Freitag der 2. Woche im Jahreskreis

Hebr 8,6-13; Ps 85,8 u. 10.11-12.13-14; Mk 3,13-19

Hebr 8
6 Jetzt aber ist ihm ein umso erhabenerer Priesterdienst übertragen worden, weil er auch Mittler eines besseren Bundes ist, der auf bessere Verheißungen gegründet ist.

7 Wäre nämlich jener erste Bund ohne Tadel, so würde man nicht einen zweiten an seine Stelle zu setzen suchen.
8 Denn er tadelt sie und sagt: Siehe, es werden Tage kommen – spricht der Herr – , da werde ich mit dem Haus Israel und dem Haus Juda einen neuen Bund schließen,
9 nicht wie der Bund war, den ich mit ihren Vätern geschlossen habe, am Tag, da ich sie an der Hand nahm, um sie aus dem Land Ägypten herauszuführen. Denn sie sind nicht bei meinem Bund geblieben und ich habe mich auch nicht mehr um sie gekümmert – spricht der Herr.
10 Denn das wird der Bund sein, den ich nach diesen Tagen mit dem Haus Israel schließe – spricht der Herr: Ich lege meine Gesetze in ihr Denken hinein und schreibe sie ihnen in ihr Herz. Ich werde ihr Gott sein und sie werden mein Volk sein.
11 Und keiner wird seinen Mitbürger belehren und keiner seinem Bruder sagen: Erkenne den Herrn! Denn sie alle, Klein und Groß, werden mich kennen.
12 Denn ich werde ihr Unrecht vergeben und an ihre Sünden nicht mehr denken.
13 Indem er von einem neuen Bund spricht, hat er den ersten für veraltet erklärt. Was aber veraltet und überlebt ist, das ist dem Untergang nahe.

In der heutigen Lesung aus dem Hebräerbrief nehmen wir die Liturgie des Neuen Bundes genauer in den Blick. Gestern betrachteten wir die hohepriesterliche Wesensart Christi. Dort hörten wir bereits, dass sein Hohepriestertum nicht durch das Gesetz verliehen wird – durch die Geburt in den Priesterstamm Levi sowie die direkte Nachkommenschaft des Aaron. Vielmehr ist sein Hohepriestertum durch den Bundesschluss inkraftgetreten bzw. kommt es von Gott selbst.
Heute setzt der Hebräerbrief erneut an diesem letzten Gedanken an: Christus ist ein besonders erhabener Priesterdienst übertragen worden, der größer ist als das des irdischen Priestertums. Das hängt mit dem Neuen Bund zusammen, der ein „besserer“ ist. Gott selbst hat sich geopfert, um die Erlösung für alle Zeiten zu bewirken! Weil Christus Mittler dieses Neuen Bundes ist, kann niemand sein Priestertum überbieten.
Sodann erfolgt eine Argumentation, die uns zeigt: der Alte Bund war nicht vollkommen. Das soll nicht heißen, dass hier die Vorstellung zugrunde liegt, Gott habe etwas Unvollkommenes vorgenommen, das er selbst nun korrigieren muss. Vielmehr geht es darum, dass die Bündnispartner Gottes, das Volk Israel, sich nicht an das Bundesversprechen gehalten haben und dadurch den Bund beeinträchtigt haben. Sie sind nicht bei diesem Bund geblieben, sondern haben sich anderen Göttern zugewandt. Gott hat sich deshalb „nicht mehr um sie gekümmert“, weil sie sich dafür entschieden haben. Gott nimmt den freien Willen des Menschen ernst. Er lässt auch die Konsequenz falscher Entscheidungen spüren, damit man begreift, was man falsch gemacht hat. Er möchte den Menschen Lektionen erteilen.
Aufgrund dieser Fehlentwicklung, so die Argumentation des Briefes, ist ein Neuer Bund notwendig geworden. Wir dürfen diese Worte ernst nehmen und müssen sie doch in das gesamtbiblische Zeugnis einordnen. So merken wir schnell, dass das eine persönliche Argumentation ist, die nicht mit dem Heilsplan Gottes zusammenhängt. Denn der Neue Bund, die Erlösung, die Hingabe des einzigen Sohnes, stand schon von Anfang an fest. So zeigen uns viele weitere Bibelstellen auf. Es ist nicht erst Thema für Gott geworden, nachdem der erste Bund sozusagen „gescheitert“ ist. Dieser Bund besteht ja weiter, auf ewig! Das dürfen wir nicht vergessen. Gott ist treu und bleibt es auch bei der Untreue seiner Braut.
Dieser Argumentationsgang bereitet jedenfalls die Verheißung aus Jer 31,33 vor, die ab Vers 10 zitiert wird. Gott kündigt den Neuen Bund an, bei dem das Gesetz Gottes nicht nur den Menschen gegeben, sondern gleichsam in ihr Herz geschrieben wird. Das führt uns zur Bergpredigt, in der Jesus Christus das Gesetz erfüllt. Er radikalisiert die Gebote Gottes in dem Sinne, dass sie nicht nur die äußeren Handlungen bestimmen, sondern bis ins Tiefste des Herzens eindringen sollen. Mit ihm erfüllt sich diese Verheißung aus Jeremia. Ganz wie es üblich ist für einen Bundesschluss, wird es eine gegenseitige Selbstübereignung sein: Gott wird dem Volk Gott sein und das Volk wird ihm Volk sein.
Wie müssen wir Vers 11 verstehen? Keiner wird den anderen mehr belehren? Warum sagt Jesus in Mt 18 dann, dass wenn unser Mitmensch sündigt, wir ihn unter vier Augen zurechtweisen sollen? Das eine widerspricht dem anderen keineswegs, sondern hier kündigt der Herr selbst an, was in Ewigkeit sein wird. Es wird ein gemeinsames Schauen Gottes sein, wenn wir sterben und vor ihn treten. Dann braucht es keine Unterweisung mehr im Gegensatz zum irdischen Dasein. Womöglich kann man diese Aussage aber auch auf die Zeit der Kirche beziehen in dem Sinne, dass durch die Taufe Groß und Klein die gleiche Würde erhalten, das Taufkatechumenat dasselbe ist und somit alle Gott „kennen“, wenn sie in die Kirche eintreten. Schließlich geht es in diesem Kontext um den Neuen Bund, den wir durch die Taufe eingehen. Dann ist diese Aussage der unnötig gewordenen Unterweisung jedoch nur ansatzhaft zu begreifen, denn es gibt ja auch danach Lehrer, Katecheten, Geistliche, die Homilien halten. Auch die Rede von Sündenvergebung und Barmherzigkeit hat diese beiden Verständnisebenen: Einerseits ist die Taufe ja das Hauptsakrament der Sündenvergebung und somit wird Gott an das alte Leben des Getauften nicht mehr denken. Andererseits sehen wir den Moment vor uns, in dem wir vor Gott stehen und voller Reue über unser vergangenes Leben sind. Was wir gebeichtet und gesühnt haben, daran wird der Herr nicht mehr denken.
Der Argumentationsgang des Hebräerbriefes geht weiter: So wird der Alte Bund als veraltet bezeichnet – jetzt, wo es den Neuen Bund gibt, der dem Menschen das ewige Leben schenken kann, ist es logisch, dass alle den Neuen Bund eingehen sollen. Der Alte Bund bringt das nicht zustande. Er ist veraltet und vergreist. Was aber vergreist ist, ist nahe dem Verschwinden, so die wörtliche Übersetzung dieser Stelle. Ich sagte es bereits weiter oben. Aus einem solchen Argumentationsgang allein dürfen wir keine Lehre entwickeln und dadurch die antijudaistische Schlussfolgerung ziehen, dass der Alte Bund aufgehört hat zu existieren. Gott ist treu und seine Bünde sind ewig. Alles Andere wäre auch die Absprechung der Treue Gottes. Wir müssen diese Ausführungen mit allen anderen Stellen der Hl. Schrift vergleichen, in denen es um das Verhältnis von Altem und Neuem Bund geht. Die Antwort ist ganz eindeutig, vor allem wenn wir in die Johannesoffenbarung sehen und das himmlische Jerusalem nicht nur erbaut ist mit den Namen der zwölf Apostel, sondern auch der zwölf Stämme Israels. Der Alte Bund geht weiter!
Und doch dürfen wir diesen Text ernst nehmen: Wenn Gott selbst für uns Mensch geworden ist, um sich für uns zu opfern und die ganze Welt zu erlösen, dann können wir eigentlich nicht anders, als diese Erlösung anzunehmen. Damit es alle Menschen erkennen und sich davon berühren lassen, müssen wir allen Menschen diesen Neuen Bund anbieten. Das ist, was wir Mission nennen und zu dem die Apostel ja von Christus höchstpersönlich berufen worden sind. Auch jenen, die dem Alten Bund angehören, dürfen wir also etwas von Christus erzählen und diese Erlösung anbieten. Das eine hebelt das andere nicht aus.

Ps 85
8 Lass uns schauen, HERR, deine Huld und schenk uns dein Heil!
10 Fürwahr, sein Heil ist denen nahe, die ihn fürchten, seine Herrlichkeit wohne in unserm Land.

11 Es begegnen einander Huld und Treue; Gerechtigkeit und Friede küssen sich.
12 Treue sprosst aus der Erde hervor; Gerechtigkeit blickt vom Himmel hernieder.
13 Ja, der HERR gibt Gutes und unser Land gibt seinen Ertrag.
14 Gerechtigkeit geht vor ihm her und bahnt den Weg seiner Schritte.

Als Antwort beten wir Psalm 85, der für die jüdische Liturgie bestimmt war. Es geht in diesen Versen um die Bitte um Gerechtigkeit.
„Lass uns schauen, HERR, deine Huld und schenk uns dein Heil!“ ist die Bitte um das Heil Gottes. Das Volk Israel bittet besonders in Krisensituationen um das Heil Gottes. Zugleich wird in Vers 10 deutlich, dass Gott jenen das Heil schenkt, die gottesfürchtig sind. Das Schauen der Huld Gottes ist der Wunsch nach Gottes Segen, wir würden sagen nach dem Stand der Gnade, von dem aus wir fruchtbar sein können. Wenn der Wunsch formuliert wird, dass Gottes Herrlichkeit in ihrem Land wohnen soll, ist das Ausdruck für Gottes Gegenwart im Tempel. Er soll immer bei ihnen sein. Das wird ihnen verwehrt, wenn der Tempel durch die Babylonier zerstört werden wird und ein großer Teil der Jerusalemer deportiert werden wird. Dann werden sie sich zurücksehnen zu der Zeit, als sie dem Herrn im Tempel begegnen konnten. Wir dürfen diese Sehnsucht und Bitte nach Gottes Gegenwart auch christologisch weiterdenken: Gott wird Mensch und ist auf viel intensivere Weise unter den Menschen gegenwärtig, als er es durch die Bundestafeln jemals sein konnte. Denn nun sind die Gebote Gottes nicht in Stein gemeißelt, sondern in Fleisch gekommen! Mit der Zeit wird eine messianische Erwartung immer stärker. Der Alte Bund wartet sehnsüchtig auf diesen, der den wahren Frieden bringen kann. Der Wunsch der Volkes Israel zeigt uns bereits: Der Heilsplan Gottes ist bereits ihnen nach und nach offenbart worden. Es ist also nicht einfach ein Umweg aufgrund eines gescheiterten ersten Bundes.
Im Folgenden hören wir von Heilsverheißungen: Huld und Treue begegnen einander. Das Begriffspaar wird üblicherweise auf Gott bezogen. Sie sind seine Eigenschaften. Ebenso kommen „Gerechtigkeit und Friede“ von Gott. Wenn hier bildlich-poetisch gesagt wird, dass sie sich küssen, meint das ihre Verbindung. Ich habe schon öfter erklärt, dass dem umfassenden Heil eine Gerichtsvollstreckung vorausgeht. Beides gehört zusammen. Gericht und Heil sind zwei Seiten einer Medaille. Der Friede des Gottesreiches kommt, nachdem alles Böse vernichtet und gerichtet worden ist. Es hat im Reich Gottes keinen Platz. Gottes Gerechtigkeit ist nicht als etwas Böses und Angsterfüllendes anzusehen, sondern als Erlösung von den Ungerechtigkeiten dieser Welt. Bedrohlich ist es nur für jene, die bis zum Schluss Gott abgelehnt haben. Diese erhalten dann ihre finale Abrechnung.
„Treue sprosst aus der Erde hervor“ ist eine wunderbare poetische Formulierung, die verdeutlicht: Egal, wie sehr nun alles in Trümmern liegt und zerstört ist – Gott ist dennoch treu und hält fest an dem Bund, den er mit seiner Braut geschlossen hat. Die Treue sprosst aus der Erde hervor, denn die Wurzeln sind trotz der Verwüstung intakt geblieben. Auch wenn die Bäume abgehauen worden sind (was ein Gerichtsbild ist, das auch Johannes der Täufer aufgreifen wird), wächst aufgrund der gebliebenen Wurzel ein neuer Baum hervor. Auch diese Aussagen sind messianische weiterzudenken. Der Trieb aus der Wurzel Isai, der neue David wird kommen, Jesus Christus. Er ist wirklich ein König, dessen Reich größer und ganz anders ist als alle Reiche dieser Welt.
„Gerechtigkeit blickt vom Himmel hernieder“ ist wie bereits oben beschrieben keine bedrohliche Aussage, sondern ein tröstlicher Satz. Gott ist der Zustand auf Erden nicht egal. Er kümmert sich um seine Schöpfung und greift ein, wo Ungerechtigkeit herrscht. Er blickt vom Himmel herab, der sein „Wohnort“ ist, das heißt trotz seiner Existenz in der Ewigkeit sieht er alles, was im Diesseits geschieht. Das ist eine Aussage gegen deistische Konzepte. Der größte Beweis gegen Deismus ist Gottes Menschwerdung in Jesus Christus. Weil er voller Eifer für sein Volk brennt, weil Gott voller Liebe für seine Braut ist, kommt er auf die Erde, um ganz bei ihr zu sein. Christus ist für seine Braut gestorben und auferstanden, um sie zu erlösen. Er hat wirklich Rettung gebracht und wird am Ende der Zeiten wiederkommen, um Gerechtigkeit zu bringen. Gerade mit seinem zweiten Kommen wird Gerechtigkeit vom Himmel herniederblicken – wenn er als verherrlichter Menschensohn von dort auf die Erde kommen wird.
Was von Gott kommt, ist immer gut. Auch das Gericht ist etwas Gutes, weil ohne es das umfassende Heil nicht kommen kann. Gott gibt Gutes auch schon im Diesseits, indem er zum Beispiel für eine gute Ernte sorgt. Das ist Ausdruck seines Segens für die Menschen.
„Gerechtigkeit geht vor ihm her und bahnt den Weg seiner Schritte.“ Wie mehrfach gesagt kann Gott erst unter den Menschen wohnen im Himmlischen Jerusalem, wenn seine Gerechtigkeit alles Böse vernichtet, die gefallene Schöpfung komplett auf Null gebracht und eine neue Schöpfung hervorgebracht hat. Weil Gott der Gute ist, kann nichts Böses in seiner Gegenwart bestehen.
Für uns bedeutet diese wiederholte Aussage ganz konkret: Der ganze Zustand in unserer Welt muss erst immer schlimmer werden, weil es wie die Geburtswehen ist, die dem Glück des geborenen Kindes vorausgehen. Diese werden auch immer stärker, bis das Kind endlich kommt. Es ist für uns in dieser Welt also sehr schmerzhaft und wird immer schlimmer, aber wir wissen, dass mit zunehmender Drastik das Kommen unseres Herrn immer näher rückt.

Mk 3
13 Jesus stieg auf einen Berg und rief die zu sich, die er selbst wollte, und sie kamen zu ihm. 
14 Und er setzte zwölf ein, damit sie mit ihm seien und damit er sie aussende, zu verkünden 
15 und mit Vollmacht Dämonen auszutreiben.
16 Die Zwölf, die er einsetzte, waren: Petrus – diesen Beinamen gab er dem Simon – , 
17 Jakobus, der Sohn des Zebedäus, und Johannes, der Bruder des Jakobus – ihnen gab er den Beinamen Boanerges, das heißt Donnersöhne – ,
18 dazu Andreas, Philippus, Bartholomäus, Matthäus, Thomas, Jakobus, der Sohn des Alphäus, Thaddäus, Simon Kananäus 
19 und Judas Iskariot, der ihn dann ausgeliefert hat.

Heute lesen wir im Evangelium von der Erwählung des Zwölferkreises, dem innersten Kreis um Jesus herum, deren Mitglieder wir Apostel nennen. Diese Männer, die namentlich aufgezählt werden, erhalten Vollmachten von Jesus, hier explizit genannt wird den Exorzismus. Das Markusevangelium betont Jesu Dämonenaustreibungen ganz besonders. Die Apostel bekommen eine große Vollmacht, die den Sieg Gottes über die Mächte des Bösen ganz konkretisiert. Es ist die Zeit gekommen, dass der Satan, der bisherige Fürst dieser Welt, in die Knie gezwungen wird, weil er so viel auf Erden angerichtet hat. Dass Jesus gekommen ist, um die Tür zum Paradies wieder freizugeben, ist dem Satan nämlich ein riesiger Strich durch die Rechnung. Dieser wollte den Menschen das Heil nehmen, das er selbst verloren hat (nach dem Motto „wenn ich es schon nicht haben kann, sollen sie es auch nicht haben“). Die Exorzismen sind ein ganz großes Zeichen dieser Erlösung, bevor sie am Kreuz besiegelt wird.
Am Ende der Aufzählung wird auch Judas Iskariot genannt, der Jesus später verraten wird. Uns wird heute ganz bewusst, dass Gott jedem Menschen eine Chance gibt. Er beruft unterschiedliche Charaktere, auch solche, von denen er genau weiß, dass sie „anfälliger“ sind: Er beruft Judas Iskariot, obwohl er habgierig und illoyal ist. Gott versucht alles, um die positiven Eigenschaften eines Menschen zu fördern, doch diese verspielen oft die Gnade Gottes selbst durch ihre Ablehnung. Judas versucht, Gott unter die Arme zu greifen und bildet sich ein, er wüsste es besser. So beschwert er sich z.B. über die Verschwendung des kostbaren Nardenöls, mit dem Jesus gesalbt wird.
Bei Judas wird der größte Fehler nicht der Verrat sein, sondern die Ablehnung der Barmherzigkeit Gottes. Er wird nicht glauben können, dass Gott ihm vergibt. Dass er Christus ausgeliefert hat, ist eine schwere Sünde, aber wenn er bereut hätte, hätte Gott ihm diese Sünde vergeben. Petrus hat Christus aus verraten, indem er behauptete, ihn nicht zu kennen. Doch er hat sein Leben lang bereut und Gott hat ihm nicht nur vergeben, sondern große Verantwortung verliehen!
Was ist mit uns? Können wir uns selbst vergeben, wenn wir uns vor Gott und den Menschen schwer versündigt haben? Glauben wir daran, dass Gottes „Liebe reicht, so weit der Himmel ist“, wie es in den Psalmen heißt? Dass seine Liebe größer ist als unsere schlimmste Sünde? Es gibt nichts, was Gott uns nicht vergeben möchte, solange wir von Herzen bereuen. Wenn wir seine Barmherzigkeit leugnen, nennen wir das die Sünde gegen den Hl. Geist.

Was uns gerade durch das Evangelium verdeutlicht wird, ist die Etablierung des Neuen Bundes mit der „neuen Schöpfungsordnung“. So wie er bei der Erschaffung der ersten Schöpfung als Schöpfungsmittler gewirkt hat, als Logos das ganze Dasein geordnet hat, so ordnet er auch die zweite Schöpfung, indem er den engsten Jüngerkreis benennt. Die Ordnung in dieser neuen Schöpfung, deren sichtbarer Teil hier auf Erden die Kirche ist, ist also von Christus vorgegeben und wir können nicht daran rütteln. Wenn wir also Anstoß nehmen am Sakrament der Weihe, an den verschiedenen Berufungen von Geweihten und Nichtgeweihten, von Männern und Frauen, dann nehmen wir Anstoß an Christus selbst.
Der Neue Bund überbietet den Alten Bund von seiner heilsgeschichtlichen Bedeutung. Gott selbst bringt sich dar als Opfer für alle Zeiten. Wenn wir alle Menschen lieben, müssen wir diese Erlösung allen Menschen bekannt machen, auch jenen, die bisher dem Alten Bund angehört haben. Danken wir dem Herrn, dass wir ihn kennenlernen durften und durch die Taufe mit ihm in einer Bundesbeziehung leben dürfen!

Ihre Magstrauss

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