüge dich.
23 Wer Opfer des Dankes bringt, ehrt mich; wer den rechten Weg beachtet, den lasse ich das Heil Gottes schauen.

Der Psalm trifft den Nagel auf den Kopf, den wir schon in der Lesung betrachtet haben: Gott hat nichts gegen die Opfer der Israeliten, er hat sie ja eingesetzt. Das Problem ist, dasselbe wie wir bis heute beobachten: Man macht es sich leicht, indem man paar Opfer bringt, ohne an der Beziehung zu Gott zu arbeiten, sprich ohne seinen Willen zu befolgen und dadurch in seiner Liebe zu bleiben. Das wäre ja auch anstrengender und unattraktiver. Gott selbst spricht hier „aus deinem Haus nehme ich keinen Stier an…“. Denn Gott sieht unser Herz. Er sieht die Aufrichtigkeit und die Unaufrichtigkeit. Er sieht, dass die Menschen sich vor ihm gerecht machen möchten, ohne das wirklich dafür Notwendige zu tun – ihm zu gehorchen. Das Volk tut Gottes Willen nicht („meine Worte warfst du hinter dich“). Und dieser Vers ist prophetisch, denn Jesus, das fleischgewordene Wort werden sie auch verwerfen.
Gott ist es aber nicht egal, wie unsere Beziehung zu ihm ist. Er konfrontiert uns damit und versucht immer wieder, uns zurückzuholen. Er möchte die Beziehung retten, weil er uns liebt. Deshalb hält er es den Menschen vor Augen und rügt sie. Das zeigt uns, dass er uns nie aufgibt. Das ist bei den Israeliten so, das ist in der Kirche so, das ist bei jedem Menschen so. Gott gibt uns jeden Tag so viele Chancen, umzukehren und von Neuem zu beginnen. Nutzen wir diese Gnade, damit er uns am Ende unseres Lebens nicht genau diese Unbußfertigkeit vorhalten kann. Dann ist es nämlich zu spät.
Das „Heil Gottes“ schauen wir, wenn wir im Stand der Gnade sind („wer den rechten Weg beachtet“). Das gilt für die Israeliten, die jedesmal in Fremdherrschaft oder andere Probleme geraten, wenn sie Gott nicht gehorchen. Das gilt auch für die Kirche, deren heutige Krise eben kein Strukturproblem, Machtproblem oder was auch immer ist, sondern einzig und allein ein Glaubensproblem. Wo das Evangelium nicht mehr begeistert gefeiert wird, wo keine brennenden Zeugen den Glauben mehr vorleben, wo die Liturgie nicht mehr als etwas Sakrales betrachtet wird, wo Gott den Mittelpunkt darstellt, da entfernen wir uns von der Quelle der Gnade, von Gott. Dann müssen wir uns nicht wundern, dass die Menschen in Scharen die Kirche verlassen. Das alles gilt auch für uns alltägliches Leben. Gott hat einen wunderbaren Plan mit jedem Menschen. Wenn wir all unsere Potenziale ausschöpfen würden, die Gott zur Umsetzung seines Plans in uns gelegt hat, würden wir ein erfülltes, glückliches Leben führen. Stattdessen sind wir unglücklich und leer, weil wir unser Glück selbst in die Hand nehmen wollen. Dabei sagt Jesus ganz deutlich: „Getrennt von mir könnt ihr nichts tun.“ So ist es. Das wird sich am Ende unseres Lebens rächen. Dann werden wir nämlich den ewig vermissen, den wir unser Leben lang abgelehnt haben. Wenn wir dagegen unser Leben lang die „Ohren gespitzt“ und nach dem Willen Gottes gesucht haben, werden wir am Ende unseres Lebens „das Heil schauen“, die hebräische Formulierung אַ֝רְאֶ֗נּוּ בְּיֵ֣שַׁע ar’enu bejescha sagt es wortwörtlich: Wir werden Jesus sehen.
Die Rechtfertigung vor Gott ohne große Umstände ist in unserer heutigen Zeit so aktuell wie nie. Wir sehen den Esoterikboom ohne gleichen, wo sehr häufig Konzepte angeboten werden, die uns ein erfülltes, leidloses und glückliches Leben ohne innere Umkehr versprechen. Dann muss man seine Möbel in bestimmter Weise aufstellen, da muss man regelmäßig Meditieren oder eine bestimmte Ernährung einhalten, dann wird das Leid einen verlassen. So einfach ist es aber nicht. Wenn man sich innerlich nicht ändert, wird auch das Äußere nichts ausrichten.

Mk 2
18 Da die Jünger des Johannes und die Pharisäer zu fasten pflegten, kamen Leute zu Jesus und sagten: Warum fasten deine Jünger nicht, während die Jünger des Johannes und die Jünger der Pharisäer fasten? 
19 Jesus antwortete ihnen: Können denn die Hochzeitsgäste fasten, solange der Bräutigam bei ihnen ist? Solange der Bräutigam bei ihnen ist, können sie nicht fasten. 
20 Es werden aber Tage kommen, da wird ihnen der Bräutigam weggenommen sein; dann werden sie fasten, an jenem Tag. 
21 Niemand näht ein Stück neuen Stoff auf ein altes Gewand; denn der neue Stoff reißt vom alten Gewand ab und es entsteht ein noch größerer Riss. 
22 Auch füllt niemand jungen Wein in alte Schläuche. Sonst zerreißt der Wein die Schläuche; der Wein ist verloren und die Schläuche sind unbrauchbar. Junger Wein gehört in neue Schläuche.

Das heutige Evangelium greift den Kern der Lesung und des Psalms auf: Gerecht vor Gott machen uns keine äußeren Handlungen, wenn sie ohne eine entsprechende innere Haltung begleitet werden. Die Hauptversuchten in dieser Richtung sind zur Zeit Jesu die Pharisäer.
Der Streitpunkt ist dabei das Fasten, eine Sache, die man nach außen hin durchaus zur Schau stellen konnte. Jesus erklärt an anderer Stelle die richtige Haltung beim Fasten, wo die pharisäische Haltung uns vermittelt wird: „Sie geben sich ein trübseliges Aussehen, damit die Leute merken, dass sie fasten“ (Mt 6,16).
Die Johannesjünger und die Pharisäer fasten zusätzlich zu den gebotenen Fastentagen für die Juden. Bei den Johannesjüngern geht es dabei um die Buße für den kommenden Messias. Das ist ihre Berufung. Die Pharisäer sühnen ursprünglich für das Volk, aber leider sind sie versucht, dies den anderen vorzuhalten oder sich höher zu stellen als der Rest. Sie verkennen dabei, dass nicht der Unterschied in der Fastenpraxis sie vor Gott gerechter machen kann als die anderen. Die eigene Reue und Umkehr, das Tun des Willens Gottes, der Gehorsam macht Gerecht vor Gott.
Jesus ist der Messias. Er muss nicht wie die Johannesjünger fasten, weil er ja das Ziel ihrer Vorbereitung ist. Er ist der Bräutigam, der um seine Braut Israel wirbt. Jetzt ist der Bräutigam da und er möchte durch seine Feiermentalität herausstellen, wer er ist. Im gesamten AT lesen wir diese Metapher der Braut Israel und des Bräutigams Gott. Dieser greift die Hauptmetapher der heiligen Schrift auf, die die Juden eigentlich erkennen sollten. Nun ist er so weit gegangen, Mensch zu werden, um ganz bei seiner Braut zu sein. Kann man da fasten? Natürlich nicht! Diejenigen, die sich an Jesu fehlendem Fasten stören, haben ihn als Messias nicht erkannt. Sie erkennen nicht, dass die Vorbereitungszeit vor dem Kommen des Messias schon abgeschlossen ist, weil die neue, messianische Heilszeit angebrochen ist!
Jesus deutet auch an, dass er sterben werde, weshalb der Bräutigam der Braut weggenommen werde. Für alles gibt es eine Zeit, so das Buch Kohelet. Jetzt ist die Zeit zum Feiern und mit Jesu Tod kommt das Fasten.
Ab Vers 21 versucht Jesus durch zwei Bilder die ganz neu angebrochene Epoche zu verdeutlichen. Mann kann keine zwei unterschiedlichen Stoffe aufeinandernähen, weil sie sonst reißen. Man kann keinen neuen Wein in alte Schläuche gießen, weil diese zerbersten. Was Jesus durch die Bilder konkret sagen möchte: Ihr könnt nicht bei der angebrochenen messianischen Heilszeit weiterhin so tun, als sei er noch nicht da. Ihr könnt nicht jetzt, wo ich direkt vor euch stehe, weiterhin auf den Messias warten. Dann fährt der Zug ohne euch ab. Mit dem gekommenen Messias müsst ihr eine vollkommen neue Verhaltensweise an den Tag legen.
Auch für uns sind das zwei wichtige Bilder, die an uns appellieren: Wir können nicht Jesus nachfolgen und dabei noch ein bisschen an dem alten sündigen Leben hängen. Wenn wir als Neugetaufte in die Gemeinschaft der Kirche eingegliedert worden sind, sind wir neugeboren im Heiligen Geist. Dann können wir nicht mehr so leben, als wären wir nicht getauft. Wenn wir gebeichtet haben und zurück in den Stand der Gnade gekommen sind, können wir nicht die alten sündhaften Verhaltensweisen fortsetzen. Wir haben in der Beichte Jesus versprochen, uns zu ändern. Wenn wir trotzdem das alte Leben weiterführen, wird ein großer Schaden entstehen wie die zerbersteten Schläuche und der größere Riss im Stoff. Jetzt wo wir die Gnade der Vergebung erhalten haben und vor allem zur Erkenntnis unserer Sünde gelangt sind, werden wir viel größere Verantwortung für dieselben Vergehen tragen müssen. Jetzt tun wir die bösen Dinge ja, obwohl wir ihre Bosheit erkannt haben.

Wir erfahren nicht davon, wie die Fragesteller reagiert haben, aber es wäre schon interessant, ob der ein oder andere Jesu Worte verstanden hat und ihm nachgefolgt ist.
Gott hat in seinem Heilsplan den Höhepunkt erreicht. Er hat seinen einzigen Sohn dem auserwählten Volk an die Seite gestellt. Und auch hier ist es nicht ge-hor-sam – es hört nicht zu, was Gott ihm erklärt. Stattdessen will es die eigenen Dinge tun, um vor Gott gerecht zu werden (also lieber fasten, obwohl Gott ihnen in dieser Zeit signalisiert: „Jetzt nicht, meine Kinder! Ich bin gekommen, also lasst uns feiern!“). Die Selbstgerechten verpassen die Chance, die Gott ihnen bietet, so wie Saul und das Volk Israel in der Lesung.

Beten wir darum, dass Gott uns Ohren grabe, wie wir gestern im Psalm gebetet haben. Möge Gott uns ein hörendes Herz schenken und bemühen wir uns aufrichtig, seinen Willen für unser Leben zu erkennen. Er weiß es immer am besten und wenn wir tun, was er sagt, werden wir wirklich glücklich. Dann fließen die Gnadenströme in unserem Leben über und über. Dann werden wir Frucht bringen und erfüllt sein.

Ihre Magstrauss

Hochfest der Gottesmutter Maria

Num 6,22-27; Ps 67,2-3.5.6.8; Gal 4,4-7; Lk 2,16-21

Meine Lieben,
ich wünsche Ihnen allen ein gesegnetes neues Jahr 2020! Möge der Segen Gottes immer auf Ihnen ruhen und Sie nie verlassen!

Num 6
22 Der HERR sprach zu Mose: 
23 Sag zu Aaron und seinen Söhnen: So sollt ihr die Israeliten segnen; sprecht zu ihnen: 
24 Der HERR segne dich und behüte dich. 
25 Der HERR lasse sein Angesicht über dich leuchten und sei dir gnädig.
26 Der HERR wende sein Angesicht dir zu und schenke dir Frieden. 
27 So sollen sie meinen Namen auf die Israeliten legen und ich werde sie segnen.

„An Gottes Segen ist alles gelegen.“ Und dieses Sprichwort trifft insbesondere auf den Jahreswechsel zu. Dann hören wir immer die erste Lesung aus dem Buch Numeri. Der aaronitische Segen ist besonders, weil Gott selbst ihn Mose beigebracht hat. Warum aber soll dieser Segen von Aaron gespendet werden? Aaron ist Gottes auserwählter Priester. Sein Geschlecht ist es, von dem Segen ausgehen soll. Auch wenn die heutigen Priester nicht von dieser aaronitischen Linie kommen, gilt das auch für sie: Von unseren geweihten Priestern geht ein besonderer Segen aus, als ob Gott selbst uns segnet. Jesus hat sie nämlich beauftragt, in seiner Vollmacht seine messianischen Heilstaten fortzusetzen, wenn er zum Vater geht. Am Anfang des Jahres ist der Segen Gottes ganz besonders entscheidend. Wir beginnen jetzt ein neues Jahr, das neue Herausforderungen, Prüfungen, Geduldsproben, geistige Anfechtungen und viele Gnaden bereithält. All das werden wir aber meistern können, wenn Gottes Segen auf uns liegt. Denn Jesus sagte „getrennt von mir könnt ihr nichts tun.“ und „Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt reiche Frucht.“ Wir sind zwar keine Priester, aber auch wir können Gottes Segen weitertragen zu den Menschen, denen wir begegnen. Segnen wir andere, so kehrt der Segen Gottes auch zu uns zurück.
Gehen wir die einzelnen Verse des Segens einmal durch:
Gott soll uns segnen und behüten – beide Verben stehen im Hebräischen in der Zukunftsform. Er wird uns auch in diesem Jahr segnen und behüten im Sinne von „beschützen“. Gott wird uns die Angriffe und Gefahren dieses Jahres nicht nehmen, aber er wird uns hindurchtragen.
Gott wird sein Angesicht über uns leuchten. Das ist einerseits bildlich zu verstehen – Gott ist Geist und hat kein Angesicht. Es meint seine Gegenwart. Andererseits kann man diesen Vers womöglich messianisch deuten, denn mit Jesus Christus wird er ein Angesicht bekommen, womit er vielen Menschen leuchten wird. Durch die erneute Zukunftsform passt diese Deutung sogar ziemlich gut. Dass Gottes Angesicht leuchten wird, werden vor allem die Apostel Petrus, Jakobus und Johannes auf dem Berg Tabor bei der Verklärung sehen und am Ende der Zeiten wird Jesus für alle offenbar sein Angesicht über die ganze Welt leuchten lassen, wenn er als verherrlichter Menschensohn zurückkehren wird.
Gott wendet sein „Angesicht“ den Menschen zu allen Zeiten der Heilsgeschichte zu. Er wird es auch zukünftig tun, vor allem auf dem Höhepunkt der Heilsgeschichte, wenn er der Welt seinen einzigen Sohn schenken wird. Das feiern wir momentan in dieser Weihnachtszeit. Und mit dem fleischgewordenen Wort Gottes – Jesus Christus – schenkt Gott uns seinen Frieden, der himmlisch ist und den die Welt nicht geben kann. Dieser Frieden ist eschatologisch, er ist ewig. Während die Israeliten den Friedenswunsch des aaronitischen Segens noch irdisch und politisch verstanden haben, ist mit dem Kommen Christi klargeworden, dass es ein viel umfassenderer Frieden ist, der anhält und in unseren Herzen beginnt.
Die Priester des Volkes Israel sollen mit dem Segen Gottes Namen auf die Menschen legen. Das tun unsere Priester bis heute, wenn auch sie immer wieder diesen aaronitischen Segen auf die Menschen herabrufen. Wir sind getauft auf den Namen Gottes und somit wird jeder priesterliche Segen zur Bekräftigung, Erneuerung und Erinnerung dieses allumfassenden Segens.

Ps 67
2 Gott sei uns gnädig und segne uns. Er lasse sein Angesicht über uns leuchte
n,
3 damit man auf Erden deinen Weg erkenne, deine Rettung unter allen Völkern. 
5 Die Nationen sollen sich freuen und jubeln, denn du richtest die Völker nach Recht und leitest die Nationen auf Erden.  
6 Die Völker sollen dir danken, Gott, danken sollen dir die Völker alle. 
8 Es segne uns Gott! Fürchten sollen ihn alle Enden der Erde.

Der aaronitische Segen hatte für die Israeliten so eine hohe Bedeutung und eine so einschneidende Wirkungsgeschichte, dass er auch in den Psalmen verarbeitet worden ist.
Der Vers 25 aus Num 6 wird hier sehr ähnlich wiederholt: Die beiden Bestandteile „Gnädigsein“ und „Leuchten seines Angesichts“ sind wieder zu erkennen. Es wird aber nicht nur wiederholt, sondern reflektiert. Der Zweck des Wunsches wird nämlich an dieser Stelle erklärt: Die Israeliten sollen durch das Leuchten des Angesichts Gottes seinen Weg erkennen, das heißt seinen Willen. Der aaronitische Segen wird paränetisch fortgesetzt, also zur Unterweisung im moralischen Verhalten. Der nächste Nebensatz geht darüber hinaus. Die Rettung unter allen Völkern klingt in unseren christlichen Ohren sehr messianisch (hebr. בְּכָל־גֹּ֝ויִ֗ם יְשׁוּעָתֶֽךָ b’chol-gojim jeschu’atecha, der Name Jesu ist enthalten und wird auf die nichtjüdischen Völker bezogen). So müssen wir den Vers mit folgender Interpretation lesen: Lass dein Angesicht leuchten, damit wir den Messias erkennen, der die ganze Welt erlösen wird.
Im Anschluss erkennen wir wieder die positive Sicht auf das göttliche Gericht, über das die „Nationen“ sich freuen. Hier sind die „Nationen“ die Stämme Israels ( עַמִּ֥ים ammim meint immer die Stämme Israels). Die Stämme können dann endlich aufatmen, nachdem sie so viel Leid durch Fremdherrschaft und Tyrannei erleiden mussten. Gott bringt endlich die ersehnte Gerechtigkeit!
Der Psalm wird mit einem Segenswunsch abgeschlossen, der wiederum an den aaronitischen Segen von Num 6 anknüpft.
Die Psalmen bringen immer wieder zum Ausdruck, dass Gottes Erlösungsplan, der sich mit Jesus erfüllt hat, über die jüdischen Grenzen hinausgeht, aber v.a. dort beginnt.

Gal 4
4 Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau und dem Gesetz unterstellt,
5 damit er die freikaufe, die unter dem Gesetz stehen, und damit wir die Sohnschaft erlangen. 
6 Weil ihr aber Söhne seid, sandte Gott den Geist seines Sohnes in unsere Herzen, den Geist, der ruft: Abba, Vater.  
7 Daher bist du nicht mehr Sklave, sondern Sohn; bist du aber Sohn, dann auch Erbe, Erbe durch Gott.

Die Lesung aus dem Galaterbrief ist besonders schön anzuknüpfen an die Lesungen des AT, die wir bereits besprochen haben. Paulus schreibt an Heidenchristen, die durch judaisierende Missionare unter Druck gesetzt werden, sich beschneiden zu lassen und die Torah zu halten. Paulus greift jüdische Elemente durchaus auf, möchte die Galater jedoch versichern, dass sie als Heidenchristen keinen jüdischen Zwischenschritt vornehmen müssen.
Die Argumentation des Paulus wird ersichtlich, wenn man ein Kapitel vorher beginnt zu lesen: Er erklärt, warum es das jüdische Gesetz überhaupt gibt und wie es im heilsgeschichtlichen Gesamtkontext zu bewerten ist: Es wurde wegen der Übertretungen gegeben, als „Erzieher“ ( παιδαγωγός paidagogos), als Vorbereitung der „Unmündigen“, das heißt der geistig noch „Minderjährigen“ auf das „Mündigsein“. Dies fassen folgende Verse zusammen: „23 Ehe der Glaube kam, waren wir vom Gesetz behütet, verwahrt, bis der Glaube offenbar werden sollte. 24 So ist das Gesetz unser Erzieher auf Christus hin geworden, damit wir aus dem Glauben gerecht gemacht werden. 25 Nachdem aber der Glaube gekommen ist, stehen wir nicht mehr unter dem Erzieher.“ Das heißt natürlich nicht, dass die Juden keinen Glauben hatten, sondern dass ihr „Rettungsanker“ ein anderer war – nämlich die Gesetzestreue. Das ist nicht falsch. Sie hatten das Wort Gottes in schriftlicher Form, aber dann ist die ganze Menschheit in der Heilsgeschichte einen großen Schritt vorangekommen: Das Wort Gottes ist Fleisch geworden – eine Person! Und wenn es diese jetzt gibt, ist es doch kontraproduktiv, das erfüllte geschriebene Wort Gottes in Person zu ignorieren und so zu tun, als ob dieser heilsgeschichtliche Schritt nicht begangen worden sei.
Was wir nun in Gal 4 hören, ist der Übergang von der einen zur anderen heilsgeschichtlichen Etappe – von der Erziehung durch das geschriebene Wort Gottes hin zum Erreichen der „Volljährigkeit“ durch Christus:
Jesus hat diesen Schritt selbst vollzogen, in dem er zunächst als Jude in einen Stamm und in eine Sippe hineingeboren worden ist. Er ist als davididisches Kind aus dem Stamm Juda Mensch geworden „durch eine Frau“, das heißt biologisch in diese Welt eingegangen. Er ist nicht aus dem Nichts plötzlich dagewesen, sondern geboren worden. „Durch eine Frau“ ist in diesem Kontext natürlich nicht abwertend gemeint (, was einige Forscher hier hineinlesen wollen. Ist aber sinnlos, denn darum geht es doch gar nicht in der Argumentation). Man muss diesen Abschnitt zusammen mit dem nächsten lesen – „dem Gesetz unterstellt“. Dabei wird für „geboren“ und „unterstellt“ im Griechischen dasselbe Wort verwendet ( γενόμενον genomenon, „geworden“). Jesus ist nicht nur Mensch, sondern auch Jude geworden. Das war der Heilsplan Gottes und somit betont auch Paulus, dass er keineswegs antijüdisch eingestellt ist.
Jesus wurde beides, um als erster Mensch vom Gesetz (νόμος nomos ist das griechische Wort, das für die Torah verwendet wird) in die neue Schöpfung überzugehen. Er „kauft frei“, die unter dem Gesetz stehen, also die Juden. Gemeint ist nicht, dass er sie von den „lästigen Verboten endlich befreit“, sondern sie davon loskauft, dass die Torah ihr „Erlöser“ ist. Nicht mehr ein geschriebenes Gesetz soll der Rettungsanker oder ihr Rettungsring sein, sondern er selbst! Der Glaube an ihn rettet, nicht der Gehorsam gegenüber Buchstaben. Er ist dabei nicht gekommen, um das Gesetz aufzuheben. Das sagt Jesus in den Evangelien ganz deutlich. Er erfüllt es aber nun und lebt es so vor, dass wir gleich die praktische Umsetzung vor uns sehen!
Jesus geht von einer Etappe in die andere über, um uns zu Erben zu machen – durch die Taufe, die er gestiftet hat, werden wir zu Kindern Gottes, die das Reich Gottes erben! Jesus ist der Anfang der neuen Schöpfung, wir werden durch die Taufe ebenfalls zu Kindern der neuen Schöpfung! Der Hl. Geist ist es, der nun durch Taufe und Firmung in unsere Herzen „geblasen“ wird wie damals der Odem Gottes in die Nase Adams – weil Jesus der neue Adam ist! Das ist die „Belebung“ der neuen Geschöpfe, durch die wir sagen können „Abba“ – Papa. Gott wird zu unserem Vater, den wir ganz persönlich so ansprechen dürfen. Das gibt es in keiner anderen Religion. Das dürfen wir nie vergessen! Seien wir dankbar!
Wir sind Erben Gottes, aber wie auch bei irdischen Erben kann man die Erbschaft verlieren, wenn man aus dem Testament gestrichen wird. „Benehmen“ wir uns, damit dies nicht geschieht!
Paulus erklärt dies alles den Galatern, damit sie erkennen: Sie müssen nicht so tun, als ob Jesus noch nicht gekommen wäre. Das ist eine Versuchung, die sie vom ewigen Heil abbringen kann. Das „Gesetz“ ist nun mit den Augen Christi zu betrachten und zu halten. „Gott rettet“ (Jesus) nicht der Buchstabe.

Lk 2
16 So eilten sie hin und fanden Maria und Josef und das Kind, das in der Krippe lag. 

17 Als sie es sahen, erzählten sie von dem Wort, das ihnen über dieses Kind gesagt worden war. 
18 Und alle, die es hörten, staunten über das, was ihnen von den Hirten erzählt wurde. 
19 Maria aber bewahrte alle diese Worte und erwog sie in ihrem Herzen. 
20 Die Hirten kehrten zurück, rühmten Gott und priesen ihn für alles, was sie gehört und gesehen hatten, so wie es ihnen gesagt worden war. 
21 Als acht Tage vorüber waren und das Kind beschnitten werden sollte, gab man ihm den Namen Jesus, den der Engel genannt hatte, bevor das Kind im Mutterleib empfangen war.

Heute ist der achte Tag der Weihnachtsoktav. Wir feiern ihn als Hochfest der Jungfrau und Gottesmutter Maria! Wie sehr hat die Kirche im 4. Jahrhundert gekämpft, um dieses Dogma durchzusetzen gegenüber verschiedenen Häresien! Maria ist nicht nur die Mutter des Menschen Jesus, sondern auch des Gottes! Sie ist Theotokos – „Gottesgebärerin“. Das ist Grundlage des Christentums.

Wir hören zu Anfang des Evangeliums nochmal, dass wir uns mitten in der Weihnachtszeit befinden. Die Hirten kommen zur Grotte, in der die hl. Familie ist, und finden alles so, wie es ihnen verkündet worden ist. Die Anwesenden staunen über die Dinge, die sie nun erzählen. Die Hirten werden zu Verkündern der frohen Botschaft! Sie sind diejenigen, die das Evangelium weitertragen – und zwar als erste Zeugen des kleinen Kindes!
„Maria bewahrte alles in ihrem Herzen.“ Das ist keine Floskel. Wir müssen das weiter bedenken. Was heißt das denn? Maria hat es betrachtet. Sie war eine fromme und schriftkundige Jüdin. Sie ist im Tempel aufgewachsen und kannte die Hl. Schriften so gut wie nicht unbedingt jeder andere „normale“ Jude. Sie wird all die Dinge im Lichte der Tradition und der messianischen Verheißung reflektiert und alles durchgebetet haben. Sie „bewahrte“ all diese Worte (συντηρέω syntereo „bewahren, bewachen“) und „erwog“ sie im Herzen (συμβάλλω symballo „zusammenwerfen“). Sie zählte also eins und eins zusammen! Sie erkannte die Symbolik verschiedener heilsgeschichtlicher „Mosaiksteinchen“ und fügte sie nach und nach zu einem Mosaikbild zusammen. Das heißt dieser bedeutungsvolle Vers.
Die Hirten haben nicht nur verkündet, sondern sind durch dieses ganze Ereignis mit Freude und Glauben erfüllt worden. Ihr Leben wird sich nach all dem verändert haben.
Dann hören wir das, was im Galaterbrief Paulus reflektiert: Jesus ist am achten Tag beschnitten worden, wie es jüdischer Brauch ist. Bei dem Ritual der Beschneidung erhält das Kind den Namen und dadurch, dass Josef ihn nennt, nimmt er Jesus vor dem jüdischen Gesetz als Adoptivsohn an. Maria und Josef nennen das Kind so, wie Gott es wollte: Jesus. Das heißt „Jahwe rettet“. Damit erhält das Kind das Lebensprogramm – es rettet als Gott die ganze Menschheit. Es ist der Anfang dieser neuen heilsgeschichtlichen Etappe, die mit dem Leiden, dem Tod und der Auferstehung Christi vollendet werden wird. Von da an werden wir durch die fleischgewordene Torah gerettet, nicht mehr durch die geschriebene Torah.

Maria hat als fromme Jüdin alles gehorsam umgesetzt, was die Torah vorschreibt.
Maria hat zugleich Gott geglaubt, dass er seine Verheißung wahr macht.
Maria hat ge-hor-sam (von „hören“) alles in ihrem Herzen gesammelt und eins und eins zusammengezählt. Sie ist die perfekte Schülerin des Pädagogen – nicht nur der Torah, sondern v.a. des Schreibers der Torah, nämlich Gott!
So ist Maria selbst nach Jesus zur ersten Neuschöpfung geworden, die vom „Gesetz“ zum „Glauben“ übergegangen ist – in die neue heilsgeschichtliche Etappe.

Könnten wir heute etwas zu den Galatern sagen, damit sie der Versuchung einer Rejudaisierung nicht erliegen, würden wir auf Maria verweisen. Sie ist das perfekte Vorbild beim Überschreiten der alten heilsgeschichtlichen Phase hinüber zur neuen.

Bitten wir heute Maria um ihre Fürsprache, damit auch hier so ge-hor-sam werden und das Talent des „symballein“ erhalten – eins und eins zusammenzählen zu können, was Gott in unserem Leben wirkt.
Bitten wir auch um ihre Fürsprache, dass wir gute Schüler in der Schule Gottes werden. Er leitet uns auch heute an und möchte uns seinen Willen lehren.
Seien wir gehorsam in der Situation, in der wir uns befinden. Tun wir unser bestes, den christlichen Glauben umzusetzen und die kirchlichen Gebote zu halten. Am Ende der Zeiten werden wir in eine weitere neue Etappe treten, in der es keine Kirche mehr geben wird in der Form wie jetzt. Dann kommen wir vom Glauben zum Schauen.

Ihre Magstrauss