Montag der 3. Osterwoche

Apg 6,8-15; Ps 119,23-24.26-27.29-30; Joh 6,22-29

Apg 6
8 Stephanus aber, voll Gnade und Kraft, tat Wunder und große Zeichen unter dem Volk.
9 Doch einige von der sogenannten Synagoge der Libertiner und Kyrenäer und Alexandriner und Leute aus Kilikien und der Provinz Asien erhoben sich, um mit Stephanus zu streiten;
10 aber sie konnten der Weisheit und dem Geist, mit dem er sprach, nicht widerstehen.
11 Da stifteten sie Männer zu der Aussage an: Wir haben gehört, wie er gegen Mose und Gott lästerte.
12 Sie hetzten das Volk, die Ältesten und die Schriftgelehrten auf, drangen auf ihn ein, packten ihn und schleppten ihn vor den Hohen Rat.
13 Und sie brachten falsche Zeugen bei, die sagten: Dieser Mensch hört nicht auf, gegen diesen heiligen Ort und das Gesetz zu reden.
14 Wir haben ihn nämlich sagen hören: Dieser Jesus, der Nazoräer, wird diesen Ort zerstören und die Bräuche ändern, die uns Mose überliefert hat.
15 Und als alle, die im Hohen Rat saßen, gespannt auf ihn blickten, erschien ihnen sein Gesicht wie das Gesicht eines Engels.

Heute hören wir von Stephanus, dem ersten Märtyrer. Ich habe schon vor einigen Tagen vorgewarnt, dass das Leiden der Christen nicht lange auf sich warten lasse.
Mit Stephanus beginnt nun diese Leidensgeschichte von Verfolgungen, die bis heute nicht aufgehört hat.
Er ist „voll Gnade und Kraft“, was sein Erfülltsein mit dem Heiligen Geist umschreibt. Er ist mit denselben Früchten, Gaben und Charismen ausgestattet, die wir bei der brennenden Pfingstrede des Petrus bemerkt haben. Wer ist dieser Stephanus eigentlich? Er gehörte der Jerusalemer Urgemeinde an, war ursprünglich hellenistischer Jude und deshalb auch als einer der sieben Diakone ausgewählt worden, die caritative Aufgaben bei den Bedürftigen und vor allem bei den griechischsprachigen Witwen übernehmen sollten.
Er ist also nun Judenchrist, ein ehemaliger Jude, der zum Glauben an Christus gekommen ist. Es gibt in Jerusalem unterschiedliche jüdische Gruppen. Eine davon besteht aus Menschen, die so wie Stephanus sind, bevor er Christ wurde. Sie nennen sich Hellenisten. Die Aufzählung, die wir hier lesen (Libertiner, Kyrenäer, Alexandriner etc.) beweist, dass es eben solche hellenistischen Juden sind. Sie haben ein Problem mit Stephanus und erheben sich, um mit ihm zu streiten. Das Verb ἀνέστησαν anestesan meint an dieser Stelle weniger die physische Bewegung des Aufstehens, als vielmehr den Aufstand, das Rebellieren, sich beschweren. Das Verb συζητοῦντες syzetuntes meint einen Streit als Debatte oder Prüfung. Sie wollen die Rechtgläubigkeit des Stephanus prüfen.
Womöglich regen sie sich auf, weil er solch kraftvolle Zeichen vollbringt und sie nicht. Es spielt vielleicht Neid und Eifersucht eine Rolle so wie bei den Hohepriestern Jesus und seinen Aposteln gegenüber.
Die Gegner des Stephanus versuchen, gegen ihn anzukommen, aber seine Weisheit übertrifft die seiner Feinde. Sie wollen mit ihrer menschlichen Vernunft gegen den Geist Gottes kämpfen. Der Ausgang ist offensichtlich. An diesem Vers erkennen wir, dass der Streit tatsächlich im Debattieren besteht.
Als die Feinde merken, dass sie gegen Stephanus keine Chance haben (vielmehr gegen den Geist Gottes, aber das verstehen sie nicht), greifen sie zu unfairen Mitteln. Sie stiften Männer zu Falschaussagen an. Das ist nicht das erste Mal. Schon bei dem Prozess Jesu hat man Falschaussagen getätigt, die sich aber widersprochen haben. Ihr Plan ist es, Stephanus zu unterstellen, dass er Mose und die Torah lästere und die Lehre verändern wolle.
Mithilfe der religiösen Vertreter Jerusalems hetzen sie die Öffentlichkeit gegen Stephanus auf und schaffen es, ihn vor den Hohen Rat zu bringen. Es ist schon wieder ein ungerechter Prozess, so wie bei Jesus und auch bei den Aposteln nach dem Pfingstereignis.
Und so werden falsche Zeugnisse gegen ihn gebracht, die ihm Feindseligkeit gegenüber der jüdischen Lehre und des Tempels unterstellen.
Sie behaupten sogar: „Dieser Jesus, der Nazoräer, wird diesen Ort zerstören und die Bräuche ändern, die uns Mose überliefert hat.“ Jesus hat so etwas natürlich nie behauptet. Er hat vielmehr gesagt, dass nicht ein einziges Iota vom Gesetz geändert werden dürfe. Er hat das Gesetz mit seiner ganzen Person aber erfüllt. Jesus hat wirklich gesagt: „Reißt den Tempel nieder und ich werde ihn in drei Tagen wieder aufbauen“, was aber den Tempel seines Leibes meint. Es war ein prophetischer Zeichenakt, der auf seinen Tod und seine Auferstehung hinweisen sollte. Nun wird dies zum Anlass genommen, Stephanus zu verurteilen. Es wird mit absoluten Lügen vermischt und so entsteht eine falsche Anklage.
Stephanus aber hat keine Angst. Er bleibt ganz ruhig und ist viel mehr wie verklärt. Sein Gesicht leutet, das muss wohl heißen, seine Augen strahlen. Es wird verglichen mit einem Engelsgesicht. Das, was hier so leuchtet, ist die Gnade Gottes auf seinem Gesicht. Der Heilige Geist durchdringt ihn ganz und so wird er auch mit der Frucht des Mutes und der Ruhe beschenkt.
Wir wissen, dass es tödlich endet. Sie steinigen ihn und dieser unschuldige Mensch vergibt im Tod seinen Henkern. Er bittet Gott darum, deren Sünde nicht anzuerkennen. Er hat heroischen Mut und außerordentlich große Liebe bewiesen. Damit ist er wahrlich zum Zeugen für Christus geworden, der ebenfalls sterbend am Kreuz für seine Henker gebetet hat. Ganz wie Christus befiehlt Stephanus sein Leben dem, der ihm alles bedeutet – Gott. Er stirbt im tiefsten Vertrauen und so lebt er in Ewigkeit beim Herrn.

Ps 119
23 Sitzen auch Fürsten zusammen und verhandeln gegen mich, dein Knecht sinnt nach über deine Gesetze.
24 Deine Zeugnisse sind mein Ergötzen, sie sind meine Berater.
26 Meine Wege hab ich dir erzählt und du gabst mir Antwort. Lehre mich deine Gesetze!
27 Den Weg deiner Befehle lass mich begreifen, ich will nachsinnen über deine Wunder!
29 Halte mich fern vom Weg der Lüge, begnade mich mit deiner Weisung!
30 Ich wähle den Weg der Treue, deine Entscheide stelle ich mir vor Augen.

Heute beten wir aus dem längsten Psalm des gesamten Psalters und betrachten darin den lebenslangen Wandel nach dem Wort Gottes. Er greift auf, was Stephanus durchgemacht hat.
„Sitzen auch Fürsten zusammen und verhandeln gegen mich, dein Knecht sinnt nach über deine Gesetze.“ Und wenn auch die Mächtigen der Welt einen anklagen, ändert das nichts daran, dass „dein Knecht“, sprich jeder Gläubige (wörtlich gemeint Jude, im geistlichen Sinne Jesus Christus und jeder getaufte Christ) an dem Wort Gotte festhält. Petrus hat zu den Hohepriestern gesagt: „Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen.“ Das ist es. Wer Gott von ganzem Herzen liebt, wird seine Gebote immer halten und als oberste Priorität erachten. Er ist die höchste Autorität, höher noch als Könige, heute vielleicht gesagt höher noch als die Politiker, Bänker, Stars und Sternchen.
Der nächste Vers ist etwas ungünstig übersetzt worden: Die Zeugnisse, von denen in Vers 24 die Rede ist, können vielmehr mit „Gebote“ übersetzt werden und statt „Ergötzen“ könnte man auch Freude oder Wonne formulieren. Das ist eine weniger anstößige Übersetzungsmöglichkeit. Was dadurch ausgesagt werden soll: Die Gebote sind keine Bürde, sondern vielmehr eine Erleichterung. Sie verhelfen dem Menschen zu einem gelungenen und glücklichen Leben. Sie sind also erstrebenswert und nicht eine Pflicht.
Der Gläubige hat eine Beziehung zu Gott. Er spricht mit ihm und teilt mit ihm seine Befindlichkeiten. Das können wir auf die Juden beziehen, insbesondere auf David. Das können wir vielmehr noch auf Jesus beziehen, der zum Vater eine derart intime Beziehung führt, dass wir daraus die Liebe Gottes förmlich ergreifen können. Das ist auch mit jedem Christen so, der Jesus nachfolgt auf dem Weg in die Herrlichkeit Gottes.
Gott ignoriert den Menschen nicht, der zu ihm kommt und ihm alles erzählt. Er erhört die Bitten seiner geliebten Kinder. Dies hat er an König David erwiesen, der immer wieder in Gefahr geraten ist. Er hat es ganz besonders an seinem eigenen Sohn gezeigt, den er von den Toten auferweckt hat. Er erhört auch unsere Bitten, die wir vertrauensvoll zu ihm kommen mit unseren Anliegen. Bei ihm gibt es kein Nein. Er hat höchstens ein Später oder ein Anders für uns vorgesehen und dies wiederum, um uns das Heil zu schenken.
„Lehre mich deine Gesetze“ ist der Ausdruck von Eifer. Der Gläubige möchte eine gute Beziehung zu Gott und ihn deshalb immer besser verstehen. Wenn wir einen Menschen lieben, wollen wir alles für ihn tun. So ist es auch bei Gott. Wenn wir ihn lieben, wollen wir alles für ihn tun. Er wiederum verlangt nur das von uns, was uns zum Heil führt.
So ist auch Vers 27 zu verstehen, der von Gottes Befehlen spricht. Die Juden damals wie auch die Christen heute wollen nachsinnen über die Wunder Gottes. Das heißt, dass wir solche Zeichen des Heils schauen möchten. Sie sind Bestätigung dafür, dass Gott auch heute gegenwärtig ist in dieser Welt. Und wenn wir hinschauen, werden wir viele dieser Wunder sehen. Das größte geschieht in jeder Heiligen Messe, wenn ein einfaches Stückchen Brot zum Leib Christi wird.
Gott soll den Menschen vom Weg der Lüge fernhalten. Dies gilt für die Juden damals als auch für uns heute: Ein Leben nach dem Willen Gottes ist ein Leben in Wahrhaftigkeit. Wenn wir uns selbst belügen, leben wir in einer Illusion, die uns nicht zum Vater führt. Erst wenn wir die Welt sehen, wie sie ist, vor allem uns selbst real sehen, dann erst können wir ins Reich Gottes eingehen. Denn diese reale Selbstsicht heißt Demut. Diese bedeutet zugleich, die eigene Armut zu erkennen und alles vom Vater zu erbitten. Das ist die Haltung eines Kindes, die uns in das Reich Gottes bringt.
Gott möge den Menschen mit seiner Weisung begnadigen. „Weisung“ heißt jüdisch gesehen zunächst die Torah. Die Weisung ist für uns heute aber noch viel mehr, denn in Christus ist sie Fleisch geworden. Die Begnadigung wird uns also vielmehr durch Jesus Christus geschenkt, der durch seinen Kreuzestod die Menschen erlöst und vor Gott gerecht gemacht hat.
„Ich wähle den Weg der Treue“ ist das Jawort gegenüber Gott, das wir jeden Tag erneuern müssen. Es ist die Entscheidung, Gott zu lieben und aus diesem Grund, seinen Willen zu tun. Es ist ein Jawort analog zum Ehebund. Liebe ist eine Entscheidung, eine Bejahung des zu Liebenden.
Dieser hier betende Knecht kann im Kontext der heutigen Lesung sehr gut mit Stephanus identifiziert werden. Er ist wirklich ein treuer Knecht Gottes, der erfüllt ist mit den Gaben des Heiligen Geistes. Sein Ja für Gott lässt ihn erstrahlen wie einen Engel. Seine innige Beziehung zu Gott stößt jenen eifersüchtigen Juden auf, die Jesus nicht als den Messias anerkennen und Stephanus die Früchte seiner Verkündigung nicht gönnen. Und doch erhält Stephanus bis zum letzten Atemzug dieses Jawort aufrecht. Er hat sich wirklich ganz für die Treue gegenüber Gott entschieden und die Mächtigen Jerusalems nicht gefürchtet.

Joh 6
22 Am nächsten Tag stand die Menge am anderen Ufer des Sees; sie hatten gesehen, dass nur ein Boot dort gewesen war und dass Jesus nicht mit seinen Jüngern ins Boot gestiegen war, sondern dass seine Jünger allein abgefahren waren.
23 Von Tiberias her kamen andere Boote in die Nähe des Ortes, wo sie nach dem Dankgebet des Herrn das Brot gegessen hatten.
24 Als die Leute sahen, dass weder Jesus noch seine Jünger dort waren, stiegen sie in die Boote, fuhren nach Kafarnaum und suchten Jesus.
25 Als sie ihn am anderen Ufer des Sees fanden, fragten sie ihn: Rabbi, wann bist du hierhergekommen?
26 Jesus antwortete ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Ihr sucht mich nicht, weil ihr Zeichen gesehen habt, sondern weil ihr von den Broten gegessen habt und satt geworden seid.
27 Müht euch nicht ab für die Speise, die verdirbt, sondern für die Speise, die für das ewige Leben bleibt und die der Menschensohn euch geben wird! Denn ihn hat Gott, der Vater, mit seinem Siegel beglaubigt.
28 Da fragten sie ihn: Was müssen wir tun, um die Werke Gottes zu vollbringen?
29 Jesus antwortete ihnen: Das ist das Werk Gottes, dass ihr an den glaubt, den er gesandt hat.

Im Evangelium hören wir heute einen Ausschnitt aus der Himmelsbrotrede Christi. Sie ist ein Zeugnis für die Eucharistie.
Letzte Woche haben wir von der wunderbaren Brotvermehrung gehört. Jesus hat die Menschen dort schon für die Eucharistie sensibilisiert, die er im Abendmahlssaal und auf dem Golgota etablieren würde.
Dann fahren die Aposteln mit dem Boot ans andere Ufer des Sees auf Kafarnaum zu, als ihnen der bis dahin auf einem Berg verbliebene Jesus ihnen auf dem See zugelaufen kommt. Das hören wir heute alles nicht, sondern erst die Nachgeschichte einen Tag später. Die Menschenmassen verfolgen die Apostel und Jesus, kommen sogar mit Booten angereist, nur um Jesus wiederzusehen.
Sie suchen regelrecht nach ihm und finden ihn schließlich am anderen Ufer des Sees in Kafarnaum. Zunächst waren sie an den Ort der Brotvermehrung zurückgekehrt. In Kafarnaum fragen sie ihn, wann er dort hingekommen sei (sie haben nicht mitbekommen, dass Jesus plötzlich über den See gewandelt ist).
Jesus antwortet sehr entlarvend: Sie haben sich nicht die ganze Mühe gemacht, ihn zu finden, weil er Zeichen getan hat, sondern wegen der Brote, die sie gesättigt haben. Er spricht hier eine allzu menschliche Haltung an: Wo es etwas zu essen und vor allem etwas umsonst gibt, kommen die Menschen in Scharen. Gerade Nahrung ist etwas Lebensnotwendiges, das man Tag für Tag neu verdienen muss. Gerade jene, die in nicht so guten Verhältnissen leben, müssen umso mehr Mühe aufwenden, das tägliche Brot zu erhalten und so für sich und ihre Familie zu sorgen. Das ist an sich ja nichts Schlechtes und Jesus sagt es nicht, um die Menschen zu entwürdigen, die etwas ganz Natürliches getan haben. Wir müssen bedenken, dass sie einmal weniger hart arbeiten mussten, um sich zu sättigen. Sie durften wenigstens an jenem Tag den Folgen der Erbsünde entgehen, über die es heißt: „Im Schweiße deines Angesichts wirst du dein Brot essen (Gen 3,19).“ Einmal ernten, was man nicht gesät hat! Das gönnt Jesus den Menschen durchaus, aber worauf er hinaus möchte, ist etwas ganz anderes: Er möchte die Menschen auf die übernatürliche Speise vorbereiten. Das war der Zweck seiner wunderbaren Brotvermehrung. Stattdessen haben die Menschen nur das Brot an sich gesehen, nicht die Zeichenhaftigkeit, die auf etwas Größeres hinweist.
Ihre mangelnde Erkenntnis, nicht das Essen von geschenktem Brot, kritisiert Jesus.
Die Speise, die für das ewige Leben bleibt, ist die Eucharistie. Sie ist es, die auch uns nährt auf dem Weg in die Herrlichkeit Gottes. Sie zu erhalten, sollte das höhere Gut sein, denn sie dient dem ewigen Leben. Dieses ist viel erstrebenswerter als das vorübergehende irdische Leben und deshalb jede Mühe wert.
Jesus ist der Menschensohn, der den Menschen diese Speise geben wird. Es ist zukünftig formuliert, weil es noch aussteht. Einerseits verweist er mit dieser Aussage auf die Einsetzung der Eucharistie im Abendmahlssaal, auf die Besiegelung des Neuen Bundes am Kreuz von Golgota einen Tag später, auf die Eucharistie, die die Christen damals und wir bis heute feiern. Er ist es bis heute, der dieses größte Heilsmittel aller Zeiten spendet. Der Priester tut es „in persona Christi“. Seine Hände, seine Stimme, seine Person sind Werkzeug Christi, durch die er selbst die Eucharistie schenkt.
Das Bild des Siegels, das Jesus hier verwendet, ist im antiken Verständnis wichtig im Kontext von Herrschaft (jeder König hat ein Siegel, mit dem er offizielle Dokumente besiegelt). Es ist auch wichtig im Kontext von Gericht und Testamenten (so werden Aussagen und Testamente von Zeugen beglaubigt, wofür auch Siegel eingesetzt werden). Schließlich sind Siegel in der Antike entscheidend bei der Markierung von Eigentum. Was ein bestimmtes Siegel besitzt, gehört dem Siegelträger. Jesus ist beglaubigt vom Vater mit seinem ganzen Sein, mit seinem Tun, mit seinem Auftreten. Das Siegel des Allmächtigen selbst ist ihm aufgedrückt – er hat die höchste Autorität und auch die größte Glaubwürdigkeit. Er gehört ganz dem Vater, denn sie sind ganz eins. Und auch wir, die wir durch die Taufe das Siegel des allmächtigen Gottes in unsere Seele eingeprägt bekommen, gehören ganz ihm als seine geliebten Kinder und Erben im Reich Gottes.
Die Menschen haben aufmerksam seinen Worten gelauscht. Nun fragen sie, was sie tun müssen, um die Werke Gottes zu vollbringen. Sie möchten Gott gefallen und seinen Willen tun. Sie sind nicht beleidigt und ziehen ab, weil Jesus ihr Essen des Brotes irgendwie kritisiert hat. Sie möchten aus Jesu Worten Konsequenzen für ihr Leben ziehen. Und so antwortet Jesus ihnen, dass sie an ihn glauben sollen. Er ist es, den der Vater gesandt hat. Wer an Jesus Christus glaubt, lässt sich auf seinen Namen hin taufen. Das wird das äußere Zeichen für den Glauben an ihn darstellen. All dies wird erst geschehen, nachdem Jesus den Neuen Bund besiegelt hat am Kreuz und nachdem er von den Toten auferstanden, in den Himmel aufgefahren und den Heiligen Geist gesandt hat. Der Glaube an Jesus Christus ist den Anwesenden aber schon jetzt möglich.

So fragen wir heute mit den Anwesenden: Herr, was sollen wir tun? Und auch uns sagt Jesus heute: Glaube an mich, den Menschensohn, der dir die Nahrung für das ewige Leben spenden möchte. Tue alles dir Mögliche, um sie zu erhalten.
Das ist in unserer heutigen Situation nicht so einfach, denn wir dürfen die Speise nicht empfangen, höchstens in geistiger Form. Und doch möchte der Herr uns auch heute besondere Gnaden erweisen. Fragen wir jeden Tag und in jeder Situation neu nach dem Willen Gottes. Halten wir fest an ihm, der uns ein neues ewiges Leben geschenkt hat, egal was kommt. Dann werden wir so wie Stephanus direkt in die Arme Gottes aufgenommen. Halten wir ganz an ihn, den Gott durch sein eigenes Siegel beglaubigt hat. Ihm können wir wirklich ganz vertrauen, weil er wahres Zeugnis ablegt im Gegensatz zu Menschen, die von Neid und Eifersucht getrieben sogar Falschaussagen tätigen wie in der Apostelgeschichte heute.
Er ist der wahre und treue Zeuge und seine Speise ist wirklich die Nahrung für das ewige Leben.

Ihre Magstrauss

Mittwoch der 3. Woche der Fastenzeit

Dtn 4,1.5-9; Ps 147,12-13.15-16.19-20; Mt 5,17-19

Dtn 4
1 Und nun, Israel, hör auf die Gesetze und Rechtsentscheide, die ich euch zu halten lehre! Hört und ihr werdet leben, ihr werdet in das Land, das der HERR, der Gott eurer Väter, euch gibt, hineinziehen und es in Besitz nehmen.
5 Siehe, hiermit lehre ich euch, wie es mir der HERR, mein Gott, aufgetragen hat, Gesetze und Rechtsentscheide. Ihr sollt sie innerhalb des Landes halten, in das ihr hineinzieht, um es in Besitz zu nehmen.
6 Ihr sollt sie bewahren und sollt sie halten. Denn darin besteht eure Weisheit und eure Bildung in den Augen der Völker. Wenn sie dieses Gesetzeswerk kennenlernen, müssen sie sagen: In der Tat, diese große Nation ist ein weises und gebildetes Volk.
7 Denn welche große Nation hätte Götter, die ihr so nah sind, wie der HERR, unser Gott, uns nah ist, wo immer wir ihn anrufen?
8 Oder welche große Nation besäße Gesetze und Rechtsentscheide, die so gerecht sind wie alles in dieser Weisung, die ich euch heute vorlege?
9 Jedoch, nimm dich in Acht, achte gut auf dich! Vergiss nicht die Ereignisse, die du mit eigenen Augen gesehen, und die Worte, die du gehört hast! Lass sie dein ganzes Leben lang nicht aus dem Sinn! Präge sie deinen Kindern und Kindeskindern ein!

Heute hören wir aus der großen Rede des Mose, aus dem das Buch Deuteronomium („zweites Gesetz“) besteht. Dort fasst er zum zweiten Mal die Weisung Gottes zusammen. Dabei ermahnt er zu Anfang der Lesung: „Und nun, Israel, hör auf die Gesetze und Rechtsentscheide, die ich euch zu halten lehre!“ Das spricht Mose zwar zum Volk Israel als Ermahnung unmittelbar vor dem Einzug ins verheißene Land, aber es ist darüber hinaus eine Mahnung auch an uns, die Gebote Gottes zu halten, damit auch wir ins verheißene Land einziehen, moralisch gesehen der Stand der Gnade, anagogisch gesehen das Himmelreich am Ende unseres Lebens. Wir stehen unmittelbar vor dem Ende der Zeiten. Jesus hat uns gesagt, dass das Reich Gottes nahe ist. Es ist kurz vor zwölf.
Gott lässt die Menschen nicht allein und so gibt er ihnen mit der Inbesitznahme des Landes Regeln, aber nicht zur Einschränkung und Aufbürdung, sondern für ein friedliches Zusammenleben in optimaler Freiheit. So ist es auch mit uns, die die Gebote Gottes halten sollen. Gott möchte uns nicht einschränken und den Spaß verderben, sondern uns ein möglichst freies, erfülltes und friedliches Leben garantieren. Seine Gebote führen uns nämlich erst in diese Freiheit entgegen aller Vorurteile.
Wenn das Volk die Torah umsetzt, wird es den anderen Völkern zum Vorbild. Warum sie das überhaupt merken? Die Torah beinhaltet Gesetze, die zu jener Zeit absolut neuartig waren. Die Einschränkung der Rache auf das genaue Maß des Schadens (Auge für Auge) stellte zum Beispiel einen riesigen humanen Fortschritt dar. Ebenso die Bruderliebe und Solidarität des gesamten Bundesbuches fällt vor den Nachbarvölkern auf. Dies gilt nicht nur für das Alte Israel, sondern umso mehr für die ersten Christen. Die Heidenvölker, so ist es bei Tertullian belegt, bewunderten die Christen dafür, dass sie die Nächstenliebe auf so intensive Weise gelebt haben („Seht, wie sie einander lieben!“). Die absolute Vergebungsbereitschaft, die Feindesliebe und der Verzicht auf Rache sind vor den umliegenden Heiden aufgefallen. So sind die Christen durch das Halten der Gebote Gottes zu einer Stadt auf dem Berg geworden. Sie konnten nicht verborgen bleiben.
„Denn welche große Nation hätte Götter, die ihr so nah sind, wie der HERR, unser Gott“ ist ein besonders eindrücklicher Satz, der den Kern des ganz anderen Verhaltens Israels im Gegensatz zu den Nachbarvölkern ausdrückt. Die radikale Liebe (für die Israeliten war die Bruderliebe und „Auge für Auge“ das mögliche Maximum) speist sich aus der innigen Beziehung zu Gott. Kein anderes Volk hat in diesem Maße ein barmherziges Gottesbild und insgesamt ein personales Du. Das können wir Christen umso mehr sagen, denen Jesus den barmherzigen Vater beigebracht hat, der uns das Vaterunser lehrte, der uns erlaubte, seinen Vater Abba, Papa zu nennen.
Es gibt in keinem anderen Volk eine derart gerechte Gesetzgebung wie in Israel zu jener Zeit. Das Maß an Solidarität, die Option für die Armen, das heißt vor allem für die Witwen, Waisen, Kranken und Fremden im Land, ist mit keinem anderen Volk vergleichbar. Gott ist wirklich gerecht und hat ein Herz für seine geliebten Kinder. Ebenso können wir Christen das sagen, für die die zehn Gebote nach wie vor gelten und die Ausdruck der absoluten Gerechtigkeit Gottes sind.
Im letzten Vers schärft Mose den Israeliten ein, nie zu vergessen, was Gott ihnen Gutes getan hat. Sie haben mit ihren eigenen Augen spektakuläre Wunder gesehen. Gott ist immer für sie dagewesen. Damit auch die nachfolgenden Generationen das nie vergessen, sollen diese Dinge immer weiter erzählt werden. Gerade der Auszug aus Ägypten wird am Sederabend des Paschafestes erzählt. Der Jüngste der Familie soll rituell die Erzählung einleiten, indem er auch heute noch fragt: „Warum unterscheidet sich diese Nacht von allen anderen Nächten?“ Das Paschamysterium hat sich mit Jesus antitypisch erfüllt und so sagt er beim letzten Abendmahl: „Tut dies zu meinem Gedächtnis!“ Und so beten wir es in der Hl. Messe. Auch wir sollen nie vergessen, was Gott uns eigentlich für ein Heil geschenkt hat. Wir sind erlöst und haben wieder Aussicht auf das Himmelreich! Gott setzt uns als seine Erben ein! Auch wir sollen deshalb dieses große Geschenk und die Gebote Gottes unseren Nachkommen weitergeben, damit auch sie nicht vergessen, welches große Geschenk ihnen zuteil geworden ist.

Ps 147
12 Jerusalem, rühme den HERRN! Lobe deinen Gott, Zion!
13 Denn er hat die Riegel deiner Tore festgemacht, die Kinder in deiner Mitte gesegnet.
15 Er sendet seinen Spruch zur Erde, in Eile läuft sein Wort dahin.
16 Er gibt Schnee wie Wolle, Reif streut er aus wie Asche.
19 Er verkündet Jakob sein Wort, Israel seine Gesetze und seine Entscheide.
20 An keinem anderen Volk hat er so gehandelt, sie kennen sein Recht nicht. Halleluja!

Heute beten wir einen Psalm aus dem sogenannten Kleinen Hallel, einer Gruppe von Lobpsalmen, die den Psalter abschließen. Jerusalem wird in Vers 12 zum Lobpreis aufgefordert – typischer Psalmenstil. „Lobe deinen Gott, Zion!“ bezieht sich zwar auf Jerusalem, doch ist es rhetorisch gemeint, denn es handelt sich um ein pars pro toto. Das ganze Volk Israel ist gemeint und diese Aufforderung erinnert an die Worte des Mose in Dtn 4. Der Psalm ist viele Jahrhunderte bzw. Jahrtausende älter als das Deuteronomium und vieles ist seitdem geschehen. Gott hat auf Israels Irrwegen immer wieder seinen Segen gespendet. Und so hat Israel trotz seiner Treuebrüche und daraus resultierenden Schicksalsschläge immer wieder Grund zum Lob: „Denn er hat die Riegel deiner Tore festgemacht, die Kinder in deiner Mitte gesegnet.“ Die Sicherheit des Landes oder der Stadt Jerusalem wird als Zeichen des Segens Gottes bewertet.
„Er sendet seinen Spruch zur Erde, in Eile läuft sein Wort dahin“ meint im wörtlichen Sinn zunächst seine Weisung, die Torah. Wo sie nicht gehalten wird, sendet er seinen Spruch zu auserwählten Personen, die als Propheten auftreten und Gottes Spruch den Israeliten übermitteln. Wir lesen diesen Vers aber schon weiter, nämlich als höchst messianische Weisung! Gott sendet sein Gesprochenes zur Erde, das heißt sein Wort! Und dieses Wort ist Jesus Christus, das fleischgewordene Wort. „In Eile läuft sein Wort dahin“, denn er kommt bald. Während es vom Kontext des Psalms her noch das erste Kommen meint, betrachten und ersehnen wir sein baldiges zweites Kommen am Ende der Zeiten.
Der nächste Vers ist rätselhaft, weil von Schnee und Reif, von Wolle und Asche die Rede ist. Es bezieht sich auf das wirkmächtige Wort Gottes, durch das Gott seine Schöpfung nicht nur hervorgebracht hat, sondern auch am Leben erhält. Es ist vergleichbar mit den Worten Jesajas in Kapitel 55, wo es heißt: „Denn wie der Regen und der Schnee vom Himmel fällt und nicht dorthin zurückkehrt, ohne die Erde zu tränken und sie zum Keimen und Sprossen zu bringen, dass sie dem Sämann Samen gibt und Brot zum Essen, so ist es auch mit dem Wort, das meinen Mund verlässt: Es kehrt nicht leer zu mir zurück, ohne zu bewirken, was ich will, und das zu erreichen, wozu ich es ausgesandt habe.“ Gott wirkt durch Jesus Christus große Taten in der Welt, damals wie heute! Auch jetzt erblüht die Welt mit jeder Hl. Messe, die gefeiert wird. Es ist wie ein Regen, der die verdorrte Landschaft wieder tränkt und zum Leben erweckt, insbesondere die Wüstenlandschaft Europa, in der wir leben! Wir brauchen Gottes Wort, das uns am Leben erhält.
„Er verkündet Jakob sein Wort“ – Gott weist den Menschen moralisch einen Weg, damit sie friedlich miteinander leben können. Davon hörten wir ja bereits in der Lesung. Gott verkündet auch heute seine Weisung, nämlich durch sein Sprachrohr, die Kirche. Ein wichtiger Grundvollzug ist die Verkündigung. Wo die Weisung nicht mehr vollständig und authentisch den Menschen übermittelt wird, vergessen sie die Heilstaten Gottes und verirren sich. Dann muss man wirklich sagen: Aufgrund der mangelhaften Verkündigung tragen die Verkündiger eine Mitschuld an der moralischen Verirrung der Menschen. Dann können unsereins wirklich nur noch beten: Herr, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun. Ja, die Menschen wissen es nicht besser, weil keiner sie mehr richtig anleitet. So können sie nicht in die Freiheit geführt werden, die die Gebote Gottes aber in Aussicht stellen. Das Wissen um die Gebote Gottes bringt Verantwortung mit sich, denn so wird Gott von den Wissenden mehr Rechenschaft ablegen als von den Unwissenden. Dennoch ist es weniger Bürde als Privileg, Gott kennengelernt zu haben. Wünschen wir nicht jedem Menschen, den wir lieben, nur das Beste? Es ist immer die bessere Wahl, Gottes Liebe im eigenen Leben erfahren zu haben und als sein Erbe eingesetzt worden zu sein!
Während es noch im Psalm heißt „an keinem anderen Volk hat er so gehandelt“, können wir als österliche Menschen sagen: Das Heil wurde allen Völkern geschenkt, Jesus ist für die ganze Menschheit gestorben! Und wer es annimmt, gehört zum neuen Volk Gottes, gleichermaßen bestehend aus Juden und Heiden!

Mt 5
17 Denkt nicht, ich sei gekommen, um das Gesetz und die Propheten aufzuheben! Ich bin nicht gekommen, um aufzuheben, sondern um zu erfüllen.
18 Amen, ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird kein Jota und kein Häkchen des Gesetzes vergehen, bevor nicht alles geschehen ist.
19 Wer auch nur eines von den kleinsten Geboten aufhebt und die Menschen entsprechend lehrt, der wird im Himmelreich der Kleinste sein. Wer sie aber hält und halten lehrt, der wird groß sein im Himmelreich.

Wir hörten bisher schon viel von der Weisung Gottes und davon, dass Gott uns dadurch in die Freiheit führen möchte. Jesus ist nicht gekommen, um all das über den Haufen zu werfen, sondern um es zu erfüllen. Im heutigen Evangelium hören wir davon, dass die Gebote Gottes unter keinen Umständen abgeschafft werden dürfen. Eine klare Ansage für uns Christen heute, die demokratisch über diese Gebote abstimmen möchten!
Jesus sagt dagegen: „Bis Himmel und Erde vergehen, wird kein Jota und kein Häkchen des Gesetzes vergehen, bevor nicht alles geschehen ist. Wer auch nur eines von den kleinsten Geboten aufhebt und die Menschen entsprechend lehrt, der wird im Himmelreich der Kleinste sein.“ Das Jota ist im griechischen Alphabet der kleinste Buchstabe, deshalb wird er hier genannt. Auch Häkchen sind kleine, aber nicht zu unterschätzende Elemente der griechischen Sprache. Jesus schärft auch uns Christen heute ein, das Gesetz nicht zu verändern. Auch die unscheinbaren Gebote, die scheinbar wenig Gewicht besitzen, sollen ernst genommen werden. Denn wer in kleinen Dingen nicht mal treu sein kann, wie will er oder sie es in den großen Dingen sein? Jesus sagt das nicht, weil er eine Buchstabentreue nach pharisäischer Manier unterstützt. Er tut es, weil das der Kern von Liebe ist – Radikalität als Konsequent sein. Wenn ich jemanden liebe, gehe ich aufs Ganze. Dann stehe ich eines Tages am Traualtar und verspreche die ewige Treue in guten und in schlechten Zeiten, nehme den Ehepartner ganz an mit allen Stärken und Schwächen, ohne wenn und aber. Dabei ist die Ehe ja ein Abbild der Liebe Gottes, die er in sich ist. Er ist das Original und so möchte er unser ganzes Sein, wenn wir seine Liebe erwidern. Er hat uns immer zuerst geliebt, indem er uns aus Liebe ins Dasein gerufen hat. Er möchte unsere ganze Liebe wie der Ehepartner am Traualtar. Deshalb ist es logisch, jedes Gebot Gottes zu halten, mag es noch so klein sein, aber nicht aus juristischem Verständnis, sondern vom Beziehungsaspekt her. Und dieser Liebesaspekt sollte auch der Kern der Verkündigung des Evangeliums sein. Wenn die Kirche die Gebote Gottes den Menschen erklärt, soll dieser Beziehungsaspekt der rote Faden sein. Dann werden die Menschen verstehen, warum die Gebote zu halten sind.
Groß sein im Himmelreich können nur jene, die als Verkündiger des Evangeliums erstens die Gebote selbst halten und zweitens die Gebote vollständig lehren, auch jene, die Anstoß erregen. Und in unserer heutigen Zeit sind das ganz klar die Gebote, die die Keuschheit des Menschen betreffen. Dafür müssen die Verkündiger des Evangeliums diese Keuschheit zunächst wieder selbst leben. Wenn wir hier von Geistlichen sprechen, meint es die Form der Keuschheit für Menschen im geistlichen Stand wie Priester und Ordensleute. Wenn wir von Katecheten sprechen, dann meint es die eheliche Keuschheit (ja, die gibt es!!) oder die voreheliche Keuschheit für die noch nicht Verheirateten. Es geht um die Reinheit des Herzens und die soll in jedem Lebensstand gewährleistet werden. Das ist nämlich der größte Ausdruck von Freiheit und überzeugt die Menschen letztendlich. Das wird anstecken und so möchten auch die Hörer der Verkündigung eine solche Freiheit erlangen. Wäre dem nicht so, würden wir nicht beobachten, dass die zeitgeistig Denkenden leere Kirchenbänke vor sich haben, während die, die vom Evangelium ganz überzeugt sind und sich um die Umsetzung zunächst selbst bemühen, eine fast platzende Kirche haben. Menschen spüren, wo Wasser gepredigt und Wein getrunken wird. Sie merken auch, wo noch authentische Verkündigung ist. Heute lädt Jesus uns wieder ein, zu diesem authentischen Leben zurückzukehren bzw. überhaupt erst umzukehren. Dann wird die Kirche wieder aufblühen. Das ist die einzige Chance. Er ist schließlich das Wort, das wie Regen die Erde tränkt und neue Pflanzen hervorbringen kann. Dies kann kein zeitgeistiger Aktivismus erlangen. Es ist noch nicht zu spät und jetzt in der Fastenzeit fließen besonders viele Gnaden dafür! Beten wir um Umkehr, damit viele jetzt die Zeit der Gnade nutzen und zum lebenspendenden Wort Gottes umkehren!

Ihre Magstrauss

Montag der 1. Woche der Fastenzeit

Lev 19,1-2.11-18; Ps 19,8.9.10.11 u. 15; Mt 25,31-46

Lev 19
1 Der HERR sprach zu Mose: 

2 Rede zur ganzen Gemeinde der Israeliten und sag zu ihnen: Seid heilig, denn ich, der HERR, euer Gott, bin heilig.
11 Ihr sollt nicht stehlen, nicht täuschen und einander nicht betrügen. 

12 Ihr sollt nicht falsch bei meinem Namen schwören; du würdest sonst den Namen deines Gottes entweihen. Ich bin der HERR. 
13 Du sollst deinen Nächsten nicht ausbeuten und ihn nicht um das Seine bringen. Der Lohn des Tagelöhners soll nicht über Nacht bis zum Morgen bei dir bleiben. 
14 Du sollst einen Tauben nicht verfluchen und einem Blinden kein Hindernis in den Weg stellen; vielmehr sollst du deinen Gott fürchten. Ich bin der HERR. 
15 Ihr sollt beim Rechtsentscheid kein Unrecht begehen. Du sollst weder für einen Geringen noch für einen Großen Partei nehmen; gerecht sollst du deinen Mitbürger richten. 
16 Du sollst deinen Mitbürger nicht verleumden und dich nicht hinstellen und das Blut deines Nächsten fordern. Ich bin der HERR. 
17 Du sollst in deinem Herzen keinen Hass gegen deinen Bruder tragen. Weise deinen Mitbürger zurecht, so wirst du seinetwegen keine Sünde auf dich laden. 
18 An den Kindern deines Volkes sollst du dich nicht rächen und ihnen nichts nachtragen. Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Ich bin der HERR.

Wir haben am Samstag davon gehört, welche Art von Fasten Gott gefällt – nämlich ein Fasten verbunden mit einem bestimmten moralischen Verhalten.
Heute hören wir aus dem Buch Levitikus, welche Worte Gott dem Mose für das Volk aufträgt. Dabei werden viele konkrete Verhaltensweisen aufgezählt, die auch in der Fastenzeit die korrekte Haltung beschreiben.
„Seid heilig, denn ich, der HERR, euer Gott, bin heilig“ ist die Einleitung zu allem, was darauf folgt. Die Heiligkeit soll sich durch folgende Verhaltensweisen zeigen:
„Ihr sollt nicht stehlen, nicht täuschen und einander nicht betrügen“ – dies entspricht dem siebten und achten Gebot des Dekalogs. Geschäfte sollen aufrichtig geführt werden. Niemand soll den anderen ausbeuten oder mehr von ihm fordern als nötig. Das Eigentum des anderen ist sein Eigentum.
„Ihr sollt nicht falsch bei meinem Namen schwören; du würdest sonst den Namen deines Gottes entweihen“ – Schwüre müssen korrekt ausgeführt werden, denn Gottes Name ist heilig. Zur Zeit des Mose sind Schwüre noch zulässig, aber streng umgrenzt. Jesus wird in der Bergpredigt sagen: „Schwört gar nicht“ und damit meinen, dass diese nicht zur Untermauerung von Lügen gedacht sind. Außerdem soll man beim Namen Gottes überhaupt nicht schwören, wenn er so heilig ist.
Daraufhin wird nochmal explizit das Verbot der Ausbeutung des anderen genannt, das einem Diebstahl gleichkommt.
„Der Lohn des Tagelöhners soll nicht über Nacht bis zum Morgen bei dir bleiben.“ – Es bezieht sich auf den Lohn jener Menschen, die von Tag zu Tag überleben, deren Einkommen immer für den jeweiligen Tag gesichert werden muss, die also um ihr Existenzminimum gebracht werden, wenn man ihnen den Tageslohn erst am nächsten Tag übergibt. Die es am schwersten haben, sollen am meisten gestützt werden. Das ist, was in der Theologie oft als „Option für die Armen“ bezeichnet wird.
In Vers 14 heißt es dann: „Du sollst einen Tauben nicht verfluchen und einem Blinden kein Hindernis in den Weg stellen; vielmehr sollst du deinen Gott fürchten.“ Aus Gottesfurcht, aus Respekt vor dem, der alles sieht, sollen wir den Schwächeren und Beeinträchtigten nicht schikanieren.
In Vers 15 wird ausgedrückt, dass die Rechtsprechung neutral sein soll, frei von Parteilichkeit und gerecht. Wir müssen dabei berücksichtigen, dass Menschen nie zu hundert Prozent gerechtes Gericht halten können, das kann nur Gott.
Gott verbietet auch die Verleumdung von Mitbürgern und ihre Blutrache. Das ist ein wichtiger Punkt, denn er bezieht sich zunächst auf den Israeliten, nicht auf alle Menschen.
Die Heiligkeit der Israeliten soll dadurch gewährleistet werden, dass sie in ihrem Herzen ohne Hass gegenüber dem Bruder sind. Sie sollen die Sünde des Mitbürgers klar benennen, damit sie sich nicht mitschuldig machen. Sie sollen auch an den Israeliten keine Rache ausüben und nicht nachträglich sein. Und dann kommt das Gebot der Nächstenliebe, das auch Jesus als Kern des Gesetzes in die Mitte stellen wird: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“

Ps 19
8 Die Weisung des HERRN ist vollkommen, sie erquickt den Menschen. Das Zeugnis des HERRN ist verlässlich, den Unwissenden macht es weise. 

9 Die Befehle des HERRN sind gerade, sie erfüllen das Herz mit Freude. Das Gebot des HERRN ist rein, es erleuchtet die Augen. 
10 Die Furcht des HERRN ist lauter, sie besteht für immer. Die Urteile des HERRN sind wahrhaftig, gerecht sind sie alle. 
11 Sie sind kostbarer als Gold, als Feingold in Menge. Sie sind süßer als Honig, als Honig aus Waben.
15 Die Worte meines Munds mögen dir gefallen; was ich im Herzen erwäge, stehe dir vor Augen, HERR, mein Fels und mein Erlöser.

Wir beten heute einen Lobpsalm auf die Schöpfung Gottes und auf seine Weisung.
In Vers 8 wird die Vollkommenheit der Weisung gepriesen, das heißt der Torah. Sie „erquickt den Menschen“. Gott gibt keine Gebote auf, die den Menschen einschränken, belasten und unglücklich machen sollen. Es geht immer darum, dass er nur das Beste für den Menschen bereithält und genau weiß, was er braucht. Die Torah macht vielmehr frei und bringt dem Menschen Heil.
„Das Zeugnis des HERRN ist verlässlich“ bezieht sich ebenfalls auf die Torah, denn das hebräische Wort עֵד֥וּת edut, das hier mit „Zeugnis“ übersetzt wird, kann auch mit „Gebot“ übersetzt werden. Es macht den Unwissenden weise, denn es ist die Schule Gottes.
Gottes Befehle sind „gerade“ und „erfüllen das Herz mit Freude“. Gott erwartet nichts Unmögliches, bei dem man ganz überfordert ist. Die Geradlinigkeit steht für die Nachvollziehbarkeit und Machbarkeit. Sie erfüllen mit Freude, weil Gott den Menschen glücklich machen möchte.
Gottes Weisung ist rein und erleuchtet die Augen. Sie ist ganz frei von bösen Absichten und Hinterhältigkeit. Sie ist so, dass sie den Weg vor dem Menschen erkennbar macht und er erkennt, wie er sich verhalten soll. Auch in Vers 10 wird mit ähnlichen Ausdrücken wiederholt, dass Gottes Weisung wahr und gerecht ist. Dort ist aber auch die Rede von der Gottesfurcht, die lauter ist. Dieses uns kaum noch geläufige Wort ist ein Synonym für „rein“ und soll verdeutlichen, dass die Gottesfurcht bei der Befolgung der Torah essenziell ist.
Gottes Torah ist wertvoller als Gold, weil sie uns zum ewigen Leben verhilft. Sie ist köstlicher als Honig, was als der Süßstoff schlechthin galt. Sie schmeckt süß, weil sie den Menschen erquickt (siehe oben).
„Die Worte meines Munds mögen die gefallen“ bezieht sich auf den Lobpreis, den König David hier für Gottes Torah und seine Schöpfung formuliert. Er hofft, dass sein Preislied Gott gefalle.
Dass es aber nicht nur um schöne Worte geht, sondern auch um die Erwägung seines Herzens, wird durch den zweiten Teilsatz deutlich: „was ich im Herzen erwäge, stehe dir vor Augen“. Er bringt singend also zum Ausdruck, was sein Herz erwägt. So soll auch unser Lobpreis sein, damit Gott uns nicht vorwerfen kann: „Sie preisen mit mit ihren Lippen, doch ihr Herz ist weit weg von mir“ (Jes 29,13).
David nennt Gott zum Schluss seinen Felsen und seinen Erlöser. Beides sind Bilder, die Jesus aufgreifen wird bzw. die auf ihn angewandt werden.
Der Lobpreis an die Torah Gottes ist auf die Dinge zurückzubeziehen, die wir im Buch Levitikus gehört haben: Die Weisung Gottes ist dafür da, den Menschen glücklich zu machen und der Kern aller Gebote und Gesetze ist die Liebe. Das geht schon aus dem AT selbst hervor. Wenn Jesus dies noch einmal betonen wird, ist es im Grunde nichts Neues, sondern eine Erinnerung daran, wie es ursprünglich gedacht war. Die Juden werden sich mit der Zeit so sehr an die vielen Bäume gewöhnen, dass sie den Wald nicht mehr erkennen. Wenn wir Levitikus hören, sehen wir konkret, was König David mit „Erquickung der Seele“, „Erfüllung des Herzens mit Freude“ oder „kostbarer als Gold“ meint. Alles, was Gott den Israeliten vorschreibt, kommt ihnen zugute. Es fördert ein gutes Zusammenleben. Gott erwartet auch nichts Unrealistisches, wenn er z.B. vorschreibt, dem Tagelöhner den Tageslohn noch am selben Tag zu übergeben.
Danken auch wir dem Herrn für seine Gebote, denn sie machen auch uns heute glücklich!

Mt 25
31 Wenn der Menschensohn in seiner Herrlichkeit kommt und alle Engel mit ihm, dann wird er sich auf den Thron seiner Herrlichkeit setzen. 
32 Und alle Völker werden vor ihm versammelt werden und er wird sie voneinander scheiden, wie der Hirt die Schafe von den Böcken scheidet. 
33 Er wird die Schafe zu seiner Rechten stellen, die Böcke aber zur Linken. 
34 Dann wird der König denen zu seiner Rechten sagen: Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet seid, empfangt das Reich als Erbe, das seit der Erschaffung der Welt für euch bestimmt ist! 
35 Denn ich war hungrig und ihr habt mir zu essen gegeben; ich war durstig und ihr habt mir zu trinken gegeben; ich war fremd und ihr habt mich aufgenommen; 
36 ich war nackt und ihr habt mir Kleidung gegeben; ich war krank und ihr habt mich besucht; ich war im Gefängnis und ihr seid zu mir gekommen. 
37 Dann werden ihm die Gerechten antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und dir zu essen gegeben oder durstig und dir zu trinken gegeben? 
38 Und wann haben wir dich fremd gesehen und aufgenommen oder nackt und dir Kleidung gegeben? 
39 Und wann haben wir dich krank oder im Gefängnis gesehen und sind zu dir gekommen? 
40 Darauf wird der König ihnen antworten: Amen, ich sage euch: Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan. 
41 Dann wird er zu denen auf der Linken sagen: Geht weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das für den Teufel und seine Engel bestimmt ist! 
42 Denn ich war hungrig und ihr habt mir nichts zu essen gegeben; ich war durstig und ihr habt mir nichts zu trinken gegeben; 
43 ich war fremd und ihr habt mich nicht aufgenommen; ich war nackt und ihr habt mir keine Kleidung gegeben; ich war krank und im Gefängnis und ihr habt mich nicht besucht. 
44 Dann werden auch sie antworten: Herr, wann haben wir dich hungrig oder durstig oder fremd oder nackt oder krank oder im Gefängnis gesehen und haben dir nicht geholfen? 
45 Darauf wird er ihnen antworten: Amen, ich sage euch: Was ihr für einen dieser Geringsten nicht getan habt, das habt ihr auch mir nicht getan. 
46 Und diese werden weggehen zur ewigen Strafe, die Gerechten aber zum ewigen Leben.

Im Evangelium hören wir heute die Konsequenzen oder das Ende des Lebenswandels. Wir hören davon, wie es ausgehen wird je nachdem, ob wir die Gebote Gottes gehalten haben oder nach unseren eigenen Regeln das Leben gestaltet haben.
Jesus berichtet nicht vom Ende des individuellen Lebens, sondern kündigt das Ende der Zeiten an, wenn er als verherrlichter Menschensohn wiederkommen wird.
Er schildert also das Weltgericht, bei dem jeder nach seinen Taten gerichtet wird.
Dabei wird Jesus zunächst die Schafe von den Böcken scheiden. Dieser Schritt ist den Juden, die Jesu Worten lauschen, aus dem Buch Ezechiel bereits bekannt (Ez 34). Jesus greift bewusst bekannte Bilder für das Endgericht auf (die Menschen sind ja nicht wörtlich Schafe und Böcke…).
Die Schafe zur Rechten (die Gerechten) werden als Erben im Reich Gottes eingesetzt werden, die er auch umschreibt mit den Worten „die ihr von meinem Vater gesegnet seid“. Auch diese Geste ist den Juden bekannt. Dieser Segen des eigenen biologischen Vaters ist entscheidend und insbesondere das Erstgeburtsrecht wird mit einem väterlichen Segen übertragen. Die Gnade, die durch den väterlichen Segen dem Sohn übertragen wird, ist existenziell. Nun sind es aber alle auf der rechten Seite, die mit einem solchen Segen ausgestattet werden und dieser ist viel größer als der bisherige väterliche Segen! Hier geht es um die Ewigkeit!
Das Reich Gottes ist seit der Erschaffung der Welt der Plan Gottes für den Menschen. Dafür ist er geschaffen worden – um in Gemeinschaft mit Gott leben zu können. Der Mensch hat alles verspielt (wir hörten gestern davon), doch Gott kann auch auf krummen Seiten gerade schreiben. Er hat die Menschheit erlöst durch die Hingabe seines einzigen Sohnes, damit auf Umwegen der Heilsplan Gottes dann doch am Ende siegen würde.
Dann zählt Jesus viele barmherzigen Taten auf, die wir in ähnlicher Form neulich aus dem Buch Jesaja gehört haben, als es um ein gerechtes Fasten ging (Jes 58).
Seine Pointe bei all den barmherzigen Taten, die die Schafe auf der rechten Seite getan haben, ist: All dies haben sie nicht einfach nur ihrem Nächsten getan, sondern Jesus selbst. Das ist die anagogische Konsequenz des Doppelgebots der Liebe. Man liebt Gott durch den Nächsten. Dafür wird man am Ende belohnt.
Dann wird sich Jesus den Böcken auf der Linken Seite zuwenden und ihnen sagen: „Geht weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das für den Teufel und seine Engel bestimmt ist.“ Aufgrund dieser Aussage kann man nun wirklich nicht leugnen, dass die Bibel eine Hölle kennt. Diese ist der „Ort“ der absoluten Gottesferne (in der Ewigkeit gibt es weder Zeit noch Raum). Sie sind dabei verflucht, weil sie es sich selbst ausgesucht haben. Sie haben sich im Grunde selbst verflucht und deshalb muss Jesus sagen „geht weg von mir“. Wenn wir uns vorstellen, wie Jesus sich dabei fühlen wird, können wir nur absoluten Schmerz empfinden. Was wird Gottes Herz doch zerreißen bei der Verurteilung derer, die ihn bis zur letzten Sekunde abgelehnt haben!
Auch hier zählt Jesus dann auf, warum sie dieses Urteil erwartet. Sie haben all die barmherzigen Taten wie das Nähren des Hungrigen, das Tränken des Durstigen, das Kleiden des Nackten etc. nicht getan. Somit haben sie Jesus all das nicht getan. Sie haben das Doppelgebot der Liebe, das den Kern der gesamten Torah darstellt, nicht gelebt.
Jesus schildert absolut drastisch, was die Menschen erwarten wird, aber nicht, um ihnen Angst einzujagen, sondern um sie wachzurütteln. Seine gesamte Botschaft ist ja in dem Vers zusammengefasst: „Das Reich Gottes ist nahe, kehrt um und glaubt an das Evangelium!“ Er möchte mit dieser apokalyptischen Rede den Zuhörern, so auch uns, verdeutlichen: Kehrt noch heute um, entscheidet euch für mich und tut diese barmherzigen Taten an eurem Nächsten! Dann werdet ihr am Ende zu jenen gehören, die auf der rechten Seite stehen werden und das ewige Leben erben werden.

Wir befinden uns jetzt in einer besonderen Gnadenzeit. Gott möchte uns mit vielen Gnaden überschütten, wenn wir von Herzen unsere Bereitschaft zur Umkehr zeigen. Wenn wir uns wirklich mit ganzer Kraft bemühen, wird er uns seine helfende Gnade schenken, mit der wir zu barmherzigeren und gottesfürchtigeren Menschen werden können. So gehen wir dann als neue Menschen mit einer innigeren Beziehung zu Gott auf Ostern zu.

Ihre Magstrauss