Mariä Geburt (Fest)

Mi 5,1-4a oder Röm 8,28-30; Ps 13,6ab.6cd; Mt 1,1-16.18-23

Mi 5
1 Aber du, Betlehem-Efrata, bist zwar klein unter den Sippen Judas, aus dir wird mir einer hervorgehen, der über Israel herrschen soll. Seine Ursprünge liegen in ferner Vorzeit, in längst vergangenen Tagen.

2 Darum gibt er sie preis, bis zu der Zeit, da die Gebärende geboren hat. Dann wird der Rest seiner Brüder zurückkehren zu den Söhnen Israels.
3 Er wird auftreten und ihr Hirt sein in der Kraft des HERRN, in der Hoheit des Namens des HERRN, seines Gottes. Sie werden in Sicherheit wohnen; denn nun wird er groß sein bis an die Grenzen der Erde.
4 Und er wird der Friede sein.

In der Lesung dieses heutigen Festes hören wir eine messianische Verheißung aus dem Buch Micha. Er war einer der ersten Schriftpropheten und Zeitgenosse Hoseas, Amos und Jesajas. Er spricht im fünften Kapitel eine Botschaft an die Davidsstadt Betlehem: „Aber du, Betlehem-Efrata, bist zwar klein unter den Sippen Judas, aus dir wird mir einer hervorgehen, der über Israel herrschen soll.“ Dieses adversative „Aber“ hängt damit zusammen, dass er zuvor Gerichtsrede gesprochen und zur Buße aufgefordert hat. Was er heute ankündigt, ist dagegen das Heil. Betlehem-Efrata wird als der Geburtsort des Messias angekündigt. „Einer, der über Israel herrschen soll“ ist typisch messianischer Code. Es wird jemand aus dem Stamm Juda sein, ganz wie es schon der sterbende Jakob zu seinen Söhnen gesagt hat (Gen 49,8-12) und wie auch an anderen Stellen des AT immer wieder angedeutet wird. Der Messias wird nicht einfach ein gewöhnlicher Mensch sein, denn schon hier wird angedeutet: „Seine Ursprünge liegen in ferner Vorzeit, in längst vergangenen Tagen.“ Wir könnten diese Stelle zusammen mit dem Logos-Hymnos in Joh 1 lesen. Jesus selbst deutet im Johannesevangelium immer wieder an, dass er schon war, bevor die Väter Israels überhaupt lebten. Jesus ist vor aller Zeit vom Vater gezeugt worden. Daran hat die Kirche immer festgehalten. Und für jüdische Ohren ist das entscheidend: Wer besonders alt ist, besitzt eine besonders hohe Autorität. Dessen Ursprung also in der Vorzeit liegt, besitzt die höchstmögliche Autorität.
Und dieser Messias wird kommen zu der Zeit, „da die Gebärende geboren hat“. Hier wird angekündigt, dass der Messias so erscheinen wird wie jeder Mensch: Er wird in diese Welt hineingeboren. Diese Verheißung haben die Juden zunächst wörtlich-historisch verstanden als das Erscheinen eines Königssohns, nämlich Ahas‘ Sohn Hiskija. Hier wird dieselbe Figur erwartet wie in Jesaja, hier werden wie in Jesaja die Katastrophen der Assyrer und Babylonier angekündigt. Und deshalb heißt es auch im zweiten Teil des Verses 2: „Dann wird der Rest seiner Brüder zurückkehren zu den Söhnen Israels.“ Wörtlich haben die Juden diese Verheißung zunächst auf das Ende des Babylonischen Exils bezogen. Doch wir lesen diese Verse über den Literalsinn hinaus. Hier kommt nicht einfach eine politische Figur, die für politische Ordnung sorgen und aus dem Exil herausführen wird – das müssen wir auf den Perserkönig Kyros beziehen, der regelrecht als „messianische“ Figur verstanden worden ist. Es kommt eine übermenschliche Person, die umfassendes Heil bringen wird und die Söhne Israels aus dem Exil der Sünde zurückführen wird, Jesus Christus, der der Menschheit die Tür zum Paradies wieder öffnen wird. Jene werden zurückkehren, die den neuen Bund annehmen und ihn treu halten werden, den Christus am Kreuz besiegeln wird. Er wird geboren werden durch eine Gebärende, sie wird eine Jungfrau sein, so wie Jesaja 7 es auch prophezeit hat und wie wir dann von Maria in den Evangelien erfahren werden. Das heißt, dass nicht nur der Messias hier angekündigt wird, sondern auch seine Mutter. Ohne diese Frau aus dem Stamm Juda, ohne diese Davididin wird der Messias nicht kommen können, denn er wird geboren. Auch schon in Jesaja ist die messianische Verheißung gekoppelt mit der Erwartung einer davididischen Frau und Messiasmutter.
Christus wird wirklich ein guter Hirte dieses Gottesvolkes sein, nicht einfach ein irdischer Herrscher, der wie der Hirte David sich gut um das Volk Israel kümmern wird. Es geht um die Herrschaft im Gottesreich und um das ewige Heil seiner Herde. Die Kraft, mit der er auftreten wird, ist nicht einfach ein Erfülltsein mit dem Hl. Geist, sondern göttliche Vollmacht! Die Sicherheit, die er bieten wird, wird nicht mehr aus der militärischen Stärke eines Königs David kommen, sondern mit der Allmacht Gottes selbst zusammenhängen. Er wird keine körperliche/irdische Unversehrtheit garantieren, sondern das ewige Leben, auf das es eigentlich ankommt. Die Herrschaft wird groß sein bis an die Grenzen der Erde. Das zeigt uns schon, dass hier nicht die Rede von einem irdischen Herrscher sein kann. Denn wer kann schon die Weltherrschaft besitzen? Das bezieht sich auf die Herrschaft Gottes, der über Himmel und Erde herrscht. Und der Friede, den dieser angekündigte Messias bringen wird, ist kein politischer Friede im Sinne eines Waffenstillstands. Es ist eine übernatürliche Gabe, die umfassend und ewig ist. Diesen Frieden kann nur Gott geben, Menschen werden mit all ihren Bemühungen einen solchen Frieden nicht erreichen.

Ps 13
6 Ich aber habe auf deine Güte vertraut, mein Herz soll über deine Hilfe jubeln.
Singen will ich dem HERRN, weil er mir Gutes getan hat.

Als Antwort auf diese heilvolle Prophezeiung Michas beten wir einen Vers aus Psalm 13. Dabei handelt es sich eigentlich um einen Klagepsalm, doch ist dieser Vers dem letzten Teil entnommen, der einen sogenannten Stimmungsumschwung aufweist. In Klageliedern schwingt der klagende und bittende Duktus zum Ende hin zumeist in einen Lobpreis um, den wir heute also beten.
„Ich aber habe auf deine Güte vertraut“. Zuvor hat König David bei Gott geklagt mit den Worten „wie lange noch“ und in Vers 5 dann eine Bitte formuliert. Ja, er hat deutliche Worte gesagt, doch das ist seine Art, mit seinem Leiden umzugehen. Er gibt Gott in solchen Situationen nicht auf, sondern sucht den Dialog mit ihm. Er hält die Situation durch, sodass er nach Gebetserhörung wirklich sagen kann: „Ich aber habe auf deine Güte vertraut“. Diese Worte können auch die Israeliten sehr gut beten. Wie sehr haben sie zum Herrn geschrien, als die angekündigten Fremdherrschaften der Assyrer und vor allem der Babylonier wahr wurden? Wie sehr haben sie gelitten und Gottes Willen nicht mehr begriffen. Als Gott den Rest der Söhne Israels dann tatsächlich wieder in die Heimat hat zurückkehren lassen, konnten auch sie voller Freude beten: „Ich aber habe auf deine Güte vertraut.“ Und auch sie haben dann Grund zu jubeln über Gottes Hilfe.
Diese Worte können auch alle Menschen sprechen, die das Angesicht Gottes nicht mehr schauen durften aufgrund des ersten Sündenfalls. Der Schrei nach Erlösung wurde immer lauter und auf der Höhe der Zeit ist Gott Mensch geworden, um die Menschheit zu retten.
Wir alle, die wir auf Christi Tod getauft sind, um es paulinisch auszudrücken, dürfen wie er auferstehen – in das ewige Leben hinein. Er hat der ganzen Welt Gutes getan, weshalb wir alle nicht anders können, als ihm zu singen. Wir merken: Die Psalmen haben so eine Tiefe, dass sie zu allen Zeiten aktuell sind und alle Menschen ansprechen. Wir können voll Freude singen, nicht nur über die Rettungsaktion Gottes, sondern zunächst darüber, dass eine Tochter Israels geboren wurde, die später Ja sagen würde zum Heilsplan Gottes. Maria, du hast Ja gesagt, wodurch uns allen die Erlösung zuteilwurde. Wir danken dir dafür!

Mt 1
1 Buch des Ursprungs Jesu Christi, des Sohnes Davids, des Sohnes Abrahams:

2 Abraham zeugte den Isaak, Isaak zeugte den Jakob, Jakob zeugte den Juda und seine Brüder.
3 Juda zeugte den Perez und den Serach mit der Tamar. Perez zeugte den Hezron, Hezron zeugte den Aram,
4 Aram zeugte den Amminadab, Amminadab zeugte den Nachschon, Nachschon zeugte den Salmon.
5 Salmon zeugte den Boas mit der Rahab. Boas zeugte den Obed mit der Rut. Obed zeugte den Isai,
6 Isai zeugte David, den König. David zeugte den Salomo mit der Frau des Urija.
7 Salomo zeugte den Rehabeam, Rehabeam zeugte den Abija, Abija zeugte den Asa,
8 Asa zeugte den Joschafat, Joschafat zeugte den Joram, Joram zeugte den Usija.
9 Usija zeugte den Jotam, Jotam zeugte den Ahas, Ahas zeugte den Hiskija,
10 Hiskija zeugte den Manasse, Manasse zeugte den Amos, Amos zeugte den Joschija.
11 Joschija zeugte den Jojachin und seine Brüder; das war zur Zeit der Babylonischen Gefangenschaft.
12 Nach der Babylonischen Gefangenschaft zeugte Jojachin den Schealtiël, Schealtiël zeugte den Serubbabel,
13 Serubbabel zeugte den Abihud, Abihud zeugte den Eljakim, Eljakim zeugte den Azor.
14 Azor zeugte den Zadok, Zadok zeugte den Achim, Achim zeugte den Eliud,
15 Eliud zeugte den Eleasar, Eleasar zeugte den Mattan, Mattan zeugte den Jakob.
16 Jakob zeugte den Josef, den Mann Marias; von ihr wurde Jesus geboren, der der Christus genannt wird.
18 Mit der Geburt Jesu Christi war es so: Maria, seine Mutter, war mit Josef verlobt; noch bevor sie zusammengekommen waren, zeigte sich, dass sie ein Kind erwartete – durch das Wirken des Heiligen Geistes.

19 Josef, ihr Mann, der gerecht war und sie nicht bloßstellen wollte, beschloss, sich in aller Stille von ihr zu trennen.
20 Während er noch darüber nachdachte, siehe, da erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum und sagte: Josef, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria als deine Frau zu dir zu nehmen; denn das Kind, das sie erwartet, ist vom Heiligen Geist.
21 Sie wird einen Sohn gebären; ihm sollst du den Namen Jesus geben; denn er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen.
22 Dies alles ist geschehen, damit sich erfüllte, was der Herr durch den Propheten gesagt hat:
23 Siehe: Die Jungfrau wird empfangen und einen Sohn gebären und sie werden ihm den Namen Immanuel geben, das heißt übersetzt: Gott mit uns.

Jesus ist Sohn Davids. Hier wird seine Herkunft aus dem Stamm Juda und der Dynastie Davids herausgestellt. So schließt sich nämlich der Kreis, den Micha zu zeichnen begonnen hat. Die genealogische Zuschreibung einer Person ist für das jüdische Verständnis elementar. Aus dem Grund ist der Stammbaum zu Anfang des Matthäusevangeliums gerade für jüdische Ohren ein Zugang zu Jesus Christus. Das gesamte Evangelium ist davon geprägt, dass die messianischen Verheißungen mit Jesus erfüllt werden.
Jesus wird zurückgeführt bis zu Abraham, weil er nicht nur als Sohn Davids, sondern auch Abrahams bezeichnet wird. Daraufhin folgen drei Blöcke mit jeweils vierzehn Generationen. Dies wird am Ende des Evangeliums auch explizit erklärt. Der kundige Jude weiß nämlich, dass die Zahl vierzehn die Zahl des hebräischen Namens David ist. Die hebräische Sprache kennt pro Buchstabe einen Zahlenwert. Addiert man die Buchstaben des Namens דוד David ergibt es die Zahl vierzehn. Der ganze Stammbaum Jesu ist also ein Zeugnis für seine messianische Identität!
Dieser Stammbaum ist ein jüdischer. Das merkt man auch an der Verwendung des Verbs „zeugen“. Die Zeugung und somit biologische Weitergabe der eigenen Identität ist nach jüdischem Verständnis entscheidend. Es geht sogar so weit, dass wenn ein Jude starb, bevor er mit seiner Frau einen Sohn bekam, dessen Bruder mit der Verwitweten „stellvertretend“ für seinen Bruder ein Kind zeugte. So wurde das gleiche Blut weitergegeben. Dies nennt man Leviratsehe. Die Juden erwarteten also auch einen Messias, der davidisches Blut in sich trug. Mit der Menschwerdung Jesu wurde diese Verheißung erfüllt. Über seine Mutter, die nicht nur aus dem Stamm Juda stammte, sondern auch Davididin war, bekam er das verheißene Blut.
Warum wird der Stammbaum aber bis zu seinem Ziehvater Josef gezogen und nicht bis zu Maria, seiner Mutter? Das hat damit zu tun, dass nach jüdischem Verständnis die Genealogie patrilinear ist, also vaterorientiert. Jesu Vater ist aber in diesem Fall nicht menschlich! Josef als Ziehvater konnte hier genannt werden, weil er ebenfalls wie Maria Davidide und der Vormund Jesu war. Dass Josef aber nicht der Vater Jesu ist, sehen wir an der Bemerkung „den Mann Marias; von ihr wurde Jesus geboren.“ Gemäß patrilinearem Verständnis hätte man sich diese Bemerkung sparen und wie zuvor in der Aufzählung sagen können: „Josef zeugte den Jesus.“ Es ist eine Besonderheit und vielleicht auch Ungeheuerlichkeit aus jüdischer Sicht.
Der verheißene Messias ist königlicher Natur. Sein Königreich ist nicht von dieser Welt, deshalb ist in seinem Fall alles anders. Er lässt sich nicht einfügen in die Patrilinearität der Juden, er wird nicht in einem Palast geboren, er lebt nicht in Prunk und Reichtum. Er lässt sich keiner religiösen Gruppe seiner Zeit zuordnen und ganz besonders schlimm für seine Zeitgenossen: Er ist total unpolitisch. Alles, was er über sein Reich und seine Herrschaft sagt, ist unscheinbar, unerwartet und unattraktiv. Aber so wird er auch herrschen: Es wird ein Dienen sein und die Gesetze werden anders als die menschlichen sein. Die Ersten werden die Letzten sein und die Letzten die Ersten. Es wird Gericht geben und die ganze Welt wird erst einmal untergehen. Seine Waffen und seine Armee, die für ihn kämpft, sind geistig. Die Menschen, denen er sein Reich verkündet, sollen geistig sein. Diese Art von Messias ist der Sohn Davids. So ist auch die neue Schöpfung eine geistige. Und weil der Messias so königlich eingeführt wird und seine Mutter eine Ausnahme im gesamten patrilinearen Stammbaum darstellt, wird auch sie königlich verstanden. Sie ist aus der Sippe König Davids, wahrlich royal. Ihre Geburt, die wir heute feiern, ist somit die Geburt der zukünftigen messianischen Königsmutter!
Dann hören wir von der Geburt des Messias. Das Matthäusevangelium berichtet sie vor allem aus der Sicht Josefs. Dies macht absolut Sinn, wenn wir an den patrilinearen, also väterorientierten Stammbaum denken. Wenn es also um die Geburt eines Kindes geht, macht es Sinn, dass das Matthäusevangelium die Vaterperspektive betont. Wir hören solche Formulierungen, die die biologische Vaterschaft Josefs ausschließen: „Maria, seine Mutter“ ist eine Andeutung solcher Art, die im Stammbaum durch das Auslassen des Satzes „Josef zeugte den Jesus“ und den Verweis auf seine Frau Maria ausgedrückt worden ist. Dies wird noch viel eindeutiger im weiteren Verlauf des Evangeliums, wo immer wieder „das Kind und seine Mutter“ gesagt wird, nicht „Josefs Sohn“ (z.B. in Mt 2,13-14) – in einem Evangelium, das eigentlich sehr patrilinear orientiert ist! Das fällt auf.
Josef ist ein gerechter Mann und darin mit Abraham zu vergleichen. Gott hat sich etwas dabei gedacht, ausgerechnet diesen Menschen als Ziehvater seines Sohnes vorzubereiten. Josef wollte seine Frau nicht bloßstellen – denn erstens war Maria vor der Ehe schwanger geworden und zweitens als geweihte Jungfrau! Um ihre Ehre zu bewahren, möchte er sich von ihr trennen. Wir verstehen seine noble Tat erst, wenn wir die jüdischen Gesetze kennen:
Wenn ein unberührtes Mädchen, das einem Mann versprochen ist, von einem anderen Mann schwanger wird, sollen der andere Mann sowie die Frau gesteinigt werden (Dtn 22,23f.). Dem Betrogenen wird keine Schuld zugeschrieben. Warum will sich Josef dann von ihr trennen? Josefs Gerechtigkeit ist eine größere als die der buchstabentreuen Juden seiner Zeit. Er denkt keinen Moment daran, das mosaische Gesetz auszuführen, sondern er überlegt, die ganze Schuld auf sich zu nehmen. Indem er sich nämlich in aller Stille von Maria getrennt hätte, hätte es nach außen hin so ausgesehen, als hätte er sie verlassen, nachdem er mit ihr ein Kind gezeugt hatte. So hätte sie als „Verführte“ und „Verlassene“ keine Schuld getroffen. Er wäre bestraft, Marias Leben und das des Kindes aber gerettet worden. DAS ist ein würdiger Ziehvater, den sich Gott auserwählt hat. Er hat seine Gerechtigkeit schon vor der Geburt des Gotteskindes unter Beweis gestellt und das alles, noch bevor er von Gottes Plan gehört hat! Josef hat wirklich ein reines Herz.
Er führt seine Überlegungen nicht aus, weil ihm im Traum ein Engel des Herrn den Heilsplan Gottes offenbart hat. Bei den Worten des Engels ist sehr auffällig, dass er Josef „Sohn Davids“ nennt. Die jüdischen Hörer dieses Evangeliums werden eins und eins zusammengezählt haben. Das Kind, das in die Welt kommen soll, erhält auf Erden einen davidischen Vater. Somit erfüllen sich die messianischen Verheißungen der Hl. Schriften. Dieser Messias wird von einem davidischen Vater erzogen werden, der selbst ein gerechter Mann ist. Josef wird zum Antitypos des Königs David. So wird der Messias selbst gerecht sein, als Gott durch die göttliche Eigenschaft der Gerechtigkeit, als Mensch dank Josef und seiner Tugend der Gerechtigkeit. Josef handelt nach Gottes Willen ohne Widerrede und Skepsis. Er hat diesen Glaubensgehorsam, von dem Paulus spricht. Dieser macht ihn gerecht. Die Steinigung seiner schwangeren Verlobten als Ausführung des mosaischen Gesetzes hätte ihn nicht gerecht gemacht.
Der Engel erklärt ihm im Traum, dass sich nun das Schriftwort aus Jesaja 7 erfüllt, was auch einbezieht, dass Maria Jungfrau ist. Es ist alles so im Heilsplan vorgesehen. Ein weiteres Mal wird uns bewusst, welche heilsgeschichtliche Bedeutung Maria besitzt. Ohne ihre Zustimmung zum Erlösungsplan Gottes wäre uns der Messias nicht in diese Welt hineingeboren worden. Danken wir dem Herrn heute ganz besonders für die Gottesmutter, die auf so wunderbare Weise mitgewirkt hat an seinem Heilsplan!

Ihre Magstrauss

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